Angela Rommeiß - Susanna

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Nach einem Lottogewinn macht ein Ehepaar aus Weimar eine Urlaubsreise ins Öztal, die sich schnell zum Horrortrip für die junge Frau entwickelt. Schließlich muss sie aus eigener Kraft und zudem heimlich versuchen, wieder nach Hause zu gelangen. Sie stellt ihre bisherige Lebensstrategie in Frage und sieht ihr Umfeld und die Menschen, die ihr bisher nahe waren, allmählich mit anderen Augen. Schließlich ändert sie ihr Leben radikal – trotz Verlusten – und wird endlich glücklich.

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„Nein, nein“, wehrte Susanna ab. „Mach du nur deine Bergtour! Ich weiß ja, wie gerne du da rumkraxelst, für mich ist das eh nichts. Geh ruhig alleine!“

„Ach nein! Das kann ich doch nicht machen. Aber nur wenn du unbedingt willst. Bist du sicher, dass ich nicht doch bei dir bleiben soll?“ Rolf sträubte sich noch eine Weile, genau wie die beiden Tage zuvor. Dabei suchte er aber schon seinen Wanderrucksack hervor und sah sich nach den Schnürschuhen um.

Susanna lächelte. Sie gönnte ihm wirklich seine Touren. Schon, weil er so rücksichtsvoll reagierte, das war nämlich sonst gar nicht seine Art. Wenn sie zu Hause über Kopfschmerzen oder irgendetwas anderes klagte, verzog er nur den Mund, hob die Augenbrauen und machte den Fernseher an. Er tat immer so, als wolle sie ihn mit ihren Wehwehchen ärgern. Er selber war kerngesund und litt niemals unter Kopfschmerzen oder anderen Zipperlein. Hatte er Zahnweh, ging er zum Zahnarzt und ließ die Sache in Ordnung bringen. Verletzte er sich, klebte er ein Pflaster drauf und verlor kein Wort darüber. Er sagte gern, sein Körper arbeite wie ein Auto - war etwas kaputt, musste es nur repariert werden, dann funktioniere es wieder. Wahrscheinlich war es deshalb so schwer für ihn, sich in jemanden hineinzufühlen, den etwas plagte. Nein, diese fürsorgliche Art von ihm war neu.

Als ein weiterer Schmerz ihren Kopf durchfuhr, presste sie die Hand an die Schläfe und zog die Nachttischschublade auf, in der ihre Schmerztabletten lagen. Als sie gerade eine mit lauwarmem Kaffe hinunterspülte, hörte sie nur noch ein: „Tschüss, Schatz!“ und das Zufallen der Tür.

2

Der nächste Morgen begann ähnlich wie der gestrige und die beiden davor.

Rolf holte das Frühstück und sie aßen im Bett.

An diesem Tag schien leider nicht die Sonne, es war neblig geworden. Man spürte den Herbst nahen. Susanna war heute entschlossen, den Vormittag nicht im Bett zu verbringen. Gleich nach dem Frühstück stand sie auf und ging unter die Dusche.

Rolf nahm das Ausbleiben des Liebesspiels wortlos hin. Überhaupt war er heute stiller als sonst, wirkte irgendwie abwesend. Susanna schob es auf ihre Unpässlichkeiten, dass er so brummig war, schließlich verdarb sie ihm den ganzen Urlaub damit.

Als sie aus der Dusche kam und ihn da so im zerwühlten Bett sitzen sah, halb angezogen, zerzaust und schmollend, schwoll ihr das Herz vor Liebe an. Ihr kleiner Brummbär! Er gab sich solche Mühe mit diesem Urlaub! Sie nahm sich fest vor, heute mit ihm einen schönen Tag zu verbringen, egal, ob sie Kopfschmerzen bekam oder nicht.

Gestern hatte sie den Vormittag verschlafen, hatte dann im Restaurant ein einsames Mittagessen zu sich genommen und war danach ein bisschen ums Hotel herum spazieren gegangen. Kurz hatte sie überlegt, ihre Mutter anzurufen, es sich dann aber nicht getraut. Wahrscheinlich käme sie nicht mit dem Apparat zurecht, sie würde lieber warten, bis Rolf dabei war.

Draußen schien die Sonne. Mütter und Väter spielten mit ihren Kindern auf dem Spielplatz. Auf dem Trampolin hüpfte eine Frau, die sicher schon über vierzig war, mit einem blonden kleinen Jungen herum. Einen sehnsuchtsvollen Moment lang beneidete Susanna diese Frau von Herzen, denn sie wirkte sportlich und jung. Sie selbst kam sich dagegen mit ihrer blondierten Lockenfrisur und gekleidet in Rock und Bluse ziemlich altbacken vor, obwohl sie doch erst siebenundzwanzig war. Sie fühlte sich dick und unattraktiv. Schnell scheuchte Susanna diese unerfreulichen Gedanken beiseite. Dann hatte sie sich den Rest des Tages ausgemalt, wie es wohl wäre, Mutter zu werden.

Vor ein paar Jahren hatte sie mit Rolf deswegen einen handfesten Krach gehabt. Sie wollte gern ein Kind, aber er stellte sich strikt dagegen. Für ihn war das Thema Kinder aus und erledigt. Der Sohn, den er mit seiner Exfrau hatte, reichte ihm vollkommen. Kinder sind nutzlos, teuer und anstrengend, behauptete er und machte ihr unmissverständlich klar, dass sie sich das aus dem Kopf schlagen solle. Susanna war eine Zeitlang sehr unglücklich gewesen, hatte sich dann aber gefügt. Wahrscheinlich hatte er ja recht, wie immer. In den nächsten Jahren wagte sie es nicht, ihn erneut darauf anzusprechen, schaute nur ab und zu mit einem Gefühl des Bedauerns in einen Kinderwagen. Selbst ihre Eltern, die nach einer vorsichtigen Anfrage in Richtung Enkelkinder von Rolf barsch angefahren worden waren, vermieden daraufhin jegliche Anspielung beflissen.

Aber jetzt, wo Rolf so verändert und freundlich war...? Susanna beschloss, das Thema behutsam noch einmal anzuschneiden. Eventuell am Abend, bei einem guten Glas Wein und einem leckeren Essen. Aber dann hatte sie sich doch nicht getraut und den Abend mit ihm bei unverbindlicher Plauderei verbracht.

Nach dem Duschen ging es Susanna blendend. Sie fühlte sich wie neugeboren. Als Rolf seine übliche Frage stellte, wie es ihr heute ginge, konnte sie ihm fröhlich antworten:

„Gut! Keinerlei Kopfschmerzen! Wo wollen wir heute hin?“

„Überraschung!“, meinte Rolf nur und schnürte seine Stiefel zu.

Es war neblig.

Der Wagen holperte über die unbefestigte Piste. Susanna, die sich so auf den ersten Ausflug in ihrem Urlaub gefreut hatte, hielt sich krampfhaft am Sitz fest und wunderte sich, dass ihr nicht schon vor Stunden von dem Geruckel übel geworden war. Scheu blickte sie ab und zu auf ihren Mann, der mit verbissener Miene übers Lenkrad gebeugt saß. Vorhin, als sie zu fragen gewagt hatte, ob er sich vielleicht verfahren habe, wurde sie von ihm so rüde angefaucht, dass sie bis jetzt beleidigt geschwiegen hatte.

Rolf mochte Autos, kannte sich auch gut mit ihnen aus. Er hatte für ihren Ausflug einen Audi Quattro mit Allradantrieb gemietet, und das war auch gut so. Alle vier Räder hatten zu tun, das Gefährt auf der Fahrbahn zu halten. Die Farbe des Wagens war ein dezentes Perlgrau, sodass sie nahezu mit der feuchtweißen Umgebung verschmolzen.

Draußen sah man rein gar nichts von der Landschaft, so dicht stand der Nebel. Dabei mussten sie schon recht weit oben sein, denn die Fahrt war die ganze Zeit in halsbrecherischen Serpentinen steil bergauf gegangen. Ab und zu sah man kleine Tannenbäumchen am Steilhang aus den Nebelschwaden auftauchen, die wie Gespenster aussahen und sie zu warnen schienen, während sich auf der anderen Seite Steinbrocken unter ihren Rädern lösten und zu Tal polterten. Es war kreuzgefährlich und unvernünftig, so zu fahren. Aber Rolf wollte ihr unbedingt einen wunderschönen Platz zeigen, wo man herrlich picknicken konnte.

Susanna dachte an den Picknickkorb hinten im Kofferraum. Sie wusste nicht, was drin war, denn er war von den freundlichen Küchenfrauen gepackt worden. Ein großer, schöner Korb, recht altmodisch mit rotkariertem Tuch ausgeschlagen, welches unter dem Deckel hervor lugte. Rolf hatte sein stattliches Gewicht anerkennend an einer Hand gewogen, bevor er ihn hinten in den eigens gemieteten Wagen stellte. Mittlerweile war der Korb sicher umgekippt und hatte seine Köstlichkeiten im Kofferraum verstreut.

Susanna schaute wieder zu Rolf. Schweißperlen standen ihm auf der Stirn. Was war nur in ihn gefahren? Warum fuhr er immer weiter? Am Ende würden sie noch in eine Felsspalte stürzen! Schaudernd erinnerte sie sich an die steilen Abhänge, die die Straße begrenzten. Nur gut, dass man sich auf Rolfs Fahrkünste blind verlassen konnte.

Sie selbst konnte nicht Auto fahren. Manchmal fand sie es zwar seltsam, als Frau eines Autohändlers nicht fahren zu können, aber Rolf hielt die Fahrschule für rausgeworfenes Geld. Sie würde ja doch durch die Prüfung fallen, meinte er, und sie hatte schließlich ihn, der sie überall hin kutschierte, wo sie nur wolle. Das tat er auch. So wie jetzt. Überhaupt machte er das alles nur ihretwegen, um ihr einen schönen Ausflug zu gestalten. Für das Wetter konnte er schließlich nichts.

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