Galina Hendus - Beziehungen

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Das Leben schreibt noch immer die spannendsten Geschichten – eine Erkenntnis, die der Leser in diesem Buch bestätigt findet. Fast alle der hier versammelten Erzählungen basieren auf wahren Begebenheiten, ganz gleich, wo sie sich ereignen: in Deutschland, in Südeuropa, in Russland oder im Kaukasus. Und auch jene, die der Fantasie der Autorin entstammen, sind dem Leben entlehnt. Ob heiter, traurig oder spannend, sie schenken dem Leser einen Blick in die Welt des Anderen. Was all diese Geschichten verbindet, kennt keine Grenzen, ist universell: das Wesen menschlicher Beziehungen – zwischen Männern und Frauen, Eltern und Kindern, Geschwistern, Jung und Alt. Dabei geht es der Autorin nicht nur um das Zwischenmenschliche wie das Interkulturelle, sondern immer auch um das Verhältnis des Einzelnen zu sich selbst.

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„Warum“, unterbrach Aranka endlich das Schweigen, „warum schläfst du nicht mit mir? Liebst du mich nicht mehr?“

„Ich liebe dich sehr, und das weißt du sehr gut.“ Michael wandte sich zu seiner Frau um und zog sie zärtlich auf seinen Schoß.

„Das letzte Mal hast du mit mir vor sechs Monaten geschlafen, mir gefällt das nicht“, sagte sie und fügte nach kurzem Schweigen hinzu: „Hast du Angst, dass ich ohne deine Zustimmung schwanger werde?“

„Nein.“

„Dann beantworte mir die Frage: „Warum schläfst du nicht mit mir, wenn du mich noch immer liebst?“

„Ich kann nicht der Vater deines Kindes sein.“

„Aber wieso nicht?“

„Weil ich schon zu alt dafür bin. Ich bin schon fünfundfünfzig und möchte nicht, dass man mich für einen Opa hält. Ich möchte nicht, dass sich mein Kind für mein Alter schämt.“

„Aber ich habe doch alle deine Forderungen erfüllt und möchte, dass auch du dein Versprechen hältst. Ich möchte Kinder haben, wenigstens eins. Ist das für dich so schwer zu verstehen?“ Schmerz erklang hörbar in der Stimme der jungen Frau.

„Verzeih mir, meine Liebe. Damals, vor zehn Jahren, habe ich über die heutige Situation nicht nachgedacht. Alles, was ich getan habe, habe ich für deine Zukunft getan. Ich wollte, dass es dir gut geht und dass du glücklich bist. Du warst doch mit mir glücklich?“ Fragend schaute er in die Augen seiner Frau.

„Ich bin noch immer glücklich, aber ich kann nicht verstehen, warum du nicht mit mir schläfst. Wenn du nicht Vater werden möchtest, brauchst du keine Angst zu haben, dass ich dich betrüge. Ist das der einzige Grund? – Vielleicht hast du eine andere Frau?“ Nach diesen Worten zuckte Michael, wie von einem Peitschenhieb getroffen, zusammen. Aber nicht, weil seine Frau Recht hatte, sondern weil sie sich nicht einmal annähernd den wahren Grund dafür vorstellen konnte, dass er sich ihr entzog. Und der war für ihn sehr schmerzhaft.

„Nein“, antwortete er ruhig, während der Wunsch, seiner Frau alles zu erzählen, was ihn die letzten Monate quälte, immer dringender wurde. „Ich habe keine andere Frau, das ist Unsinn! Lieber Schatz, zerreiß doch mir und dir selbst nicht das Herz. Geh jetzt schlafen. Ich komme später zu dir. Irgendwann werde ich dir alles erklären. Jetzt aber muss ich zuerst mit mir selbst klarkommen. Verzeih bitte.“

Am nächsten Tag rief Michael seine Mutter an und bat sie um ein vertrauliches Gespräch.

„Was hast du denn für Geheimnisse vor deiner Frau?“, brummte scherzhaft Gertrud Stein, als sie ihren Sohn vor der Eingangstür traf und auf die Wange küsste.

„Es geht ja um meine Frau.“

„Sag mir bloß nicht, dass sie was Schlimmes angestellt hat. Das werde ich dir sowieso nicht glauben und mir nicht einmal anhören.“

„Sie hat nichts angestellt. Ich bin der Schuldige“, sagte Michael, setzte sich an den Tisch und reichte der Mutter seine Tasse.

„Was hast du denn getan, was Aranka nicht wissen darf?“, fragte Gertrud, während sie ihm schwarzen aromatischen Tee eingoss.

„Mama, hör mir bitte aufmerksam zu, ich brauche deinen Rat. Ich bin in eine Falle geraten, die ich mir selbst ahnungslos gestellt habe.“

Die Mutter schaute ihren Sohn schweigend an und machte sich bereit, ihm zuzuhören. Michael trank in kleinen Schlucken seinen Tee und schaute aus dem Fenster, um sich etwas zu entspannen. Endlich drehte er sich zu seiner Mutter um, stellte seine Tasse auf den Tisch und begann:

„Mama, du weißt doch, wie sehr ich Aranka liebe. Leider habe ich kein sexuelles Interesse mehr an ihr.“

„Bist du krank?“, fragte seine Mutter beunruhigt.

„Nein, körperlich ist bei mir alles in Ordnung. Ich habe mich untersuchen lassen, als Mann bin ich völlig gesund. Es gibt einen anderen Grund. Ich kann nicht mehr mit Aranka schlafen, weil ich Angst habe.“

„Wovor hast du denn Angst?“ Gertrud verstand überhaupt nichts mehr. „Erkläre dich doch und quäle mich nicht länger.“

„Aranka möchte ein Kind und ich nicht.“

„Und warum möchtest du nicht? Kannst du nicht?“

„Ich kann, aber ich möchte nicht. Vor zwei Jahren habe ich mich sterilisieren lassen, aber sage es niemandem. Bitte.“

„Na gut, wenn du diese Entscheidung getroffen hast …“, erwiderte Gertrud Stein etwas unsicher. „Aber ich verstehe nicht …“

„Das ist nicht alles. Das Wichtigste habe ich dir noch nicht gesagt.“ Michael wurde still, um seine Kräfte zu sammeln. Nach kurzer Pause schaute er entschlossen seine Mutter an und atmete tief durch.

„Ich möchte mich scheiden lassen.“

Am Tisch herrschte Stille. Ab und zu wurde sie vom Lärm der am Fenster vorbeifahrenden Autos und das leise Rauschen eines beginnenden Regens unterbrochen.

„Jetzt erzähl mal, was wirklich passiert ist. Das Märchen über Kinder möchte ich nicht hören – aus diesem Grund lässt man sich in deinem Alter nicht scheiden.“

Man sah, dass die ältere Frau nervös war. Sie spürte, dass im Leben ihres Sohnes ernsthafte Probleme aufgetreten waren.

„Mutter, du weißt sehr gut, wie viel Kraft und Energie ich in Aranka hineingesteckt habe. Ich gab mir Mühe, ihr all das zu geben, was ich selbst weiß und kann. Sie spricht mehrere Sprachen, hat zwei Berufe erlernt. In der Zukunft erwartet sie eine gute Karriere. Als ich ständig auf Dienstreisen war, lief zwischen uns alles perfekt: Wir sahen uns nicht oft, deshalb hatte ich nicht viel Zeit, um zu sehen, wie frappant sie sich verwandelt hat. Erst jetzt, wo wir vierundzwanzig Stunden am Tag zusammen sind, habe ich verstanden, dass sich meine Frau aus einem provinziellen Mädchen in eine selbstbewusste Lady verwandelt hat. Sie fordert, nicht grundlos, dass ich mein ihr vor Jahren gegebenes Versprechen einhalte. Ich habe dieses Mädchen gehegt, ihr gute Manieren beigebracht, ihr die schönen Seiten des Lebens gezeigt, sie träumen gelehrt und all meine Lebenserfahrung und Begeisterung in sie investiert. Aber vor einiger Zeit wurde mir klar, dass diese junge, attraktive und stolze Frau nicht mehr meine Ehefrau sein kann. Auf einmal dachte ich darüber nach, dass sie erst zur Welt kam, als ich schon fünfundzwanzig war. Zwischen uns liegt eine Kluft, die die Länge einer Generation hat. Indem ich den großen Altersunterschied zwischen uns wahrgenommen und gefühlt habe, begannen diese Gedanken, mir das Leben zu verderben. Ich sah in Aranka keine Frau mehr. Ich sah in ihr meinen Erfolg und einen Teil meines Lebens. Mit diesen Gedanken ging ich schlafen und wachte ich auf. Und eines Tages sah ich sie mit den Augen eines Vaters, der stolz darauf ist, dass seine Tochter ihn übertroffen hat. Und ich konnte … ich kann nicht meine eigene Tochter berühren.“

„Mein Gott, Micha!“

„Mama, ich habe Angst, Aranka das Leben kaputt zu machen. Sie ist jung, möchte Kinder haben. Deshalb habe ich beschlossen, ihr die Freiheit zu geben. Sie kann einen jungen Mann treffen, ihn heiraten, ein Kind bekommen und wird glücklich sein. Das ist ihr Traum und er muss wahr werden. Ich habe kein Recht, ihn zu zerstören.“

Gertrud stellte ihre Tasse zur Seite und schaute schweigend auf den charmanten intelligenten Mann, der ihr gegenübersaß. Sie spürte seine Ängste und fühlte seinen Schmerz. Er war ihr Fleisch und Blut, sie war seine Mutter und er ihr Sohn.

„Und welche Rolle übernimmst du in ihrem zukünftigen Leben?“, fragte sie einige Zeit später, nachdem das Empfinden angesichts des heranrückenden Unglücks etwas nachgelassen hatte.

„Sie bleibt für mich meine Lieblingstochter. Ich werde sie in allem unterstützen und helfen, wo ich nur kann. Glaub mir, wenn ich sie umarme, kommen in mir absolut keine sexuellen Gefühle hoch. Sie ist der Erfolg meines Lebens, mein Stolz, meine langjährige Schöpfung, und dafür liebe ich sie.“

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