Angela Rommeiß - Susanna
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Susanna schreckte auf.
Diesmal wusste sie sofort, wo sie war. Und sie erkannte auch sofort, dass sie nun handeln musste, denn die Sonne war im Begriff zu sinken. Am gegenüberliegenden Hang war bereits alles dunkel und hier warfen die Bäume lange Schatten.
Noch einmal rief sie und lauschte vergeblich nach Antwort. In ihrem Hinterkopf pochte der Schmerz, aber sie ignorierte ihn. Dann bewegte sie vorsichtig Arme und Beine, um ihre Beweglichkeit zu prüfen, bevor sie sich so weit wie möglich nach rechts schob. Dort war ein Bäumchen, das könnte sie erreichen, wenn sie sprang.
Und sie sprang.
Die Felsbrocken, die aus dem Hang ragten, warfen ihre Schatten auf die orange angeleuchtete Felswand. Dadurch wirkten sie größer und stabiler, als sie in Wirklichkeit waren. Susanna erreichte das Bäumchen, schwang sich daran weiter, rutschte aber von einem Stein, den sie als nächstes Ziel anvisiert hatte, ab und schlitterte gut fünf Meter abwärts. Steine und Geröll polterten um sie herum zu Tal. Mit der Kraft der Verzweiflung klammerte sie sich an einer Felsnase fest und fand mit dem Fuß Halt in einer Spalte. Die waren hier reichlich vorhanden, wie sie nun erleichtert feststellte, und den Rest des Abstieges schaffte sie ohne größere Schreckmomente. Einmal fiel sie noch hin, aber das Knie tat sowieso schon weh, deshalb war es ihr egal.
Irgendwann saß Susanna am Fuß des Hanges, betrachtete ihre abgebrochenen Fingernägel und lachte. Lachte und lachte, während ihr die Tränen über die Wangen liefen. Es dauerte einige Zeit, ehe sie sich beruhigt hatte und sich besann. Sie sah sich um.
Die Schlucht, in der sich die junge Frau nun befand, war eng, dunkel und steinig. Als hätte ein Riese mit einer Axt eine Kerbe in den Felsen geschlagen. Zwischen den dicht stehenden Bäumen lagen große Felsbrocken, die irgendwann einmal von unbekannten Naturgewalten aus dem Gebirge gebrochen worden und bis hierher ins Tal gerollt waren. Für Wanderer war hier kein angenehmes Durchkommen. Die wenigen Stellen, wo keine Bäume standen oder Steine lagen, waren feucht und matschig. Wo Sonnenlicht hinkam, wuchsen meterhohe Brennnesseln und Disteln, wo keines hinkam, Moos und Farne. Die Felsen waren von dicken, feuchten Moosteppichen bedeckt, aus denen Ungeziefer nach allen Seiten flüchtete, wenn man sie berührte.
Susanna seufzte und machte sich auf den Weg. Ganz gleich, wie beschwerlich es war, sie musste unbedingt das Autowrack finden.
Sie kletterte und kraxelte, suchte und kehrte um, hangelte sich an Wurzeln weiter und fluchte. Nie wieder, so schwor sie sich, würde sie ins Gebirge fahren. Sie war sowieso lieber am Strand, suchte Muscheln und badete. Da war nichts steil, nirgendwo bestand Absturzgefahr. Die Straßen waren nicht so eng und gewunden, dass man ständig Angst vor dem Gegenverkehr zu haben brauchte. Man konnte mit dem Fahrrad fahren statt mit diesen blöden Seilbahnen, die sie nicht mochte. Nur weil Rolf gerne kletterte, mussten sie in die Alpen fahren statt ans Meer, wie sie gerne wollte. Dabei war es doch ihr Lottogewinn gewesen, nicht seiner!
Susanna blieb stehen. War sie denn verrückt geworden, solche Gedanken zu haben? Jetzt, wo sie gerade auf der Suche nach ihrem Mann war, der wahrscheinlich tot in einem abgestürzten Autowrack lag? Hatte der Unfall ihren Verstand mehr mitgenommen, als sie dachte? Kopfschüttelnd und schuldbewusst setzte Susanna ihren Weg fort und zwängte sich zwischen Dornensträuchern hindurch.
„Rolf, Rolf!“
Ab und an übermannte sie die Verzweiflung und sie rief nach ihrem Mann. Hoffentlich war er noch am Leben, hoffentlich! Ach, warum musste ihnen so etwas passieren, warum nur? Das Ganze war ein Albtraum.
Als sie sich an einem dicken Steinbrocken vorbeiquetschte, entdeckte sie plötzlich ein verbogenes Metallteil. Es war rund und etwa so groß wie ein Teller. Sie starrte es eine Weile an, ehe sie begriff. Dann hob sie die Augen und erblickte das Wrack. Es lag mit offener Kühlerhaube zwischen zwei Felsbrocken eingeklemmt halb auf der Seite. Das Dach war vorn bis hinunter zum Motor eingedrückt, sodass man nicht in den Innenraum hineinsehen konnte. Sämtliche Scheiben waren geborsten, alle Metallteile völlig verbeult. Das Auto sah jämmerlich aus.
Mit plötzlich aufkeimender Panik stürzte Susanna nach vorn, kletterte über den Felsen und rutschte auf der anderen Seite hinunter.
„Rolf! Rolf, so sag doch was!“
Mit zitternden Händen bog sie eine Strebe um und schlitzte sich an dem scharfen Metall die Haut auf. Sie beachtete die Wunde nicht, suchte nur verzweifelt einen Weg ins Wageninnere. Endlich gelang es ihr, den Kopf durch ein Loch zu zwängen. Die Sonne war schon lange hinter dem gegenüberliegenden Berghang verschwunden, nur noch Dämmerlicht erhellte die grausige Szenerie. Und im letzten Licht des Tages erkannte Susanna, was sie kaum glauben konnte: Der Wagen war leer.
4
Der nächste Morgen war kalt, aber klar.
Susanna hatte die Nacht mehr schlecht als recht auf dem hinteren Sitzpolster des kaputten Wagens verbracht und sich mit einer der Fußmatten notdürftig zugedeckt. Die Verletzungen, die sie bei dem Unfall davongetragen hatte, schmerzten, und sie fror jämmerlich. Jetzt, im allerersten Tageslicht, erwachte sie aus einem unruhigen Schlaf und kroch auf allen vieren aus dem Wrack. Zuerst hockte sie sich hinter einen Stein und verrichtete ein kleines Geschäft.
‚Warum setze ich mich hinter einen Stein?‘, dachte sie bei sich. ‚Niemand ist hier, ich hätte direkt neben das Auto pinkeln können. Aber nein, ich gehe ein Stück weg und setze mich hinter einen Stein.‘
Das Hocken fiel schwer, denn das Knie war angeschwollen und steif. Dafür tat die Schulter nicht mehr so schlimm weh wie gestern. Susanna zog die Hose herunter und untersuchte das Knie. Gebrochen schien nichts zu sein, aber es war dick und blau. Sie zog sich wieder an und befühlte danach ihren Kopf. Hinten waren die Haare hart von geronnenem Blut. Sie fühlte eine Platzwunde, in der Haare festklebten und ließ lieber die Finger davon.
Sie sah sich um. Die steile Schlucht gab nicht viel von sich preis, allenthalben versperrten Bäume oder Felsen die Sicht. Nach oben hin verloren sich die Hänge in den tief hängenden Wolken.
Susanna schauderte, als sie an ihre gestrige Kletterpartie dachte, denn die Steinwände sahen von hier fast senkrecht aus. Gestern Abend hatte sie, bevor es vollends dunkel wurde, nach Rolf gerufen und ein Stück weit in die andere Richtung gesucht, aber er blieb spurlos verschwunden. Vielleicht lag er weiter oben.
Das lähmende Entsetzen des gestrigen Tages war gewichen, die junge Frau konnte wieder klar denken. Die Tatsache, einen so schlimmen Unfall überlebt zu haben, machte sie seltsam stolz, obwohl sie gar keinen Einfluss darauf gehabt hatte. Ob sie hoffen durfte, ihren Mann lebend zu finden? Bisher war immer er der Glückspilz von ihnen beiden gewesen. Aus irgendeinem Grund war sie sehr zuversichtlich, dass er noch lebte. Sie spürte es geradezu.
Susanna hatte Durst. Ob sie etwas aus dem Bach trinken könnte? Eigentlich war es ja kein richtiger Bach, denn man hörte es zwar allenthalben plätschern und rieseln, aber ein offenes Rinnsal war nicht zu sehen.
Da fiel ihr der Picknickkorb im Kofferraum ein. Natürlich, der Picknickkorb! Dass sie an den nicht schon viel eher gedacht hatte!
Der Audi war eine Limousine und der Kofferraum nur von hinten zu erreichen. Nun gut, dann musste sie es eben von der anderen Seite versuchen. Das bedeutete erneute Kletterei, denn der große Stein, hinter dem das Auto eingeklemmt war, versperrte den Weg. Endlich stand Susanna auf der Rückseite. Das Glas der Heckklappe war nicht mehr klar, sondern weiß, aber bis auf ein paar Löcher noch an ihrem Platz. Die Scheibe war in tausend kleine Mosaike zerbrochen, an einigen Stellen war sie gewölbt oder eingesunken, ließ sich aber nicht so ohne Weiteres eindrücken, als Susanna es vorsichtig mit der flachen Hand probierte. Dann versuchte sie den Kofferraum zu öffnen, aber der war verschlossen und hatte nicht mal einen Hebel. Nur ein Schlüsselloch.
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