Nena Schneider - Lichter im Norden

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Nachdem der Golfstrom eingefroren ist, entschließen sich Niklas und seine Frau Emelie dazu, entgegen allen Ängsten, im Norden zu bleiben und sich der Natur zu stellen. Viele Jahre später hat sich eine neue Politik in der Welt etabliert. Ein Krieg zwischen der Westlichen und Östlichen Zone bricht aus. In dieser Zeit entscheidet sich Aron dazu, seinem besten Freund zu folgen und tritt einer Organisation der Armee bei. Deren Pressesprecherin Ria Silverstein muss den Kontinent verlassen und beginnt sich in den Außengebieten ein neues Leben zu schaffen, während ihr Bruder Julian anfängt, an seiner Aufgabe als Programmierer zu zweifeln. In der nun kalten russischen Tundra stellt auch Hanah ihre Rolle in der abgeschiedenen Siedlung in Frage. Dass ihre Geschichten sich an einem bestimmten Punkt überschneiden, ahnt keiner von ihnen.

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In der Küche duftete es nun nach frischem Rührei, doch als die Zehnjährige in die eintrat, legte ihre Mutter gerade frisches Fleisch in die Pfanne, was bei Hanah zu einem Würgereflex führte.

»Mama, ich will wirklich kein Fleisch«, jammerte sie. Nin ließ sich nicht beeindrucken. Sie ließ das Feuer im Ofen brennen, nahm die Pfanne vom Rost und häufte sich selbst und Hanah die Eier und das Fleisch auf den Teller. Dazu legte sie zwei Äpfel, die gerade erst aufgetaut waren. Sie setzte sich ihrer Tochter gegenüber an den Küchentisch.

Hanah betrachtete ihr Frühstück kritisch und war sich sicher, dass sie keinen Bissen herunter bekommen würde.

Nin faltete ihre Hände und Hanah tat es ihr nach. »Herr«, betete Nin, »hab Dank für dieses Essen, hab Dank für das Leben, dass du uns schenkst. Behüte uns auf unseren Wegen. Amen.«

»Amen«, sagte auch Hanah.

Nin lächelte. »Ich weiß, es sieht nicht so lecker aus, aber du brauchst Vitamine und Kohlenhydrate und vor allem Eiweiß. Und wir werden nicht gehen, bis du das aufgegessen hast.«

Hanah war kein Mensch, der lange diskutierte und sie vertraute ihrer Mutter. Wenn sie sagte, dass sie das brauchte, würde sie es schon irgendwie schaffen. Sie begann mit dem Ei.

Eine Zeit lang aßen sie schweigend. Zwischendurch schlürfte Hanah ihren heißen Tee.

Es war noch immer seltsam, es fühlte sich noch immer falsch an. Nicht dass es die Gewohnheit ihres Vaters gewesen wäre, morgens um halb sechs aufzustehen, und ganz sicher nicht, wenn er keinen besonderen Anlass gehabt hätte. Aber heute wäre ein solcher Anlass gewesen. Und er fehlte.

Vor drei Jahren hatte Hanah ihn zuletzt gesehen. Er wollte einen erlegten Eisbären zurückholen und war nie wiedergekommen. Er hatte gesagt, sie solle sich keine Sorgen machen.

Jeffry war im Schneesturm erfroren. Nur Ciernick Simonedes war zurückgekehrt und seitdem noch viel mehr Außenseiter als zuvor. Und nicht einmal er konnte genau sagen, was und wie es passiert war. Die Leiche ihres Vaters hatte niemad finden können.

Hanah konnte sich an einen Eissturm erinnern, einen furchtbaren Wind, der einem die Haut vom Gesicht fetzte. Aber Ciernick hatte ohne einen Kratzer überlebt. Die Zehnjährige verstand einfach nicht, wie dieser seltsame Mann zurückkehren konnte und ihr Vater verschwunden blieb. Womöglich war er von einem Tier gerissen worden und deshalb hatte es keine Leiche gegeben. Hanah erschauerte immer wieder bei diesem Gedanken.

Jetzt lebten sie ohne Jeshua, ohne einen Vater und Ehemann. Hanahs Mutter nannte es Alltag, was sie darüber hinwegkommen ließ. Und Bileam, unter dessen Obhut sie standen, kümmerte sich gut um sie. Er sorgte dafür, dass sie bei allen Aufgaben gerecht eingeteilt wurden, dass sie ihre Freiheit nicht einschränken mussten, nur weil sie nur noch zu zweit waren. Er half ihnen, wo er konnte.

Hanah brachte es fertig, die Eier und das Fleisch zu essen. Zwar brauchte sie dafür beinahe eine halbe Stunde, aber danach spülte sie einmal kräftig den Fleischgeschmack mit Tee fort und schon ging es ihr besser. Dann putzten sich beide schnell ihre Zähne und packten ihre Rucksäcke mit Thermoskannen, warmen Alluminiumkissen zur Isolation, zusätzlicher Kleidung und Schokolade.

Sie würden einige Stunden unterwegs sein und hoffentlich würde das Wetter nicht umschlagen. Nin schmierte noch ein paar Brote, dann zogen sie sich Fellhose- und schuhe an und knöpften ihren Mantel bis zum Hals zu. Mütze und Kapuze würden sie vor der eisigen Kälte des Morgens schützen.

Dann stapften sie nach draußen in die Dunkelheit und den ewigen Winter.

Kalendarisch betrachtet befanden sie sich im Sommer. Aber von dem war noch nicht viel zu spüren. Es hatte zwar nur wenige Grade unter Null, aber die Sonne bekamen sie trotzdem eher selten zu sehen. Vielmehr wurden sie von Stürmen geplagt, die ihnen Regen und Eisschnee brachten. Erst in wenigen Wochen würde es milder werden und dann konnte man vielleicht auch wieder ein paar Blätter an den Bäumen sehen, was selten und kurzweilig war.

Less wartete bereits auf sie. Auch er trug Fell von oben bis unten. Außerdem hatte er auf dem Rücken einen wesentlich größeren Rucksack als Nin und Hanah. Der Zwanzigjährige begrüßte sie mit einem herzlichen Lächeln.

»Guten Morgen, ihr zwei! Na, ausgeschlafen?« Er grinste schel-misch.

»Mich darfst du nicht fragen«, entgegnete Nin in demselben heiteren Ton. »Frag lieber die junge Dame hier, sie wollte sich schon gegen Ei und Fleisch wehren, weil es so früh ist.«

Less ging in die Knie und sah zu Hanah hinauf, die ihn in dieser Position um ein paar Zentimeter überragte.

»Seid Ihr bereit für dieses große Abenteuer, oh holdes Fräulein?«

Hanah musste lächeln und nickte. »Ja, bereit.«

Less richtete sich wieder auf. »Gut, dann los.«

Sie verließen die Häuseransammlung Richtung Westen und wanderten lange über eine weite Ebene. Rechts und links von ihnen erstreckte sich in einiger Entfernung der endlose Wald. Nach etwa einer Stunde erreichten sie den großen Fluss, der ein paar Kilometer abwärts einen kleinen Bogen beschrieb. Wenn sie diese Richtung eingeschlagen hätten, wären sie nach ein paar Stunden an die Stelle gelangt, an der vor drei Jahren Jeshuas Eisbär gelegen hatte. Doch sie wanderten in die entgegengesetzte Richtung nach Norden. Nun lag links von ihnen der Fluss und rechts daneben der Wald. Für über eine weitere Stunde bekamen sie nichts anderes zu sehen.

Hanah schwitzte fürchterlich unter ihren Fellen, sie spürte ihre Haare im Nacken kleben. Ein paar Mal machten sie Pause, setzten sich auf die Alluminiumkissen und lauschten dem sanften Rauschen des Flusses. Ab und zu hüpfte ein Reh davon oder Vögel flatterten auf. Sonst herrschte völlige Stille.

Nachdem sie zweieinhalb Stunden Fußmarsch am Fluss hinter sich gebracht hatten, bog Less plötzlich in den Wald ein. Weiße Birkenstämme ragten aus dem Schnee hervor und Hanah kam sich vor wie in einem Märchenwald.

»Sieht schön aus, oder?«, sagte Less, als er ihr staunendes Gesicht erblickte. »Pass auf, gleich wird’s noch viel schöner!«

Sie gingen weiter nach Norden, entfernten sich jedoch einige Kilometer vom Fluss, bis sie ihn nicht mehr hören konnten. Und dann sah Hanah, was Less gemeint hatte.

Ein paar Meter vor ihr drang ein Schimmern durch die Schneede-cke. In einem hellen Blau, als ob feine Strahler unter dem Schnee angebracht wären. Dieser Schimmer formte einen Streifen von etwa zwei Zentimeter Breite und Hanah hatte das Gefühl, er wäre bogenförmig.

»Ist das die Grenze?« fragte sie ungläubig.

Less und ihre Mutter nickten gleichzeitig. Hanah ging ein paar Schritte auf das Leuchten zu. Es schien tatsächlich der Schnee selbst zu leuchten.

»Was ist das?«

Less nahm ihre Hand und hockte sich mit ihr direkt vor den neonfarbenen Streifen.

»Das ist ein chemischer Prozess«, erklärte er und zog seinen Handschuh aus, »du kannst es sogar anfassen.« Er fuhr langsam mit dem Finger über den blau leuchtenden Schnee. Nichts geschah, nur seine Fingerspitzen leuchteten ein wenig nach. Hanah zog ihren Handschuh ebenfalls aus und imitierte Less‘ Bewegung. Tatsächlich veränderte sich nichts und als der Schnee an ihren Fingerkuppen geschmolzen war, blieb auch kein blaues Leuchten mehr übrig.

»Chemie sagst du? Was für Chemie?«

»Ein Stoff, der in Verbindung mit gefrorenem Wasser blau leuch-tet.«

Hanah blickte dem Streifen, der sich nach links und rechts erstreckte, nach. »Und wie kommt die Chemie in den Schnee rein?«

Less überlegte einen Moment, wie er den komplexen Prozess am besten erklären konnte. »Unten im Boden sind kleine Töpfchen eingelassen. Vielleicht so lang wie mein Zeigefinger und auch so breit. Im Abstand von einem Meter. Dort ist ein chemischer Stoff drin und dieser steigt mit der Zeit an die Oberfläche.«

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