Nena Schneider - Lichter im Norden

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Nachdem der Golfstrom eingefroren ist, entschließen sich Niklas und seine Frau Emelie dazu, entgegen allen Ängsten, im Norden zu bleiben und sich der Natur zu stellen. Viele Jahre später hat sich eine neue Politik in der Welt etabliert. Ein Krieg zwischen der Westlichen und Östlichen Zone bricht aus. In dieser Zeit entscheidet sich Aron dazu, seinem besten Freund zu folgen und tritt einer Organisation der Armee bei. Deren Pressesprecherin Ria Silverstein muss den Kontinent verlassen und beginnt sich in den Außengebieten ein neues Leben zu schaffen, während ihr Bruder Julian anfängt, an seiner Aufgabe als Programmierer zu zweifeln. In der nun kalten russischen Tundra stellt auch Hanah ihre Rolle in der abgeschiedenen Siedlung in Frage. Dass ihre Geschichten sich an einem bestimmten Punkt überschneiden, ahnt keiner von ihnen.

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Ein wenig ungläubig blickte sie zu ihm auf, er hockte noch immer neben ihr. »Und wenn die leer sind?«

Er strich ihr über die Fellkapuze. »Dann müssen sie erneuert werden, aber sie halten sehr lange. Du kennst doch die Gruppe der Jäger, ja? Sie haben auch die Aufgabe, diese Markierungen zu kontrollieren und aufzufrischen.«

»Less, wir sollten jetzt langsam…«, unterbrach Nin die beiden.

Der junge Mann nickte und stand auf. Er tat einen Schritt nach vorne und Hanah blickte bedächtig auf seine Füße, ob sich auch wirklich nichts veränderte.

Da sich tatsächlich nichts zu regen schien und die blaue Linie unbeeindruckt weiter leuchtete, befand das Mädchen es als ungefährlich, sie zu überschreiten.

Nin nahm sie bei der Hand und sie folgten Less noch ein paar weitere Meter, bis der Wald sich ein wenig lichtete. Ein paar Baumstämme trennten sie noch von einer weiten weißen Ebene.

Less legte seinen Rucksack ab und holte ein kleines Gerät heraus. Es hatte Solarzellen angebracht, so wie alle technischen Geräte, die Hanah bis jetzt gesehen hatte. Aber trotzdem war dieses hier anders, so ein Ding fand man sicher nicht in jedem Haushalt.

Sie setzten sich erneut auf die Aluminiumkissen und Hanah beo-bachtete, wie Less etwas an dieses Gerät anstöpselte, was aussah wie ein hässlicher, aufklappbarer Suppenteller mit einer komischen, herausragenden Spitze in der Mitte.

»Was ist das?«, fragte sie frei heraus.

»Das ist ein Satellit, damit kann man Radiowellen empfangen. Und das kleine da ist ein Radio«,

»Aber warum braucht man für das kleine Radio so einen riesigen Satelliten?«

»Weil wir sehr weit weg von den anderen sind«, entgegnete Less. Dann entschied er, dass er genug erzählt hatte und betätigte einen kleinen Knopf an dem Radio. Nin hatte währenddessen einen Stift und Papier herausgekramt und wartete, bereit etwas zu notieren.

»Hör gut zu«, forderte sie Hanah auf, »alles was du jetzt hörst, könnte wichtig werden.« Das Mädchen nickte bedächtig und lauschte gespannt.

Plötzlich hörte sie ein furchtbares Rauschen und Knacken, ein paar Stimmen hallten aus den Lautsprechern des Radios, aber sie vermischten sich ständig. Less drehte ein wenig an weiteren Knöpfen und blickte schließlich Nin an.

»Auch die Nachrichten?«

Sie schüttelte den Kopf. »Nein, keine Nachrichten.«

Hanah wusste nicht, was das bedeuten sollte und warum ihre Mutter keine Nachrichten wollte, aber sie musste sich jetzt auf andere Dinge konzentrieren. Das war alles so spannend. Da saßen sie mitten in einem lichten Birkenwald hinter einer neonblau-leuchtenden Linie und plötzlich hatte Less den richtigen Kanal gefunden.

Und Hanah hörte zum ersten Mal, wie ihr ein Mensch, den sie weder kannte noch sehen konnte, etwas über das Wetter erzählte.

Jahr 2190: Schweden

Jahr 2190

Niklas: Schweden, Nahe Strömsund

Niklas Lundgren saß friedlich in seinem kleinen Bötchen, das auf einem kleinen See nahe Strömsund in Schweden dahintrieb, als es geschah. Die herrlich warme Augustsonne schien ihm auf die blonden Haare und die Angel im Wasser wippte sanft mit der Bewegung des Bootes auf und ab.

Rings herum zwitscherten die Vögel, ein paar Grillen zirpten und neben Niklas stand ein winziges Radio, das im Hintergrund ein wenig Musik spielte. Er hörte es kaum mehr.

Alles war friedlich. Sein typisch schwedisches rotes Häuschen stand völlig ruhig und gemütlich auf der anderen Seite des Sees. Der Geruch von geräuchertem Lachs drang bereits zu ihm hinüber und er freute sich ungemein auf das leckere Essen, das seine Frau gerade zubereitete.

Er schaukelte in seinem Boot herum während das Radio lief. Sie spielten irgendetwas Ruhiges, Blues oder so etwas. Niklas kannte sich in Musikrichtungen nicht aus. Als Wissenschaftler hatte er ganz andere Interessen. Chemische Prozesse, Explosionen, Verätzung und all das war sein Territorium.

Die Vögelchen zwitscherten fröhlich, als Niklas friedliche Welt einen herben Schlag abbekam.

»Wir unterbrechen für eine Eilmeldung«, drang es aus dem Radio und Niklas wurde stutzig. Wann wurde das laufende Programm denn je für eine ‚Eilmeldung‘ unterbrochen? Höchstens wegen eines Blitzers oder einer Geisterfahrermeldung, aber aufgrund einer ‚Eilmeldung‘ ? Diesen Begriff benutzte man doch sicher seit zweihundert Jahren nicht mehr. Es schien ja beinahe so, als würde der Mann im Radio mit einem ‚Extrablatt!‘ wedeln. Eilmeldung…dachte Niklas und hätte beinahe nicht weiter hingehört.

»Wir haben soeben aus sicherer Quelle erfahren, dass die Intergovernmental Oceanographic Commission auch I.O.C. genannt, mit hundertprozentiger Sicherheit sagen kann…«, der Moderator machte eine kleine Pause und Niklas stellte verwundert fest, dass er Angst in seiner Stimme hatte hören können.

»Dass«, fuhr der Moderator fort, »der Golfstrom vor einigen Stunden zum Erliegen gekommen ist.«

Die Vögel verstummten, die Angel bewegte sich nicht mehr, die Wolken am Himmel blieben stehen, die Grillen vergaßen zu zirpen. Alles stand für ein paar Sekunden lang still.

Niklas starrte das Radio an, während der Moderator und offensichtlich auch alles andere auf der ganzen Welt schwieg.

»Die UN bittet alle Mitgliedsstaaten, Ruhe zu bewahren, weitere Informationen und Anweisungen folgen in Kürze.«

Ein melancholischer Song folgte den Worten des Moderators.

Niklas war noch immer fassungslos. Offensichtlich hatten sich die Forscher geirrt. Seit Jahrzehnten predigten sie ununterbrochen, dass die Gefahr des Erliegens des Golfstroms nicht bestände, ja dass er sogar an Aktivität zunehmen würde. Niklas überlegte. Was bedeutete das nun für sie alle? Der Golfstrom brachte die warmen Meeresströmungen des Atlantiks von Westafrika über den Golf von Mexico nach Norden, bis zum europäischen Nordmeer. Deswegen war es auch bisher in Irland so mild. War, dachte Niklas.

Wie lange brauchte eine Eiszeit, bis sie entstand? Er war Chemi-ker, kein Klimatologe. Hatten Chemiker damit überhaupt etwas zu tun? Was bedeutete das nun alles?

Niklas war sichtlich verwirrt und er schaltete das melancholische Gedudel des Radios ab. Plötzlich erschienen ihm der See, das Boot, sein Haus und die fröhlichen Vögel nicht mehr so friedlich. In ein paar Jahren, dachte er mit einem Anflug von Panik, wird hier vielleicht nur noch Eis sein.

Er wollte sich gerade noch mehr finstere Gedanken machen, als seine Frau auf der Veranda erschien. Sie hatte das Telefon in der einen Hand und wischte sich mit einer kurzen Bewegung die Finger der anderen Hand an der Schürze ab.

»Liebling, da ist dein Chef in der Leitung!«, rief sie über den See zu ihm hinüber und Niklas seufzte. Kaum war die Nachricht fünf Minuten alt, schon hatte er wieder Arbeit am Hals. Und es hätte so ein schöner Nachmittag werden können.

Mit griesgrämiger Miene begann er, das Boot zum Ufer zu rudern.

»Schatz, pack deine Sachen«, grummelte Niklas, als er den Hörer endlich wieder auflegte. »Der Urlaub ist beendet, wir fahren zurück nach Umea.«

Emelie sah ihn betrübt an. »Aber wir sind doch erst drei Tage hier!«

Er sah sie ebenso mitleidig an. »Ich weiß. Aber es scheint, als ob der Golfstrom seine ersten Opfer fordert.«

Sie packten ihre Sommersachen zurück in die Koffer, luden sie in den Kofferraum und eine Stunde später verließen sie das friedliche Haus an dem blauen See und den zwitschernden Vögeln.

Wenn der Verkehr mäßig war, würden sie in dreieinhalb Stunden in Umea ankommen und dann sollte Niklas sofort in der Universität erscheinen.

Auf der Fahrt versuchte er sich zu beruhigen. Während sie mit dem Landrover durch die herrliche schwedische Landschaft fuhren, konzentrierte sich Niklas auf die Tatsache, dass er ein positiv denkender Mensch war und auch immer bleiben würde. Nur dass er jetzt, wo er eigentlich gerade Urlaub hatte und ausnahmsweise keine Vorlesungen halten oder im Labor sitzen musste, doch in die Universität zurückfuhr, grämte ihn ein wenig. Sein Chef hatte ihn beinahe angefahren, er solle auf der Stelle dort antanzen und am besten gleich noch Schlafzeug und Proviant für die nächsten Wochen mitnehmen. Niklas hatte ihm gedanklich den Vogel gezeigt.

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