Galina Hendus - Beziehungen

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Das Leben schreibt noch immer die spannendsten Geschichten – eine Erkenntnis, die der Leser in diesem Buch bestätigt findet. Fast alle der hier versammelten Erzählungen basieren auf wahren Begebenheiten, ganz gleich, wo sie sich ereignen: in Deutschland, in Südeuropa, in Russland oder im Kaukasus. Und auch jene, die der Fantasie der Autorin entstammen, sind dem Leben entlehnt. Ob heiter, traurig oder spannend, sie schenken dem Leser einen Blick in die Welt des Anderen. Was all diese Geschichten verbindet, kennt keine Grenzen, ist universell: das Wesen menschlicher Beziehungen – zwischen Männern und Frauen, Eltern und Kindern, Geschwistern, Jung und Alt. Dabei geht es der Autorin nicht nur um das Zwischenmenschliche wie das Interkulturelle, sondern immer auch um das Verhältnis des Einzelnen zu sich selbst.

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Der errechnete Geburtstermin fiel unbegreiflicherweise mit dem Termin seiner medizinischen Untersuchung zusammen. Alexander war hin- und hergerissen und wusste nicht, was er tun sollte. Den Termin für die Untersuchung absagen oder um einige Zeit verschieben, das konnte er beim besten Willen nicht. Er wollte aber auch nicht seine Frau allein lassen, gerade jetzt, wo das Kind jede Minute zur Welt kommen konnte.

„Mach dir keine Sorgen“, redete Tamara ihm nach einem Blickwechsel mit ihrem Mann gut zu. Sie verstanden durchaus die Sorgen des Schwiegersohnes. „Leyla wird schon nichts passieren. Solange du nicht da bist, wird sie bei uns bleiben, so können wir alle beruhigt sein. Auch wenn das Kind ohne dich geboren werden sollte, ist es nicht schlimm, wir sind ja in der Nähe. Und nach deiner Rückkehr nimmst du Leyla und das Baby mit nach Hause.“

„Wie wird es bloß mit dem Umzug nach Petersburg werden, wenn ich die Arbeitserlaubnis erhalte? Wie wird das Baby diese lange Reise vertragen? Und ob Leyla dort allein, ohne eure Hilfe, zurechtkommen wird?“ Die vielen Fragen, die Alexander stellte, zeugten von der Sorge eines Ehemannes um seine junge, unerfahrene Frau, aber auch von seiner Nervosität wegen der bevorstehenden Fahrt. Und je mehr Alexander über den Umzug nach Petersburg sprach, desto deutlicher konnte man aus seiner Stimme die Unsicherheit heraushören. „Mach dir keinen Kopf wegen des Umzugs, denk lieber an deine Gesundheit“, beruhigte Tamara den Schwiegersohn. „Lass dich untersuchen, und wenn alles in Ordnung ist, helfen Vater und ich bei dem Umzug. Ich kann auch ein paar Wochen bei euch bleiben, solange ich euch nicht im Wege stehe.“

„Vielen Dank, Tamara. Ich mache mir so viele Sorgen …“ Alexander atmete erleichtert auf, als er begriff, dass Leyla nicht ohne Unterstützung bleiben würde. „Und die Untersuchung werde ich schon schaffen, glaubt es mir.“

Zehn Tage später brachte ihn ein Zug mit Volldampf nach Petersburg, und zwei Tage danach gebar Leyla einen prächtigen schwarzhaarigen Jungen.

Alexander erschien ohne Vorwarnung zurück bei Leylas Eltern. Die junge Mutter schaukelte gerade das Baby, als sie fühlte, dass hinter ihrem Rücken jemand das Zimmer betrat. Sie drehte sich um und sah ihren Mann. Nach einem kurzen Blick zu ihrem schlafenden Sohn fiel sie Alexander um den Hals, lehnte sich mit ihrem ganzen Körper an ihn, spürte seine Wärme und blieb so stehen.

„Warum hast du kein Telegramm geschickt? Papa hätte dich abgeholt.“ In Leylas Augen leuchtete das Glück. „Was haben denn deine Ärzte gesagt? Ist alles in Ordnung?“

„Später, das alles später.“ Alexander mied die Augen seiner Frau. „Lass mich zuerst unseren Sohn sehen.“

Er trat an das Bettchen heran, beugte sich zu dem schlafenden Baby und berührte nur leicht, um es nicht zu wecken, sein Köpfchen. Dann drehte er sich zu Leyla, umarmte sie, presste sie an sich und sagte: „Ich bin ausgemustert. Wir fahren nicht nach Petersburg. Wir bleiben hier. Hier sind unser Sohn und unsere Familie.“ Alexanders Umarmung wurde immer fester. Dann spürte Leyla auf ihrer Wange etwas Heißes fließen, das auf der Haut eine brennende Spur hinterließ. Sie war durcheinander, stand unbeweglich da und wusste nicht, was sie tun sollte. Zum ersten Mal in ihrem Leben stand sie vor einem weinenden Mann.

Nachdem Leylas Eltern von dem Urteil der Ärzte erfahren hatten, versuchten sie, so gut sie es konnten, dem jungen Paar zu helfen, das Unglück zu verkraften. Mit der Erfahrung ihres Alters wiederholten sie immer wieder:

„Die Hauptsache ist, dass ihr einander liebt. Ihr habt einen prächtigen Sohn, ihr habt ein Haus, das ihr nicht erst zu bauen braucht, ihr müsst nicht einmal etwas für das Haus kaufen. Es gibt nicht viele Menschen, die ihr gemeinsames Leben in solch einem Wohlstand beginnen, wie ihr. Das Meer werdet ihr euch zwar aus dem Kopf schlagen müssen, aber für geschickte Hände gibt es immer und überall Arbeit.“

So begann für Alexander ein vollkommen neues Leben – ohne das Meer, ohne Freunde, ohne seine geliebte Arbeit, aber mit der geliebten Frau und einem Sohn.

Um sich von den Gedanken an das Leben in Petersburg abzulenken, konzentrierte er sich auf seine kleine Familie. Das Haus der Großmutter Irina, in das sie eingezogen waren, musste schon seit Langem renoviert werden, der Garten war ebenfalls verwildert. Um das alles in Ordnung zu bringen, brauchte man Zeit und Energie. Als der kleine Grischa, der so in Erinnerung an Leylas Urgroßvater genannt worden war, anderthalb Jahre alt war, bekam er ein Schwesterchen. Leyla bestand darauf, dass ihre Tochter den Namen Polina bekam. Alexander wäre sicher viel glücklicher, wenn er jedes Mal den Namen seiner Großmutter hörte und denken könnte, dass die geliebte Oma nicht gestorben sei, meinte sie.

Die Kinder wurden mit der Zeit größer, Alexander konnte jedoch immer noch keine passende Arbeit finden. Er war ein Marineoffizier und kannte sich mit Atomreaktoren, Dieselmotoren, der Navigation und ähnlicher Materie aus. Dies aber war in einem kleinen kaukasischen Städtchen absolut wertlos. Die finanzielle Lage seiner Familie war im Vergleich mit anderen jungen Familien indes recht gut. Alexander erhielt eine anständige Pension und zusammen mit der Rente der Großmutter Irina reichte das Geld vollkommen aus, zumal sie keine Sonderausgaben für Theater- und Kinobesuche oder Reisen hatten und das im Garten wachsende Obst und Gemüse verzehren konnten. Leyla musste auf ihre Arbeitsstelle als Archivarin verzichten, da zwei kleine Kinder und eine alte Oma Aufmerksamkeit und Pflege brauchten, sodass die Zeit für nichts anderes reichte.

Als die kleine Polina drei Jahre alt war, starb Irina Pawlowna. Zwei Monate nach diesem traurigen Ereignis stellte sich nun erneut die Frage nach Leylas Berufstätigkeit.

„Meine Pension wird reichen, wenn wir sparsam leben“, versuchte Alexander seine Frau zu überzeugen. Er, ein noch junger Mann, hasste das Wort „Pension“ in Verbindung mit seiner Person. „Ich werde versuchen, irgendeine Arbeit zu finden, damit du zu Hause bei den Kindern bleiben kannst.“

„Alex, Schatz, du suchst seit vier Jahren Arbeit, du kennst unsere Stadt besser, als sie sich selbst kennt. Es gibt hier einfach keine Arbeit für dich, die deinem Niveau nur halbwegs entspricht. Dagegen kann man nichts machen, also muss ich arbeiten gehen und du passt auf das Haus und die Kinder auf.“

Diesem Argument seiner Frau konnte Alexander schwer etwas entgegenhalten. Er hatte sich schon damit abgefunden, dass das kulturelle Petersburger Leben für ihn wohl für immer unerreichbar blieb und dass er anstatt des Mariinski-Theaters, das er früher alle zwei bis drei Monate besucht hatte, nur die Konzertübertragungen im Fernsehen hören konnte. Bis zu regelrechten Herzschmerzen vermisste er allerdings Petershof mit seiner Architektur, die ihn immer begeistert hatte, die vergoldeten Skulpturen, die geometrischen Linien der Parks, die Kaskaden zahlreicher Wasserspiele. Von Petersburg vermisste er vor allem das Schiffchen an der Spitze der Admiralität, das er sich viele Male im Vorbeigehen angeschaut hatte. Aber am meisten vermisste er die Eremitage, seine große, allumfassende Liebe, die Eremitage, die sich entlang des Newa-Ufers erstreckte, mit ihrer Hauptkrone, dem Winterpalais, elegant eingefügt in das Gesamtbild des Schlossplatzes. Wenn er an die unbeschreiblich schönen Gemälde großer Meister zurückdachte, und besonders an Rembrandts „Danae“, das Bild, vor dem er früher stundenlang gestanden hatte, traten ihm Tränen in die Augen. Dieses Gemälde war ihm besonders in Erinnerung geblieben, weil die darauf dargestellte liegende Frau unfassbar seiner geliebten Ehefrau ähnelte. Und wenn der ehemalige Marineoffizier an den U-Boot-Unfall dachte, der wegen Fahrlässigkeit oder Unachtsamkeit eines seiner Kollegen passiert war und der ihm seine Zukunft geraubt hatte, wurde ihm richtig schlecht.

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