Mechaniker bei RIV, Mordopfer, Bruder von Frank.
Baumann, Dieter
Major beim MfS, Verantwortlicher für den Bauabschnitt Ukraine, dann Partner von Zernick in der »FUSIONA«.
Bärwald, Sabine
Sekretärin von Steincke, später seine Geliebte.
Becker, Waldemar
Projektingenieur in Bara, Ukraine, später Makler.
Biçon, Francoise
Franzose, Unternehmer. Alias von Bauerfeind, Frank.
Braun, Kolja
Alias von Bruhns, Michael. Partner von Fuhran.
Brialy, Yvonne
Französin, Lebensgefährtin von Biçon, Pilotin.
Bruhns, Michael
Hauptmann beim MfS, OibE im Ural.
Faber, Justus
Leiter Sicherheit/Arbeitsschutz in Prokowski, später Kleinunternehmer
Fehderlein, Anja
Kriminalhauptkommissarin, Leiterin der M-01 beim LKA.
Fuhran, René
Alias von Führmann, Rainer nach der Wende.
Führmann, Rainer
Oberst beim MfS, Leiter der »Blauen Flamme«.
Fischbein, Rudolf
Banker in Frankfurt und Zürich, vormals MfS.
Hortobagy, Istvan
Ungarischer Botschaftsmitarbeiter in Ostberlin.
Junghanns, Sepp
Erster Kriminalhauptkommissar, Ressortleiter beim LKA.
Kappner, Theodor (Theo)
Versorgungschef, Betriebsleiter, selbständiger Gastronom.
Kappner, Elisabeth (Lisa)
Ehefrau von Theo
Klamm, Burkhard
Mitarbeiter MfS, Aktualisierer in Bara/Ukraine.
Knäbelein, Urz
Vorsitzender der DSF in Prokowski, Mordopfer.
Kretzschinski, Rolf
Abt. Leiter Technik beim HAN-V in Prokowski.
Kuragin, Alexej
Komsomolsekretär für Wirtschaft, Cousin von Wolodja, später Partner von Zernick und Co.
Kuragin, Wolodja
Oblastsekretär des Komsomol, später Angestellt bei Alexej.
Langner, Martin, Dr.
Baustellenarzt in Prokowski.
Laupner, Ferdinand Dr.
Resortleiter beim Innenministerium.
Lavalle, Jean
Franzose, Direktor einer Flugshow.
Luschnat, Mirco
Personenschützer bei »FUSIONA«.
Lustich, Anette
Kriminalkommissarin bei M-01 im LKA.
Regardier, Jaques
Franzose, Kunsthändler in Westberlin
Rehnhack, Silvio
Brigadier in Prokowski, Bettpartner von Knäbelein.
Rupert, Gerd (Buletten-Rupert)
FDJ-Chef Ural, wird von Steincke abgelöst.
Römer, Lutz
Oberst im MfS, später krimineller Unternehmer.
Schimmel, Klaus
Transportleiter in Prokowski, Mordopfer.
Schirmer, Frank
Abt. Leiter im FDJ-Zentralrat, später Partner von Steincke.
Schneller, Hans
Kriminaloberkommissar bei M-01 im LKA.
Steincke, Helmut
FDJ-Chef, Bauunternehmer, Makler, Freund von Kappner.
Weber, Thomas (Thomy)
Kriminalkommissar bei M-01 im LKA.
Weiler, Horst
Vorm. Major beim MfS, Verantwortlich BA Ukraine, dann Partner von Zernick in der »FUSIONA«.
Weinacht, Dietmar (Onkelchen)
SED-Parteichef für den Bauabschnitt Ural.
Wollmaier, Herbert
Oberstleutnant beim MfS, Leiter des »Institutes«, später Inhaber einer Werkstatt für Computerservice.
Wollny, Herbert
SED-Parteichef in Prokowski.
Wrobel, Karl
Stellvertreter von Steincke im Ural.
Zernick, Ralf
Major des MfS, später 1.Geschäftsführer der »FUSIONA«.
Zierwitz, Hermann
Stellvertretender Baustellenleiter von Prokowski.
Auf und davon - Stellungswechsel (September 2005)
Kolja Braun war gezwungen, rasch zu handeln. Er musste nicht nur sich selbst, sondern vor allen die »Flamme« in Sicherheit bringen! Einen erneuten Überfall würde er wohl kaum so gimpflich überstehen.
Auch bei seiner soeben absolvierten Fahrt mit dem Auto vom Bodensee nach Berlin hatte er sie wiederholt gesehen.
Diese riesigen Richtungstafeln am Hermsdorfer Kreuz die den Weg nach Weimar wiesen.
Für Thüringen, im Besonderen für die Dichter-Stadt empfand er schon immerwährend eine fast sentimental anmutende Affinität. Die rührte noch aus seiner Kindheit her. Wohl auch aus seiner Zeit bei der GST.
Die fast rosig erscheinenden Erinnerungen beeinflussten nun seine ausstehende Entscheidung maßgeblich.
Wenn er denn schon wieder abtauchte, dann in eine Gegend, die ihm von vornherein zusagte!
Sofort nach seiner Rückkehr nach Meersburg setzte er sich an den Computer und filzte im Netz den Immobilienmarkt von Weimar. Dabei fand er auch die Exposé von drei schönen Wohnungen, die seinen Vorstellungen entsprachen.
Eine von ihnen war wegen ihrer Lage und der aufgeführten Ausstattungen recht teuer. Aber sie sagte ihm zu, weshalb er gleich mit dem anbietenden Makler telefonierte.
Dieser bestätigte erfreut einen Termin für eine Besichtigung am übernächsten Tag. Natürlich könnte Herr Braun, wenn er es denn so möchte, sofort einziehen. Selbstredend erst nach Zahlung von Kaution und Maklerprovision.
Braun war sich darüber im Klaren, dass sein Vorhaben ein teurer Schnellschuss wird. Doch an die materiellen Konsequenzen verschwendete er keinen Gedanken. Schließlich hatten sich die Millionen, auf denen er hockte, im Laufe der letzten Jahre stark vermehrt.
Noch am gleichen Abend fuhr er in einen Baumarkt. Dort kaufte er einige Umzugskartons und Klebeband.
Die Auswahl dessen was er in seine neue Bleibe mitnehmen würde fiel ihm schwer. Denn auf einen Möbelwagen musste er verzichten und sich daher nur auf die wichtigsten, persönlichen Dinge beschränken.
Alles andere, was er in der neuen Wohnung benötigte, die Möbel eingeschlossen, würde er in Weimar kaufen. Grundsätzlich gedachte er jedes Teil mitzunehmen, was eine Spur zu ihm hinterlassen könnte.
Er schickte dem Meersburger Makler, der ihm seine schöne Wohnung verkauft hatte, eine E-Mail. Darin erteilte er ihm die Vollmacht zur Vermietung der möblierten Immobilie. Zudem beauftragte er ihn mit der Verwahrung der Mieteinnahmen auf einem gesonderten Konto. Abzüglich der üblichen Provision.
Außerdem begründete er gegenüber dem Schwaben seinen kurzfristigen Entschluss. Er plane einen Aufenthalt in der Karibik von zumindest zwei Jahren. Der Termin seiner Rückkehr wäre ungewiss. Zur gegebenen Zeit würde er sich wieder bei ihm melden.
Nach Erhalt der E-Mail rief der Makler zurück. Auf seine Bitte hin nannte ihm Braun eine seiner Handynummern. Er verbat sich jedoch ihre Weitergabe an Dritte.
Großzügig bezahlte er seine Außenstände bei den kommunalen Versorgern. Daraufhin löste er das Konto auf von dem aus er bisher diesen Verpflichtungen nachkam.
Nachdem er alles, was er mitnehmen wollte, in seinem Wagen verstaut hatte, legte er sich noch einige Stunden schlafen.
Am frühen Morgen des nächsten Tages nahm Kolja Braun Abschied vom schönen Städtchen Meersburg. Ohne einen Blick zurück machte er sich auf den Weg in Richtung Thüringen.
Pfadfinder (Paris im Oktober 2005)
Françoise Biçon verließ zur Mittagszeit seine Firma, die nahe der METRO-Station San Ouen gelegen war.
Schon am frühen Morgen, als er die täglichen dreißig Minuten auf dem Hometrainer absolvierte, beschäftigte ihn dieses Problem. Mit dem er am Abend zuvor ins Bett ging.
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