Nena Schneider - Lichter im Norden

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Nachdem der Golfstrom eingefroren ist, entschließen sich Niklas und seine Frau Emelie dazu, entgegen allen Ängsten, im Norden zu bleiben und sich der Natur zu stellen. Viele Jahre später hat sich eine neue Politik in der Welt etabliert. Ein Krieg zwischen der Westlichen und Östlichen Zone bricht aus. In dieser Zeit entscheidet sich Aron dazu, seinem besten Freund zu folgen und tritt einer Organisation der Armee bei. Deren Pressesprecherin Ria Silverstein muss den Kontinent verlassen und beginnt sich in den Außengebieten ein neues Leben zu schaffen, während ihr Bruder Julian anfängt, an seiner Aufgabe als Programmierer zu zweifeln. In der nun kalten russischen Tundra stellt auch Hanah ihre Rolle in der abgeschiedenen Siedlung in Frage. Dass ihre Geschichten sich an einem bestimmten Punkt überschneiden, ahnt keiner von ihnen.

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Und Less blieb der Wetterfrosch. Auch wenn seine Aussagen nicht immer hundertprozentig korrekt waren, denn sie basierten schließlich nur auf Berichten wie: »Im Norden wird es wieder einmal stetig kälter«, oder »Wir können froh sein, dass wir gerade nicht auf der Nordhalbkugel sind, denn da wird es in den nächsten Wochen wirklich ungemütlich«. Jedoch war jeder dankbar über die kleinsten Hinweise, die Wetterveränderungen voraussagten.

Manchmal schüttelten die Leute den Kopf, wenn sie Less früh morgens aus dem Haus kommen und erst spät wieder zurückkehren sahen. Sie konnten nicht verstehen, warum er so oft alleine dort draußen saß, wo völlige Stille herrschte, und den Stimmen im Radio lauschte.

Hanah wusste jedoch, dass es noch viel mehr gab als das Wetter. Es gab Nachrichten und Less wusste nun Bescheid über die Länder, von denen sie im Radio sprachen, er hatte ihr sogar auf der Karte gezeigt, wo sie sich befanden. Sie hatte es in der Schule gelernt, aber das war schon lange her. Außerdem brauchte man dieses Wissen hier nicht. Es war unwichtig für das tägliche Leben.

Umso mehr verstand Hanah, warum Less immer wieder dort hinausging. Das Radio zeigte ihm ganz deutlich, dass sie nicht vollkommen von der Welt abgeschnitten lebten. Dass es da noch andere Menschen gab, mit anderen Problemen und andere Dinge, mit denen sie sich beschäftigten.

Sie sah das Leuchten in seinen Augen, wenn die Menschen im Radio von Politik berichteten oder Sport und sie bemerkte auch, wie unruhig er dann wurde.

Vielleicht würde er bald gehen. Vielleicht würde er eines Morgens einfach nicht mehr da sein und sich stattdessen die Welt da draußen ansehen.

Sie saßen ein paar Meter hinter der Grenze am Rande eines Wal-des. Vor ihnen erstreckte sich ein weiter, zugefrorener See und hoch in der Luft umkreisten sie ein paar Vögel, suchten nach Mäusen oder anderen Kleintieren.

Less hatte eine Decke ausgebreitet, es gab Tee und kaltes Fleisch zu essen.

Stille lag über ihnen, die Luft war klar und einigermaßen warm. In wenigen Wochen würden sie die Höchsttemperaturen erreichen, beinahe zehn Grad plus. Dann erblühten die Pflanzen in den Gewächshäusern in voller Pracht.

Hanah hatte Handschuhe und Mütze ausgezogen, ihre lockigen schwarzen Haare fielen ihr über die Schultern. Sie trug nur einen dünnen Pullover aus synthetischem Stoff, der sie vor den wenigen Minusgraden schützte. Less hatte es sich nicht nehmen lassen und trug ein T-Shirt.

Sie machten gerade eine Pause vom Radiohören und aßen das Fleisch. Hier unter den Bäumen hätten sie auch ein Feuer machen können, um es aufzuwärmen, aber Less wollte kein Risiko eingehen und Hanah ebenso wenig.

Sie blickte nach oben durch die kahlen Äste in den blauen Himmel.

»Meinst du, sie können uns von hier aus sehen? Auch wenn wir unter den Bäumen sitzen?«, fragte sie und sah aus dem Augenwin-kel, wie Less ihrem Blick folgte.

»Ja, mit Sicherheit. Jetzt könnten sie sogar unsere Augenfarbe bestimmen«, antwortete der Fünfundzwanzigjährige und lächelte. »Sie können die Sandkörner am Strand zählen.«

Hanah leckte sich mit einer kurzen Bewegung das Salz von den roten Lippen. Sie bemerkte nicht, wie Less sie dabei beobachtete.

»Wenn ich also auf den See rausgehe«, sprach sie weiter, »riskiere ich, dass sie auf mich aufmerksam werden und somit auch auf das ganze Dorf?«

Less wiegte seinen Kopf. »Wenn du auf den See rausgehst, könn-ten sie dich sehen.«

»Könnten?«

»Ja, sie müssten Interesse daran haben, dich zu sehen. Das heißt, sie müssen genau dann hinsehen, wenn du gerade darauf läufst.«

»Aber das Interesse haben sie nicht?«

Less zuckte mit den Schultern. »Ich weiß es nicht. Wenn sie sehr geduldig und akribisch wären, könnten sie uns auch jetzt sehen. Aber ich glaube nicht, dass sie es tun.«

Hanah kniff ihre Augen zusammen und überlegte.

»Nehmen wir an, sie sehen uns…was passiert dann?«

Er schwieg und blickte eine Weile auf den gefrorenen See hinaus. »Sagen wir, es gibt sicher einen Grund warum die Leute, die sich entschließen zu gehen, dazu angehalten werden, offenes Gelände nach der Grenze zu meiden, bis sie ins nächste Dorf gelangen«, wich Less ihr aus und sah sie entschuldigend an.

Hanah sah ihn nachdenklich an, ließ es jedoch dabei dieser vagen Aussage bewenden.

Less zog wieder seine Jacke über. Er schüttete Tee in seinen Becher und füllte Hanahs mit auf.

»Wenn du weggehen müsstest«, begann Hanah wieder, »wo wür-dest du wohnen wollen?«

»Afrika«, entgegnete er sofort.

»Warum?«

»Weil es da im Sommer manchmal über fünfunddreißig Grad hat.«

Zweifelnd zog Hanah eine Augenbraue in die Höhe. »Ist das nicht ein bisschen zu warm?«

»Oh nein, glaub mir. Dreißig Grad wären genau richtig für mich.«

»Woher willst du das wissen, du weißt doch gar nicht, wie sich dreißig Grad anfühlen.«

»Ich weiß es…«, Less sah sie verschmitzt an und legte seine Finger auf sein Herz, »hier drin weiß ich es.«

Das brachte sie zum Lachen. »Du bist ein Dummschwätzer, Less. Aber jetzt mal ehrlich: Würdest du jemals gehen?«

Less sah sie nachdenklich an und Hanah hätte viel darum gegeben, nun seine Gedanken lesen zu können. Sie bemerkte noch nicht, wie er ihre Augen musterte, ihre geröteten Wangen, ihre roten Lippen und das schwarze Haar.

Schließlich schüttelte er mit dem Kopf.

»Ich denke nicht, dass ich irgendwann gehen werde.«

Hanah zwang sich, nicht übermäßig glücklich zu lächeln. »Aber du redest oft so begeistert von den Ländern, die du gerne mal sehen würdest.«

»Ja, da hast du Recht.« Er lehnte sich zurück und starrte auf den weißen See hinaus. »Aber wenn ich ginge, würde ich all das hier vergessen müssen, für immer«, er sah sie eindringlich an, »und das will ich nicht.«

Um halb vier Uhr nachmittags schalteten sie wieder das Radio an und lauschten gespannt, was der Sprecher ihnen sagen würde. Sie erwischten gerade den Ton, der die Nachrichten einleitete.

»Willkommen zu den Globalnachrichten auf Kairo K-Wellen-Radio. Es ist halb zwei.« Die Sprecherin hatte eine melodische, beinahe rauchige Stimme mit minimalem Akzent. Sie sprach Eng-lisch, wie alle Moderatoren, die international sendeten. Auch Hanah sprach Englisch, neben Ukrainisch war das eine der meist benutzten Sprachen in der Siedlung. An die Zeitverschiebung der Radiosender hatte Hanah sich bereits gewöhnt. Sie war unterschiedlich, je nachdem welchen Kanal sie gerade hörten und wo sich die Hauptzentrale des Senders befand. Dieses Mal offensichtlich in Kairo.

Es glich einem kleinen Wunder, dass sie über den kleinen Satelliten überhaupt Funkwellen empfangen konnten. Das war nicht immer so und es unterschied sich von Tag zu Tag, je nach Wetterlage oder Standpunkt. Manchmal kam es auch vor, dass sie nur Rauschen hörten. Außerdem waren die Frequenzen, die sie empfangen konnten, begrenzt. Das Radio im Netzwerk konnten sie nicht nutzen, denn sie hatten keine Verbindung.

Sie mussten sich also mit den Radiomachern begnügen, die noch auf Funkwellen setzten und das waren nicht mehr viele. Aber immerhin, heute hörten sie etwas aus Kairo. Hanah wusste sogar, wo das lag.

In solchen Momenten wurde ihr immer wieder bewusst, wie selten sie in der Schule wiederholten, was eigentlich wichtig gewesen wäre. Natürlich kannte sie all die Länder beim Namen, aber da es niemandem wichtig erschien, kümmerte man sich nicht mehr darum, wo diese Länder überhaupt lagen. Und Kinder vergaßen sehr schnell.

Sie war froh, dass sie Less hatte, der ihr all diese Dinge wieder in Erinnerung brachte.

»Präsident Orlow traf sich heute Morgen mit Präsident Normanson auf der neutralen Sinaihalbinsel, um weiteres Vorgehen bezüglich der Migrantenscharen zu besprechen…«

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