Markus Szaszka - Fontanka

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Eine globale Wirtschaftskrise hält auch Sankt Petersburg in Atem. Die Schere zwischen Arm und Reich droht zu bersten. Am Stadtrand lebt Anna, ein vom Schicksal gebeuteltes Mädchen. Ihre einzige Waffe gegen die Mühseligkeiten des Lebens: Fantasie. Ihre treuen Begleiter: Kuscheltiere. Nicht weit weg, in den Kellerabteilen desselben Hochhauses, formiert sich ein anarchistischer Untergrund…

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Molle, Jaroslaw und Iwan hatten sich bei den Rutschen im Hof der Puschkin-Blocks kennengelernt, so wie das gang und gäbe war. Erst hatten sie ihre sporadischen Begegnungen dem Zufall überlassen, aber da sie einander gut riechen konnten, verabredeten sie sich mittlerweile auch gezielt zum Herumlungern.

Iwan und Jaroslaw ähnelten sich. Beide waren lethargisch, kaum für irgendetwas außer Fußball und russischen Hip-Hop zu begeistern und sie beide tranken gerne gemeinsam Wodka, bevorzugt aus kleinen, handlichen 200-Milliliter-Fläschchen. Molle ähnelte Polina in vielerlei Hinsicht, vor allem in ihrer Direktheit, aber in Sachen Assigkeit konnte Molle keiner das Wasser reichen. Sie fluchte, spuckte, kaute Kaugummi, saß breitbeinig da und ließ auch sonst keinen Zweifel aufkommen, dass sie ein harter Brocken war.

Lew schien eine Art Anführer dieser kleinen Gruppe zu sein. Ihm haftete eine Ruhe an, die Aufmerksamkeit schuf. Er war schlau, das merkte man sofort, und er hatte einen trockenen Humor, an den man sich in der Regel aber erst gewöhnen musste, um ihn überhaupt als solchen verstehen zu können.

Anna und Polina gefiel es, Teil dieser Clique zu sein, auch wenn sie sich darin noch etwas schüchtern bewegten. Sie waren jünger und unerfahrener als die anderen und konnten kaum mitreden, wenn es um Alkohol, Musik, Partys oder brenzliche Schlägereien in der Nachbarschaft ging. Und Lew hatte mit seinen sechzehn Jahren sogar schon Tattoos, nämlich einen schmalen Ring um das rechte Handgelenk und eine erhabene, mit ihren Flügeln schwingende Schwalbe auf der rechten Leiste, die jedes Mal zum Vorschein kam, wenn er sich zum Werfen nach hinten beugte.

»Meine Schwester ist richtig klug, wisst ihr? Und ihre Freundin auch. Sie schreiben nur gute Noten in der Schule«, schwärmte Iwan, dem anzuhören war, dass er die ersten 100 Milliliter seines Wodkas intus hatte.

»Ich mag dein Kleid, Anna«, lobte Molle. »Ich kann keine Kleider tragen. Ich sehe wie ein verfickter Sack darin aus.«

Die Jungs lachten.

»Du bist die schönste Satanistin in ganz Petersburg, Molle«, meinte Lew. »Du brauchst keine hübschen Kleider.«

»Die würden auch gar nicht zu dir passen«, ergänzte Jaroslaw.

»Ja, ich will auch keine tragen. Aber es sieht sehr schön aus, wenn so ein hübsches Mädchen wie Anna welche trägt. Sieht sie nicht zauberhaft aus?«

»Ja, sie sieht aus wie ein Engel«, sagte Jaroslaw und kam aus dem Starren nicht heraus.

»Hör mal auf, so zu schauen, Mann! Sie steht unter meinem Schutz. Schlag dir das also aus dem Kopf«, warnte Iwan seinen angetrunkenen Saufkumpanen.

»Ist ja gut, Mann. Ich mach ja nichts.«

Anna verstand nicht, worum es ging, Polina schon und sie war froh, dass ihr Bruder etwas gesagt hatte.

»Vielleicht wollen die beiden ja ein Schlückchen Wässerchen haben«, fragte Jaroslaw, starrte Anna und Polina weiterhin bedenklich animalisch an und hielt ihnen seine Flasche hin. Molle und Lew sahen zu ihm und sie hätten ihn gerügt, wenn Iwan ihm nicht unmittelbar an die Gurgel gesprungen wäre, ihn kniend am Shirt gepackt und ihm bedrohlich zugeflüstert hätte, dass er aufpassen solle, sonst würde er diese Nacht nicht überleben. Diese spürbar ernst gemeinte Ansage zeigte Wirkung bei Jaroslaw, der eine Entschuldigung stammelte, zu Boden sah und für eine Weile die Schnauze hielt.

»Sorry, Mädels, Stange ist nicht immer so ein Idiot«, sagte Lew wieder auf die Newa blickend. »Wir halten ihn schon im Zaum, keine Sorge.«

»Danke«, sagte zuerst Polina.

Anna tat es ihr nach, sehr leise: »Danke.«

Es war ein aufregender Abend für die beiden jungen Mädchen. Normalerweise wollten ältere Schüler nichts mit ihnen zu tun haben, weil sie so brav und kindlich waren. In dieser Clique fühlten sie sich aber wohl, durchaus schüchtern, allerdings nicht unerwünscht.

Die untergehende Sonne färbte den Himmel über der Newa orange. Anna beobachtete Lew, wie er vor diesem Hintergrund unermüdlich Steinchen ins Wasser warf. Ihr entging nicht, dass auch er immer wieder zu ihr sah. Er versuchte es unauffällig zu tun, aber das gelang ihm genauso wenig wie ihr.

Lew verstand sofort, dass Anna ihm gefiel, aber das wollte er nicht offen zeigen, ihr nicht und den anderen schon gar nicht. Er fragte sich, was wäre, sollte sie ihn nicht mögen, und das herauszufinden traute er sich nicht.

Anna hingegen verstand ganz und gar nicht, was mit ihr los war, wieso sie so ein angenehmes Kribbeln im Bauch spürte, wieso sie so häufig zu Lew sehen wollte und wieso sie schwitzige Hände bekam, wie manch anderes Mal auch, nur viel schöner. So wie an diesem Abend, wenn sie Lew ansah, wie er sich bückte und auf dem Boden nach Steinchen suchte, hatte sie sich noch nie zuvor gefühlt.

Polina und die anderen, die mit dem Beginn ihrer vielversprechenden Hoffreundschaften beschäftigt waren, merkten nichts von der jugendlichen Verliebtheit, die an diesem Abend im Park an der Newa geboren wurde. Deren Anzeichen, der stockende Atem, die flüchtigen Blicke und nervösen Übersprungbewegungen, waren zu dezent gewesen, um sie als Außenstehender wahrnehmen zu können.

»Anna!«, rief jemand mehrere Male. »Anna, wo bist du?« Es war Feodora, die voller Sorge und hektisch umherschauend durch den Park lief.

»Oh nein, Polina, wir haben die Zeit vergessen. Mama ist schon wieder böse. Was soll ich nur machen?«

»Keine Bange, Kleines«, entgegnete Molle. »Ich kläre das. Jungs, weg mit den Flaschen, sofort!« Die Jungs gehorchten und versteckten den eingewickelten Wodka unter ihren Shirts.

Dora hatte die Clique schon von weitem gesehen, war schnurstracks auf sie zugegangen und fing aus einigen Metern Entfernung an, ihre Standpauke zu halten. »Anna, was erlaubst du dir eigentlich? Wir haben gesagt, dass du um sechs zu Hause bist und jetzt ist es kurz vor sieben! Was machst du hier und wer seid ihr überhaupt?«

»Guten Tag, Frau Smirnowa«, begann Polina, die Feodora schon ein bisschen kannte. »Ich und mein Bruder wollten gleich nach Hause gehen und Anna bei Ihnen absetzen. Tut uns leid.«

»Ja, tut uns leid«, sagte Molle, trat vor, sah auf ihre Uhr und streckte Dora ihr Handgelenk entgegen. »Sehen Sie, muss wieder kaputt sein. Bei mir ist es erst kurz vor sechs Uhr. Geben Sie nicht Anna die Schuld, es war meine. Ich habe ihr die falsche Uhrzeit gesagt.« Es war ein bewährter Trick, den Molle gerne anwendete, wenn jemand Ärger bekam, weil es wieder mal später wurde. Das unauffällige Zurückdrehen der Uhr beherrschte sie im Schlaf. »Wir wollten uns nur ein bisschen den Sonnenuntergang ansehen.«

Die Jungs beschlossen, lieber nichts zu sagen. Sie wussten aus Erfahrung, dass die Mädchen eine besänftigendere Wirkung auf eine Mutter haben konnten als sie. Hinzu kam, dass Jaroslaw und Iwan mit großer Sicherheit gelallt hätten und da Lew Tattoos auf seiner Haut trug, war er bei den meisten Eltern ohnehin von Anfang an unten durch. Und deshalb versuchten die Jungs möglichst unschuldig zu Lächeln und reglos sitzen zu bleiben, was allerdings weniger sympathisch aussah, als sie dachten, sondern eher verdächtig.

»Na gut«, sagte Dora zögerlich und sah sich das Grüppchen genauer an, vor allem Jaroslaw, der ihr aufgrund seiner verkrampften Bewegungslosigkeit besonders suspekt vorkam. »Jetzt komm, wir gehen. Es ist schon spät.«

»Auf Wiedersehen«, sagte Polina mit möglichst süßlicher Stimme.

»Ja, auf Wiedersehen«, wiederholten die anderen.

Und während Anna auf dem Weg nach Hause eine energisch geflüsterte Standpauke über sich ergehen ließ, sahen die anderen Hofkinder ihr nach.

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