Nena Schneider - Lichter im Norden

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Nachdem der Golfstrom eingefroren ist, entschließen sich Niklas und seine Frau Emelie dazu, entgegen allen Ängsten, im Norden zu bleiben und sich der Natur zu stellen. Viele Jahre später hat sich eine neue Politik in der Welt etabliert. Ein Krieg zwischen der Westlichen und Östlichen Zone bricht aus. In dieser Zeit entscheidet sich Aron dazu, seinem besten Freund zu folgen und tritt einer Organisation der Armee bei. Deren Pressesprecherin Ria Silverstein muss den Kontinent verlassen und beginnt sich in den Außengebieten ein neues Leben zu schaffen, während ihr Bruder Julian anfängt, an seiner Aufgabe als Programmierer zu zweifeln. In der nun kalten russischen Tundra stellt auch Hanah ihre Rolle in der abgeschiedenen Siedlung in Frage. Dass ihre Geschichten sich an einem bestimmten Punkt überschneiden, ahnt keiner von ihnen.

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»Nin, ich bin wieder da«, sagte er und streifte Schuhe und Felljacke ab.

»Da hast du ja wirklich unglaublich lange gebraucht.« Die Ironie in ihrer Stimme war nicht zu überhören. Wenn er das Rentier nach Hause geschleppt hätte, wäre er erst in der frühen Abenddämmerung wieder hier gewesen. Jeshua durchquerte den Raum mit dem Feuer und ging durch den Torbogen in die Küche. Dort lehnte Nin, seine Frau, am hölzernen Tisch und trank eine warme Tasse Tee.

»Ich war zwar nur drei Stunden unterwegs, konnte aber etwas erlegen. Es ging schneller als erwartet. Ich muss gleich nochmal zurück.« Er gab ihr einen herzhaften Kuss. »Hallo«

Sie lächelte. »Auch Hallo. Warum musst du zurück, hast du etwas verloren?«

»Nein, aber du wirst es nicht glauben - ich habe einen Eisbären erlegt!«

In Nins Gesichtszügen spiegelte sich Erstaunen. »Äußerst selten. War er allein?«

Jeshua nickte. »Ich weiß nicht, was einen Eisbären in diese Gegend treibt. Er muss hunderte Kilometer gelaufen sein, von der Küste bis hierher.«

»Und viele Seen und die meisten kleinen Flüsse im Norden sind schon zugefroren. Es macht mir Angst, dass das schon der zweite in wenigen Monaten ist. Aber du kannst ihn heute nicht mehr holen«, Nin setzte sich auf einen der Holzstühle und stellte ihre dampfende Tasse ab. Sie trug noch ihren fellbesetzten Morgenmantel, offensichtlich wartete sie darauf, dass sich das Wasser im Boiler erhitzte und sie sich baden konnte.

»Warum nicht?«

»Less war draußen und hat Radio gehört. Da kommt ein Eissturm auf uns zu.«

Jeshua machte eine abwinkende Handbewegung. »Du weißt, dass man Less‘ Wetterberechnungen nie trauen kann, und den Bären darf ich da unmöglich liegen lassen.«

»Selbst wenn’s vier Stunden sind, schafft ihr das nicht«, entgegnete Nin ruhig. »Heute Morgen war der Himmel blutrot, hast du das nicht gesehen?«

»Ach, was heißt das schon…«

Nin stand auf und rückte den Stuhl an den Tisch. »Ich will nicht, dass du da heute noch mal raus gehst, keine Diskussion!« Damit ließ sie Jeshua und ihre Tasse in der Küche zurück und zog den Fellvorhang zum Bad hinter sich zu. Jeshua konnte hören, wie sie dahinter das Feuer unter dem Boiler herunter schraubte und Wasser in die Wanne einließ. Es plätscherte, als sie ins warme Wasser stieg. Jeshua schüttelte den Kopf. Er hatte den Bären erlegt, er würde ihn auch hierher schleppen und ihn nicht den Füchsen überlassen, damit sie ihn erbarmungslos zerrupften, nur um dann fest zu stellen, dass sie ihn doch nicht auffressen konnten. Er trank einen Schluck von dem warmen Kräutertee und zog sich dann wieder Schuhe und Fellmantel an.

Draußen schlug ihm die eisige Kälte entgegen, eisiger, als sie noch vor wenigen Minuten gewesen war. Doch er ignorierte dieses Warnsignal und stapfte zu Ciernicks wackeliger Hütte hinüber. Auf sein Klopfen öffnete ein Mann mit zotteligen Haaren. Sein Gesicht zierte eine hässliche Narbe, die sich von der Schläfe bis über die Hälfte der linken Wange zog. Er trug in Gegensatz zu Jeshua ein paar ausgelatschte Schlappen und alte Strümpfe.

»Morgen«, grummelte er und zog seinen Wollmantel enger um sich.

»Morgen?« lachte Jeshua, »es ist schon fast zwölf. Kann ich rein-kommen?«

Ciernick öffnete seine Tür einen Spalt und schloss sie sofort wieder hinter Jeshua. »Scheißekalt draußen«, sagte er nur und ging vor Jeshua her in seine Behausung. Es roch nach Alkohol und altem Essen.

Angeekelt blickte Jeshua in einem Eimer, in dem Fischreste vor sich hingammelten und fragte sich, warum er mit Ciernick über-haupt so gut befreundet war.

»Hast du heut schon was Ordentliches gegessen? Oder wieder nur getrunken?«

Ciernick deutete auf den Fisch. »Nich heute, aber vor ner Zeit. Was is‘ los?«

Jeshua nahm es seinem Freund nicht übel, dass er auf den Smalltalk verzichten wollte. Er mochte direkte Fragen und außerdem hatten sie, wenn Less‘ Wetterbericht auch nur ansatzweise zutraf, nicht mehr allzu viel Zeit.

»Hab vorhin einen Eisbären erlegt und ein Rentier, aber alleine konnte ich es nicht herschleppen. Ich wollte dich fragen und Jeffry, ob ihr mir dabei helfen könnt.«

Ciernick war empört und machte daraus keinen Hehl. »Alter, ich bin nicht mal dran! Frag die andern, die, die dran sind. Wozu haben wir denn diese dämliche Einteilung?«

»Ich rede doch nicht vom Jagen selber, das hab ich schon gemacht. Und du musst die Viecher ja auch nicht ausnehmen, ist ja nicht dein Job. Ich brauch nur vier starke Hände. Und denk dran, dass du dann auch was vom Fell und dem Rest abbekommst«, versuchte Jeshua ihn zu überreden.

Ciernick runzelte nachdenklich die Stirn. »Der Haken dabei?«

Jeshua setzte sich ihm gegenüber und stützte die Ellenbogen auf den Knien ab. »Da kommt ein Eissturm auf uns zu. Laut Less in drei, vielleicht vier Stunden.«

Der Mann vor ihm hob sein Glas, in dem sicher nichts anderes als Schnaps war, und prostete ihm zu. »Nicht schlecht«, er kniff seine Brauen zusammen und fixierte Jeshua, »willst du uns umbringen?«

Jeshua verdrehte die Augen. »Du kennst Less‘ Wettervoraussagen, das habe ich Nin auch schon gesagt. In vier Stunden schaffen wir das ohne Probleme.«

»Wo liegen die Viecher denn?«

»Am großen Fluss, beim seichten Übergang hinter der Ebene. Direkt am Ufer.«

Ciernick wackelte mit dem Kopf und schätzte offenbar die Entfer-nung und den Kraftaufwand ab. »Hast Recht, is‘ machbar. Aber auch nur, wenn wir vier Stunden haben. Warum lässt du den Bär nicht einfach da liegen, wenn sowieso das Eis kommt, is‘ er wenigstens total kühl gelagert!« Er grinste. Aber Jeshua schüttelte den Kopf.

»Ich hab den Bären erlegt, ich will ihn jetzt auch hierher bringen. Und zwar noch in erkennbarer Form, nicht als tiefgefrorener Klotz.«

»Nagut«, Ciernick war leicht zu überzeugen, wenn es um gefährliche Dinge ging. Er wollte es nur nie zugeben. »Deine Sturheit wird dich irgendwann noch umbringen. Aber wenn wir die Viecher holen wollen, dann sollten wir nich‘ mehr hier rumhocken. Holen wir Jeffry, der brauch sowieso Bewegung.«

Ciernick ging, um Jeffry, selbst ein Bär von einem Mann, zu holen und Jeshua eilte nach Hause, um Nin Bescheid zu sagen. Sie würde nicht begeistert sein, aber später dann umso mehr, wenn sie sich neue Stiefel aus Eisbärenfell machen konnte. Er öffnete die Tür und wäre beinahe mit Hanah zusammengestoßen. Sie kam von der Schule und hatte sich gerade den Mantel ausgezogen.

»Papa! Du bist ja schon wieder da!« Sie umarmte ihn fest und drückte ihren kleinen Kopf mit den schwarzen Locken an seinen Bauch. »Weißt du, was wir heute gelernt haben?« Mit leuchtenden Augen sah sie ihn an. Das brachte Jeshua zum Lächeln.

»Nein, erzähl!«

»Wie man Fische fängt und was man aus ihnen alles machen kann!«

»Sag bloß! Und, was kann man damit alles machen?«

»Also, als erstes natürlich was zu essen, ganz schön viel Verschiedenes und man kann sie auch räuchern. Und wenn man die Haut abzieht, kann man darin was aufbewahren und aus den Knochen kann man Schmuck machen, oder Werkzeuge und sowas!«

Die Begeisterung seiner siebenjährigen Tochter steckte auch ihn an. Und wenn sie von diesen Dingen sprach, glänzten ihre Augen wie die von Nin. Sie sah ihrer Mutter so ähnlich. Wie besonders es noch für sie war, in der Schule etwas über Fische zu lernen. Würde sie später mit der gleichen Begeisterung die Fische fangen, von denen sie nun sprach? Jeshua wünschte es ihr von Herzen, denn es würde ihn brechen, wenn er irgendwann keine leuchtende Faszination mehr in ihren Augen entdecken konnte.

»Toll, dass ihr so was lernt!« Und es war tatsächlich gut. Jeshua erinnerte sich daran, dass er sich das alles selbst hatte beibringen müssen, so wie beinahe jeder hier, der über dreißig war.

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