Nena Schneider - Lichter im Norden

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Nachdem der Golfstrom eingefroren ist, entschließen sich Niklas und seine Frau Emelie dazu, entgegen allen Ängsten, im Norden zu bleiben und sich der Natur zu stellen. Viele Jahre später hat sich eine neue Politik in der Welt etabliert. Ein Krieg zwischen der Westlichen und Östlichen Zone bricht aus. In dieser Zeit entscheidet sich Aron dazu, seinem besten Freund zu folgen und tritt einer Organisation der Armee bei. Deren Pressesprecherin Ria Silverstein muss den Kontinent verlassen und beginnt sich in den Außengebieten ein neues Leben zu schaffen, während ihr Bruder Julian anfängt, an seiner Aufgabe als Programmierer zu zweifeln. In der nun kalten russischen Tundra stellt auch Hanah ihre Rolle in der abgeschiedenen Siedlung in Frage. Dass ihre Geschichten sich an einem bestimmten Punkt überschneiden, ahnt keiner von ihnen.

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Die politische Situation hatte sich in den letzten Jahren kaum geändert, es ging immer nur um das Eine: West gegen Ost. Zwar unterhielten sich die Präsidenten zivilisiert und auch sonst gab es nur wenige militärische Aktionen, jedoch glich die Uneinigkeit beider Parteien der zweier kämpfender Hunde.

Hanah konnte den ganzen Konflikt nicht verstehen und auch Less schien damit Schwierigkeiten zu haben. Schon allein, weil sie nicht mitten im Geschehen waren. Sie wussten nicht viel von den Millionen Menschen, die seit dem Krieg als Asylanten in fremden Ländern lebten. Weil ihr eigenes Land unbewohnbar geworden war.

Hanah konnte gar nicht richtig erfassen, was es bedeutete, dass beinahe die ganze nördliche Halbkugel mit Schnee bedeckt war. Und dann gab es natürlich noch dieses Problem mit dem Öl.

Das hatte Less ihr erklären können und das verstand sie auch.

Jeden Tag wurde das Öl knapper und jeden Tag suchten Forscher und Soldatenteams verzweifelt nach neuen Ölvorkommnissen. Da war bestimmt noch eine Menge im ewigen Eis. Aber dieses Eis lag dummerweise auf einem riesigen Kontinent, der zu einer einzigen Partei gehörte:Der Östlichen Zone.

Präsident Orlow schwieg zu diesem Thema. Er äußerte sich kaum dazu und schien auch kein Interesse daran zu haben, sein eigenes Öl zu bergen. Ab und zu hörte man Gerüchte, er wäre der Meinung, Öl gäbe es noch genügend auf dem afrikanischen Kontinent. Was natürlich Unsinn war. Und selbst wenn es gestimmt hätte, waren diese Quellen schon erschöpft gewesen, bevor Orlow das Licht der Welt erblickt hatte.

Die Situation blieb also angespannt. Und das Öl ging zur Neige. Seit Jahrzehnten.

Hanah fragte sich, warum die Menschen immer noch Öl brauchten, wenn sie doch mit Solaranlagen arbeiten konnten oder Windparks oder Gezeitenkraftwerken.

Less wusste auch keine Antwort darauf, er zuckte nur immer wieder mit den Schultern. Wahrscheinlich über die Unverständigkeit der Menschheit, die niemals aus ihren eigenen Fehlern lernen würde.

»…außerdem warf Präsident Orlow Normanson Vertragsbruch in dieser Hinsicht vor. Zwar ist es nicht ausgeschlossen, dass sich auch östliche Truppen auf westlichem Boden befinden, jedoch fehlt es Normanson hier an Beweisen.«

»Sie suchen noch immer nach Öl bei uns«, schlussfolgerte Hanah aus diesem Satz, »warum lassen sie das nicht einfach?«

»Es scheint, als ob Normanson das Leben einiger weniger Männer nicht kostbar genug ist, um die Suche aufzugeben. Er spielt auf Risiko.«

»Aber das kann er doch nicht ewig tun. Irgendwann werden sich die Leute weigern!«

Less zuckte mit den Schultern, wie so oft bei diesem Thema. »Es wird immer Verrückte geben, die Abenteuer suchen und den Tod nicht fürchten.«

»Das sollten sie aber.«

»Ich denke, die wenigsten von ihnen werden überhaupt entdeckt und wenn es doch passiert, dringt das kaum an die Öffentlichkeit. Normanson weiß, wie er das vertuschen kann. Manchmal klappt das nur nicht so gut.«

»So wie heute«, Hanah runzelte die Stirn, »was meinst du, wie viele Leute sind irgendwo hier im Norden und bohren nach Öl, das ihnen nicht gehört?«

»Weiß nicht, vielleicht fünfzig oder hundert, wenn überhaupt. An sich ist da ja nichts Verkehrtes dran.«

Erschüttert über seine Worte blickte Hanah in seine dunklen Augen. »Das meinst du doch nicht ernst. Natürlich ist es verkehrt!«

Wieder hob Jess die Schultern. »Warum? Sie bohren nach Öl. Ich denke nicht, dass auf dem Öl ‚Östliche Zone‘ draufsteht. Außerdem will Orlow es doch gar nicht. Wer zuerst kommt, bohrt zuerst.«

»Das sehe ich anders.«

»Ach ja? Erklär es mir.«

»Alles was illegal ist, sollte man lassen. Wenn man etwas heimlich macht und nicht will, dass man dabei entdeckt wird, ist es verboten. Und man sollte nie etwas Verbotenes tun.«

Less lachte herzhaft auf, noch während Hanah ihren letzten Satz sprach.

»Hätte ich nie etwas Verbotenes getan, säßen wir jetzt nicht hier.«

»Du hättest Murray fragen können und er hätte ja gesagt«, sagte Hanah ernst.

Less verging das Grinsen und er wich ihrem Blick aus. »Vielleicht hast du Recht.«

»Und«, fuhr Hanah fort, »wenn sie nichts Verbotenes tun würden, wäre Orlow nicht gezwungen sein Recht einzufordern und niemand würde gefangen genommen werden oder sterben.«

Nachdenklich fuhr Less sich über den drei Tage Bart. Dieses Mädchen brachte ihn tatsächlich durcheinander, was selten vorkam.

»Auch damit hast du Recht. Aber die Gier und Not der Menschen ist manchmal größer als ihre Vernunft oder dem Gespür dafür, was richtig oder falsch ist.«

»Meinst du, sie würden ohne das Öl alle sterben?« Mit fragenden Augen sah sie ihn an. Diesen Aspekt hatte sie noch gar nicht in Erwägung gezogen.

»Nein«, entgegnete Less, »Sicher nicht, aber - «

Das Radio ließ ihn aufmerken. »In den nächsten Tagen hält sich das Wetter, es bleibt mittelmäßig warm, die Temperaturen steigen bis zu sechzehn Grad. Und auch alle Siedlungen in den nördlicheren Gebieten dürfen aufatmen, in den nächsten Wochen wandert ein Hoch von Griechenland bis über das Schwarze Meer und breitet sich schließlich über die Ukraine bis nach Russland hinüber aus. Falls Sie uns auch von dort zuhören: Wir wünschen Ihnen einen entspannten Sommer! Danke, dass Sie K-Wellen-Radio Kairo hören! Und nun weiter - «

Less schaltete das Radio ab.

»Ein Hoch! Das ist gut, vielleicht knacken wir auch mal die Fünf-zehn-Grad-Marke.«

Hanah lächelte. »Das wäre doch mal was, aber dreißig Grad wird’s hoffentlich nicht.«

Während sie zusammenpackten, grübelte sie über diese Ölbohrungen nach. Solange niemand zu Schaden kam, ging sie das tatsächlich nur wenig an. Sollten doch die Großen und Mächtigen tun und lassen was sie wollten.

Doch manchmal hörte sie in der Stimme der Moderatoren eine leise, nicht ausgesprochene Vermutung, dass nicht nur die Menschen starben, die verantwortlich für die Ölbohrerei waren.

Was war, wenn dort Menschen lebten? Und wenn Normanson um jeden Preis an das Öl gelangen wollte? Hanah übertrug diese Situation auf ihr eigenes Leben. Wäre sie bereit das Feld zu räumen, um zu sehen, wie aus der ruhigen Siedlung ein Ölfeld gemacht wurde? Ja, wahrscheinlich würde sie gehen. Aber wären die anderen bereit? Was würde geschehen, wenn sich die Männer zusammenrotteten und gegen das Unrecht protestieren würden, dass ihr Land von Fremden eingenommen wurde?

Hanah dachte an das Labor und die Bibliothek. Die ganzen Gerätschaften, die teuren Einrichtungen. Es wäre unmöglich in kurzer Zeit aufzubrechen. Um alles wegzuschaffen, würden sie Monate brauchen.

Wenn aber Normanson oder Orlow keine Monate mehr übrig hatten? Was würde dann geschehen?

Hanah traute sich kaum, den Gedanken weiterzudenken, aber ihr war klar, dass niemand ein paar hundert Menschen irgendwo in der Russischen Tundra, vermissen würde.

Ria: Basis 1

Irgendetwas war schief gelaufen. Irgendein Detail hatten sie übersehen, irgendeine Route falsch berechnet. Und ein Satellit war ausgefallen, vielleicht hing es auch damit zusammen.

Ungeduldig schaltete Ria Silverstein die Kanäle durch. Auf der durchsichtigen Scheibe vor ihr erschienen detaillierte Berichte von der Nachricht, die zur Presse durchgedrungen war. Von mehr als siebentausend Sendern sprachen nur vierzig nicht davon, das zeigte ihr eine andere Anzeige.

Mit einer Handbewegung stellte sie den Ton ab und beobachtete mit kalten Augen den Nachrichtensprecher, der sicher irgendetwas von fünfhundert Toten im Norden Russlands erzählte. Ein Massaker, so nannten sie es. Ria konnte sich den Mund fusselig reden, soviel sie wollte. Niemand würde ihr glauben, dass auch Präsident Orlow an der Sache beteiligt gewesen war.

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