Joachim Oelßner - Großfamilien-Bande
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Der Weg nach Europa erscheint nicht nur als Flucht vor Armut, er stellt ebenso eine Abkehr von überlebten Sitten und Gebräuchen dar.
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Irgendwann meinte Lydia, dass es Zeit sei, einen Arzt zu konsultieren.
„Ach was, Frauen bekommen seit Adam und Eva Kinder, mit und ohne Quacksalberei“, war der Kommentar ihrer Freundinnen.
„Ich werde einen Arzt konsultieren, nicht nur weil mein Theo darauf besteht, ich will es!“, entgegnete Lydia entschlossen. „Ich möchte nicht seinen früheren Frauen folgen.“
Lydia ging zu einem Frauenarzt, der sie zu einem weiteren Spezialisten schickte. Das Ergebnis teilte der Arzt ihr und Theo gemeinsam mit. Das Problem seien die vielen und teils großen Myome.
Ihren Freundinnen wich Lydia aus. Es war ihr unangenehm, von den Myomen in ihrem Körper zu sprechen. So berichtete sie von Belanglosigkeiten. Doch ihre Zuhörerinnen kannten die Schwangere gut genug, um das Unaufrichtige in ihrer Stimme herauszuhören. Die Schneiderwerkstatt wurde immer seltener der Ort eines geselligen Schwatzes. Mit Sorge und wachsendem Misstrauen verfolgten die Freundinnen Lydias Schwangerschaft.
„Erika, hast du schon gehört? Auch Lydia soll mit ihrer Schwangerschaft Probleme haben. Es heißt sogar, dass sie sterben könnte,“ berichtete entsetzt Makombi eines Tages. „Die Schwangerschaft ist bereits zu weit fortgeschritten, um abzutreiben. Bald stellt sich wohl die Frage, ob Mutter oder Kind oder alle beide. Schrecklich.“
„Das ist doch nicht möglich, das gibt es nicht!“, stöhnte Erika vor Verzweiflung. „Bereits zwei Frauen von Theo sind bei der Entbindung gestorben, die Kinder ebenfalls. Gibt es so etwas wirklich? Ist das normal?“, flüsterte sie.
Makombi und Erika teilten ihr Wissen und ihre Befürchtungen auch den anderen Frauen der Großfamilie und des Wohnviertels mit. Fast einhellig waren sie der Meinung, dass dies nicht normal sein könne. Immer wieder entzündeten sich die Gemüter an dem Umstand, dass bereits zwei Ehefrauen von Theo bei der Entbindung verstorben waren und mit ihnen ihre Kinder. Schnell waren sich die Frauen einig, dass hier seltsame Kräfte ihr Unwesen trieben. Dennoch schlugen die meisten von ihnen vor, die kommenden Tage und Wochen abzuwarten, wie sich alles entwickeln würde. Nur wenige Freundinnen, darunter Makombi, meinten, es vielleicht besser sei, einen Nganga-Nkisi um Rat zu fragen.
Es blieb den Frauen nicht verborgen, dass Lydia vor der Zeit gebeten wurde, das Hospital aufzusuchen. Makombi, Erika und einige andere Frauen begleiteten Lydia und Theo zum Krankenhaus. Auf dem Weg dorthin konnten sie ihre Besorgnis kaum für sich behalten, obwohl es ihre Absicht war, der Schwangeren Hoffnung und Mut zuzusprechen. Zugleich fühlten sie sich von ihrer Freundin Lydia zurückgewiesen, da sie offensichtlich lieber mit Theo allein gewesen wäre. Selbst die bösen Blicke der Freundinnen auf Theo bewirkten keine Veränderung in Lydias Verhalten. Offenbar wollte Lydia nicht einsehen, dass Theo der Urheber allen Übels war.
Die Freundinnen warteten, bis Theo wieder aus dem Krankenhaus kam, um ihn nicht nur mit bösen Blicken, sondern auch mit ihren Fragen zu konfrontieren: „Wie kommt es, dass deine ersten beiden Frauen und ihre Kinder bei der Entbindung starben und Lydia offenbar das gleiche Schicksal bevorsteht?“
„Was kann ich euch sagen? Der Tod meiner beiden ersten Frauen lastet noch immer als eine schwere Bürde auf mir. Es wäre für mich der Schrecklichste der Schecken, wenn Lydia das gleiche Schicksal zugedacht sein sollte. Ich bete für sie, dass alles gut wird, und das solltet ihr auch tun.“
Die Freundinnen sahen nur noch, wie Theo sich von ihnen abwendete und schnellen Schrittes davon ging. „Da quält wohl jemand ein schlechtes Gewissen“, war ihr einhelliger Kommentar.
Die Frauen waren mit Theos Worten nicht nur nicht einverstanden, sie waren empört. In den folgenden Tagen besprachen sie immer wieder Lydias Schicksal.
„Gebetet haben wir auch für seine anderen Frauen, und es hat nichts geholfen“, klagte Makombi. „Vielleicht kann doch nur ein Nganga-Nkisi, das Leben unserer Freundin retten. Und falls nicht, kann er uns zumindest den Verantwortlichen für den Tod dieser drei Frauen und ihrer Kinder nennen.“
Regina wandte ein, dass möglicherweise alle drei Frauen an einer tödlichen Krankheit gelitten hätten, die erst mit der Schwangerschaft sichtbar geworden sei. „Was könnte ein Mann damit zu tun haben? Gut, er pflanzt seinen Samen in die Frau, damit sie schwanger wird. Wie allen bekannt ist, wollte das Lydia wie die anderen zwei Frauen vor ihr auch. Aber kann der Samen eines Mannes giftig sein? Davon habe ich noch nie gehört! Wie also könnte Theo die Ursachen dieser Übel sein? Sogar auf dem Weg ins Krankenhaus war Lydias Liebe zu Theo sichtbar.“
„Männer sind zu jeder Schlechtigkeit fähig!“, erwiderte entrüstet Makombi. „Es ist doch nicht normal, dass seiner jetzigen Ehefrau das gleiche Schicksal droht wie den beiden Frauen vor ihr! Da muss irgendetwas Böses dahinterstecken, das wir nicht erkennen, ein Nganga-Nkisi mit einer starken Verbindung zu einem Ndoki aber vermutlich schon.“
Zögernd fragte Erika, was das bringen solle. „Ein Nganga-Nkisi hat keine Ahnung von Frauenkrankheiten. Ist er wirklich in der Lage, die Ursache dieser Unsäglichkeiten zu benennen?“
Mit der Hoffnung, dass am Ende vielleicht doch alles gut ausginge, entschieden die Frauen, die Entbindung abzuwarten. Einen Nganga-Nkisi über Frauendinge zu befragen, fanden sie doch etwas heikel.
Die Frauen verfolgten weiter aufmerksam Lydias Schicksal. Auch zogen sie ihre eigenen Schlüsse aus Theos Verhalten, der immer wortkarger wurde, Kontakte mied und sich immer mehr zurückzog. Zwar gaben die Ärzte den Freundinnen keine Auskunft, aber sie hatten genügend Möglichkeiten in Erfahrung zu bringen, was sie wissen wollten. Das, was sie hörten, war überhaupt nicht ermutigend.
Von Lydias Freundinnen verfügte Makombi die besten Kontakte zu Lydias Familie. Wiederholt tauschten Makombi und Lydias Eltern ihre Gedanken zu Lydias Gesundheitszustand und zu Theo aus. Mittlerweile gingen auch die Eltern von dem Schlimmsten für ihre Tochter aus. In Theo sahen sie den Urheber für diese Tragödie. Sie bestärkten Makombi in ihrem Entschluss, einen Nganga-Nkisi aufzusuchen. Dieser solle letzte Gewissheit über Theos Schuld bringen. Wenn schon ihre Tochter nicht mehr gerettet werden könne, solle wenigstens der Verantwortliche seiner gerechten Strafe zugeführt werden. Sie waren sich darin einig, dass bei einer Geburt für eine Frau stets Lebensgefahr besteht. Aber gleich bei drei Frauen? Da mussten unheilvolle Kräfte am Werk sein.
In dieser beängstigenden Lage beschlossen die Frauen schließlich, Makombis Vorschlag zu folgen und sich an einen Nganga-Nkisi, der auch bekannte gute Verbindungen zu einem Ndoki hat, zu wenden. Dieser wohnte im gleichen Stadtviertel wie Lydias Großfamilie und kannte die stadtbekannte Geschichte von Theo und seinen drei Frauen. So war er nicht überrascht, als eines Tages Makombi mit vier Freundinnen bei ihm anklopfte. Sie trugen dem Nganga-Nkisi die Geschichte von Theo und seinen ersten beiden Frauen vor, offenbar folge nun die Dritte ihren Vorgängerinnen.
Der Nganga-Nkisi warf kleine Steine und Knöchelchen auf ein vor ihm ausgebreitetes Tuch. Er hütete sich zwar, Theos Namen direkt zu nennen, erklärte jedoch, dass offenkundig ein böser Geist oder ein Tati-Wata aus der Unterwasserwelt sein Unwesen treibe und einen Ndoki geschaffen habe. Offenbar sei er auf einer bestimmten Art und Weise mit allen drei Frauen verbunden oder habe irgendeine Art spirituelle Beziehung zu ihnen. Dieser müsse zur Rechenschaft gezogen werden, um weiteres Unglück zu vermeiden.
Für die Frauen war der Übeltäter mit diesen Worten zur Genüge charakterisiert.
Makombi fragte, was sie tun könnten, um künftig Schlimmes zu vermeiden.
Wortlos schob der Fetischeur den Frauen ein Pulver zu und verabschiedete sie. Sie bezahlten ihn mit zwei Hühnern.
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