Melanie Feiler - Mein Freund Goethe

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Carla Steiner hat als Fotografin einen Auftrag in Weimar zu erledigen. Sie muss die Bilder für eine neue Imagebroschüre der Stadt liefern. Als sie schon beinahe alles erledigt hat und ihr nur noch ein Foto als Symbol für das «klassische Weimar» fehlt, geschieht das Unglaubliche: der 26-jährige Goethe erscheint ihr leibhaftig in seinem Gartenhaus. Wie sich herausstellt, ist er direkt aus dem Jahr 1776 in die Gegenwart gereist, weiß jedoch weder, wie das passieren konnte, noch, in welchem Jahr er sich jetzt befindet. Carla nimmt sich ihm an und begleitet den von der Moderne überrumpelten Dichter durch das heutige Weimar. Gemeinsam suchen sie fieberhaft nach einer Möglichkeit, Goethe wieder in seine Zeit zu befördern.
Dabei erfährt Carla nicht nur einiges über das Leben in Weimar gegen Ende des 18. Jahrhunderts, der ihr mittlerweile zum Freund gewordene Goethe hilft ihr auch, das Leid um ihre sterbenskranke Mutter zu ertragen. Und am Ende finden sie die Lösung ihres Problems dort, wo sie sie am wenigsten erwartet hätten…

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Mir kam ein anderer Gedanke. Der Mann in meinem Hotelzimmer war jung, doch das Goethe-Schiller-Denkmal hier in Weimar zeigte ihn als älteren Mann. Das hieß doch, dass er nicht als junger Mensch plötzlich aus der Weltgeschichte verschwunden sein konnte, oder? Ich fragte Wikipedia.

Ja. Da stand es doch. Er war am 22. März 1832 in Weimar gestorben. Goethe stand hinter mir und blickte unverwandt auf den Bildschirm. Es musste seltsam sein, sein eigenes Sterbedatum aus dem Internet zu erfahren. „Aber das ist doch gut!“, sagte ich energisch. „Sie müssen also wieder in die Vergangenheit zurückgekommen sein, sonst hätten Sie zwischen 1776 und heute nicht noch so viele Werke geschrieben.“ Ich deutete auf das Inhaltsverzeichnis des Artikels, das Goethes Schaffen chronologisch geordnet aufzeigte.

Immer noch bleich und schweigend zog er sich den Sessel heran, der hinter uns in einer angedeuteten Leseecke stand. Er schob ihn neben meinen Stuhl und setzte sich. Mir fiel sein Geburtsdatum ins Auge: 28. August 1749. Er war also „jetzt“ 26 Jahre alt, in einer Woche würde er seinen 27. Geburtstag feiern. Ich war 34 Jahre alt und damit sieben Jahre älter als er. Komisch, dass ich ihn die ganze Zeit gesiezt hatte. Er wirkte zwar nicht älter als ich, aber seine Kleidung und Frisur gaben ihm in meinen Augen etwas Ehrwürdiges. „Wenn du jünger bist als ich“, sagte ich, „dann duze ich dich jetzt, okay?“

„Es stand geschrieben: Zeitreisen in die Vergangenheit sind nicht möglich“, äußerte er statt einer Antwort und legte seinen Finger an die Nase. „Jedoch von welcher Zeit gehen wir aus? Von 1776 oder von 2016? Gehen wir nämlich vom Jahre 1776 aus, dann reise ich nicht in die Vergangenheit, sondern ich reise in die Gegenwart retour. In MEINE Gegenwart.“

„Das ist doch völlig egal“, wendete ich ein. „Es ging nur darum, dass man in der Zeit vorwärts prinzipiell reisen kann, rückwärts aber nicht. Es geht meiner Meinung nach um die Richtung der Reise, nicht um den Ausgangspunkt.“

„Blättere noch einmal die Seite auf, auf welcher alles über die Zeitreise geschrieben stand.“ Sein Ton deutete an, dass er es gewohnt war, anderen Befehle zu erteilen. Sicher hatte er Bedienstete.

„Willst du nicht den Artikel über dich lesen?“, neckte ich ihn. „Und erfahren, was du noch alles machen wirst?“

Er verschränkte die Arme vor der Brust und sah mich wieder mit seinem leicht blasierten Blick an wie vorhin im Aufzug. Es war offensichtlich, dass er von mir nicht wegen meines Wissensvorsprungs geringgeschätzt werden wollte. „Das, mein liebes Mädchen, werde ich – will’s Gott – noch selbst erleben.“

Ich tat wie geheißen und ging wieder zum Wikipedia-Artikel über Zeitreisen zurück. Da griff er mit seiner Hand auf das Touchpad meines Notebooks und scrollte zur Überschrift „Reisen in die Vergangenheit“ hinunter. Überrascht schaute ich ihn an. Er musste es vorhin bei mir beobachtet haben. Nur schwer konnte er ein Lächeln des Triumphs unterdrücken, während er so tat, als sei es etwas ganz Selbstverständliches, dass ein Mensch aus dem 18. Jahrhundert ein Notebook bedient, und sich vorbeugte, um weiterzulesen.

„Nach der allgemeinen Relativitätstheorie ist es denkbar, dass zwei verschiedene Bereiche der Raumzeitüber sogenannte Wurmlöchermiteinander verbunden sein könnten. Wenn die beiden Ausgänge eines solchen Wurmloches zwei Bereiche unterschiedlicher Zeit verbinden würden, wäre eine Zeitreise auch in die Vergangenheit möglich. Allerdings zeigen Rechnungen, dass Wurmlöcher normalerweise nicht stabil sind und so schnell zusammenbrechen, dass eine Passage nicht möglich ist. Hätte man eine hypothetische Materie mit negativer Energiedichtezur Verfügung, die sogenannte exotische Materie, so könnte man damit ein Wurmloch stabilisieren. Die dazu erforderliche Menge an exotischer Materie steht aber nach derzeitigem Wissensstand im gesamten derzeit bekannten Universum nicht zur Verfügung.“

Sein Blick sprang zu mir. „Nach derzeitigem Wissensstand“, wiederholte er. „Aber: ‚nach der Allgemeinen Relativitätstheorie ist es denkbar.‘ Es ist denkbar und was denkbar ist, ist möglich.“

Skeptisch gab ich meinem Zweifel Ausdruck. „Na, ich weiß nicht. Wenn man in der Forschung auch nur ansatzweise etwas davon wüsste…“

„Es MUSS möglich sein“, unterbrach er mich unwirsch. „Du selbst hast gesagt, dass ich im Jahre 1832 sterben werde. Dies kann ich jedoch nur tun, wenn ich nicht bis zum Ende meiner Tage dahier bleibe.“

„Klar. Nur geht es darum, einen Weg für deine Rückreise zu finden. Und wenn nicht einmal die Wissenschaftler eine Vorstellung haben, wie das gehen kann, wie sollen wir dann erst eine Möglichkeit finden?“

„Ich vermag nicht zu sagen, WIE, doch ich weiß, DASS wir sie finden.“ Sein bestimmter Tonfall beendete die Debatte abrupt. „Was ist übrigens diese Allgemeine Relativitätstheorie? Sie erscheint mir von Bedeutung.“

Meine Erschöpfung und die einsetzende Müdigkeit waren die Rädelsführer meiner Entgegnung. „Was es mit der Relativitätstheorie auf sich hat, kannst du selbst nachlesen. Ich erkläre dir, wie man das macht. Schau, alle Wörter, die hier im Text blau geschrieben sind, kannst du anklicken – das heißt du gehst mit dem Pfeil darauf und klickst hier.“ Ich zeigte es ihm am Touchpad des Notebooks. „Dann kommst du zu einem Beitrag über den angeklickten Begriff. Wenn du wieder zum ursprünglichen Artikel zurück willst, klickst du hier auf den Zurück-Pfeil.“

Er hörte mir aufmerksam zu, mit den Augen abwechselnd meinen Fingern und den Mauspfeilbewegungen folgend.

„Oben rechts im Suchfeld kannst du auch nach völlig anderen Begriffen suchen wie zum Beispiel ‚Auto‘ – das hatte dich doch so begeistert. Du schreibst also mit diesen Tasten hier ‚Automobil‘ rein und klickst auf die Lupe oder du drückst einfach Enter – das ist diese Taste – und schon steht da alles, was du über Autos wissen willst.“ Ich machte es ihm vor und hoffte, er würde es schnell begreifen und fraglos hinnehmen, denn ich brauchte eine Pause.

„Was ist das nicht für ein magischer Bilderrahmen!“, äußerte Goethe gleichermaßen fasziniert wie anerkennend. „Wie kommt es, dass er auf alles eine Antwort zu geben vermag?“

Ich griff zum Notizblock mit dem Logo des Hotels und dem darauf liegenden Kugelschreiber und notierte die Wörter Computer und Internet darauf. „Danach kannst du suchen und alles über den magischen Bilderrahmen lesen.“

Er forschte argwöhnisch in meinem Blick nach Zeichen von Ironie oder Herablassung. „Tue dir nur nichts darauf zugute, dass du drei Jahrhunderte nach mir lebst. Es ist nicht dein Verdienst. – Wie kommen die Schriften dort hinein?“

„Die Texte sind nicht im Notebook, sondern das Notebook ist nur das Medium, mit dem du sie lesen kannst.“ Ich suchte nach einem geeigneten Vergleich. „Das Notebook ist sozusagen wie ein Fernglas, mit dem du in eine Bibliothek schauen kannst und dort in jedes beliebige Buch.“

„Und was ist das für eine Bibliothek?“, wollte er wissen.

Ich wiegte den Kopf abschätzend hin und her. „Sagen wir, eine Bibliothek, die das gesamte derzeit bekannte Wissen beinhaltet. Du kannst suchen, wonach immer du willst.“

Um weitere Nachfragen zu vermeiden, stand ich während des letzten Satzes bereits auf, um ihm das Notebook zu überlassen und mich auf den Weg ins Bad zu machen.

„Carla!“, hielt er mich zurück. „Wer bist du, dass man dir Einlass gewährt zu allem gelehrten Wissen?“

Für einen Moment überlegte ich. Goethe lebte in einer Zeit, in der es offenbar nicht jedem vergönnt war, sich zu bilden. Ich hatte jetzt die einmalige Gelegenheit, mich als eine Königin oder dergleichen auszugeben. Allerdings sah ich keinen Sinn darin. „Ich bin ein ganz normaler Mensch. Jeder hat Zugang zu dem Wissen, das heißt jeder, der sich einen Internetanschluss oder eine Internet-Flatrate leisten kann. Aber das liest du schön selber nach!“

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