Als er ein paar Tage später den Schrank im Flur durchsuchte, weil er eine Taschenlampe brauchte, war ihm ein Karton mit alten, abgelaufenen Medikamenten in die Hände gefallen. Er wollte schon schimpfen, dass sie das Zeug nicht schon längst entsorgt hatte, da fiel sein Blick plötzlich auf diese Pillen. Hatte sie nicht immer grässliche Kopfschmerzen davon bekommen? Was wäre, wenn sie sie alle auf einmal nähme? Vielleicht würde sie sterben, aber vielleicht auch nicht. Und wenn, käme er sicher in Verdacht. Niemand brachte sich um, wenn er gerade 1,5 Millionen gewonnen hatte.
Er tat die Pillen wieder in den Schrank zurück. Aber noch nachts gingen sie ihm nicht aus dem Sinn. Selbst am nächsten Tag auf der Arbeit grübelte er und irgendwann war ihm dann dieser geniale Plan eingefallen.
Rolf stand auf und öffnete den kleinen Kühlschrank, der im Fernsehschrank eingelassen war. Hm, Sekt oder Bier? Ihm stand der Sinn nach etwas Stärkerem. Kurz entschlossen machte er sich auf den Weg zur Hotelbar. Es konnte doch niemanden wundern, wenn ein einsamer, verlassener Ehemann, dessen Frau gerade im ganzen Land gesucht wurde, seinen Kummer bei einem ordentlichen Glas Whisky vergessen wollte! Auch wenn es noch nicht einmal Abend war.
Es wunderte sich niemand. Schweigend schenkte ihm ein junger Mann den Alkohol ein und ließ auf einen Wink seines einzigen Gastes die Flasche gleich stehen. Dann machte er sich wieder ans Gläserpolieren.
„Auf dein Wohl, Sunny – Schätzchen!“, sagte Rolf leise, als er das erste Glas dieses Abends an die Lippen führte.
„Und auf die Millionen!“
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