Nena Schneider - Lichter im Norden

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Nachdem der Golfstrom eingefroren ist, entschließen sich Niklas und seine Frau Emelie dazu, entgegen allen Ängsten, im Norden zu bleiben und sich der Natur zu stellen. Viele Jahre später hat sich eine neue Politik in der Welt etabliert. Ein Krieg zwischen der Westlichen und Östlichen Zone bricht aus. In dieser Zeit entscheidet sich Aron dazu, seinem besten Freund zu folgen und tritt einer Organisation der Armee bei. Deren Pressesprecherin Ria Silverstein muss den Kontinent verlassen und beginnt sich in den Außengebieten ein neues Leben zu schaffen, während ihr Bruder Julian anfängt, an seiner Aufgabe als Programmierer zu zweifeln. In der nun kalten russischen Tundra stellt auch Hanah ihre Rolle in der abgeschiedenen Siedlung in Frage. Dass ihre Geschichten sich an einem bestimmten Punkt überschneiden, ahnt keiner von ihnen.

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Dann wandte er sich wieder ab. Aron sah, dass ihm eine Träne über die Wange lief. Wahrscheinlich vermischten sich in ihr Wut und Trauer zu einem.

Aron fühlte mit ihm, und es tat ihm leid, wie sehr sein Freund unter seinem Vater litt. Wie gerne hätte er es geändert. Doch nun würde er Griffin niemals mehr umstimmen können, das stand fest.

Er sah den jungen Mann von der Seite an, dem mittlerweile die Tränen von den Wangen tropften wie leiser Regen. Mit einer kurzen Handbewegung versuchte er sie fortzuwischen, doch es gelang ihm nicht.

Aron hätte beinahe auch angefangen zu weinen. Er liebte Griffin wie seinen eigenen Bruder, und wie er ihn so sitzen sah, weinend und von der Sonne beschienen, wurde es ihm erst richtig klar.

Er rückte an seinen Freund heran und tätschelte ihm vorsichtig die Schulter. Gemeinsam blickten sie über die sonnenbeschienene Ebene.

»Griff, du bist mein bester Freund«, sagte Aron schließlich und blickte Griffin ins Gesicht. »Ich will nicht, dass du zur R.P.U. gehst und du wirst dir das die nächsten drei Jahre anhören müssen«

»Aber nur weil ich jetzt – drei Jahre? Warum?«

»Du musst die Schule zu Ende machen, was dachtest du denn?«

»Ich scheiß auf Schule, die können mich - «

»Sei still, Griff«, Aron verstrubbelte seinen Lockenkopf. »Das bist du nicht. Geh nicht zur R.P.U.. Wenn du die Schule zu Ende machst, dann kannst du danach wenigstens noch eine Ausbildung machen oder studieren. Du kannst noch die Kurve kratzen mit deinen Noten. Oder lass dir zumindest die Zeit zum Nachdenken, du kannst doch nicht von heute auf morgen einfach gehen. Denk an mich!“

Er versuchte seinem Freund ins Gesicht zu grinsen.

Griffin weinte nicht mehr und bekam ein halbes Lächeln zustande. »Alter, du bist so ein Egoist. Du willst doch nur, dass ich weiter von dir abschreibe und du wieder als Held dastehst.«

»Du kennst mich zu gut.«

Sein bester Freund zuckte mit den Schultern. »Ok, drei Jahre bekomm ich hin. Und dann bin ich volljährig und kann tun und lassen was ich will«

Mit dieser Übereinkunft gab sich Aron zufrieden. Er bezweifelte, dass er Griffin die Idee wieder ausreden konnte. Denn selten hatte er ihn so entschlossen erlebt.

R.P.U., dachte er und erschauerte. Das konnte ein Todesurteil sein. Vielleicht aber auch nicht. Wie viel Glauben konnte man schon den Gerüchten trauen? Niemand bekam einen ehemaligen R.P.U. jemals wieder zu Gesicht, sie verschwanden einfach. Manchmal dachte Aron, dass die Organisation überhaupt nicht existierte und nur ein Mythos war, der die östliche Zone verunsichern sollte. Jedoch hörte man Geschichten aus der Nachbarschaft, wenn ein Sohn sich entschied zur R.P.U. zu gehen, dann war die Angst der Familie groß. Und sie kamen nie wieder. Der Gedanken daran war furchtbar.

Die Freunde blickten noch eine Weile auf die weiße Stadt im Solarmeer hinab, bis die Sonne langsam unterging. Dann flogen sie zurück und Aron kam pünktlich zum Abendessen.

Niemand bemerkte je, dass sie fort gewesen waren. Und niemand außer Aron erfuhr von Griffins Beschluss.

Hanah: Russische Tundra

Hanah hatte sich mittlerweile an das Übertreten der Grenze gewöhnt und auch an die komische Schale und das Radio, mit dem sie den Wetterbericht abfangen konnten. In den letzten drei Jahren war sie oft an dieser Stelle im Wald gewesen, bis Less ihr gezeigt hatte, dass sie auch von jedem anderen beliebigen Punkt hinter der Grenze die Funkwellen empfangen konnte. Aber er schärfte ihr trotzdem immer etwas wichtiges ein: Der Wald bot ihnen Sicherheit. Jedoch machte sich Hanah darüber im Moment keine Gedanken.

Ihre Mutter würde wieder heiraten und Hanah fühlte sich noch nicht bereit für diese Veränderung. Und obwohl sie Bileam schätzte, machten sie die Gedanken darüber unruhig.

Deshalb suchte sie ein wenig Ruhe und Abgeschiedenheit, Plätze, an denen sie für sich sein und frei atmen konnte. Den einzigen, den sie im Moment an sie heran ließ, war Less.

Sie bewunderte ihn für seine Leidenschaft und seinen unendlichen Optimismus. Immer wenn sie ihn sah, lächelte er und sein ganzer Körper sprühte von Energie. Ebenso wie sie, zog er manchmal die Einsamkeit der Gesellschaft vor. Hanah vermisste seine offene Art ihr gegenüber, die er gezeigt hatte, als sie noch ein Kind gewesen war. Manchmal wünschte sie sich, er würde sie auf den Arm nehmen wie früher.

Dennoch durchstreiften sie gemeinsam die Wälder, oft schweigend, nur begleitet vom Gemurmel des fernen Flusses. Hanah kannte die Umgebung nun wie ihre Westentasche und Less hatte ihr mehr beigebracht, als der theoretische Unterricht in der Schule es jemals vermocht hätte.

Wenn die Lachse zum Laichen den Fluss hinauf schwammen, ging er mit ihr dorthin und sie kamen mit einer riesigen Ladung Fische zurück. Und sie hatten einen Bären erlegt. Less verstand sich auf das Jagen ebenso gut wie auf das Fischen. Trotzdem mied er das Wasser.

Less' behütete Kindheit war in dem Moment vorbei gewesen, als er Mutter und Vater an einem einzigen Tag verlor. Die Sieldung schützte nicht immer vor den Gefahren, die die Natur mit sich brachte. Man konnte sie nicht kontrollieren, ihr nicht Einhalt gebieten, so wie Less es an jenem Tag gerne getan hätte.

Nachdem es in einem Sommer tagelang geregnet und geschneit hatte, waren seine Eltern mit ihm und ein paar anderen Leuten zum Fluss gefahren, dessen Strömung stärker war, als die Monate zuvor. Doch das hinderte nicht jeden daran, den Fluss an einer seichten Stelle überqueren zu wollen, um auf der anderen Seite, tiefer im Wald, jagen zu können. Sein Vater rutschte vor seinen Augen ins Wasser und als seine Mutter ihm ihre Hand zur Hilfe hinstreckte, wurden sie beide mit der Flut davongerissen. Man versuchte, den beiden zu helfen, aber nach wenigen Sekunden verschluckte sie die Strömung und man sah sie nie wieder. Ein paar Tage später senkte sich der Wasserpegel.Seitdem hatte es solch eine Flut nicht mehr gegeben.

Murray MacGrory, einer der Wissenschaflter, nahm Less auf. Er hatte keine eigenen Kinder und Less tat ihm leid. So wuchs er heran, immer begleitet von der wachen Intelligenz des schottischen Wissenschaftlers. Und von seiner Ironie.

Mit fünfzehn Jahren beschloss Less dann, dass er niemals eine Karriere als Jäger, Lehrer, Sammler oder Wissenschaftler einschlagen würde. Er wollte auch nicht in den Gewächshäusern arbeiten oder irgendetwas Handwerkliches verrichten. Die Schule lag ihm nicht, also ging er auch nicht mehr hin. Natürlich ohne Murray etwas davon zu sagen. Das alles reizte ihn nicht und er bekam das Gefühl nicht los, dass eine andere Bestimmung auf ihn wartete.

Also stahl er sich eines Nachts Murrays Schlüssel zum Labor, nahm sich ein Radio und einen Satellitenempfänger und machte sich durch das Dunkel auf zur Grenze. Dort baute er alles auf gut Glück zusammen und werkelte so lange daran herum, bis ein Ton aus den Lausprechern des Radios kam.

Daraus hörte er Dinge, die er nicht verstand. Berichte aus fernen Ländern, dessen Namen er nicht einmal kannte – weil er ja beschlossen hatte, die Schule nicht länger zu besuchen.

Aber eines verstand er: Wenn sie über das Wetter sprachen. Es waren nur vage Aussagen über das Klima im Norden – denn so viel wusste Less, dass sie im Norden wohnten – und trotzdem versuchte er, seine Notizen darüber so genau wie möglich zu formulieren.

Er hörte die ganze Nacht Radio und schrieb alles auf, was mit dem Wetter zu tun hatte.

Als im Osten die Sonne aufging, wanderte er zurück ins Dorf und erwartete ein furchtbares Donnerwetter von Murray, der schon längst bemerkt haben musste, dass sein Schützling des Nachts nicht in seinem Bett geschlafen hatte.

Doch zu Less' Überraschung verzog Murray nur lässig das Gesicht, als ob er gleich an einer dicken Zigarre ziehen und dazu einen Schluck Whiskey trinken würde, und sagte: »Na endlich haben wir einen Wetterfrosch.«

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