Irene Dorfner - Blaue Diamanten

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Leo Schwartz und seine Mühldorfer Kollegen werden für die Sicherung der EU-Energieministerkonferenz in München um Amtshilfe gebeten. Bei der zeitgleich stattfindenden 1. Münchner Diamanten-Messe werden wertvolle Diamanten gestohlen. Dabei werden vier Wachmänner brutal getötet. Die Jagd nach den Mördern und Diamanten beginnt…

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Als den Geschäftsführern beider Firmen die Sicherheitsprobleme von Seiten der Messeleitung mitgeteilt wurden, waren beide sauer. Von den vollmundigen Versprechungen der Messeveranstalter war nichts übrig geblieben. Totzauer wusste nichts von diesen Versprechungen. Die Münchner Polizei war gerne bereit, mit zusätzlichen Kräften zu unterstützen; allerdings nur unter der Voraussetzung, dass sie über diese auch verfügte. Natürlich hatte die Messeleitung ihrerseits eine private Sicherheitsfirma engagiert, aber die reichte nicht für die gesamte Messe. Es blieben Benthuis & Co. und Sieveding nichts anderes übrig, als selbst aktiv zu werden. Schließlich hatten beide für die erlesene Kundschaft aus dem arabischen Raum sehr wertvolle Stücke dabei.

Beide Firmeninhaber waren nach dem ersten Messetag zufrieden. Die Verkäufe übertrafen die Erwartungen bei weitem. Auch die privaten Sicherheitsfirmen erwiesen sich als Glück im Unglück. Deren Mitarbeiter präsentierten sich professionell und vermittelten den betuchten Besuchern ein Sicherheitsgefühl, das der Polizei so nicht gelingen würde.

„Wir sollten das bei Messen und Ausstellungen beibehalten. Ich bin begeistert,“ sagte Jan Benthuis, der das Unternehmen von seinem Vater geerbt hatte und inzwischen in dritter Generation führte. Die Firma Benthuis & Co. hatte ihren Firmensitz im belgischen Antwerpen. Die goldenen Zeiten in der Branche waren längst vorbei. Die Diamantenhändler hatten alle mit dem Ruf der Blutdiamanten und Konfliktdiamanten zu kämpfen. Wo sie auch auftraten, mussten sie sich rechtfertigen und wurden schief angesehen. Nicht von Kunden, die weiterhin gerne erlesene Stücke kauften, sondern von Aktivisten und Menschenrechtlern. Benthuis musste zugeben, dass die Firma in den 50er-Jahren den Abbau der Diamanten unter menschenunwürdigen Bedingungen unterstützt und gefördert hatte. Auch mit Diamanten, von denen seine Vorfahren wussten, dass sie als sogenannte Konfliktdiamanten angeboten und verkauft wurden, wurde gerne gehandelt. Mit diesen Geschäften finanzierte man die gewalttätigen Auseinandersetzungen. Die Diamanten wurden illegal geschürft, um Rebellen und Invasionstruppen zu finanzieren. Dadurch wurde zur Verlängerung und Intensivierung der Konflikte beigetragen. Benthuis hatte sich davon längst distanziert und unterstützte seit Jahren Menschenrechtsorganisationen. Auch, um Jan Benthuis‘ Gewissen zu beruhigen. Er hatte sich in den alten Firmenunterlagen über die Vorgehensweise und Geschäfte seines Vaters und Großvaters informiert, als die Vorwürfe immer lauter wurden. Und ja, es gab einige dunkle Flecken in der Firmenpolitik, die er persönlich nicht zu verantworten hatte. Trotzdem fühlte er sich schuldig und änderte die Geschäftspolitik von Grund auf, als er die Firma von seinem Vater nach dessen frühen Tod übernahm.

Die Firma Sieveding war in Luxemburg ansässig. Sie wurde 1991 verkauft, als die Geschäftspraktiken des Firmeninhabers publik wurden. Der alte Sieveding kaufte nicht nur im großen Stil Konfliktdiamanten, sondern unterhielt selbst eine Diamantenmine im afrikanischen Kongo, deren Betreibung den Menschenrechten widersprach. Die Medien überschlugen sich damals mit Negativberichten, was den Verkauf von Diamanten für einige Monate in den Keller fallen ließ. Sieveding war damals 64 Jahre alt und bekam einen Nervenzusammenbruch. Niemand glaubte ihm, dass er nicht wusste, was im Kongo vor sich ging und beteuerte vergeblich seine Unschuld. Er behauptete, nie mit den Käufen zu tun gehabt zu haben und verwies auf seine Einkäufer. Auch die Geschäftsführung der Mine hatte eine im Kongo ansässige Firma übernommen, Sieveding hatte sich scheinbar nie um die dortigen Umstände gekümmert und gab auch hier an, nichts gewusst zu haben. Ob das der Wahrheit entsprach, konnte nie geklärt werden. Als Sieveding die Firma für ein Butterbrot verkaufen musste, starb er nur sechs Monate später und nahm sein Wissen mit ins Grab. Er hinterließ keine Aufzeichnungen oder Geschäftsunterlagen, was im Nachhinein betrachtet gegen seine Unschuld sprach.

1991 konnte Bertrand Denaux die Firma Sieveding übernehmen und tat seitdem alles, um das Image in der Diamantenbranche zu verbessern. Denaux verabschiedete sich vom afrikanischen Markt. Er konzentrierte sich auf den russischen und kanadischen Markt, wo es die meisten Diamantenvorkommen der Welt gibt. Bei einer seiner ersten Reisen nach Russland hatte Denaux Jan Benthuis kennengelernt. Die beiden verstanden sich sofort und arbeiteten seitdem oft zusammen. Beide waren Ende 50 und beide hatten das Problem, dass sie keinen Firmennachfolger hatten. Weder Jan Benthuis, noch Bertrand Denaux hatten Kinder. Benthuis war nie verheiratet und lebte nur für die Firma, und Denaux machte sich nichts aus Frauen. Oft saßen sie zusammen und dachten darüber nach, was aus ihren Firmen werden würde, wenn sie nicht mehr konnten. Obwohl beide Lebensgeschichten sehr unterschiedlich waren, einte sie einiges: Beide mussten wegen der Vergangenheit ihrer Firmen viel Zeit und Mühe aufwenden, um wieder nach oben zu kommen, was ihnen nach Jahren mühevoller Arbeit auch gelang. Ihrer beider Leben drehte sich nur um Diamanten, beide liebten die funkelnden, wertvollen Steine und waren Experten auf dem Gebiet. Unabhängig voneinander schafften sie es, ihre Firmen aus den roten Zahlen zu holen, was sie sehr stolz machte. Die Geschäfte liefen seit Jahren zwar nicht schlecht, könnten aber sehr viel besser laufen. Eigentlich hätten sich die beiden ihren Ruhestand mehr als verdient, aber sie hatten eine Verantwortung ihren Mitarbeitern gegenüber. Sie waren sich nicht nur in ihrem Geschäftssinn sehr ähnlich, sondern auch in ihrer Einstellung zu Pflicht und Verantwortung.

Auch der nächste Messetag lief reibungslos und war ebenfalls sehr erfolgreich. Dass das vorerst der letzte Tag sein würde, an dem sie unbeschwert miteinander umgingen, konnten sie noch nicht wissen.

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