Irene Dorfner - Blaue Diamanten
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Jenny lehnte mit dem Rücken am Baum, der Mann stand direkt vor ihr. Sie konnte seinen Atem spüren und roch das Pfefferminzaroma seines Kaugummis.
„Hör mir gut zu,“ sagte der Mann ruhig. Trotzdem wirkte jedes seiner Worte bedrohlich. „Du fährst täglich dieselbe Strecke mit dem Bus und daran wird sich auch in den nächsten Wochen nichts ändern. Du nimmst keinen Urlaub und bist auch nicht krank. Haben wir uns verstanden?“
Was faselt der Mann da? Es ging nicht um ihren Körper oder um Geld? Um was dann? Um ihren Arbeitsweg? Sie bekam das Gefühl, es mit einem Irren zu tun zu haben.
„Du wirst für mich einen Kurierdienst übernehmen. Nichts Großartiges. Du bekommst in den nächsten Wochen an der Haltestelle bei deiner Arbeitsstelle in Holzkirchen etwas zugesteckt, das du dann an deiner Haltestelle in Wolfratshausen in den Papierkorb wirfst. Das ist alles, mehr verlange ich nicht.“
Jenny war irritiert und starrte den Mann an.
„Was soll ich…?“
„Du sollst zuhören! Du kümmerst dich nicht um den Inhalt des Umschlages und verhältst dich so wie immer. Zu niemandem ein Wort. Das alles dauert nur wenige Wochen und ist schnell vorbei. Wenn du keine Probleme machst, geschieht niemandem etwas. Zur Belohnung bekommst du sogar einen kleinen Obolus. Wenn ich zufrieden bin, kann ich sehr großzügig sein. Solltest du aber auf die Idee kommen, Hilfe zu holen oder gar zur Polizei zu gehen, kann ich für nichts garantieren.“
Der große, kräftige, etwa 45-jährige Mann mit bayrischem Dialekt grinste. Er sah der Frau an, dass sie verstanden hatte. Sie wurde für den Job nicht zufällig ausgewählt. Sie brauchten für ihren Plan B zuverlässige Personen, die die Ware transportierten. Jenny Löffler war ideal für den Job. Sie war klug, ging wegen ihres durchschnittlichen Aussehens in der Menge unter und hatte ständig Geldprobleme. Dazu kamen die beiden Kinder, um die sie sich als alleinerziehende Mutter zu kümmern hatte; die beiden gaben ein perfektes Druckmittel ab.
„Was ist mit meinen Kindern?“
„Keine Sorge, denen geht es gut. Aber nur, wenn du dich an die Abmachung hältst.“
„Wie erkenne ich Ihren Komplizen?“
„Er wird auf dich zukommen. Und jetzt mach, dass du wegkommst. Hannah und Oskar warten.“
Sie sah dem Mann im Schein der Straßenlampe hinterher. Sie war nicht in der Lage, sich zu bewegen. Ihre Knie zitterten und sie war kurz davor, sich zu übergeben. Die Worte des Mannes hallten wieder und wieder in ihrem Kopf. Sie bekam von jemandem an der Haltestelle in Holzkirchen etwas überreicht, das sie hier in Wolfratshausen an der Haltestelle in den Papierkorb werfen sollte. Es widerstrebte ihr Verbrechern zu helfen, aber der Schutz ihrer Kinder ging vor. Ihre Kinder! Sie musste so schnell wie möglich zu ihnen, sie machten sich bestimmt schon Sorgen. Sie riss sich zusammen, sammelte ihre letzten Kraftreserven und rannte und rannte. Nach zwanzig Minuten stand sie vor dem Mehrfamilienhaus und schloss mit zitternden Händen die Haustür auf. Sie lief außer Atem in die dritte Etage und öffnete die vertraute Wohnungstür. Während sie den Schlüssel im Schloss drehte, hörte sie aus der Wohnung keinen Mucks. Waren ihre Kinder gesund? Sie warf ihre Handtasche in den Flur und lief ins Wohnzimmer; beide Kinder lagen auf dem Sofa und sahen fern. Als sie ihre Mutter bemerkten, waren sie erschrocken.
„Mami, warum weinst du?“ fragte Hannah. Aber Jenny sagte kein Wort, sondern nahm ihre Kinder unter Schluchzen in ihre Arme und drückte sie fest an sich. Sie brauchte einen Moment, um sich zu beruhigen. Auf dem Weg nach Hause waren ihr die schrecklichsten Gedanken durch den Kopf geschossen, aber ihre Kinder waren in Ordnung. Sie musste herausfinden, was passiert war und befragte beide so behutsam wie möglich. Aber weder ihrem Sohn, noch ihrer Tochter kam heute oder in den Tagen zuvor etwas ungewöhnlich vor. Hatte der Mann nur geblufft? Gedankenversunken machte sie sich ans Abendessen. Sollte sie sich den Anweisungen des Mannes fügen? War das nur ein dummer Scherz? Wie auch immer: Sollte sie in Holzkirchen tatsächlich von jemandem angesprochen werden, würde sie genau das tun, was man von ihr verlangte.
Zwei Tage passierte nichts. Sie war unsicher und blickte sich fortwährend um. Der Mann hatte gesagt, sie solle sich normal benehmen, was ihr sehr schwerfiel. Nachdem sie die letzten drei Nächte kaum geschlafen hatte und hinter jedem Eck irgendjemanden vermutete, mahnte sie sich zur Vernunft. Sie beschloss, das Gespräch mit dem Unbekannten abzuhaken und als dummen Scherz abzutun, schließlich liefen genug Verrückte herum. Als sich auch bis Ende der Woche niemand an sie gewandt hatte, verdrängte sie den Vorfall aus ihren Gedanken.
Am Dienstag der neuen Woche wurde sie nach der Arbeit angesprochen. Die Begegnung mit dem Unbekannten war nur ganz kurz. Jenny stand an der Bushaltestelle und wartete im Regen unter ihrem großen Schirm auf den Bus der Linie 12. Der Bus bog um die Ecke.
„Nehmen Sie,“ sagte der hagere Mann und war schnell verschwunden. Jenny wollte dem Mann hinterher, stoppte aber dann und steckte den gepolsterten Umschlag rasch in ihre Regenjacke. Hatte einer der anderen Fahrgäste den kurzen Moment beobachtet? Ihr wurde schlecht und sie war abermals kurz davor, sich zu übergeben. Schlagartig waren die Worte des Fremden der letzten Worte wieder präsent. Die anderen Fahrgäste gingen an ihr vorbei und stiegen in den Bus ein. Einige von ihnen sahen sie fragend an, sagten aber nichts. Was sollte sie jetzt tun? Sie hatte etwas Verbotenes in ihrer Tasche und nun die Aufgabe, dieses an ihrer Haltestelle in Wolfratshausen in den Papierkorb zu werfen. Davon hing die Gesundheit ihrer Kinder ab und nur darauf sollte sie sich konzentrieren.
„Was ist mit Ihnen?“ fragte der Busfahrer freundlich und strahlte sie an. Erst jetzt erkannte sie Magnus Hofberger. Der Busfahrer hatte eindeutig ein Auge auf sie geworfen und lud sie in regelmäßigen Abständen immer wieder zum Essen ein. Oder machte er sich nur über sie lustig? Wie auch immer; sie hatte an Männern kein Interesse mehr und lehnte stets ab.
Sie musste reagieren und endlich aus ihrer Lethargie herauskommen. Was hatte der Mann letzte Woche zu ihr gesagt? Sie sollte sich so normal wie möglich verhalten. Sie zog ihre Monatskarte aus der Tasche und hielt sie Magnus Hofberger hin, der aber nur Augen für sie hatte. Jenny zwang sich zu einem Lächeln und setzte sich auf einen der Plätze, die sie auch sonst einnahm: Weit hinten im Bus, wo sie ihre Ruhe hatte.
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