Melanie Feiler - Mein Freund Goethe

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Carla Steiner hat als Fotografin einen Auftrag in Weimar zu erledigen. Sie muss die Bilder für eine neue Imagebroschüre der Stadt liefern. Als sie schon beinahe alles erledigt hat und ihr nur noch ein Foto als Symbol für das «klassische Weimar» fehlt, geschieht das Unglaubliche: der 26-jährige Goethe erscheint ihr leibhaftig in seinem Gartenhaus. Wie sich herausstellt, ist er direkt aus dem Jahr 1776 in die Gegenwart gereist, weiß jedoch weder, wie das passieren konnte, noch, in welchem Jahr er sich jetzt befindet. Carla nimmt sich ihm an und begleitet den von der Moderne überrumpelten Dichter durch das heutige Weimar. Gemeinsam suchen sie fieberhaft nach einer Möglichkeit, Goethe wieder in seine Zeit zu befördern.
Dabei erfährt Carla nicht nur einiges über das Leben in Weimar gegen Ende des 18. Jahrhunderts, der ihr mittlerweile zum Freund gewordene Goethe hilft ihr auch, das Leid um ihre sterbenskranke Mutter zu ertragen. Und am Ende finden sie die Lösung ihres Problems dort, wo sie sie am wenigsten erwartet hätten…

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„Es ist nicht möglich!“ Entschieden mit dem Kopf schüttelnd machte er kehrt und lief mit großen Schritten auf das Gartenhaus zu.

„Halt!“, rief ich ihm hinterher. „Sie können nicht zurück. Das Museum schließt um 18 Uhr. Wahrscheinlich ist es jetzt schon zu.“

Er drehte sich zu mir um und runzelte die Stirn. „Das Museum? Mein liebes Häuschen – ein Museum?“

„Na, Sie sind doch schließlich Deutschlands berühmtester Dichter“, zog ich ihn ein wenig spöttisch auf. Mir war immer noch nicht recht klar, wie ich ihn einzuschätzen hatte.

Offene Freude trat auf sein Gesicht. Die Augen lachten, der Mund war vor Begeisterung geöffnet.

„So kennt man meinen Werther sogar noch im Jahre 2016? Und den Götz?“, wollte er begierig auf eine positive Antwort wissen.

Seine Frage brachte mich ein wenig in Verlegenheit. „Ja, genau… stimmt, ‚Die Leiden des jungen Werther‘“, stammelte ich, während ich meine Erinnerung nach weiteren Titeln durchforstete. „Und ‚Die Räuber‘ haben wir damals in der Schule gelesen. Oder hat die nicht Schiller geschrieben? Sorry, so genau kenne ich die Sachen jetzt auch nicht. Jedenfalls ist Goethe unser bekanntester Dichter.“

Ich war mir jetzt ziemlich sicher, dass ‚Die Räuber‘ von Friedrich Schiller waren und schämte mich meines Fehlers.

Mein Gegenüber schien meine mangelnde Bildung in diesem Bereich jedoch nicht zu stören.

„Nun glaube mir doch: ICH bin Goethe.“ Er stellte sich in Pose. „Brief vom 4. Mai 1771. Wie froh bin ich, dass ich weg bin! Bester Freund, was ist das Herz des Menschen! Dich zu verlassen, den ich so liebe, von dem ich unzertrennlich war, und froh zu sein!“

Mir dämmerte, dass er wohl gerade etwas zitiert hatte. Aber dazu musste man ja nicht Goethe sein, dass man aus seinen Werken zitieren konnte.

Dennoch begann ich langsam aus einem mir unerfindlichen Grund an meiner Theorie mit der Geisteskrankheit zu zweifeln. Dieser Mensch wirkte nicht nur im höchsten Maße authentisch, sondern er schien auch völlig hellen Geistes zu sein, sein Blick war klar und lebendig. Mir kam eine Idee. Ich zückte mein Smartphone – sah zwei verpasste Anrufe von meinem Vater, woraufhin kurz ein flaues Gefühl im Magen aufflackerte, doch das musste jetzt warten – und gab im Browser GOETHE bei Google ein. An erster Stelle erschien der Wikipedia-Artikel. Ich rief ihn auf. Gleich oben auf der Seite erschien ein Bild. Es glich dem jungen Mann, den ich vor mir hatte, nicht im Geringsten. Allerdings zeigte das Porträt auch eher einen Greis. Ich las den ersten Absatz des Artikels und fragte mich, ob ich ihn jetzt das Geburtsdatum und den -ort abfragen sollte. Wenn er aber Goethes Werke auswendig herbeten konnte, wusste er das sicher auch. Also konzentrierte ich mich auf den zweiten Absatz. Da stand:

„Goethe stammte aus einer angesehenen bürgerlichen Familie; sein Großvater mütterlicherseits war als Stadtschultheißhöchster Justizbeamter der Stadt Frankfurt, sein Vater Doktor der Rechteund kaiserlicher Rat. Er und seine Schwester Corneliaerfuhren eine aufwendige Ausbildung durch Hauslehrer. Dem Wunsch seines Vaters folgend, studierte Goethe in Leipzig und Straßburg Rechtswissenschaftund war danach als Advokatin Wetzlarund Frankfurt tätig. Gleichzeitig folgte er seiner Neigung zur Dichtkunst, mit dem Drama Götz von Berlichingen erzielte er einen frühen Erfolg und Anerkennung in der literarischen Welt.“

„Welches Amt hatte Ihr Großvater mütterlicherseits inne?“, begann ich mit meiner Befragung und hob meine Augen vom Display. Aber anstatt mir zu antworten, versuchte „Goethe“ neugierig einen Blick auf das Smartphone zu erhaschen, indem er sich weit vorbeugte. „Was hast du da für ein klein Täfelchen?“

Ihn mir mit einer Hand vom Leib haltend, versteckte ich die andere mit dem Telefon hinter meinem Rücken. „Ich hab Sie was gefragt!“

Er stellte sich mir wieder ordentlich gegenüber, verschränkte die Arme vor seiner Brust und erwiderte: „Mein Großvater war Schultheiß. Und itzt du!“

Verständnislos sah ich ihn an.

„Ich habe dich auch was gefragt, Mädchen. Willst du mir die Antwort schuldig bleiben?“

„Achso, das Handy meinen Sie.“ Ich nahm meinen Arm wieder nach vorne und zeigte ihm das Smartphone. „Das ist ein schnurloses Telefon, mit dem man nicht nur telefonieren oder SMS schreiben kann, sondern auch im Internet surfen. Es hat keine Tasten, sondern nur einen Touchscreen.“ Er betrachtete mich, als hätte ich chinesisch gesprochen.

„Wie ist der Vorname Ihrer Schwester?“, fuhr ich unverdrossen mit meiner Befragung fort.

„Bitte, so höre doch auf, mir sinnlose Fragen zu stellen!“, flehte er mich an. „Cornelia heißt sie, Cornelia! Und was ist ein Telefon?“

Ich seufzte. Das mit den personenbezogenen Erkundigungen brachte uns nicht weiter. Ich ging wieder zurück zur Suchmaschine und gab bei der Bildersuche GOETHE JUNG ein. Es erschienen Porträts, einige von ihnen in Grau-Abstufungen, manche farbig. Die meisten hatten nichts mit dem eingebildeten Goethe vor mir zu tun. Bis auf eines… Ich tippte es an, um es in voller Größe sehen zu können. „Der junge Johann Wolfgang Goethe mit einem Scherenschnitt“ titelte die Bildüberschrift. Ich hielt es hoch und trat ein bisschen beiseite, damit ich mein Gegenüber von der Seite anschauen konnte, denn das Porträt war im Profil gemalt. Abwechselnd sah ich auf das Display und den Menschen, verglich die hervorstechendsten Merkmale: die großen braunen Augen, die markante Nase mit dem leichten Hügel, die Lippen mit dem ausgeprägten Amorbogen. Als Fotografin habe ich ein gutes Auge für Gesichter und die beiden Gesichter, die ich so angestrengt miteinander verglich – sie waren nahezu identisch.

Ich wandte dem Mann den Bildschirm zu und fragte: „Sind Sie das?“

„O Sancta Simplicitas!“ Er schlug die Hände über dem Kopf zusammen. „Weshalb glaubst du mir denn nicht? Ja, das ist meine Fratze! Der gute Georg hat sie gemalt. Aber nun erkläre mir doch, was es mit deinem Täfelchen auf sich hat. Wie kommt es, dass mein Bild drauf zu sehen ist?“

Anstatt ihm die Funktionsweise eines Smartphones und des Internets zu erläutern, was ich nebenbei bemerkt auch gar nicht gekonnt hätte, scrollte ich auf meinem „Täfelchen“ nach unten, um den Urheber des Porträts ausfindig zu machen. „Künstler: Georg Melchior Kraus (1737 – 1806), Werk: Der junge Johann Wolfgang Goethe mit einem Scherenschnitt (1775/1776)“ stand da. Mein Gegenüber glaubte, er sei im Jahr 1776, und er hatte gesagt, dass „der gute Georg“ das Bild gemalt hatte. Dementsprechend war das Gemälde also relativ aktuell, wenn man das so sagen konnte, und traf ihn deshalb vielleicht so gut. Weil der Mann, der vor mir stand, der echte Goethe von 1776 war.

Hin- und hergerissen zwischen Zweifeln an meinem eigenen Verstand, am Geisteszustand meines Gegenübers und dem unerfindlichen Glauben an seine Wahrhaftigkeit, traf ich eine Entscheidung.

Kapitel 2

„Also gut, wenn Sie wirklich Goethe sind und gerade aus dem Jahr 1776 kommen – wie auch immer Sie das gemacht haben –, dann müssen wir sehen, wie wir Sie möglichst schnell wieder in die Vergangenheit zurückbefördern. Denn wenn das nämlich bekannt wird, dass Sie sich hier herumtreiben, dann gibt es einen riesigen Medienrummel und Sie werden keine ruhige Minute mehr haben.“

Erleichtert rollte Goethe mit den Augen und nickte zustimmend. „Endlich bist du vernünftig und unser Gespräch wird ersprießlich. Es gilt zunächst herauszufinden, wie ich diesen Zeitsprung getan, um ihn in die rückwärtige Richtung tun zu können.“ Nachdenklich fasste er sich mit einer Hand an die Stirn. „Ich stand also des Morgens an meinem Pulte, mit Amtsgeschäften beschäftigt, als mich wer am Schulterblatt berührt. Ich dreh mich um, es setzt den Knall und – wutsch – ist alles anders! In jenem Augenblicke zwischen der Berührung und dem Knalle muss es geschehen sein. Doch wie oder durch welchen Umstand?“

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