Camillo Schaefer - Musik der Habsburger

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Die «Musik der Habsburger» beleuchtet eine der faszinierendsten Dimensionen europäischer Kulturgeschichte. Zum «Weltkaisertum» aufgestiegen, feierte das pompöse Schauspiel der Prunkoper Triumphe, die ganz Europa erstaunten. Der Wiener Hof selbst wurde zur glanzvollen Bühne des Musiktheaters – die Kaiser Ferdinand III., Leopold I. und Josef I. traten als begabte Komponisten hervor, noch Karl VI. schwang bei Festaufführungen seinen Dirigentenstab. Dazu erschienen so hervorragende Geister wie Cesti und da Ponte, Gluck, Fux, Salieri, Metastasio und Mozart im Rampenlicht einer «Musik, die Himmel und die Erde gleichermaßen umspannte», und erst im 19. Jahrhundert allmählich an Geltung verlor.

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In seinem viel beachteten Werk >Misurgia universalis<, das 1650 in Rom erschienen war, begrüßte der Jesuitenpater Athanasius Kircher die kompositorischen Leistungen Kaiser Ferdinands III. im ihm gewidmeten, viel zitierten >Dramma musicum< (1649), einer für die damalige Zeit insofern denkwürdigen Bühnenkomposition, als es eines der ersten Kunstwerke sei, welches im Stil der neu entstandenen italienischen Oper auf deutschem Boden geschaffen wurde (13). Die Urschrift ist noch in der Münchener Hofbibliothek erhalten. Nach Auffassung Köchels waren Ferdinands Werke den Kompositionen seines Sohnes Leopolds I. an "innerem Werte" sogar noch überlegen, wenngleich jener freilich der fruchtbarere Tonkünstler blieb.

1653 wurde der berühmte Architekt und Bühnenmeister Giovanni Burnacini vom Kaiser beauftragt, in Regensburg ein provisorisches Theatergebäude mit dem gigantischen Kostenaufwand von 13. 568 fl. zu errichten, da der Herrscher auf die imperiale Repräsentation durch die Oper im Bereich der für den Reichstag angesetzten Festlichkeiten nicht verzichten mochte. Obwohl dieser erste Reichstag nach dem Westfälischen Frieden erst für den 10. Mai 1653 vorgesehen war, zog das kaiserliche Gefolge jedoch bereits am 12. Dezember 1652 (!) in Regensburg ein. Während Ferdinand allen Reichsfürsten hinsichtlich der Mitbringung ihrer Hofstaaten äußerste Beschränkungen auferlegt hatte, bestand sein eigenes Hofwesen aus nicht weniger als rund 3000 Köpfen, darunter 60 Musikanten, drei Hofnarren und sogar drei Zwergen - ein Einzug, mit dem der Kaiser wohl solcherart seine angestammten Rechte als Landesfürst in den Erbländern betonen wollte, nachdem er zur Absicherung des Friedens zuvor weitgehende Zugeständnisse an Frankreich, Schweden sowie an die Reichsfürsten selbst hatte machen müssen.

Damit nicht genug, transportierten eigene Schiffe, die von Knechten und Pferden gezogen wurden, ein komplett zerlegtes Theater mit sämtlichen Kostümen, Requisiten und Dekorationen nach Regensburg, das dort zusammengebaut wurde, damit vor dem versammelten Reichstag die glanzvolle dreiaktige Oper >L'inganno d'amore<, als so genanntes >Dramma per musica con Balli<, nach einem Text von Benedetto Ferrari und der Musik von Ferdinands Hofkomponisten Antonio Bertali, mit allergrößter Prunkentfaltung aufgeführt werden konnte - das damit bemerkenswerteste Musikereignis des gesamten Reichtags überhaupt, für welches sämtliche nur verfügbaren Kräfte des Kaiserhauses aufgeboten worden waren. Unter Mithilfe seines Sohnes Ludovico brachte Vater Burnacini es nahezu mühelos fertig, in Regensburg ein sechzig Logen und zwei Galerien umfassendes Gebäude nach venezianischem Vorbild zu installieren - "Das Gantze Theatrum war von eitel Brettern aufgerichtet, in der Größe und Höch eines ziemlichen Kirchen-Gebäus", berichtet bewundernd ein Zeitgenosse. Es bot "etliche(n) tausend Personen umb zuzusehen einen bequemen Sitz und stund gleich neben dem Capuzziner-Closter".

Der geniale Burnacini betreute aber nicht nur die Inszenierung, sondern hatte dafür auch noch das Bühnenbild sowie sämtliche Bühnenmaschinen entworfen; erhaltene Szenenansichten weisen aus, wie sehr auch der Sohn Ludovico Ottavio (1636-1707) in ebenso genialer Weise späterhin den Vorbildern seines Vaters folgte. Die Vorstellung ging im Februar 1653 vor den versammelten Fürstlichkeiten und ihrem Gefolge in Szene - der Theaterexperte Kindermann meinte, dass damit schon weit in die barocke Welt der sprechenden und mitspielenden Dekorationen vorgedrungen wurde. Angesichts des erstaunten Publikums veränderte sich wie von Geisterhand gleich achtfach die Bühne, ohne dass es dazu auch nur eines einzigen Vorhangs bedurft hätte, wobei Balletteinlagen und pompöse Aufzüge jeweils die glanzvollen Aktschlüsse bildeten. Nach dem Ende des Reichstags wurde das Holztheater wieder abgebrochen, per Schiff auf der Donau nach Wien gebracht und im hiesigen Arsenal aufbewahrt. Weil man unter Josef I. aber bereits zwei Theater - eines für die große Oper, das andere für die Commedia dell' arte-Aufführungen benötigte, baute man es hinterher auf dem >Thummelplatz< (heute Josefsplatz) vor der kaiserlichen Reitschule abermals auf.

Von 1652 stammt das erste in Wien gedruckte, mit Kupferstichen versehene, erhaltene Textbuch >La Gara< (Der Wettstreit), einer Oper, die zur Geburt der Infantin Margarita von Spanien gegeben wurde; im Fasching desselben Jahres kam es außerdem zur Aufführung der Oper >Daphne<, die wiederum durch die raffinierten Bühnenmaschinerien Burnacinis beeindruckte - Merkurius segelte darin hurtig durch die Lüfte, zwölf Hofdamen schienen, "jedere aus einem Baum und also gleichsam aus der Erde" hervor zu wachsen. Abgesehen von derart verblüffenden, technischen Darbietungen, war die kaiserliche Hofkapelle zu dieser Zeit sicherlich bereits eines der bemerkenswertesten und führenden Orchester in ganz Europa geworden; neben den Instrumentalisten weisen die Rechnungsbücher schon ab 1637 auch mehrere eigene Kammersängerinnen aus. Namentlich bekannt geblieben sind Margareth Catanea, >Kammer-Musicin< mit 833 fl. für fünf Monate, Lucia Rubini mit monatlich 50 fl. , Maria Bertalin mit 30 fl., Katharina Straßoldin auf sechs Monate mit 570 fl., sowie drei Choristinnen, welche monatlich nur 8 bis 16 fl. verdienten.

Noch während des Dreißigjährigen Krieges war zum Geburtstag der Kaiserin (1641) eine eigene Komposition Ferdinands III. mit dem Titel >Ariadne< aufgeführt worden, die Musik dazu ging jedoch leider verloren. Crescimbeni erläutert aber in seinen Kommentaren zur italienischen Poesie, dass die - in italienischer Sprache - abgefassten Verse Ferdinands III. alle "graziös, lebhaft und leicht singbar" wären. Seitens Quadrio (14) wurde sogar behauptet, dass ein Einzelband mit kaiserlichen Versen (die vielleicht dem revueartigen Moralitätenstück >Speculum vitae humanae< des Erzherzogs Ferdinand von Tirol (1529-1595) nacheiferten), unter dem Titel >Accademia Occupato< erschienen sein soll. Der Kaiser hatte nämlich im letzten Jahr seiner Regierung nach italienischem Muster noch eine literarische Akademie mit Sitz in Wien gegründet, deren regelmäßige Zusammenkünfte in der Hofburg abgehalten wurden. Laut Ludwig Ritter von Köchel fanden zwischen 1637 und 1700 in nur sieben Venezianischen Theatern zwar nicht weniger als 357 Opernaufführungen statt, doch ungeachtet der schweren Kriegswirren trachtete Ferdinand III. unablässig danach, dass Wien seinen vorzüglichen Platz als erste Musikstadt behielt, ohne freilich mit der italienischen Entwicklung wirklich Schritthalten zu können. Der Hof versuchte sogar Beziehungen zu dem gefeierten Claudio Monteverdi anzuknüpfen, der einige Werke den Habsburgern widmete, aber an eigener Stelle Francesco Cavalli (1602-1676), seinen Schüler, der in Venedig höchste Honorare empfing, nach Wien sandte, wo Cavalli eigens die Opern >Egisto< (1642) und später >Jason< (1650) komponierte. Seine beiden Werke hinterließen hier aber offenbar keinerlei wesentlichen Eindruck. Ähnliches widerfuhr dem Publikumsmagneten Cavalli aber auch mit seinem dekorativen Werk >Ercole amante< (1662), das er für die großangelegten Vermählungsfeierlichkeiten König Ludwigs XIV. in Paris geschaffen hatte.

Die schon 1684 erschienen 36 Klaviervariationen von Wolfgang Ebner (1610-1665) über eine Arie Ferdinands III. gedruckt in Prag - einen vierstimmigen Madrigal mit beziffertem Bass >Melothesia Caesarea<, der sich vorwiegend in Betrachtungen über die Hinfälligkeit des menschlichen Daseins ergeht, gibt Kircher (15) im ersten Teil seiner >Masurgia universalis< wieder. Neben einem einfachen vierstimmigen Chorgesang über den Psalm >Miserere< (Erbarme dich) hat sich des weiteren noch seine Sammlung kirchlichen Werke in der vorgenannten >Distinta Specificatione dell' Archivio musicale per il servizio della Capella e Camera Cesarea Prima della compositioni per chiesa e camera della Sacra Ces. Real Maest di Leopoldo Aug. Imperatore< erhalten. Darunter befinden sich eine fünfstimmige Messe, vier Motetten, zehn Hymnen, ein >Popule meus< sowie noch ein >Stabat mater<. Guido Adler hat jedoch bereits nachgewiesen, dass dieses Verzeichnis nicht vollständig ausgeführt ist, da ein im Benediktinerstift Kremsmünster aufbewahrter Kodex des P. J. Lechler beispielsweise noch zwei weitere kaiserliche Kompositionen - nämlich eine vierstimmige Lauretanische Litanei sowie eine achtstimmige Messe mit Violinbegleitung - enthält. Auch das verhältnismäßig am weitesten verbreitete >Miserere<, in dem die musikalischen Anlagen Ferdinands besonders augenfällig hervortreten, ist in der erwähnten Sammlung nicht ausgewiesen. Wie schon in seinem >Dramma musicum<, worin er die Fabel des Herkules religiösen Zwecken entsprechend adaptiert hatte, zeigt der kaiserliche Komponist sich im Tasten nach neuen Formen, im ständigen Suchen nach bewegtem Ausdruck (16), wenngleich die eigentliche kontrapunktorische Kunst hier wohl ausbleibt. Musikalisch noch am ausgeglichensten fällt dabei der Hymnus >De Nativate Domini< mit der Begleitung von drei Flöten und drei Trompeten aus, am unruhigsten dagegen die Modulation im Madrigal >Chi volgene la mente<.

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