Dietrich Bussen - Flokati-Träume

Здесь есть возможность читать онлайн «Dietrich Bussen - Flokati-Träume» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Flokati-Träume: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Flokati-Träume»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

'Achtunddschziger' schlagen sich in Berlin mit den Folgen ihrer Erfolge herum.
In Familie und am Arbeitsplatz versuchen sie ihren Schlagworten wie: Basisdemokratie, Selbstverwirklichung, antiautoritäre Erziehung und wenn's geht auch 'Freie Liebe' Leben einzuhauchen, wobei ihnen mitunter die Puste ausgeht.
Vor allem mit der Liebe ist das so eine Sache. Erzogen mit und zu den Idealen ihrer Eltern soll nun mit einem großen Befreiungsschlag auch in der Liebe ein neues Zeitalter beginnen. Aber wie so oft: Ideal und Wirklichkeit stoßen sich hart im Raume.
Möglicherweise hilft die Flucht auf's Land. Vielleicht bringt ja diesmal ''Zurück zur Natur'' die wahre Erfüllung.
Im Hintergrund glaubt man Pink Floyd mit: «Wir brauchen keine Erziehung, wir brauchen keine Gedankenkontrolle» aus 'The Wall' zu hören.

Flokati-Träume — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Flokati-Träume», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Dass der Liebe Gott einen bevorzugt behandelt, wenn man eine Gegengabe anbietet, das war klar, das kam in jedem Abendgebet vor; warum hieß es denn am Schluss immer ‚ich will auch lieb und artig sein’? Außerdem sagte das ebenfalls seine Mutter und die musste es schließlich wissen. Und dann überließ er sich Träumereien von einem Leben ohne Lehrer und Schule, vielleicht inmitten von Heidenkindern, irgendwo in Afrika, wo keiner bestraft wird, wenn er furzt, weil da sowieso alles ganz anders ist, wo sogar richtige Furzwettbewerbe ausgetragen werden mit Siegerehrung und Medaillen, und den Heidenkindern würde er dann nach dem Wettkampf Geschichten erzählen vom Himmel und den Heiligen, und dann war er eingeschlafen und er erinnerte sich auch jetzt, nach so vielen Jahren, an den Traum von damals.

Er sah Lehrer Ganzauge, der sich zusammen mit den zehn größten Stinkern dieser Welt in einem gläsernen Raum befand, der gerade groß genug war für diese Versammlung. Ganzauge in der Mitte, die Stinker im geschlossenen Kreis um ihn. Sie waren nackt - die Stinker - bis auf eine Gasmaske, die sie über den Kopf gestülpt hatten. Dann ließen sie, wie auf ein geheimes Kommando, den fürchterlichsten Furz los, zu dem sie imstande waren, und aus ihren Gasmasken drang wie aus einem tiefen Brunnen, dumpf und verquollen nur ein Wort und das immer wieder:

„Einatmen - Einatmen - Einatmen - Einatmen“, und sobald Lehrer Ganzauge zögerte, machten sie den Kreis um ihn um einen Schritt enger.

Und Ganzauge atmete ein, mit angstverzerrtem Gesicht und blähte dabei auf, wurde dicker und dicker, bis er schließlich platzte, wie ein Luftballon und nichts von ihm übrig blieb als übel riechende Gase.

Rolf holte Jochen mit einem Stoß in die Seite und der Bemerkung, dass er seinen ‚verjeistigten Zustand’ nun mal ablegen sollte, es ginge nämlich nun los, wieder in die Konferenz zurück.

Jochen nickte zu einigen Kollegen und Kolleginnen, die er am Vormittag noch nicht gesehen hatte, hinüber, stellte fest, dass sich an dem langgestreckten uförmigen Konferenztisch die gleichen Gruppierungen wie immer gebildet hatten. Ihm gegenüber an der langen Seite saß der pädagogische Nachwuchs auch wie immer, heute zum ersten Mal mit zwei Referendarinnen, die erst seit ein paar Tagen an der Schule waren.

Ein scharfes Gespann, dachte Jochen, endlich mal was zum An …

Wieder stieß Rolf ihn an - Beim nächsten Mal wird zurückgeschlagen, dachte Jochen. - und raunte ihm zu, dass er sich lieber von den Sexbomben losreißen solle, Fanselow fehle, und er wisse doch, was das bedeute.

„Du bist mit Protokoll dran.“

„Nee.“

„Doch“, grinste Rolf, „pass auf, jetzt kommt’s.“

In diesem Augenblick begrüßte Reimers die beiden neuen Kolleginnen, wünschte ihnen das Übliche und schloss mit den Worten: „Und Frau Griesbach, Sie dürfen dann gleich das erste Protokoll schreiben, das ist bei uns so, es geht nach dem Alphabet und da sind Sie nun mal …“

Jochen räusperte sich: „Na Rolf, hast du mitgekriegt, wie das mit dem Alphabet ist, nach ‚Eff’ kommt nicht ‚Ha’ wie Hansen, sondern, na, was haste gerade gelernt?“

„Is ja jut, Schwein jehabt, die Neue kam überraschend; weißt du übrigens, was mit Fanselow is?“

„Keine Ahnung, hab ihn schon seit Tagen nicht gesehen, ich glaube seit dem Sekretariat neulich nicht mehr; warum fragste?“

Rolf antwortete nicht. Er gab Jochen zu Verstehen, dass sie die Unterhaltung abbrechen sollten. Reimers sah ungehalten zu ihnen hinüber.

Konferenzen trafen Jochen immer besonders hart: Erstens, weil sie ihn um seinen Mittagsschlaf brachten, zweitens, weil meistens sowieso nichts dabei herauskam, drittens, weil ihn so viele Lehrer auf einen Haufen störten - Lehrer im Plural empfand er einfach als Zumutung -, und viertens, weil man trotz all dieser Misslichkeiten nicht mal richtig abschalten konnte, wenigstens nicht über einen Zeitraum, der ausgereicht hätte, um die wohlige Wärme des Halbschlafes zu spüren.

Fanselow hatte es einmal in diesem an sich erstrebenswerten Zustand erwischt. Er hatte - plötzlich aufgeschreckt - für die Einrichtung eines Schülerraucherzimmers gestimmt.. Erst als ihn einige ‚Fortschrittliche’[2] mit Beifallsäußerungen erschreckten, hatte er bemerkt, was ihm da unterlaufen war, ihm dem Kämpfer für Recht und Ordnung. Da Jochen sich solche Peinlichkeiten ersparen wollte, musste er notgedrungen wenigstens mit einem Ohr dem Geschehen folgen. Und an dieses Ohr drang der Ausruf: „Das muss man doch erst mal hinterfragen!“

Aha, Lisa greift ins Geschehen ein, dachte Jochen, sah zu ihr hinüber und fragte sich, wo die um diese Zeit nur diese Energie hernimmt.

Er sah, wie sie den rechten Arm bis auf Kopfhöhe hob, dabei die Hand zu einer offenen Schale formte, so, als ob sie ihr Anliegen gleichsam ins Objektive erheben wollte. Ihre Finger wirkten dabei fleischlos, fast skelettartig.

Vegetarierin bis in die Fingerspitzen, dachte Jochen.

Sein Blick erfasste nun ihren Oberkörper, der, leicht nach vorn gebeugt, wie durch eine Sehne gespannt schien. Angespannt wirkte auch der übrige Körper. Selbst von ihren Jeans, die er von den Knien abwärts zwischen den Stuhlbeinen sah, ging etwas ungewöhnlich Straffes aus. Alles an Lisa wirkte angespannt, ernst und engagiert.

„Jetzt geht das schon wieder los“, murmelte Rolf verärgert vor sich hin. „Jedes Mal dieset Theater. Die braucht mal einen Kerl, der sie so richtig“, die nähere Erläuterung hierzu überließ er seinem rechten Arm und dessen eindeutigen Kolbenbewegungen, unterstützt von ebenso eindeutigem Grinsen.

„Würde ick vielleicht übernehmen, wenn se artig bitten würde, der Vorbau is ja ganz passabel, aber erst allet hinterfragen, nee ick jloobe, det is doch nich mein Ding. Und du“ - wieder setzte er seinen Arm in Bewegung - „kein Interesse? Ne jewisse Tendenz zum Hinterfragen …“, Rolf brach abrupt ab, hob eine Hand als Geste der Entschuldigung, denn Reimers hatte sich erneut ihnen zugewandt.

Jochen stellte überrascht fest, dass er doch wohl kurzzeitig abgetaucht war. Er hatte keine Ahnung, welchem Thema Lisas energische Aufforderung zum Hinterfragen galt. Andere Kolleginnen und Kollegen schienen hingegen sehr wohl zu wissen, worum es Lisa ging. Klatschen und bestätigende Zurufe aus der Gruppe der Fortschrittlichen, begleitet von zustimmendem Lächeln der beiden Referendarinnen und Gebärden des Unmuts und der Langeweile einiger älterer Kollegen - Runge (eine führende Figur dieser Gruppe) zeigte unverhohlen sein bekannt großmäuliges Gähnen - deuteten auf allgemeine Informiertheit hin.

Rolfs Kommentar beschränkte sich auf ein brummiges „Ach du Scheiße“. Sein eigentliches, sozusagen existentielles Interesse war jetzt darauf gerichtet sich in eine Sitzhaltung zu rutschen, die es ihm ermöglichte, die nächsten Stunden möglichst bequem und möglichst unerkannt desinteressiert zu überstehen.

Lisa hingegen warb weiter für ihre Sicht der Dinge.

„Haben wir uns denn überhaupt mal gefragt, wie die Interessenlage tatsächlich ist, wessen Interessen wir tatsächlich vertreten?“

Und von wem überhaupt die Rede ist?, ergänzte Jochen mit tonlosen Lippenbewegungen.

„Letztendlich läuft doch alles wieder darauf hinaus, dass wir die gesamtgesellschaftlichen Zusammenhänge viel zu wenig, oder besser gesagt, wieder mal gar nicht berücksichtigen. Meine Erfahrungen sind jedenfalls so.“

Der Beifall der Fortschrittlichen rief Runge auf den Plan.

„Aber genau Kollegin, nun haben wir es kapiert, jetzt wissen wir endlich, was wir die letzten zwanzig Jahre falsch gemacht haben. Aber jetzt mit Ihnen kann ja nichts mehr schiefgehen; Mann haben wir ein Glück Kollegen.“ Sprach’s, klopfte seinen Worten Beifall auf den Tisch und sah - Anerkennung einsammelnd - in die Runde.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Flokati-Träume»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Flokati-Träume» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Flokati-Träume»

Обсуждение, отзывы о книге «Flokati-Träume» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x