Galina Hendus - Beziehungen

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Das Leben schreibt noch immer die spannendsten Geschichten – eine Erkenntnis, die der Leser in diesem Buch bestätigt findet. Fast alle der hier versammelten Erzählungen basieren auf wahren Begebenheiten, ganz gleich, wo sie sich ereignen: in Deutschland, in Südeuropa, in Russland oder im Kaukasus. Und auch jene, die der Fantasie der Autorin entstammen, sind dem Leben entlehnt. Ob heiter, traurig oder spannend, sie schenken dem Leser einen Blick in die Welt des Anderen. Was all diese Geschichten verbindet, kennt keine Grenzen, ist universell: das Wesen menschlicher Beziehungen – zwischen Männern und Frauen, Eltern und Kindern, Geschwistern, Jung und Alt. Dabei geht es der Autorin nicht nur um das Zwischenmenschliche wie das Interkulturelle, sondern immer auch um das Verhältnis des Einzelnen zu sich selbst.

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Schweigend stand Gertrud auf und verließ das Zimmer. Man konnte hören, wie sie langsam die Treppe hochging. Nach kurzer Zeit kam sie wieder herunter und ging in die Küche.

„Schneide mal bitte den Kuchen auf, ich habe den wegen deiner Neuigkeiten ganz vergessen.“

Mutter und Sohn tranken Tee mit ihrem Lieblingsapfelkuchen und wechselten ein paar unbedeutende Sätze miteinander. Für diese Pause war Michael seiner Mutter sehr dankbar. Und weil er sie sehr gut kannte, war er sicher, dass sie über das, was er ihr gesagt hatte, gründlich nachdachte.

„Wie hast du vor weiterzuleben, nachdem du geschieden bist?“, setzte Gertrud das unvollendete Gespräch fort.

„Ich möchte nicht alleine sein und werde versuchen, eine Frau zu finden, mit der ich den Rest meines Lebens verbringen kann. Ja, ja …“ Protestierend hob er seine Hand, als er sah, dass die Mutter ihn unterbrechen wollte. „Ich weiß, was du sagen möchtest. Diese andere Frau wird in meinem Alter, vielleicht auch etwas jünger sein, und ich werde ihr alles über Aranka erzählen. Wenn ihr meine Lebensgeschichte nicht gefällt, dann werde ich nach einer anderen Frau suchen, die Aranka nicht als meine ehemalige Frau, sondern als meine Tochter betrachten kann.“

„Mein Sohn, es wird nicht einfach, solch eine Frau zu finden, wenn es denn überhaupt möglich ist“, sagte seine Mutter weise. „Nicht jede Frau ist in der Lage, dieses Bündnis zu verstehen und zu akzeptieren.“

„Mama, ich danke dir, dass du meine Entscheidung angenommen hast.“

„Es ist noch zu früh, um zu danken. Ich möchte dir noch etwas sagen.“ Gertrud wurde für einen Moment still, holte tief Luft und sagte: „Als Aranka in unsere Familie kam, habe ich sie sofort angenommen, das weißt du sehr gut. Sie war für mich wie eine Tochter. Wenn du sie jetzt wie deine Tochter ansiehst, dann habe ich nichts dagegen. Aber ich sage es dir ganz ehrlich: Es wäre für mich einfacher, auf dich als auf sie zu verzichten.“

Der Sohn schaute seine Mutter mit Erstaunen an.

„Ja, ja, mein Sohn, ich habe mir schon immer eine Tochter gewünscht, aber der liebe Gott hat mir zwei Söhne gegeben. Und so schlage ich vor, du klärst die Frage mit der Scheidung und ich mache einen Termin beim Notar, um das Testament zu ändern.“

„Warum?“

„Darum. Ihr Männer seid ein untreues Volk: Heute liebt ihr die eine, morgen die andere. Du hast Aranka aus einem anderen Land hierhergebracht. Sie musste auf ihre Verwandten und Freunde verzichten. Jetzt sind wir ihre Familie, und man lässt sich von der Familie nicht scheiden. Man muss lernen, Verantwortung für seine Taten und Handlungen zu übernehmen. Du weißt, dass ich mein Vermögen zwischen dir und deinem Bruder Stefan aufgeteilt habe. Und damit ich mich nicht aus schlechtem Gewissen im Grab umdrehen muss, teile ich deine Hälfte zwischen dir und Aranka auf. Weil du aber mein leiblicher Sohn bist, überlasse ich dir das Vormundschafts- und Entscheidungsrecht, wann du ihr diese Erbschaft übergibst: sofort, nach fünf oder nach zehn Jahren. Das ist deine Sache. Wie du und Aranka entscheidet, so soll es auch sein.“

„Mama, ich werde ihr sowieso, wie ein Vater, meinen Teil der Erbschaft überlassen, wozu musst du ihn aufteilen?“

„Hast du sie denn schon als Tochter adoptiert?“

„Eigentlich nicht, aber …“

„Also, solange du sie nicht adoptiert hast, bleibe ich bei meiner Entscheidung. Und es gibt noch etwas: Ich möchte, dass in der Familie alles so bleibt wie früher. Weihnachten und Geburtstage werden in meinem Haus gefeiert.“

„Wenn Aranka nichts dagegen hat …“

„Das denke ich nicht. Hast du ihr übrigens schon gesagt, warum du nicht mit ihr schläfst und welche Gefühle du ihr gegenüber empfindest?“

„Bis jetzt noch nicht.“

„Und weshalb nicht?“

„Ich wollte zuerst mit dir reden.“

„Das ist gut, mein Sohn. Danke, dass du mir dein Herz ausgeschüttet hast. Aber jetzt ist deine Frau an der Reihe. Ich kann mir nicht vorstellen, wie sie auf diese Neuigkeit reagieren wird. Mir würde so etwas im schrecklichsten Albtraum nicht einfallen, aber Leben ist Leben, es ist nun mal so. Ich habe großen Respekt vor dir, dass du Aranka in der Familie behältst. Du bist für sie weiter verantwortlich, was du auch selbst weißt. Aber nun geh, und bleib gesund! Deinem Bruder erzählst du alles selbst, das könnt ihr unter euch Männern regeln.“

Gertrud blieb sitzen, während Michael ihr einen Kuss zum Abschied gab und sich auf den Weg machte...

„Und so ging ich nach Hause, um meiner Frau zu sagen, dass ich sie wie eine Tochter liebe …“

„Wie hat Aranka reagiert?“, fragte ich.

Michael und ich waren schon längst in unser Abteil zurückgekehrt. Ich saß unten auf meinem Liegeplatz, er auf dem Klappstuhl am kleinen Tisch zwischen uns, auf dem eine Flasche Mineralwasser stand.

„Wie soll eine Frau auf die Ablehnung des Mannes reagieren, den sie liebt? Sie hat meinen stammelnden Worten zugehört und die ganze Zeit liefen ihr Tränen über die Wangen. An diesem Abend sprach sie kein Wort. Als ich am Morgen aufwachte, war sie nicht mehr da. Dann rief meine Mutter an und sagte, dass Aranka für ein paar Tage bei ihr bleibe, bis ich eine geeignete Wohnung für sie gefunden hätte. So war das … “

Ich schwieg und hing in Gedanken Michaels Geschichte nach …

Am nächsten Morgen, nachdem wir mit der Morgentoilette fertig waren, sahen wir uns beide mit ganz anderen Augen an. Ich hatte sehr viel über sein Leben erfahren. Er war erleichtert, dass er seinen Schmerz mit mir hatte teilen können. Und dass dieser Schmerz noch nicht geheilt war, war mir längst klar.

„Wohnst du jetzt alleine?“, fragte ich vorsichtig, als wir schon angezogen auf unseren Plätzen lagen und auf die Ansage der Ankunft warteten.

„Ja, wir sind schon über ein Jahr nicht mehr zusammen und wohnen sogar in verschiedenen Städten“, antwortete Michael und fügte nach kurzer Pause hinzu: „Ich habe für Aranka eine neue Wohnung besorgt, in die sie in zwei Monaten einziehen wird.“

„Wenn du so aktiv eine Frau suchst, dann hast du noch keine feste Freundin?“, fragte ich, wurde dann aber kurz unsicher und ergänzte schnell: „Entschuldige die sehr direkte Frage. Wenn du nicht möchtest, musst du sie nicht beantworten.“

„Nein, nein“, war seine eilige Antwort: „Es ist alles gut, aber ich habe tatsächlich keine Freundin. Nachdem ich mich von Aranka getrennt hatte, machte ich mich auf die Suche nach einer anderen Frau. Ich wollte nicht alleine sein, weil mich die Einsamkeit sehr bedrückt. Unter meinen Bekannten gibt es viele attraktive, erfolgreiche, intelligente und gebildete Frauen, aber keine von ihnen wollte meine ehemalige Frau als meine Tochter annehmen. Sie alle befürchteten, dass ich zu Aranka zurückgehen könnte.“

„Es kann sein, dass das nicht nur Eifersucht war. Vielleicht wollten sie auch nicht das zukünftige Erbschaftsvermögen teilen. Verzeih mir meine Offenheit, aber ein Mann in deinem Alter sieht ohne Kinder viel attraktiver aus als mit ihnen“, sagte ich ihm ganz ehrlich.

„Vielleicht hast du gar nicht so Unrecht, ich habe schon selbst daran gedacht. Gerade deswegen suche ich nach einer Frau aus Osteuropa, vielmehr aus Russland – eure Frauen sind nicht so pragmatisch und berechnend wie unsere. Es kann ja sein, dass sich hier für mich etwas ergibt.“

„Dann bist du nicht nur in Russland, weil du eine Kollegin vertrittst, sondern aufgrund privater Angelegenheiten?“, fragte ich.

„Nein, ich bin eher geschäftlich hier. Ausnahmsweise bekam ich das Angebot, ein russisches Projekt zu vollenden. Obwohl, tief im Herzen hoffe ich, auch mein eigenes Leben zu regeln. Die Geschäfte habe ich fast erledigt und bleibe noch zwei Wochen privat in Sankt-Petersburg. Vielleicht treffen wir uns?“, wandte er sich an mich und lächelte fragend.

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