Irene Dorfner - Blaue Diamanten
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Magnus Hofberger war irritiert und sah der Frau hinterher. Was war heute mit Jenny los? Sie benahm sich anders als sonst und war sehr blass. Ging es ihr nicht gut? Während der Fahrt sah er immer wieder in den Rückspiegel. Jenny saß regungslos auf ihrem Platz und starrte vor sich hin. Hatte er sich ihr Verhalten nur eingebildet? Nein, er kannte sie lange genug. Von Anfang an war er von ihrem natürlichen Wesen und ihren Augen fasziniert. Er hatte von einem geschwätzigen Fahrgast erfahren, dass sie alleinerziehende Mutter von zwei Kindern war und dass sie von ihrem Mann verlassen wurde. Er hatte Hochachtung vor der Frau, die für den Lebensunterhalt und die Erziehung der Kinder allein verantwortlich war. Er hatte sie mehrmals eingeladen, aber sie ging nicht darauf ein. Aber so schnell gab er nicht auf. Irgendwann würde sie seine Einladung annehmen, er konnte warten.
Es gefiel ihm nicht, wie sie ihn vorhin angesehen hatte. Sie war nicht krank, ihre Augen waren voller Angst. Am liebsten hätte er sie darauf angesprochen, aber das stand ihm nicht zu.
Jenny starrte auf einen Punkt vor sich, ohne davon Notiz zu nehmen. Langsam beruhigte sie sich. Was war das in ihrer Tasche? Was war in dem Umschlag? Sollte sie ihn öffnen? Oder zumindest abtasten?
Dann stieg ein Kontrolleur ein. Gerade heute! Sie kannte den Mann nicht. Warum auch? Die Kontrolleure wechselten ständig und da sie nichts zu befürchten hatte, hatte sie sich noch nie Gedanken darüber gemacht. Aber heute. War der Mann echt oder vielleicht von der Polizei? Die verrücktesten Gedanken schossen ihr durch den Kopf und sie wurde panisch. Der Kontrolleur war nicht mehr weit von ihr entfernt. Was sollte sie tun? Sollte sie ihm den Umschlag aushändigen? Nein, dann wären ihre Kinder in Gefahr. Sie musste sich zwingen, sich so normal wie möglich zu geben. Sie atmete schwer und betete, dass das niemandem auffallen würde. Dann kam der Kontrolleur auf sie zu, er war nur noch zwei Schritte entfernt. Noch hatte sie die Chance, das alles hier zu beenden. Noch hatte sie die Möglichkeit, der Polizei alles zu erklären und sie wäre aus dem Schneider. Sobald sie den Umschlag wie angegeben in den Papierkorb warf, war sie Mittäterin. Was sollte sie tun? Der Kontrolleur war bei ihr und sie zögerte einen Moment. Der Mann zeigte seinen Ausweis und sie hielt ihm mit zitternden Händen die Monatskarte vor. Der Mann lächelte und nickte, dann ging er weiter. Die Chance war vertan. Jetzt war sie Mittäterin.
Sie konnte es kaum erwarten, an ihrer Haltestelle in Wolfratshausen anzukommen. Sie ging sehr langsam und ließ die anderen Fahrgäste an ihr vorbeigehen. Jetzt! Unbemerkt warf sie den gepolsterten Umschlag in den Papierkorb. Sie war erleichtert, als sie ihn endlich wieder vom Hals hatte. Dann ging sie rasch nach Hause. War es das gewesen? Würde man sie jetzt endlich in Ruhe lassen?
Jenny hatte nicht bemerkt, dass sie beobachtet wurde. Sie hatte auch nicht bemerkt, dass die Frau im Bus schräg vor ihr sie immer im Blick hatte.
„Was denkst du? Können wir ihr trauen?“ fragte der ältere der beiden. Lutz Bräu war 52 Jahre alt und trug einen dunklen Anzug. Er war nervös, ob sein Komplize die richtige Person für den Auftrag ausgesucht hatte und war zufrieden. Die unscheinbare Frau machte exakt das, was sie von ihr erwarteten.
„Du hast sie doch selbst gesehen. Wie alle Mütter liebt sie ihre Blagen und würde alles tun, um sie zu schützen. Trotzdem werden wir noch einen weiteren Testlauf mit ihr machen.“ Daniel Thalhammer war 44 Jahre alt. Er war derjenige, der Jenny Löffler ausgewählt hatte. Thalhammer war gelernter Glasbläser und wuchs im Bayrischen Wald auf. Allerdings war die Enge und Spießigkeit des Landlebens nicht sein Ding, ihn zog es in die Großstadt nach München und er versuchte dort sein Glück. Er fand keine Arbeit, sein erlernter Beruf war in der Großstadt nicht gefragt. Er war seit vielen Jahren arbeitslos und hielt sich mit kleinen, krummen Geschäften über Wasser. Als Lutz Bräu auf ihn zukam und ihm von dem Plan erzählte, hielt er ihn für übergeschnappt. Die ganze Sache klang zu einfach! Dann hatte er Blut geleckt. Wenn der Coup gelang, war er ein gemachter Mann. Bräu war sehr intelligent und Thalhammer fühlte sich in dessen Gesellschaft immer klein und dumm.
„Der Mann hat auch gut funktioniert, aber er gefällt mir nicht. Die Frau ist perfekt. Ich hoffe, wir brauchen die beiden nicht und die Sache läuft glatt ab.“
„Wie gesagt, werden wir noch einen Testlauf machen,“ sagte Thalhammer, der sich sofort angegriffen fühlte. Er hatte sich mit der Auswahl der beiden Personen große Mühe gegeben und war sich sicher, dass er gut gewählt hatte. Aber er hatte auch Manschetten vor Bräu, der sehr ungehalten werden konnte, wenn er sauer war. Hier durfte er nicht versagen. „Ich schlage vor, dass wir die Testläufe mit zusätzlichen Drohungen untermauern. Sicher ist sicher.“
„Wie du meinst. Wenn wir Probleme bekommen sollten, und danach sieht es leider aus, müssen die beiden funktionieren. Wie du das anstellst, ist mir egal. Ich verlasse mich auf dich.“
„Du kannst dich auf mich verlassen Boss.“
Thalhammer hoffte, dass sie auf die Hilfe der beiden nicht angewiesen sein würden. Wenn alles glatt lief, brauchten sie sie nicht. Von Anfang an bestand Bräu darauf, einen Plan B zu haben, falls Probleme auftauchten. Thalhammer selbst hielt das im ersten Moment für vollkommen überflüssig. Je länger er sich darüber Gedanken machte und je näher der Zeitpunkt kam, desto mehr war er Bräus Meinung. Die Anzeichen für Probleme mehrten sich, aber der Termin stand fest, daran war nicht zu rütteln.
Thalhammer konnte es kaum erwarten, bis es endlich losging. Mit diesem genialen Coup hätte er für den Rest des Lebens ausgesorgt, da durfte einfach nichts schiefgehen.
2.
Tamino Steinmaier war die andere Person, die Thalhammer ausgewählt hatte. Der 47-jährige, hagere Mann mit dem schütteren Haar arbeitete als Tontechniker am Staatstheater München. Er war nur einer unter vielen und hatte wegen seiner schüchternen, fast unterwürfigen Art keine Chance, sich gegen andere durchzusetzen. Er war einer derjenigen, die von niemandem beachtet wurden. Er erschrak, als er letzte Woche an seiner Bushaltestelle in Schwindegg angesprochen wurde, als er wie immer eine Zigarette rauchte, bevor er nach Hause ging. Tamino lebte mit seiner 74-jährigen Mutter in seinem Elternhaus und sie mochte es nicht, wenn er im Haus oder vor ihr rauchte. Er hasste seine Mutter für ihre autoritäre, gehässige Art. Aber was sollte er tun? Sie war nun mal seine Mutter und außer ihr hatte er niemanden anderen. Er und der Fremde waren allein an der Bushaltestelle. Der Wind war eisig kalt, trotzdem genoss Tamino jeden einzelnen Zug seiner Zigarette.
„Tamino Steinmaier?“ sagte der Fremde und Tamino erschrak. Wer war der Mann? Und woher kannte er seinen Namen?
„Ja?“
„Du liebst deine Mutter und möchtest nicht, dass ihr etwas zustößt?“
„Was zum Teufel…“
„Halt den Mund und hör mir gut zu.“ Daniel Thalhammer war sehr viel größer und stärker als der kleine, schmächtige Tamino. Thalhammer baute sich vor ihm auf und Tamino pinkelte sich vor Angst fast in die Hose. „Du wirst für mich einen kleinen Kurierdienst übernehmen. Du bekommst an der Bushaltestelle bei deiner Arbeitsstelle in München einen Umschlag überreicht, den du dann beim Umsteigen in Holzkirchen einer Frau übergibst. Das ist die Frau,“ er übergab ihm ein Foto von Jenny Löffler. „Präg dir das Gesicht gut ein. Erledigst du deine Aufgabe zu meiner vollsten Zufriedenheit, ist alles in Ordnung und du hast dir ein ordentliches Taschengeld verdient, womit du im Kolibri mehrere Abende verbringen kannst. Machst du Probleme, gehst zur Polizei oder sprichst mit jemandem darüber, kann ich nicht für die Gesundheit deiner Mutter garantieren. Hast du mich verstanden?“
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