Galina Hendus - Beziehungen

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Das Leben schreibt noch immer die spannendsten Geschichten – eine Erkenntnis, die der Leser in diesem Buch bestätigt findet. Fast alle der hier versammelten Erzählungen basieren auf wahren Begebenheiten, ganz gleich, wo sie sich ereignen: in Deutschland, in Südeuropa, in Russland oder im Kaukasus. Und auch jene, die der Fantasie der Autorin entstammen, sind dem Leben entlehnt. Ob heiter, traurig oder spannend, sie schenken dem Leser einen Blick in die Welt des Anderen. Was all diese Geschichten verbindet, kennt keine Grenzen, ist universell: das Wesen menschlicher Beziehungen – zwischen Männern und Frauen, Eltern und Kindern, Geschwistern, Jung und Alt. Dabei geht es der Autorin nicht nur um das Zwischenmenschliche wie das Interkulturelle, sondern immer auch um das Verhältnis des Einzelnen zu sich selbst.

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„Ja, Platz fünf ist hier. Generell werden Fahrkarten in Schlafwagen aber nur an Personen desselben Geschlechts verkauft“, konnte ich auf meinen Sarkasmus nicht verzichten und hoffte, dass der Mann genauso plötzlich verschwinden würde, wie er erschienen war.

„Ja, ja, Recht haben Sie völlig“, sagte er eilig. „Dieses Ticket gehört Kollegin Birgit, aber sie ist krank plötzlich, deshalb muss ich fahren zu einem Treffen für sie. Entschuldigung bitte.“ Obwohl er alle Worte deutlich aussprach, klangen der starke Akzent und die außergewöhnliche Wortfolge seiner Rede so ausgefallen und lustig, dass ich nur mühsam mein Lachen unterdrücken konnte.

„Verstehe.“ Ich zuckte mit den Schultern und schaute mit großem Bedauern auf den obersten Liegeplatz, auf den ich mich in der Nacht wohl zum Schlafen würde begeben müssen.

Der Mann fing meinen Blick auf und beeilte sich, mich sofort zu beruhigen:

„Wenn Sie gerne möchten, erlaube ich Ihnen, unter mir zu schlafen. Ich bin ein Mann, ich muss oben liegen.“

„In Ordnung, genauso machen wir es.“ Ich bedankte mich bei meinem Mitreisenden und lächelte über die Doppeldeutigkeit seiner Worte.

Nach ungefähr zwanzig Minuten, als das Gepäck untergebracht und die Fahrkarten geprüft waren, reichte mir mein Nachbar seine Hand und stellte sich, sichtbar bemüht um ein adäquates Russisch, vor:

„Ich bin Michael Stein.“

„Elena Malachova, sagen Sie einfach Lena“, erwiderte ich und gab ihm die Hand. „Sehr angenehm.“

„Lena, darf ich Sie ins Restaurant einladen? Ich habe Hunger. Seit dem Frühstück habe ich nichts mehr gegessen.“

Ich fand meinen Mitreisenden interessant, deshalb sagte ich ihm sofort zu.

„Was sind Sie von Beruf?“, fragte Michael, während er für mich Salat und sich ein Steak bestellte.

„Ich bin Übersetzerin und arbeite in einem technischen Verlag. Mein Beruf ist eher langweilig als romantisch.“

„Und welche Sprachen übersetzen Sie?“, fragte mein Nachbar interessiert.

„Vom Englischen ins Russische. Französisch habe ich fast vergessen, weil ich es kaum benutze.“

„Wollen wir uns auf Englisch unterhalten? Das kann ich besser als Russisch“, wechselte er sofort zu der mir bekannten Sprache und ergänzte: „Ich habe gemerkt, wie Sie auf mein Russisch reagieren – es zerreißt Ihnen das Ohr.“

Er ist sehr aufmerksam und gar nicht so einfach, wie es scheint, dachte ich.

„Wären Sie beleidigt, wenn ich Ihnen vorschlage, mit mir Bruderschaft zu trinken und uns aufs Duzen zu einigen?“

„Einverstanden!“ Ich erhob mein Glas. „Aber küssen werden wir uns nicht.“

„Wenn du mir jetzt noch sagst, wie alt du bist, erzähle ich dir gern, warum ich einer Frau eine solch indiskrete Frage überhaupt stelle. Zuerst aber sage ich, dass ich in einem Monat siebenundfünfzig werde.“

„Ich bin neunundvierzig. Und warum nun fragst du?“

„Weißt du, ich suche eine russische Frau, die mich heiraten möchte.“

„Ich bin verheiratet“, reagierte ich blitzschnell.

„Ach, wie schade!“, sagte Michael sehr enttäuscht. „Dein Englisch ist sehr gut und du kannst ein wenig Französisch, da könntest du ohne große Mühe auch Deutsch lernen … Verzeih, ich bin etwas undiplomatisch. Aber ich habe nicht vor, dich aus der Familie zu entführen. Obwohl du mir auf den ersten Blick sympathisch bist.“

Nach diesen Worten fiel ihm wahrscheinlich meine Anspannung auf, deshalb drückte er leicht meine Hand und fügte sanft hinzu: „Verzeih, ich hatte nichts Schlechtes im Sinn. Ich kann dir von meinem Leben erzählen, wenn du daran Interesse hast.“

Natürlich interessierte mich das sehr, und so erklärte ich mich sofort bereit, ihm zuzuhören und seinen Lebensweg zu verfolgen.

Michael wurde in der Nähe von Frankfurt am Main geboren. Nach dem Studium an der Technischen Universität Berlin arbeitete er als Verkaufsmanager in einer großen Firma. Er liebte seine Arbeit, in der er gut vorankam und erfolgreich war. Als 1989 die Berliner Mauer fiel und sich das Tor zu Osteuropa öffnete, war er als Spezialist für die neuen Märkte sehr gefragt. Da er recht gut die russische Sprache beherrschte, war er in der Lage, im Osten die Politik des Westhandels zu fördern. In dieser Zeit, in der er in der ehemaligen Sowjetunion tätig war, hatte er die außergewöhnliche Schönheit der russischen Frauen kennen und bewundern gelernt, mit denen er dienstlich zu tun hatte.

Eines Frühlings kam Michael nach Kischinew in Moldawien zur Industriehandelsmesse, über die er einen ausführlichen Bericht schreiben musste. An einem unauffälligen Stand mit dem Buchstaben „i“ an der Seite sah er ein junges sympathisches Mädchen stehen, das den Interessenten Auskünfte gab. Und weil es auf der Messe nicht viele Besucher gab – und die meisten von ihnen sich gut auskannten –, war es offensichtlich, dass das Mädchen Langeweile hatte. Michael ging zu ihr, und Wort für Wort kamen sie ins Gespräch. Das Mädchen hieß Aranka, sie war Studentin des zweiten Kurses an der Universität für Fremdsprachen. Sie arbeitete auf der Messe als Aushilfe, indem sie Prospekte und Messepläne an die Besucher verteilte oder mit den Firmenvertretern telefonierte, um Treffen zu organisieren. Aranka war achtzehn, schlank, hübsch, hatte langes blondes Haar und strahlte einfach vor Jugend und Glück. Diesem Charme konnte Michael nicht widerstehen, deshalb verbrachte er die drei Tage, während die Messe lief, an Arankas Stand. Abends lud er sie ins Café oder Restaurant ein.

Die Zeit verging recht schnell. Als Michael wieder zu Hause war, erzählte er seiner Mutter und seinem Bruder mit Begeisterung von dem jungen wunderschönen Wesen, dem er seine gesamten Gedanken widmete.

„Heirate sie doch“, riet ihm sofort die Mutter. „Du bist schon vierundvierzig und immer noch Junggeselle. Es wird Zeit, eine Familie zu gründen.“

„Mama, ich kenne sie erst drei Tage, wie kann ich sie denn so einfach heiraten?“ Michaels klang verzweifelt. „Man muss sich doch erst näher kennenlernen.“

„Dann heirate sie und lernt euch, bitte schön, danach besser kennen“, griff der Bruder grinsend in das Gespräch ein. „Beeile dich aber, sonst entführt noch jemand diese Schönheit vor deiner Nase und du gehst leer aus.“

Michael liebte seine Mutter und seinen Bruder sehr, deshalb entschloss er sich nach kurzen Überlegungen, ihrem Rat zu folgen, umso mehr, da Aranka ihm nicht aus dem Kopf ging.

Weil aber Michael nichts unternahm, ohne vorher alles gründlich zu durchdenken, beschloss er, sich in seiner Entscheidung nochmals vergewissern. Er wollte das hübsche Mädchen wiedersehen: Es konnte ja sein, dass sie ihn schon vergessen oder einen anderen, jüngeren Mann kennengelernt hatte. Zudem gab es zwischen ihnen einen stolzen Altersunterschied – mehr als zwanzig Jahre. Michael nahm eine Woche Urlaub und flog nach Kischinew. Bereits ein halbes Jahr später, nachdem alle Formalitäten erledigt worden waren, holte er Aranka nach Deutschland.

„Möchtest du ein Glas Wein mit mir trinken?“, wandte sich Michael an mich, indem er seine Erinnerungen unterbrach.

„Ja, gerne“, antwortete ich, ohne mich zu zieren.

Seine Lebensgeschichte machte mich sehr neugierig und ich wartete gespannt auf die Fortsetzung. Als der Kellner unsere Gläser gefüllt hatte und wegging, fuhr mein Vis-à-vis fort:

„Aranka und ich liebten uns sehr. Sie war jung und schön, ich voller Energie und Leidenschaft.“ Michaels Englisch war ausgezeichnet, und ich hörte, begeistert vom Klang seiner Stimme und der interessanten Geschichte, seiner melodisch klingenden Erzählung mit großer Verzückung zu.

Direkt zu Beginn seines Ehelebens erklärte Michael seiner jungen Frau ohne Umschweife, dass er sich bei seinem Bildungsniveau und seiner sozialen Stellung nicht erlauben dürfe, eine Ehefrau zu haben, die selbst keine gute Ausbildung genossen hatte. Aranka war zu diesem Zeitpunkt schon neunzehn und hatte vier Semester an der Hochschule für Fremdsprachen absolviert. Michael riet ihr, weiter zu studieren, indem sie zum Fernstudium wechselte, was Aranka ohne große Lust tat. Parallel meldete Michael Aranka zum Englisch- und Deutschkurs an. Seiner Meinung nach musste sie dringend ihr schlechtes Englisch verbessern und mit Deutsch sogar bei null anfangen. Michael war gegenüber seiner Frau sehr geduldig und zärtlich, und sie hatte einen weichen, nachgiebigen Charakter, daher folgte sie in allen Angelegenheiten gerne den Ratschlägen ihres Ehemannes. Er konnte sehr gut mit Frauen umgehen!

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