Nena Schneider - Lichter im Norden

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Nachdem der Golfstrom eingefroren ist, entschließen sich Niklas und seine Frau Emelie dazu, entgegen allen Ängsten, im Norden zu bleiben und sich der Natur zu stellen. Viele Jahre später hat sich eine neue Politik in der Welt etabliert. Ein Krieg zwischen der Westlichen und Östlichen Zone bricht aus. In dieser Zeit entscheidet sich Aron dazu, seinem besten Freund zu folgen und tritt einer Organisation der Armee bei. Deren Pressesprecherin Ria Silverstein muss den Kontinent verlassen und beginnt sich in den Außengebieten ein neues Leben zu schaffen, während ihr Bruder Julian anfängt, an seiner Aufgabe als Programmierer zu zweifeln. In der nun kalten russischen Tundra stellt auch Hanah ihre Rolle in der abgeschiedenen Siedlung in Frage. Dass ihre Geschichten sich an einem bestimmten Punkt überschneiden, ahnt keiner von ihnen.

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»Ich verstehe gar nicht, warum er so ein Aufhebens darum macht«, sagte Emelie nach einer Weile und implizierte damit die Frage, warum zur Hölle sie ihren Urlaub aus so nichtigen Gründen abbrechen mussten.

Niklas wusste, dass sie das Ausmaß der Katastrophe noch nicht erfasst hatte oder vielleicht gar nicht erfassen wollte. Ihm erging es ähnlich. Er war nicht dumm, er wusste, was auf die Welt zukommen würde und welche entsetzlichen Folgen das Versiegen des Golfstroms mit sich brachte. Aber war es nicht einfacher, sich weniger Gedanken über die Zukunft als über die Gegenwart zu machen? Bisher war ihm das nur zugutegekommen und er gedachte diese Angewohnheit weiter zu führen.

Niklas würde sich selbst als überaus optimistischen Menschen bezeichnen und Emelie war die Sorglosigkeit in Person. Vielleicht grenzte das schon an extremen Egoismus, denn sie beide wollten nicht, dass es ihnen wegen äußerer Einwirkungen innerlich schlecht ging. Deswegen wählten sie die unbeschwerte Variante.

Viele von Niklas Kollegen und Freunden verstanden seine Einstellung nicht, alles mit ein wenig Humor zu sehen. Sie sahen überall Probleme und zerbrachen sich den Kopf, wie man sie lösen konnte.

Dabei zeigte die Evolution doch ganz deutlich, dass alles irgend-wann an seinen Platz rückte, zur richtigen Zeit. Mochte es nun Schicksal sein oder eine höhere Macht, die Dinge renkten sich ein.

Niklas vertrat die Meinung, dass der Mensch ebenso ein Teil der Evolution war, wie alles andere auch. Ihn interessierte weniger die Entstehungsgeschichte, schließlich war er kein Biologe, aber er fand sich damit ab, dass sie nicht vom evolutionären Geschehen ausgeschlossen waren. Und wenn nun eine Eiszeit kam, dann war das nun mal so. Und wenn durch diese Eiszeit viele Menschen starben, sich die Bevölkerungen veränderten, dann war das nicht zu ändern. Und wenn er selbst erfrieren würde und dadurch die Evolution nicht vorantreiben konnte, weil er noch keine Kinder hatte, dann konnte er daran nichts tun. Warum also hysterisch werden? Alles war ganz evolutionär natürlich, alles folgte Gesetzmäßigkeiten, so wie schon immer.

»Ich weiß auch nicht«, entgegnete er schließlich. »Morgen wird noch nichts zugefroren sein. Wir holen den Urlaub nach, verspro-chen«

Sie lächelte. »Schon gut. Ich kann mich damit abfinden, aber dann rette du auch die Welt, in Ordnung?«

Emelie drückte auf ein Knöpfchen, bis ihre Lehne waagrecht stand, dann stopfte sie sich ein Kissen unter den Kopf und schlief den Rest der Fahrt. Niklas genoss die Sonnenstrahlen auf seiner Haut, sah sich die wunderschöne Landschaft an; die Seen, an denen er vorbei fuhr, kleine Dörfer mit roten Häuschen. So war es immer und so würde es auch immer bleiben.

Naja, vielleicht bis die nächste Eiszeit kam. Er seufzte wieder und versuchte nicht darüber nachzudenken, was für eine Massenpanik wohl gerade herrschte.

Sie kamen um halb sieben abends an. Vom Abend bemerkte man nicht viel, denn es war Sommer und die Tage ewig lang.

Niklas setzte Emelie in ihrem Haus in einem Vorort von Umea ab und fuhr sofort weiter zur Universität. Umea hatte etwas über hunderttausend Einwohner, aber in den letzten Jahren waren es kaum mehr geworden. Aus irgendeinem Grund vermehrten sich die Leute hier weniger. Von diesen hunderttausend Einwohnern waren etwa vierzigtausend Studenten.

Schon als er sein Auto auf einem der Parkplätze abstellte, fiel ihm auf, wie voll es hier war. Normalerweise nutzten viele Mitarbeiter und Professoren die Sommermonate für eine kleine Pause. Konnte es sein, dass sie alle hierher zurückberufen worden waren?

Niklas überquerte die Straße und ging über den Campus, um zur Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät zu gelangen. Der Campus summte vor Betriebsamkeit. Im Moment befand man sich doch in der vorlesungsfreien Zeit, das Semester würde erst in drei Wochen wieder beginnen. Was um Himmels willen taten die ganzen Menschen hier?

Niklas lief einem Kollegen über den Weg, grüßte ihn flüchtig, er sah auch einige seiner Studenten, die zielstrebig irgendwohin rannten. Langsam wurde Niklas nervös. Irgendwie hatte er geahnt, dass sie ihn anstecken würden.

Er erreichte die Fakultät und betrat sie über die Haupttreppe. Was sich einige Sekunden später als ein großer Fehler erwies. Denn jeder Flur, das Treppenhaus, alles summte und brummte. Menschen gingen ein und aus, Grüppchen unterhielten sich aufgeregt miteinander, ein jeder schien von einer elektrisierenden Aufregung ergriffen worden zu sein.

Niklas schlängelte sich mühsam die Treppe hinauf und den nächsten Gang entlang, bis er endlich vor dem Büro mit seinem Namensschildchen stand. Prof. Dr. Niklas Lundgren. Unsicher trat er ein, als erwartete er etwas Furchtbares, Erschreckendes. Aber nichts kam. Nicht einmal seine Assistentin saß im Vorzimmer, hier war alles ruhig.

Niklas atmete einmal tief durch und sehnte sich für einen Moment nach der guten alten Zeit zurück, in denen die Naturwissenschaftliche Fakultät in Ruhe und Frieden und von jedermann gemieden dagelegen hatte. Dann ging er durch die nächste Tür. An seinem Schreibtisch hatte sich nichts verändert, das war ein gutes Zeichen. Gerade als er seinen Rechner hochfahren wollte, stürmte seine Assistentin herein.

»Aaach, Dr. Lundgren, Sie sind endlich da!«

»Guten Morgen, Nina, was gibt’s denn so Dringendes? Warum sind die da draußen so aufgewühlt?«

Die Vierzigjährige sah ihn mit ungläubigen Augen an.

»Ja, haben Sie es denn noch nicht gehört? Der Golfstrom hat aufgehört zu fließen!«

»Er ist zum Erliegen gekommen«, verbessert er ihre Wortwahl, aus reiner Gewohnheit eines Dozenten.

»Ja! Das ist doch ganz furchtbar!«

»Nina, was ist da draußen denn los?«

»Es gibt da ein neues Programm Dr. Lundgren, zur Rettung unseres Planeten oder so. Aber die Planung hinkt noch, so wie ich sehe. Das wird der Chef ihnen erklären, er hat schon ganz ungeduldig nach Ihnen gefragt.«

»Welcher Chef denn?«

»Der Chef-Chef.«

Niklas runzelte die Stirn. Er selbst war im Mitarbeiterstab des Fakultätsleiters, aber sie alle waren am Ende dem Chef-Chef unterstellt, dem Dekan.

Also ließ Niklas seine Assistentin stehen, lief erneut quer über den ganzen Campus zum Verwaltungsgebäude und gelangte schließlich durch die nicht enden wollenden Menschenmassen zu Herrn Rüdengard.

»Guten Morgen, Dr. Lundgren«, begrüßte ihn dessen Sekretärin, »Herr Rüdengard erwartete Sie bereits.«

»Danke«, entgegnete Niklas und trat in das geräumige Büro des Rektors.

Dieser saß in einer sehr ungeduldigen Pose am Schreibtisch und klickte mit seinem Kugelschreiber. Allein bei dieser Geste hätte Niklas den Raum gerne wieder verlassen.

Rüdengard stand auf.

»Wo zum Teufel waren Sie?«, fragte er aufgebracht.

»Ich war in Strömsund bei -«

»Lundgren, das interessiert mich nicht! Ich will nur, das Sie jetzt endlich Ihre Arbeit machen!«

Niklas beobachtete, wie Rüdengards Gesicht immer roter wurde.

»Herr Rüdengard, ich weiß wirklich nicht, was - «

»Unterbrechen Sie mich nicht!« Kleine rote Adern traten an Rüdengards Stirn hervor und Niklas schüttelte innerlich den Kopf. Wie konnte man nur so schnell in Rage geraten?

»Sie tun, was ich Ihnen sage, ist das klar! Und wenn ich sage, Sie arbeiten, dann arbeiten Sie!«

»Und an was, soll ich - «

»Mir egal! Irgendwas! Was Nützliches natürlich!« Rüdengard kam hinter seinem Schreibtisch hervor und ging auf Niklas zu, der noch immer sehr ruhig und gefasst im Raum stand. Rüdengard schwitzte.

»Lundgren, hören Sie mal…da draußen«, der Rektor atmete schwer, »da draußen ist die Hölle los, der Golfstrom ist zum Erliegen gekommen, stellen Sie sich das vor! Die Amerikaner…«, er räusperte sich, griff nach einem Asthmaspray auf dem Tisch, »die Amerikaner wandern schon aus, haben Sie gehört! Die wandern nach Süden, nach Florida und Texas. Und jetzt frage ich Sie, Lundgren: Wohin sollen wir auswandern?«

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