Nena Schneider - Lichter im Norden

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Nachdem der Golfstrom eingefroren ist, entschließen sich Niklas und seine Frau Emelie dazu, entgegen allen Ängsten, im Norden zu bleiben und sich der Natur zu stellen. Viele Jahre später hat sich eine neue Politik in der Welt etabliert. Ein Krieg zwischen der Westlichen und Östlichen Zone bricht aus. In dieser Zeit entscheidet sich Aron dazu, seinem besten Freund zu folgen und tritt einer Organisation der Armee bei. Deren Pressesprecherin Ria Silverstein muss den Kontinent verlassen und beginnt sich in den Außengebieten ein neues Leben zu schaffen, während ihr Bruder Julian anfängt, an seiner Aufgabe als Programmierer zu zweifeln. In der nun kalten russischen Tundra stellt auch Hanah ihre Rolle in der abgeschiedenen Siedlung in Frage. Dass ihre Geschichten sich an einem bestimmten Punkt überschneiden, ahnt keiner von ihnen.

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Die paar R.P.U.s hätten niemals fünfhundert Menschen umbringen können. Nicht, wenn sie nur ein paar Gewehre und Messer bei sich trugen. Schließlich war ihnen eingedrillt worden, dass Aufmerksamkeit um jeden Preis vermieden werden musste. Die Operationen waren jedes Mal streng geheim, deshalb wunderte es Ria umso mehr, dass nun die ganze Welt davon wusste. Ein schwerer Fehler, und der General war nicht begeistert.

Ria fuhr sich mit der Hand über das dunkle Haar. Sie trug es streng nach hinten gebunden. Dass ihr das ein sehr professionelles und strenges Aussehen verlieh, kam ihr ohnehin entgegen. Es half ihr dabei, die Öffentlichkeit bei Problemen wie diesen in Schach zu halten. Die R.P.U. wurde von ihr repräsentiert, sie war das einzige Gesicht, das man öfter als ein Mal im Jahr zu Gesicht bekam. Weshalb sie auch ständig Securitypersonal um sich herum hatte. Große Männer in schwarzen Anzügen, die ihr auf Schritt und Tritt folgten. Sie mochte das. Es gab ihr das Gefühl von Macht, obwohl sie die nicht wirklich innehatte. Sie gab der Macht nur ein Gesicht.

Wenn das Gesicht des Generals jemals in der Öffentlichkeit auftauchen würde, wäre er wohl innerhalb weniger Tage tot. Dafür würde Orlow wahrscheinlich einen Krieg riskieren. Er konnte seinen Rivalen Normanson nicht eigenhändig umbringen und an ihn ranzukommen war so gut wie unmöglich. Aber Ria war sich sicher, dass er Normansons rechte Hand gerne um die Ecke bringen würde, sobald er die Gelegenheit dafür bekam.

Vielleicht verließ der General den Stützpunkt deshalb kaum.

Genervt wischte Ria die Anzeigetafel frei und gestattete sich einen Blick auf den Regenwald. Sie atmete einmal tief durch, strich ihr schwarzes Kostüm glatt und ging auf ihren hohen Schuhen die zwei Treppenstufen zu ihrem Schreibtisch hinauf. Arbeit wartete auf sie.

Auf der anderen Seite saß ihr Bruder an seinem Schreibtisch, völlig vertieft in Rechnereien und Simulationen. Ria verstand seine Arbeit kaum. Er programmierte, das wusste sie, aber was genau konnte sie nicht sagen. Manchmal waren es neue Drohnenarten, Funksysteme, Satellitenprogramme. Er besprach das alles mit dem General und Ria bastelte seine wenigen Informationen so zusammen, dass sie möglichst positiv klangen.

Warrick war nicht im Raum und Josha ebensowenig. Wahrscheinlich stritten sich die beiden wieder über das neuste Projekt, die Einsätze oder sonst irgendetwas. Ria respektierte Josha und seine Meinung. Diese konnte sie der Presse sogar leichter verkaufen. Warricks Meinung hingegen durfte sie nicht einmal in den Mund nehmen. Er war skrupellos. Und die Meinung des Generals, daran durfte sie nicht einmal denken, bevor sie Gefahr lief, sie laut auszusprechen. Er war schlimmer als skrupellos. Er war gleichgültig. Gegenüber allem und jedem. Ria bezweifelte, dass er überhaupt Gefühle hatte. Wenn Warrick wütend wurde und aussprach, was er dachte, streifte der General ihn nur mit einem kalten Blick.

Sie stellte ihr Tablet auf und öffnete ihren Nachrichtenserver. Die nächste Stunde arbeitete sie sich durch Anfragen von Journalisten, Nachrichtensendern und vereinbarte einen Pressetermin.

Durch ein kleines rotes Licht wurde sie in ihrer Arbeit unterbro-chen. Es leuchtete am Rand des Tisches auf. Dann waren es zwei Lichter und schließlich drei.

Mit einer Handbewegung erschien der Lageplan der Militärbasis auf dem großen Bildschirm.

»Wer ist das?«, fragte sie den Computer und beobachtete die drei roten Punkte, die sich auf den Aufzug zubewegten.

»Identifiziere: Präsident Edward Normanson, Mr. Leon Huges Warrick, Mr. Josha Shaw.«

»Shit«, Ria wischte den Plan beiseite und stand von ihrem Stuhl auf.

»Kämm deine Haare, Julian, der Präsident ist auf dem Weg.«

Sie ging zur Toilette hinüber und kontrollierte im Spiegel ihr Make-up und die Frisur. Sie war Pressesprechern, sich zu präsentieren war ihre Aufgabe. Besonders, wenn man auf der Schlachtbank saß. Die Sache schien sehr viel ernster zu sein, als sie vermutete hatte, wenn sogar der Präsident persönlich bei ihnen vorbei kam.

»Julian, mach schon!«, fuhr sie ihn an, als sie sah, dass ihr Bruder sich keinen Zentimeter bewegt hatte. Endlich blickte er sie mit tiefliegenden braunen Augen an.

»Was hast du gesagt?«

Ungeduldig verdrehte sie die Augen. »Der Präsident ist auf dem Weg. Du siehst aus, als hättest du tagelang nicht geschlafen, kämm wenigstens deine Haare!«

Er nickte nur, stand auf und verschwand im Bad.

Julian hätte gut aussehen können, wenn es ihn kümmern würde. Da jedoch seine sozialen Kontakte nur aus den Menschen bestanden, die dieses Büro betraten, machte er sich nichts daraus. Er trug ein loses Hemd und eine Anzughose. Wenigstens etwas.

Als er aus dem Bad herauskam, sah er wacher aus und Ria streckte ihm sein Jackett und die Krawatte entgegen. »Zieh das an, beeil dich.«

Kaum hatte sie sich wieder an ihren Schreibtisch gesetzt, öffnete sich auch schon die Tür des Aufzuges.

Lächelnd stand sie auf und ging dem Präsidenten entgegen. Er ging voraus, Warrick und Josha hinter ihm her. Warrick sah zerknirscht aus.

»Mr. Präsident, was für eine Ehre, Sie einmal wieder hier zu haben.«

Der etwa Siebzigjährige mit dem weißen Bart und den kühlen Augen lächelte. Wie immer wusste Ria nicht, wie sie dieses Lächeln zu deuten hatte.

Er schüttelte ihre Hand.

»Ich wünschte, der Anlass wäre ein anderer«, antwortete er leise und etwas gereizt.

»Ich verstehe«, sagte Ria nur und machte einen Schritt zurück. Im selben Moment trat der General aus seinem Büro.

»Mr. President.« Sie gaben sich höflich die Hand. Ria konnte die Macht, die von beiden Männern ausging, förmlich spüren. Dagegen sah Warrick aus wie ein Laufbursche. Josha hingegen machte den Eindruck, als ginge ihn das alles nichts an. Entweder war er unempfänglich für das Charisma der beiden Männer oder es interessierte ihn wirklich nicht. Was ihn wiederum interessant machte.

»Ich würde mich gerne mit Ihnen unter vier Augen unterhalten«, sagte Präsident Normanson und der General nickte. Die Bürotür schloss sich hinter ihnen mit einem leisen Klicken.

Ria hörte Warrick kaum merklich aufatmen. Sie zog die Augen-braue hoch.

»Was mussten Sie sich anhören?«, fragte sie, konnte aber nicht behaupten, dass sie es tatsächlich wissen wollte.

Warrick winkte ab. »Die Situation ist verfahren«, sagte er nur, ging zu seinem Schreibtisch hinüber und stellte ohne ein weiteres Wort sein Tablet auf. Auf ihn warteten noch mehr Anfragen als auf Ria, auch wenn sie anderer Art waren.

»Und Sie?«, fragte Ria an Josha gewandt, »Sie sehen so unbeteiligt aus.«

Josha konnte nicht umhin, sich ein Lächeln zu verkneifen. Ein kaum sichtbares Lächeln, aber Ria entging es nicht.

»Nun, ich koordiniere die R.P.U. nicht. Ich verhandle gerne. Alles was nach den friedlichen Verhandlungen passiert, kontrolliere ich nicht mehr. Das macht Mr. Warrick. Offensichtlich…«

Auch er durchquerte den Raum und setzte sich an seinen Schreibtisch.

Ria verwendete zwei Sekunden darauf, ihm verwundert nachzusehen und aus seiner Antwort schlau zu werden, dann wies sie ihren Bruder mit einer Handbewegung an, sich wieder zu setzen. Sie bezweifelte, dass der Präsident ihn überhaupt wahrgenommen hatte.

Als sie auf ihrem Platz saß, überlegte sie, was die mächtigen Männer darin wohl besprachen. Ob sie wohl zivilisiert miteinander umgingen? Oder starrten sie sich nur mit ihren kalten Augen gegenseitig nieder? Sie hatte nicht das Gefühl, dass der General Angst vor dem Präsidenten haben musste. Aber was sagte Normanson dem General dann, wenn er ihm die Meinung geigen wollte? Ria wäre zu gerne dabei gewesen. Oder vielleicht auch lieber nicht.

Nach fünfzehn Minuten öffnete sich die Tür wieder und der General trat heraus.

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