Markus Szaszka - Fontanka
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Als Dora wieder im Ärztezimmer war, begann ein hysterisches Geschrei, wie Anna es von ihrer Mama noch nie gehört hatte. Dem Schulpersonal wurden die Leviten gelesen, auf äußerst laute und vernichtende Art. Keiner der vier noch wenige Minuten zuvor bestens gelaunten Arbeitskollegen traute sich, Paroli zu bieten. Das rückradlose Quartett ergab sich also den Beschützerinstinkten einer furchtlosen Mutter, gegen die es ohnehin nicht ankommen konnte.
Endlich begriffen Baranowa und Konsorten, dass sie sich dieses Mal vertan hatten, dass dieses Mal eines der wenigen Male war, da sich ein Elternteil nichts einreden ließ, sondern augenblicklich verstand, dass die Führungsriege dieser Schule unfähig und charakterlos war.
Dora hielt sich nicht zurück, erklärte, dass es unerhört sei, wie in dieser Institution mit den Kindern umgegangen wurde, dass sie allesamt gefeuert werden sollten, dass es die Verantwortung der Lehrer sei, auf die Kinder aufzupassen, und nicht, diese zu verängstigen und für dumm zu befinden. Weiter versprach sie, dass ihre Anwaltskanzlei über die Schule hereinbrechen werde wie Heuschrecken über ein biblisches Dorf, wenn einer von den Anwesenden ihre Tochter noch einmal unangemessen behandeln sollte.
Feodoras Drohungen zeigten Wirkung, vor allem, weil nur sie wusste, dass sie bluffte, dass kein Anwalt ihrer Kanzlei einen Finger rühren würde, ohne bezahlt zu werden, und dass sie keinen einzigen Rubel überhatte, der nicht für Miete oder Essen draufging.
Ohne auf eine Antwort zu warten, stürmte sie aus der Arztpraxis, hievte ihr Kind in ihre Arme und trug es erst nach draußen und dann den ganzen Weg nach Hause, um es zu umsorgen.
Anna war wieder ruhig geworden, weinte nicht mehr und besprach das Geschehene mit Misha Masha, und dennoch; Dora machte sich Sorgen. Sie fragte sich, wie viel eine Kinderseele ertragen konnte.
Kummer
Während des Sommers hatte sich Dora zunehmend viele Gedanken über die Zukunft ihres Kindes gemacht. Sie beschloss, dass es nicht weitergehen konnte wie bisher, womit sie in erster Linie Annas intensive Beziehung zum Eisbärenmädchen Masha meinte.
Feodora verstand sehr gut, dass ihre Tochter ein Stofftier brauchte, vor allem, weil sie häufig allein war. Sie verstand auch, dass Anuschka ihre Misha weniger als Spielzeug und mehr als beste Freundin betrachtete. Ihr entging aber auch nicht, dass ihre Kleine diese Beziehung zu ernst nahm.
Da diese spezielle Freundschaft bis zu dem unliebsamen Ereignis an der Fontanka keinen negativen Einfluss auf Anna gehabt hatte, hatte Feodora sie gewähren lassen, mehr noch als das, sie hatte es begrüßt, dass ihre Tochter stets mit jemandem sprechen konnte, selbst wenn dieser Jemand nicht aus Fleisch und Blut, sondern aus Watte, Kunststoffkügelchen, Plüsch, zwei schwarzen Plastikaugen und zwei Holzknöpfen bestand.
Aber jetzt kam Anna in ein Alter, dem nicht mehr jedes Verhalten verziehen oder als süß abgetan wurde, weder von Erwachsenen noch von den anderen Kindern. Es musste sich also etwas verändern, weil Dora befürchtete, dass Anuschka ein schweres nächstes Schuljahr haben würde, sollte sie Masha weiterhin überallhin mitnehmen.
Um diese Angelegenheit zu besprechen, unternahmen die drei Smirnowa-Damen ein Picknick. Einen Tag vor Schulbeginn mieteten sie ein Ruderboot und paddelten damit über einen nahegelegenen See im Bezirk Kolpinski Rajon .
Hierfür hatten sie zu Hause Erdnussbutter-Marmelade-Brote geschmiert, wie sie es aus amerikanischen Filmen kannten, Eistee aus abgekühltem Schwarztee und Zitronenscheiben vorbereitet sowie Äpfel und Bananen in handliche Stücke geschnitten und in Tupperware verpackt, um später gemütlich auf dem Wasser schlemmen zu können.
In diesem Sommer hatte Dora begonnen, sich wieder mehr um ihr Kind zu kümmern. Ihre Arbeitszeiten waren auf ein akzeptables Niveau gesunken. Sie musste nur mehr an drei Abenden pro Woche unbezahlte Abenddienste leisten. Der Grund dafür war die neunzehnjährige Jelisaweta, eine neue, seit August bei Medwedew & Partner beschäftigte Bürokraft, die eingestellt werden musste, weil eine der älteren Sekretärinnen in Rente gegangen war.
Jetzt war es Jelisaweta, die sich um die abendlichen, wenig fordernden, langwierigen und deshalb anstrengenden Routinetätigkeiten kümmern musste. Aber ihr machten sie nichts aus, genauso wenig wie die gehässigen Blicke der anderen weiblichen Angestellten, die ihrem guten Aussehen, ihren tiefen Ausschnitten und ihren kurzen Röcken galten.
Trotz ihrer schlechten Bildung und ihrer Herkunft aus ärmlichen Verhältnissen war Jelisaweta gewillt, Erfolg zu haben. Und sie wusste, wie sie Erfolg haben würde, nämlich durch harte Arbeit und das geschickte Einsetzen ihrer femininen Reize. Sie hoffte zumindest, dass ihre straffe Haut und ihr üppiger Busen mehr Einfluss auf die Kanzleiführung haben würden als das Keifen der alten Büroschachteln, mit denen sie nicht einmal versuchte, befreundet zu sein. Jelisaweta wusste genau, was für ein Hühnerstall das Sekretariat dieser Unternehmung war, und davon wollte sie kein Teil werden.
Feodora war die einzige der älteren Bürodamen, die nichts an der Neuen auszusetzen hatte, mit ihr manchmal sogar plauschte oder ihr zeigte, wie ihre Arbeit zu erledigen sei. Immerhin war es Jelisaweta, der sie ihre freien Abende zu verdanken hatte. Und um die Zuneigung des Hühnerstalls nicht zu verlieren, machte sie hinter Jelisawetas Rücken beim gehässigen Gackern der Bürodamen mit. Freundschaft schön und gut, aber genauso wie die Neue hatte Dora auch nicht um ihre Pläne vergessen, Erfolg zu haben – was sie mehr denn je wollte, jetzt, da sie sich nicht sicher sein konnte, was aus ihrer leidgeplagten Anuschka werden würde.
Von unstillbaren Schuldgefühlen und Liebe gescheucht, versuchte Mama Dora sooft es irgend möglich war Anna etwas Gutes zu tun, vor allem indem sie etwas mit ihr unternahm. Herrgott , betete sie manchmal in Richtung Himmel, es kann doch nicht normal sein, dass ein sieben Jahre altes Mädchen sein Stofftier überallhin mitnimmt, ihm eine Stimme verleiht und selbst kaum spricht . Ihrer Kleinen die Schuld dafür zuzuschieben, das ging schwer, denn Anna hatte doch niemanden außer ihrer Mama und Misha Masha, mit dem sie reden konnte.
Zwar nahm Feodora ihr Kind mittlerweile immer mit, wenn sie eine ihrer beiden alten Bekannten aus Derevnya besuchte, die auch in St. Petersburg wohnten – die junge Näherin Shveya oder die Anwaltsgattin Zhena –, oder wenn sie Besorgungen am Gemüsemarkt unternahm, in Pekars Bäckerei oder Rybaks Fischerei, aber auch da sprach Anna kaum ein Wort. Stattdessen wurde sie schüchtern, versteckte sich hinter Mamas Rock oder erkundete, von ihrem Bärchen an der Hand geführt, die Räumlichkeiten.
Dennoch hoffte Dora, dass sie Anna, die sie zweifelsfrei im Alleingang verkorkst hatte, durch ihre Aufmerksamkeit wieder ein wenig aufpäppeln konnte. Deshalb betete sie regelmäßig für sich und ihre Anuschka, denn nur Gott konnte ihr verzeihen und einen neuen Weg für ihr Kind ebnen.
Nur der liebe Herr wusste und bestimmte, was passieren würde. Er lenkte die alleinerziehende Mutter, gab ihr Kraft und somit musste auch alles einen Grund haben, was bisher passiert war, auch Annas abnormales Verhalten – Amen .
»Liebling, wir müssen über etwas reden. Du weißt, dass du dabei bist, ein großes Mädchen zu werden, richtig?«, fragte Dora, während die beiden mit ihrem Ruderboot über das Wasser des kleinen Stadtsees mit dem Spitznamen Pfütze trieben.
»Es ist an der Zeit, dass du dein Stofftier nicht mehr in die Schule mitnimmst, weißt du?«
Anna sah ihre Mutter nicht an, sondern zu Masha, die sie über den Bootsrand blicken und mit verstellter Stimme »Nein!« sagen ließ.
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