Ihre Scham war nicht rasiert oder gestutzt. Dichtes, seidiges Haar bot seiner Zunge einigen Widerstand. Er raspelte mit der Spitze über ihre Vulva und Mei stöhnte ein erstes Mal auf. Chufu rückte auf dem Bett weiter nach unten, legte sich zwischen ihre Schenkel, die sich ihm willig öffneten. Er versenkte seinen Kopf zwischen ihre Beine, fand mit seiner Zungenspitze ihre kleinen Schamlippen, sog sie in seine Mundhöhle ein, begann an ihnen sanft zu saugen.
Als Mei Ling ihr Becken im Rhythmus seiner Zärtlichkeiten zu bewegen begann, spürte der Philippine, wie sehr ihn die Lust der jungen Frau selbst erregte. Chufu verstärkte seine Reizung und leckte mit der ganzen Zunge über ihre Klitoris, deren Knospe sich riesig anfühlte, prall und voller Gier nach mehr.
Unerwartet rasch bäumte sich die junge Chinesin auf und ein kurzer, spitzer Schrei entrann ihrem Mund. Chufu ließ seine Zunge einen Moment lang ruhen, saugte ihre Schamlippen jedoch weiterhin sanft und rhythmisch ein, verlängerte ihren Höhepunkt um viele wertvolle Sekunden, während dessen sich die Bauchmuskeln von Mei immer wieder hart anspannten, sich lockerten, nur um in einer erneuten Traktion zu vibrieren. Sie begann voller Glücksgefühle zu keuchen.
Fast eine Minute hielt dieses Wechselspiel an, dann erschlaffte der Körper der Chinesin allmählich. Ihre Hände tasteten nach seinem Kopf, zogen ihn und seinen Körper zu sich hinauf und er legte sich sanft auf sie.
»Das war wunderschön«, flüsterte sie dem jungen Philippinen ins Ohr, kuschelte sich an seinen Körper, als wolle sie in ihn hineinkriechen. Ihre Haut war nun glitschig vor Schweiß und heiß. Sie duftete noch verlockender. Chufu spürte, wie sein Glied sich wieder stärker zu versteifen begann, in Erwartung einer baldigen Vereinigung mit Mei. Allein der Gedanke an ihren festen Körper, an das Gefühl, wie er in sie eindringen würde, wie sein Glied ihre Höhlung erforschte, ließ ihn erwartungsvoll erbeben.
Auch sie bemerkte seine aufflammende Lust, blickte ihn im Dämmerlicht der Außenbeleuchtung mit glücklichen Augen an und meinte: »Komm.«
Sie öffnete erneut ihre Schenkel ohne jede Scham und Chufu rutschte auf ihren Körper etwas tiefer. Seine Finger tasteten nach ihrem Geschlecht, fand die feuchten Lippen, öffneten sie sanft und er drang in sie ein. Kurz spürte er einen Widerstand, verstärkte den Druck noch etwas. Mei Ling gab einen schmerzhaft-erregten Kicks von sich, den Chufu nicht weiter beachtete, denn nun schloss sich ihre enge Vagina hart um sein Glied, schnürten es auf eine gar wunderbare Weise ein, während ihre Stimme in ein leises, wohliges Stöhnen überging.
Chufu begann Mei äußerst sanft zu Stoßen. Mit kleinen Bewegungen seines Beckens stimulierte er sie und sich gleichermaßen, ständig bedacht, ja nicht die Übersicht zu verlieren und zu früh zum Samenerguss zu gelangen.
So schob er immer wieder kleine Pausen ein, verharrte kurz, für zwei Sekunden, während denen sich das heftige Atmen von Mei stets auch ein wenig beruhigte. Doch die junge Chinesin war bereits wieder aufs höchste erregt, streckte ihm ihre Bauchdecke voller Lust entgegen, pendeltet mit ihrem Kopf wie in Trance hin und her, hielt ihre Augen dabei fest geschlossen.
Chufu konnte seine Erregung nicht mehr länger zurückhalten, wollte es auch nicht mehr. Er stieß Mei nun ein wenig härter, spürte, wie sie sogleich ein zweites Mal zum Höhepunkt kam und ergoss sich im selben Moment in sie hinein, heiß, feucht, befreiend. Beide keuchten wie zwei alte Menschen nach einem steilen Treppenaufstieg, heftig zwar, jedoch auch tief und regelmäßig. Ein zweiter und dritter Schwall ergoss sich in die junge Chinesin. Chufu fühlte sich in diesem Moment dem Paradies nahe. Nie hatte er eine ähnliche Befriedigung, ja Befreiung beim Sex empfunden. Sein Gehirn war leer, konnte in diesen Momenten keinen Gedanken fassen, spürte nur seine immer noch vorhandene Lust am köstlichen Fleisch der jungen Frau, eine ganz innige und zärtliche Verbundenheit zur Chinesin.
Er öffnete seine Augenlider, bemerkte erst jetzt, dass auch er sie während den letzten Sekunden genießerisch geschlossen gehalten hatte. Er sah in das runde, entspannte Gesicht von Mei. Sie blickte ihn voller Glück aus glänzenden Augen an. Ihre Lippen öffneten sich leicht und lockten ihn von neuem. Er verschloss sie mit seinem Mund.
Als sie sich voneinander lösten, fühlte Chufu, dass sein Schamhaar verklebt war und sich die sonst weiche Haut seines Penis verkrustet anfühlte.
»Hast du deine Periode?«, flüsterte er Mei Ling ins Ohr.
»Nein, die habe ich erst nächste Woche«, gab sie leise zurück.
Chufu war verwirrt. Hatte er sich beim Liebesakt etwa verletzt, so dass er blutete? Dann endlich dämmerte es ihm.
»War es für dich etwa das erste Mal?«, fragte er sie flüsternd, ungläubig, fast bestürzt.
Mei Ling schloss ihre Augen, biss sich auf die Unterlippen und nickte dann heftig.
»Doch es war so schööön. Danke Liebster.«
Seit dieser ersten Nacht waren zwei Wochen vergangen. Chufu und Mei verbrachten seither jede freie Minute miteinander. Auf dem Campus konnten sie sich ihrer Liebe frei hingeben, denn die ältere Schwester von Mei Ling deckte das Paar gegenüber ihren Eltern. Doch außerhalb der Universität wurde es schwieriger. Brasilien schien zwar ein Land der Verlockungen zu sein, gleichzeitig aber auch erzkonservativ und mehrheitlich katholisch. Sex vor der Ehe galt in besseren Kreisen immer noch als äußerst unschicklich und war allgemein verpönt. Die Eltern von Mei Ling wachten über die Jungfräulichkeit ihrer Töchter ähnlich streng wie die Gastfamilie von Chufu.
Nach ihren ersten Liebesstunden im elterlichen Haus von Mei war Chufu nach Hause geschlichen, um einer Entdeckung durch die chinesische Familie am nächsten Morgen zu entgehen. An ein intimes Beisammensein in seinem Zimmer bei den Ferreiras war ebenso wenig zu denken. Darum wurden die beiden Verliebten Stammgäste in einem kleinen Motel, das nicht allzu weit vom Campus der Universität entfernt lag. Fiszpan hieß es und beherbergte ein griechisches Restaurant im Erdgeschoss, dessen Ausdünstungen von Knoblauch und heißem Olivenöl oft das ganze Haus durchdrangen. Doch wenn sich Mei Ling auf dem Becken von Chufu hockend leise zum Takt der Musik aus dem alten Radiowecker wiegte, ihre eigene Lust ebenso genoss, wie die Lust von Chufu unter ihren sanften Bewegungen, dann wurde das Fiszpan für sie beide zum Paradies auf Erden.
*
Ihr Rechtsanwalt erzwang die Akteneinsicht in den Mordfall und erstritt ihr anschließend vor dem Bezirksrichter auch das Recht, das Protokoll zur Verhaftung des in den Mord verwickelten Drogendealers zu lesen. Eine private Detektei wurde anderntags von ihr beauftragt, sich mit dem Namen Timothy Allen auseinander zu setzen und sich auf die Suche nach neuen Hinweisen zur Ermordung ihres Bruders Hank Publobsky zu machen.
Nach zwei Wochen stand fest, dass dieser Timothy Allen nur wenige Wochen in New York gelebt hatte. Woher er kam, konnte allerdings nicht schlüssig ermittelt werden. Und wie dieser Timothy Allen drei Jahre zuvor in New York wegen Drogendelikten verhaftet werden konnte, obwohl er in dieser Stadt vor Oktober 2009 keinerlei Spuren hinterlassen hatte, blieb für die privaten Ermittler ein Rätsel.
Doch mit all diesen Informationen saß Lena Publobsky wenige Stunden später wiederum vor dem Pult von Detective Lieutenant Dasher. Dieser schüttelte nach ihrer Aussage und der Beschwerde über seine lahme Arbeit bloß den Kopf, nicht zustimmend, sondern mit einem verbissen wirkenden, fast ärgerlichen Ausdruck im Gesicht.
»Sie können Ihren Bruder nicht mehr lebendig machen, Miss Publobsky, egal, was Sie noch alles über diesen kleinen Drogendealer herausbekommen sollten. Besser, Sie finden sich endlich mit dem Tod Ihres Bruders ab. Er war ganz einfach zur falschen Zeit am falschen Ort.«
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