Markus Szaszka - Fontanka

Здесь есть возможность читать онлайн «Markus Szaszka - Fontanka» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Fontanka: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Fontanka»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Eine globale Wirtschaftskrise hält auch Sankt Petersburg in Atem. Die Schere zwischen Arm und Reich droht zu bersten. Am Stadtrand lebt Anna, ein vom Schicksal gebeuteltes Mädchen. Ihre einzige Waffe gegen die Mühseligkeiten des Lebens: Fantasie. Ihre treuen Begleiter: Kuscheltiere. Nicht weit weg, in den Kellerabteilen desselben Hochhauses, formiert sich ein anarchistischer Untergrund…

Fontanka — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Fontanka», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

»Na, Tollpatsch, noch mal gutgegangen«, rief Polina ihr zu.

»Ja, hier, habe ich gestern Abend mit meiner Mutter gebacken. Das Stück ist für dich.«

»Danke. Apropos deine Ma. Ich glaube, sie will, dass du ihr winkst.«

Anna drehte sich um, sah nach oben zum 14. Stockwerk und winkte Feodora, die beim Fenster stand und hinuntersah. Polina winkte auch.

»Gehen wir an die Newa spazieren?«

»Ich weiß nicht, lieber nicht. Bleiben wir hier. Ich muss in eineinhalb Stunden wieder da sein.«

»Na gut, aber dann werden wir die ganze Zeit von deiner Mutter beobachtet.«

»Stört dich das?«, fragte Anna verwundert.

»Nein, ist schon okay.« Polina sah zu den Fenstern ihrer Wohnung, wo niemand zu sehen war.

»Musst du dann nicht auch zu Abend essen?«

»Nein, bei uns ist grad keiner. Mutter und Vater sind verreist. Aber wir haben Geld bekommen. Iwan hat gesagt, dass er uns später Hot Dogs besorgt.« Polina versuchte fröhlich zu klingen, klang aber betrübt.

»Das tut mir leid.« Anna verstand, dass es ziemlich langweilig sein musste, den ganzen Tag allein zu Hause zu sein. Das kannte sie von früher. Und immer nur Hot Dogs zu essen, die Iwan brachte, weil weder er noch seine Schwester wussten, wie man kochte, war sicher auch nicht besonders lecker.

»Wieso? Ist doch alles gut.« Polina wollte weder Schwäche zeigen noch bemitleidet werden und schämte sich ein bisschen, weil ihr anscheinend beides nicht gelang. Um ihre Freundin zu überzeugen, versuchte sie es mit einem »Sturmfrei, juhu!«, das allerdings gekünstelt und wenig froh klang.

»Okay«, erwiderte Anna verunsichert.

»Gut.« Polina vermochte weder sich selbst noch ihre beste Freundin davon zu überzeugen, dass es ihr nicht an elterlicher Führsorge fehlte. Offen konnte sie darüber aber auch nicht sprechen.

Nun schmollten beide, aber da Anna sich noch sehr gut daran erinnern konnte, wie schlecht und einsam sie sich gefühlt hatte, als sie häufig alleingelassen wurde, wusste sie auch, was Polina in ihrer Situation am meisten brauchte, und zwar ein bisschen Aufmunterung. Also ging sie zu ihr, die sich auf eine der beiden Schaukeln gesetzt hatte, umarmte sie und setzte sich dann auf die Schaukel daneben.

»Na gut, dann lass uns weiter überlegen, was Chloe und Sarah noch alles in ihrem verwunschenen Wald anstellen können.«

»Gut«, Polinas Kinn zitterte ein wenig, weil sie von der körperlichen Nähe, die sie nicht gewohnt war, gerührt war. Um ihre Gefühlsregung zu kaschieren, packte sie ihr Kuchenstück aus, biss herzhaft hinein, sah nach oben zu Dora, die nach wie vor dastand, und streckte ihr einen Daumen entgegen. Erst jetzt, zufrieden mit dieser Reaktion, zog sich die wachsame Mama zurück. »Mhh, der ist wirklich gut!«, murmelte Polina mit vollem Mund und fühlte sich besser, was das ehrliche Lächeln in ihrem Gesicht bestätigte.

Auf diese Worte hatte Anna gewartet. »Das freut mich.« Sie holte ihr Stofftierbärchen aus ihrer Rocktasche, setzte es sich in den Schoß und begann zu schaukeln. »Auf jeden Fall brauchen wir noch ein drittes Haus, aber ein kleineres, damit Misha Masha drinnen wohnen kann. Dort kann sie den ganzen Tag machen, was sie am liebsten macht, nämlich naschen, richtig, Misha?«

Ja, genau richtig!

Die eineinhalb Stunden vergingen unbemerkt und viel zu schnell, wie meistens, wenn die beiden besten Freundinnen zusammen waren. In fünfzehn-Minuten-Abständen prüfte Feodora, ob es ihren Mädchen gutging, was Anuschka und Polina die ersten beiden Male noch bemerkten und mit Zurückwinken honorierten, später aber nicht mehr beachteten. Dafür waren die Tiere, Fabelwesen und vielleicht sogar Prinzen, die sich in ihrem verwunschenen Wald tummelten, zu spannend gewesen.

Erst als Iwan ihnen auf einem der vier Wege entgegenspazierte, die zwischen den vier Blockbauten der Puschkin-Siedlung ein Kreuz bildeten und in deren Mitte der Spielplatz lag, sah Anuschka wieder hoch zu ihrer Mama, die ihr mit heftig winkenden Handbewegungen deutete, nach oben zu kommen. Wieso diese Blocks von den Anwohnern als Puschkin-Blocks bezeichnet wurden, das wussten sie selbst nicht mehr so genau, aber es ging das Gerücht um, dass ein Nachkomme des berühmten Dichters Alexander Sergejewitsch Puschkin hier gewohnt haben soll.

»Essenszeit, Polina. Ich muss nach oben.«

»Hallo, Zwerge«, rief Iwan von weitem.

»Was zum…«, begann Polina zu fluchen. Iwan wankte, hielt eine in einer Papiertüte eingewickelte Flasche in der einen Hand und in der anderen nichts.

»Iwan! Du hast gesagt, dass du etwas zum Essen mitbringst! Und was ist das?« Sie ging zu ihrem Bruder, riss ihm die Flasche aus der Hand und roch daran. »Wodka? Spinnst du? Das darfst du nicht.«

Iwan grinste sie betäubt und gleichgültig an, ohne etwas zu sagen. Polina zögerte kurz, ihre Oberlippe zuckte einmal, dann schmierte sie ihm eine Ohrfeige – und was für eine.

»Aua!«, schrie er, mit einer Gesichtshälfte roter als der anderen.

»Du kleines Arschloch! Du wirst jetzt wieder zurückgehen und uns etwas zu essen kaufen, so wie du es versprochen hast. Hast du verstanden?«, schrie sie und ihr standen die Tränen in den Augen. Iwan versuchte nach dem Wodka zu schnappen, torkelte im Stand und verfehlte ihn.

»Oh! Das hast du nicht getan!?« Polina schleuderte die Flasche mit all ihrer Kraft gegen die Rutsche und das Glas zersprang in viele Scherben. Er sah sie verwundert an und wollte etwas sagen, da verpasste sie ihm noch eine Ohrfeige.

»Scheiße, okay, okay. Ich geh ja schon. D-du bist ja verrückt.«

Nachdem er gegangen war, zitterte Polina noch immer vor Wut und sah ihm nach, bis er außer Sichtweite war. Auch wenn Anna schon gehen musste und ihre Mutter nicht mehr nur hinter dem geschlossenen Fenster stand, sondern es aufgemacht hatte, auf dem Fensterbrett lehnte und die Szenerie genau beobachtete, blieb sie noch ein bisschen und umarmte ihre Freundin wie zuvor.

»Danke. Das tut gut.« Polinas Zittern legte sich und zum Dank gab sie Anna einen Kuss auf die Wange.

»Anuschka! Nun komm doch! Deine Wareniki werden kalt!«

»Ich komme!«, rief das Mädchen mit dem Stoffbärchen nach oben und wandte sich wieder zu Polina. »Möchtest du mitkommen? Es gibt sicher genug für uns alle.«

»Nein, danke. Lass mal. Ich gehe lieber nach Hause und warte auf diesen Idioten. Außerdem habe ich nach dem Kuchen eh keinen Hunger. Aber ich muss auf meinen Bruder aufpassen, weißt du?«

»Ja, ich weiß. Dann bis morgen in der Schule.«

»Ja, bis morgen.«

Anna lief zu ihrem Block und Polina ging zurück zu den Schaukeln, wo sie noch eine Weile saß, bevor sie nach Hause ging.

*

Es kam vor, dass Anna und Polina sich nach der Schule treffen und länger Zeit miteinander verbringen wollten, als bis um sechs Uhr, wenn das alltägliche Abendessen angesetzt war. Das Recht, länger draußen bleiben und sich auch außerhalb des Hofs befinden zu dürfen, mussten sie sich allerdings mühsam erkämpfen. Ohne Quengeln ging das nicht. Es war ein Gezerre zwischen jugendlicher Neugierde und übervorsichtigen Erfahrungswerten.

Erst wollten die beiden Mamas nicht zustimmen, also bedienten sich die Mädchen zweier höchst effektiver Werkzeuge ihres Alters; des unaufhörlichen Nörgelns und zaghaften, doch sukzessiven Überschreitens der aufgestellten Grenzen.

Manchmal gelang es Anna und Polina sehr gut, sich davonzustehlen, erst nur außer Sichtweite, also weg vom Hof und auf die andere Seite einer der vier Blockbauten, dann schon weiter weg, zum Beispiel zur nächstgelegenen Hauptstraße, der Pribrezhnaya Straße. Dort befanden sich zahlreiche Geschäfte, etwa ein Supermarkt, eine Bäckerei, ein Eisladen, ein Stoffladen und weitere Detailgeschäfte, und die Mädchen hatten es sich zum Ziel gesetzt, jedes einzelne dieser Geschäfte zumindest einmal zu besuchen.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Fontanka»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Fontanka» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Marcus Sakey - Brilliance
Marcus Sakey
Marcus Sakey - The Blade Itself
Marcus Sakey
Marcus Sakey - Good People
Marcus Sakey
Marcus Sakey - The Amateurs
Marcus Sakey
Markus Szaszka - Mohnblumen
Markus Szaszka
Markus Szaszka - Boheme
Markus Szaszka
Markus Szaszka - Nirgendsmann
Markus Szaszka
Markus Siek - Fotoschule
Markus Siek
Отзывы о книге «Fontanka»

Обсуждение, отзывы о книге «Fontanka» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x