Dietrich Bussen - Flokati-Träume

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'Achtunddschziger' schlagen sich in Berlin mit den Folgen ihrer Erfolge herum.
In Familie und am Arbeitsplatz versuchen sie ihren Schlagworten wie: Basisdemokratie, Selbstverwirklichung, antiautoritäre Erziehung und wenn's geht auch 'Freie Liebe' Leben einzuhauchen, wobei ihnen mitunter die Puste ausgeht.
Vor allem mit der Liebe ist das so eine Sache. Erzogen mit und zu den Idealen ihrer Eltern soll nun mit einem großen Befreiungsschlag auch in der Liebe ein neues Zeitalter beginnen. Aber wie so oft: Ideal und Wirklichkeit stoßen sich hart im Raume.
Möglicherweise hilft die Flucht auf's Land. Vielleicht bringt ja diesmal ''Zurück zur Natur'' die wahre Erfüllung.
Im Hintergrund glaubt man Pink Floyd mit: «Wir brauchen keine Erziehung, wir brauchen keine Gedankenkontrolle» aus 'The Wall' zu hören.

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wieder, wie gestern. Alle Türen zu, die Eingänge. Wo ist der Hausmeister? Frau Seifert rufen Sie den Hausmeister; Entschuldigung, der ist ja gar nicht ...“

„Nun mal keine Hektik, Franz“, Rolfs Körper schien sich zu straffen, „das war ein Martinshorn, weiter nichts. Die Schüler sind ganz woanders, glaube mir, ich habe sie gesehen.“

Nach diesem sprachlichen Kraftakt, bei dem er selbst ,ick’ ausgehebelt hatte, ließ er alle Anwesenden an einem überlegenen Lächeln teilhaben.

„Egal, ich rufe ihn jetzt an.“

„Wen?“, fragte Rolf, während Frau Seifert an ihrem Blusenschal zupfte und zu Rolf gewandt mit leiser Stimme Auskunft über den Verbleib der Schüler erbat.

„Ruhe!“ Wieder konzentrierte sich Reimers auf das Fenster. Kein Martinshorn mehr, Stille, nur die Kaffeemaschine röchelte vor sich hin.

„Den Schulrat, wen sonst! Von jetzt ab nur noch auf Anweisung; wer weiß, was uns noch alles blüht.“

Kein Wort zu Rolfs Bemerkungen über die Schüler. Es schien, als habe er sie gar nicht wahrgenommen bei seiner Konzentration auf das zu erwartende Unheil.

„Recht haste“, bestätigte Rolf, während er Frau Seifert mit einer vertröstenden Handbewegung bediente, „kann er mal was tun für seine Gehaltsgruppe.“

Mit Gehaltsgruppen hat er’s, dachte Jochen und erinnerte an die Schüler, die sich noch im Hause aufhielten, manche sogar ordnungsgemäß in den Klassenräumen. „Irgendwas müssen wir doch mit denen machen.“

Schulleiter Reimers ließ seine Hand, die nach dem Telefon greifen sollte, über dem Hörer stehen und lenkte sie zu seinem Kinn um, kratzte ein paarmal, als wolle er von morgendlicher Rasur nicht erfassten Bartstoppeln nachspüren und murmelte vor sich hin: „So, na ja, vielleicht…“

Hastig, wie bei Gefahr im Verzuge, unterbrach Rolf : „Die können doch mit dem Hausmeister und nem jungen frischen Kollegen den Hof säubern“, und während er an Jochen vorbeigrinste präzisierte er seinen Vorschlag. „Wa Jochen, das wär doch ne schöne Aufgabe ...“

„Der Hausmeister ist nicht da“, sagte Reimers.

„Schon länger?, so wie der Hof aussieht!“

„Seit vier Tagen.“

„In vier Tagen soviel Dreck?“

„Vorher war er krank.“

„Wie vorher? Ick meine, wat macht der denn, seitdem er wieder jesund is?“

Jochen verfolgte diese Unterhaltung mit steigendem Unbehagen. Ihn würde es mal wieder treffen, da war er ganz sicher, wenn Rolf da was dran drehen konnte, sowieso. Das wäre ja nicht das erste Mal.

Tatsächlich ließ Rolf keine Gelegenheit aus, Jochen eins auszuwischen, vom ersten Tag an war das so, ohne Vorwarnung und ohne besonderen Anlass und meistens nach der Methode: Berlinern, Witzeln und - sobald er die Anwesenden auf seiner Seite wusste - Zuschlagen, so empfand es jedenfalls Jochen.

Als ob er nichts anderes zu tun hätte, dachte er.

„Seitdem er gesund ist, ist er weg, sagte ich doch schon, auf einer Bildungsreise, mit der SPD, nach Bonn, eine Woche.“

„Auf ner Bildungsreise, der, mit der SPD, nach Bonn?“

Rolf hatte offensichtlich Mühe, sein Lachen so zu dosieren, dass seine Worte noch verständlich blieben.

„Ick will dir mal wat erzählen. Weißt du unter wat diese ‚Bildungsreisen’ im Volksmund laufen? Nee? Ein Bekannter von mir is da ooch mal mitjefahren, und als ich den nach seiner Rückkehr jefragt habe, wie et denn so jewesen war, hatta mich mit jlasijen Oojen anjekiekt - übrigens im Anjesicht von Herrn Momper, Momper, sagt dir doch wat als alter Jenosse, der war da nämlich ooch mit von der Partie und ebenfalls stark unter Strom - also, jlotzt der mich an und an seiner Gattin , die ihn abholen kam, weil se das Theater schon kannte, an seiner Gattin also Halt suchend, fragt der mich in aller Unschuld ,Wo?’, vastehste, ‚Wo?’, fragt der mich und wankt mit seiner Holden von dannen. Stell dir mal vor, der wusste nich mal mehr ...“

„Schon verstanden“, warf Reimers ein.

„Wo er jewesen war die Woche über, wollte ich sagen. Also mach dich mal auf was jefasst. Wenn der wieder hier is, issa datselbe, wat er vorher auch nich war, nämlich krank.“

„Das ist jetzt mal zweitrangig.“

Reimers wirkte unangenehm berührt von Rolfs Auslassungen. Er schüttelte sich leicht, so, als ob es etwas zu entfernen gäbe, und sagte in einem Ton, der vor Widerrede warnte: „Müll-Sammeln geht nich! Strafe dafür, dass sie hiergeblieben sind ..., nee nee, da muss uns schon was anderes einfallen. Frau Seifert“, er wandte sich zur Sekretärin, die sich während der Unterhaltung darauf beschränkt hatte, interessiert zu gucken, „Frau Seifert, haben wir denn schon einen Überblick, wie viel noch da sind?“

Frau Seifert fuhr mit den Händen über die Schreibtischplatte, erwischte ein Blatt, auf dem ungeordnet Zahlen standen, und sagte nach kurzem Zögern: „Hiernach sind vier Klassen ganz weg und aus den anderen acht, einen Augenblick, sind es achtundvierzig, oder? Nein Entschuldigung, genau zweiundfünfzig, ich bin auch schon ganz ...“, und brachte den Satz damit zu Ende, dass sie mit den Händen vor ihrem Gesicht wedelte.

In diesem Augenblick wurde die Tür aufgestoßen, so heftig, dass sie, vom Türstopper zurückprallend, dem eintretenden Kollegen Fanselow gegen die Schulter schlug. Dieser marschierte - unbeeindruckt wie es schien - weiter, geradewegs auf Reimers zu.

„Franz, ich muss mit dir sprechen, sofort, allein.“

„Haste ooch keene Schüler mehr? Det is zur Zeit üblich, deshalb brauchste dir nich zu echauffieren. Übrigens, guten Tach auch, nur der Ordnung halber wa“, bemerkte Rolf und schlug Fanselow auf die Schulter.

„Ich geh dann mal“, sagte Jochen.

In der Nähe von Fanselow steigerte sich sein latent immer vorhandenes Bedürfnis nach Abstand und Zwischenräumen in den drängenden Wunsch nach Flucht, situationsunabhängig, instinktiv, wie bei einem Tier, das sich in Sicherheit bringen will, wenn es Gefahr wittert.

„Und was ist nun mit den Schülern?“, fragte Rolf.

Abgang missglückt, dachte Jochen.

„Rolf tu mir einen Gefallen, regel du das, ich habe jetzt keine Zeit, du siehst doch...“

„Eilt wirklich“, sagte Fanselow zu seinen Kollegen gewandt, während er Reimers zum Schulleiterzimmer drängte.

Kollege Fanselow im Ausnahmezustand, ostpreußisches Blut in Wallung, Temperament pur für seine Verhältnisse. Is er wieder fündig geworden auf seinem einsamen Feldzug für Recht und Ordnung, zur Zeit kann er ja aus dem Vollen ...

In diesen Gedanken wurde er von Rolf unterbrochen, der ihm nahelegte, sich doch um die verbliebenen Schüler zu kümmern, sie ‚bei Laune zu halten ’, er selbst müsse nämlich dringend in die Turnhalle. Die ‚rote Helma’ habe dort ihr Unwesen getrieben. Die hätte anscheinend mit Barren und Bock und was ihr sonst noch so im Wege stand, Barrikadenbauen geübt mit den lieben Kleinen und mit „man glaubt et nich“ eilte er davon, Jochen über die Schulter zuwinkend.

„Arschloch“, murmelte Jochen und machte sich auf den Weg zu den Klassenzimmern, Schüler einsammeln.

‚Rattenfänger von HarneIn’ huschte ihm durch den Kopf, während er überlegte, mit welcher Klasse er anfangen sollte.

Das wär’s doch: Schüler in einer Prozession hinter mir her, willenlos meinen verführerischen Schalmeienklängen ausgeliefert, ab durch die Mitte, auf Nimmer - Wiedersehen! Na schön, also erstmal in den Keller.

Der Keller mit den Werkräumen war bei den Schülern besonders beliebt, nicht wegen des Werkunterrichtes, wie man annehmen könnte, nein, die Mauervorsprünge, Fundamentsäulen, Lagerregale in verzweigten Fluren, gebündelte Stränge von dicken Versorgungsleitungen und ab und zu eine Ratte luden zu Treffs ein, bei denen Lehrer unerwünscht waren. Aufsicht hier machte keiner gern, außer Fanselow; hier war sein Reich, da kannte er jeden Winkel, durchschaute jeden Trick davonhuschender Schüler, glaubte er jedenfalls. Aber heute, so aufgeregt wie der war.

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