Brigitte Regitz - Das unsichtbare Tor

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Nur wenige Wochen, nachdem Ida Sommer ihre neue Stelle im Marketing einer großen Damen-und Herren-Oberbekleidungskette angetreten hat, verschwindet ihre Kollegin und gute Freundin Tanja plötzlich. Die Polizei tappt im Dunkeln. Ida macht sich selbst auf die Suche und begibt sich dabei in große Gefahr.

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Kapitel 2

Ida Sommer kam am nächsten Morgen nach einer kurzen Zugfahrt am Hauptbahnhof von Bilddorf an, der Stadt, in der sich der Hauptsitz der Shirt-Parade befand. Sie stieg aus dem Zug aus und begab sich in die betriebsame Halle, in der zahlreiche Leute mit Gepäckstücken an ihr vorbeiliefen.

Ida, eine achtundzwanzigjährige Frau mit kurzen, blonden Haaren und sehr blauen Augen, kam zum ersten Mal nach Bilddorf. Nach einer kaufmännischen Ausbildung hatte sie einige Jahre in einer kleineren Werbeagentur ihr Brot verdient, wo ihr die Erarbeitung und Umsetzung immer neuer Ideen so viel Spaß machten, dass sie an manchen Abenden gerne länger im Büro blieb, vor wichtigen Aktionen sogar samstags oder sonntags arbeitete. Statt Freizeitausgleich oder Überstundenvergütung gab es von der Geschäftsleitung für die Damen einen Strauß Blumen. Die Herren bekamen eine Flasche Hochprozentiges. Diese Art der Anerkennung war viel persönlicher als die formularmäßige Abwicklung der Mehrarbeit. In so einem Umfeld hatte Ida sich wohlgefühlt. Überhaupt hatte ihr das Arbeiten im Team sehr viel Freude bereitet. Alle Kollegen konzentrierten sich auf die Sache, trugen dazu bei, ein gutes Ergebnis einzufahren. Wenn Etats gewonnen wurden, ging die ganze Mannschaft auf Kosten der Agentur essen, feierte den Erfolg. Man empfand sich miteinander verbunden, identifizierte sich mit der Agentur.

Aber: Nichts währt ewig. Zuerst brach ein großer amerikanischer Kunde weg. Dessen deutsche Niederlassung glaubte, sie könne genauso gut Werbung machen wie die Agentur. Als Nächstes gingen zwei kleine Etats verloren.

Anschließend fand die Fusion mit einer größeren Agentur statt. Danach ging’s jedoch nicht auf-, sondern abwärts bis in die Insolvenz. Seitdem war Ida arbeitslos.

Als sie aus dem warmen Bahnhof auf den Vorplatz trat, umfingen sie Nieselregen und Nebel. Gänsehaut kroch ihre Arme hoch. Sie fröstelte, zog den Gürtel ihres Kamelhaarmantels enger, schlug den Kragen hoch, nahm ein Kopftuch aus ihrer Handtasche, legte es über ihre Frisur, band es unter dem Kinn zu und nestelte ihre braunen Wildlederhandschuhe aus den Manteltaschen. Fast tat es ihr leid, die Handschuhe diesem Wetter auszusetzen, aber blau gefrorene Finger wollte sie nicht haben. Menschen hasteten an ihr vorbei.

„Entschuldigung“, sprach sie einen Mann an, der ein wenig unwirsch aufsah. „Ich suche die Shirt-Parade. Könnten Sie mir wohl sagen, wie ich dorthin komme? Das Gebäude soll ganz nah beim Bahnhof sein.“

„Ja, kann ich Ihnen sagen“, antwortete der Mann. „Sie gehen weiter geradeaus, überqueren die Straße an der nächsten Ampel, biegen sofort links ab. Danach nehmen Sie die zweite Straße rechts. Dann sehen Sie den Bau.“

Ida wollte sich gerade bedanken, da war der Mann bereits verschwunden. Sie lief auf die Ampel zu, hatte aber nicht das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein. Als sie in die zweite Straße rechts einbog, sah sie das erwartete Gebäude nicht. Sie musste noch einmal fragen, dieses Mal eine junge Frau, die ihr entgegenkam.

„Gehen Sie einfach weiter geradeaus“, antwortete die, ohne stehen zu bleiben. „Überqueren Sie die nächste Straße, links ist die Shirt-Parade.“

„Danke“, murmelte Ida und machte immer größere Schritte. Ein Herumirren fehlte ihr gerade noch! Inzwischen kroch die Angst in ihr hoch, womöglich zu spät zu kommen.

Wäre ich doch bloß einen Zug eher gefahren. Ich hätte nur zwanzig Minuten früher von zu Hause weggehen müssen, ärgerte sie sich. Hätte sie den Termin nur wichtiger genommen!

Während sie dem Weg folgte, den ihr die Frau beschrieben hatte, wurde es immer nebliger. Wasser tropfte von kahlen Baumästen, traf Ida im Gesicht oder auf dem Kopf, durchnässte das Kopftuch. Sie zuckte jedes Mal zusammen.

Beim Überqueren der nächsten Straße erkannte Ida die blaue Leuchtschrift Shirt-Parade auf der linken Seite. Erleichtert atmete sie aus, blieb stehen. Trotz des schlechten Wetters wirkte der weiße Bau ehrwürdig, sah mit den Bäumen, die davor standen, ein wenig aus wie ein Kurhotel, wenn man sich hinter den großen Schaufenstern des Erdgeschosses Caféhaustische vorstellte. Ida zählte fünf Etagen, während sie auf die Tür mit der Beschriftung Personaleingang zuging. Dort angekommen drückte sie gegen die Tür, es machte Klack und mit Ida schwappte ein kalter Hauch Luft in eine Halle mit Empfangstresen, an dem, wie Ida auf den ersten Blick erkannte, die Büroschlüssel ausgegeben wurden.

Überrascht schaute sie zur Decke. Wie viele Meter mochte sie wohl hoch sein? Zehn oder fünfzehn? Wie in einer Kirche war sie ausgemalt. Frühjahrsszenen. Frische, grüne Pflanzen, Knospen – ein schwebender Park gewissermaßen. Ida riss sich von dem Anblick los, schaute sich um, sah Sitzgruppen aus lindgrünen Sesseln, die Leichtigkeit ausstrahlten. Ein paar Männer standen diskutierend im Kreis. Direkt gegenüber der Eingangstür erkannte sie zwei Aufzüge, vor denen Menschen warteten. Ihr Blick fiel auf den Empfangstresen. Von dort lächelte sie ein grauhaariger, älterer Mann in einer dunkelgrünen Uniform einladend an. Davon angezogen ging Ida auf ihn zu, sagte: „Guten Tag“, begann, im Innenteil ihres Mantels zu suchen.

„Guten Tag, meine Dame“, erwiderte der Mann. „Was kann ich für Sie tun?“

„Ich möchte zur Personalabteilung, zu ...“ Ida entfaltete den Brief, den sie inzwischen aus dem Mantel gezogen hatte: „Zu Frau Mittler.“

Mit diesen Worten reichte sie das Schreiben über den Tresen. Der Empfangsherr zog ein Abreißblöckchen von rechts herbei, notierte Idas Namen. Dann riss er das Zettelchen aus dem Block heraus, steckte es in eines der Plastik-Ausweismäppchen, die gestapelt links neben ihm lagen, und reichte es ihr.

„Den Ausweis müssen Sie während Ihres Besuchs immer sichtbar an Ihrer Kleidung tragen. Die Personalabteilung befindet sich in der ersten Etage. Frau Mittler finden Sie in Raum 111. Nehmen Sie den Aufzug rechts.“

Ida tat, wie ihr geheißen. Sie betrat den Aufzug. Sofort schlossen sich die Türen, leise Musik setzte ein - wie eine Art roter Teppich für die Ohren, fand sie, während sie nach oben schwebte, wo sich der Lift automatisch öffnete.

Sie trat hinaus auf dunkelgrauen Nadelfilz in einen hell er-leuchteten, weitläufigen Flur. Gegenüber dem Aufzug sah sie eine Säule, an der Raumnummern aufgelistet waren. Daneben standen die Bezeichnungen der Abteilungen der Shirt-Parade auf der Etage. Ida ging in Richtung Personalabteilung. Am Ende des Ganges stand sie schließlich vor Raum 111. Sie klopfte zaghaft an, erschrak, als die Tür mit einem regelrechten Donnern widerhallte. Es ertönte ein lautes: „Herein.“

Sie öffnete und ging hinein. Eine schlanke Frau in mittleren Jahren mit tadellos hochgesteckten braunen Haaren schaute sie an: „Ja?“

„Guten Tag. Ich bin Ida Sommer und bin mit Herrn Eberhard verabredet. Telefonisch hatten wir uns schon verständigt.“

„Guten Tag, Frau Sommer. Ich freue mich, Sie kennen zu lernen. Sie sehen ja ganz durchnässt aus. Sind Sie weit gelaufen?“

„Vom Bahnhof, aber wohl nicht den kürzesten Weg.“

„Na, kommen Sie. Ich helfe Ihnen aus dem Mantel, dann nehmen Sie Platz und trinken erst einmal eine Tasse Kaffee zum Aufwärmen. Soviel Zeit muss sein.“

Ida dankte, setzte sich auf einen der beiden Besucherstühle und genoss den Kaffee. Sie fühlte sich sofort gut aufgehoben. Frau Mittler kopierte ihre Zeugnisse, rief Klaus Eberhard an, erklärte Ida, wo sich sein Büro befand. Der Mann stand händefuchtelnd davor, kam sogleich auf Ida zu, umfasste ihre Rechte mit beiden Händen und schüttelte sie kräftig: „Ganz herzlich willkommen.“

„Danke“, antwortete Ida, die versuchte sich ihre Verblüffung nicht anmerken zu lassen. Klaus Eberhard vermittelte ihr das Gefühl, ihn schon jahrelang zu kennen. Er war um die Vierzig. Sein rundes Gesicht wurde von vollen, blonden Haaren wie von einer Wollmütze umschlossen. Ida fand sein Lächeln außerordentlich sympathisch.

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