Angela Rommeiß - Susanna

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Nach einem Lottogewinn macht ein Ehepaar aus Weimar eine Urlaubsreise ins Öztal, die sich schnell zum Horrortrip für die junge Frau entwickelt. Schließlich muss sie aus eigener Kraft und zudem heimlich versuchen, wieder nach Hause zu gelangen. Sie stellt ihre bisherige Lebensstrategie in Frage und sieht ihr Umfeld und die Menschen, die ihr bisher nahe waren, allmählich mit anderen Augen. Schließlich ändert sie ihr Leben radikal – trotz Verlusten – und wird endlich glücklich.

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„Meine Marylin!“, flüsterte er erregt und kam zu ihr.

Susanna beschwerte sich schon lange nicht mehr darüber, dass sie beim Liebesakt Marylin Monroe darzustellen hatte. Das war halt so eine Marotte von ihm.

Susannas Freundin Annabell hatte sich die Seiten gehalten vor Lachen, als sie davon erfuhr.

„Er steht auf die Monroe!? Na Mensch, jetzt weiß ich auch, warum du diese Frisur trägst und immer Kleider anhast!“

Dann aber hatte sie ihr ganz ernsthaft zugeredet, doch ein bisschen selbstbewusster zu sein.

„Meine Güte, Susi, dein Mann sollte stolz darauf sein, dass er mit DIR schlafen darf! Wenn du dich wie ein blondes Dummchen benimmst, musst du dich auch nicht wundern, wenn er dich so behandelt. Wie wäre es denn, wenn du ihn im Bett mal mit einem anderen Namen anreden würdest? Ausrasten würde der!“

Das glaubte Susanna allerdings auch, deshalb vermied sie es tunlichst, ihn auf diese Weise zu ärgern. Es war nicht so schlimm, dass sie wie Marylin sein musste, solange er nur glücklich war. Denn wenn Rolf glücklich war, dann war sie es auch. Das sagte sie Annabell aber nicht so direkt, denn die Freundin war für solche Ansichten viel zu emanzipiert und würde das nicht verstehen. Susanna ärgerte sich später, dass sie ihr die Sache mit Marylin anvertraut hatte, sie hätte sich denken können, dass Annabell das nicht verstand.

Rolf hatte ihr auch Pornofilme gezeigt, damit sie wusste, wie sie sich im Bett zu verhalten hatte. Sie fand, das bisschen Stöhnen war nicht so schwer und sie tat ihm den Gefallen. Die körperliche Liebe war für Susanna noch nie so wichtig gewesen wie für Rolf, obwohl sie ihn von Herzen liebte. Natürlich lag es an ihr selbst. Er meinte, sie sei vielleicht frigide. Als Susanna herausgefunden hatte, was das Wort bedeutete, war sie sehr verletzt. Nein, frigide war sie nicht, nur eben nicht so schnell erregbar. Rolf ließ sich nie besonders viel Zeit, deshalb vielleicht.

Annabell meinte, sie hätte mehr Erfahrungen sammeln sollen, als sie noch unverheiratet war. Aber wie hätte das gehen sollen? Sie war ja erst fünfzehn gewesen, als sie den um zehn Jahre älteren Rolf kennenlernte. Seitdem war sie mit ihm zusammen und bekam von ihm alles beigebracht, was sie wissen musste, um ihm eine liebevolle und vorzeigbare Gefährtin zu sein. Eine Berufsausbildung hatte nicht dazugehört.

Mit siebzehn trug sie freudestrahlend ihr Hochzeitskleid.

Susannas Eltern Brigitte und Karl-Heinz Siebert waren froh, ihre einzige Tochter gut untergebracht zu wissen und stolz auf den erfolgreichen Schwiegersohn. Sie waren fleißige, ehrbare Leute. Die Mutter, eine freundliche und einfache Frau, die als Verkäuferin bei der HO arbeitete, hatte damals mit achtunddreißig Jahren schon ihren Traum vom eigenen Kind begraben, als sie das Wunder der Natur doch noch einholte. Sie hegte und hätschelte die Tochter, wo sie nur konnte und genoss die späte Mutterschaft. Gut sollte es die Kleine haben, besser als sie damals. Alles sollte sie bekommen, ohne es sich mit vier rauflustigen Brüdern teilen zu müssen, lieb und brav sollte sie sein, hübsch und vorzeigbar. Das war Susi auch. Frau Siebert konnte mit dem süßen, blondgelockten Engel bei allen Nachbarn und Verwandten angeben, ließ die Kleine Liedchen vorsingen und Knickse machen. Aber leider gingen diese Jahre schnell vorbei, und mit Susanna als Teenager war sie dann heillos überfordert. Dabei war das Mädchen nicht einmal besonders aufsässig gewesen, aber doch so anders als das kleine, süße Ding aus ihren Kindertagen, dass die Mutter die Erziehung fortan weitestgehend dem Vater überließ.

Karl-Heinz Siebert hatte zeitlebens einen pflichtbewussten, ordnungsliebenden Postbeamten dargestellt. Nun, vielleicht nicht zeitlebens, aber doch sein ganzes Erwachsenenleben hindurch und nicht einmal die Wende hatte seinem Patriotismus etwas anhaben können. Was davor war, hatte er vergessen. Von seiner Tochter erwartete er keine Heldentaten. Eine treue, sittsame junge Frau sollte sie werden, das war das Einzige, was zählte. In der Wahl seiner Erziehungsmethoden griff Karl-Heinz Siebert auf die Erfahrungen seiner kurzen Militärzeit zurück, da man einer fast erwachsenen Tochter ja nicht mehr den Hosenboden stramm ziehen konnte. Mit knappen, eindeutigen Befehlen machte er ihr klar, wann sie zu Hause zu sein hatte, welche Kleidung er für unangemessen hielt und wo sie den Mund halten sollte. Bei Befehlsverweigerung folgten Stubenarrest und Sonderaufgaben. Das klappte ganz wunderbar und Karl-Heinz war sehr zufrieden mit sich.

Susanna war damals erleichtert gewesen, dem kleinbürgerlichen, stickigen Mief ihrer Kindheit entronnen zu sein, denn mit Rolf fühlte sie sich so viel freier und erwachsener! Er nannte sie ‚Sunny‘, das klang wie aus einem amerikanischen Film. Sie fuhren Motorrad, trugen Lederjacken und Sunny ließ das lange Haar im Fahrtwind flattern. Dass sie es nachher stundenlang kämmen und entwirren musste, war zwar nicht so schön, aber er mochte es halt so gerne, wenn sie seine coole Rockerbraut war. Später stieg Rolf dann auf Autos um, die seine neue Leidenschaft wurden, und mit der Rockerzeit war es vorbei. Susanna war es recht. Ihr war alles recht, was Rolf anbelangte, denn sie war sehr glücklich, ihn gefunden zu haben. Er war jemand, der im direkten Anschluss an ihre Eltern für sie sorgte und ihr sagte, was sie zu tun und zu lassen hatte im Leben, und das war doch sehr bequem.

Eigentlich war es nicht schwer, es Rolf recht zu machen, denn anders als andere Männer, die sich (laut Annabell), niemals eindeutig äußerten, sagte Rolf immer klipp und klar, was er erwartete. Das war Susanna von zu Hause gewöhnt und bereitete ihr keine Schwierigkeiten. Man brauchte bloß zu tun, was er wollte, dann lief das Leben reibungslos.

Susanna war mollig, weil Rolf weiche Formen liebte. Sie trug ihr brünettes Haar blond gefärbt und gelockt wie Marylin Monroe, die ihr Mann anschwärmte. Sie stöhnte, wie sie es im Film gesehen hatte und kochte ihm immer seine Lieblingsessen.

Ja, Susanna konnte zufrieden sein. Sie hatte keine Kinder und keine Schwiegereltern, mit denen sie sich herumärgern musste und führte eine gute Ehe. Ihre Eltern wohnten ausreichend weit entfernt, dass man sie nicht ständig besuchen musste. Selbst Annabell, die als Arzthelferin arbeitete und sich von Beziehung zu Beziehung hangelte, sagte ihr oft, dass sie eigentlich Glück hatte. Und jetzt noch dieser riesige Lottogewinn!

Susanna blieb im Bett liegen, als Rolf ins Bad ging.

Und plötzlich war es wieder da. Dieses Stechen, von der linken Schläfe hinüber in die rechte, wie von einem Messer durchbohrt. Sie stöhnte und drückte die Handballen auf die Augen. Schon wieder! Was würde Rolf sagen? Den dritten Tag hintereinander konnte sie nicht mit auf die Bergtouren gehen, die er so sorgsam geplant hatte. Diese verdammte Migräne!

Rolf trat pfeifend und gutgelaunt aus der Dusche, ein Handtuch um die Hüften geschlungen und mit feuchtem, strubbligem Haar. Er griff zur Zigarettenschachtel, die auf dem Tisch lag, und zündete sich eine an.

Susanna fiel auf, dass er schlanker geworden war. Sehnig und braungebrannt, der kleine Bauchansatz fiel kaum noch auf. Seine siebenunddreißig Jahre sah man ihm gar nicht an, obwohl das dunkelbraune Haar schon vereinzelte graue Strähnen aufwies. Forschend blickte Rolf zu seiner Frau hinunter.

„Wie geht es dir heute, Sunny?“

Kläglich schaute sie zu ihm hoch und antwortete beinahe entschuldigend:

„Ich hab schon wieder Kopfschmerzen! Ich weiß, es ist schwer zu glauben, aber...“

„Ich glaub es dir ja!“ beeilte sich Rolf zu versichern. Und fürsorglich fügte er hinzu: „Nimm eine Schmerztablette, dann leg dich nochmal hin. Wir können ja mal einen Tag hierbleiben... also, ich kann mal einen Tag hierbleiben. Ich hätte die Tour zwar gerne gemacht, aber wenn es dir schlecht geht...“

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