Günther Dümler - Mords-Brand

Здесь есть возможность читать онлайн «Günther Dümler - Mords-Brand» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Mords-Brand: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Mords-Brand»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Im Nachlass einer alten Dame finden Müllmänner unter allerlei Gerümpel eine brisante Urkunde. Wenn sie echt ist, muss die Geschichte des kleinen fränkischen Dorfes Röthenbach neu geschrieben werden. Der Bürgermeister hegt keinerlei Zweifel, denn das Dokument datiert die erste geschichtliche Erwähnung um weitere 95 Jahre zurück und beschert seiner Gemeinde und vor allem ihm nur 5 Jahre nach der umjubelten 800-Jahrfeier ein weiteres Großereignis: das 900-jährige Jubiläum des Ortes.
Dem Anlass angemessen soll ein Gemeindefest von noch nie dagewesener Großartigkeit stattfinden. Ein Theaterstück wird in Auftrag gegeben, das dem staunenden Publikum den in besagter Urkunde erwähnten Totschlag an dem Röthenbacher Bauern Hinz Laumer durch den Schankwirt Eberhard Beringer aus Heinerslohe anschaulich vor Augen führen soll. Ein Mittelaltermarkt, Gaukler, Minnesänger und Barden sollen das Publikum und mit ihm deren wohlgefüllte Geldbeutel anlocken.
Aber die Vorfreude wird durch mehrere tödliche Unfälle getrübt. Ein Feuerwehrmann kommt infolge seines Wagemuts im Verlauf eines Brandeinsatzes ums Leben, ein weiterer Helfer der freiwilligen Feuerwehr erleidet beim Königsschießen im Festzelt eine tödliche Verletzung. Zufall? Ein Fluch? Ein Racheakt?
Peter Kleinlein steckt seine Nase in das brisante Gemisch aus Rauch, Pulverdampf und Intrigen und bringt nicht nur seine Ehefrau Marga, sondern auch die Polizei gegen sich auf.

Mords-Brand — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Mords-Brand», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Das gesuchte Testament lag tatsächlich, genau wie Eleonore Lippl ihrer Pflegerin anvertraut hatte, mit gestochen scharfer Handschrift und mit dunkelblauer Tinte abgefasst und in einem braunen Umschlag steckend, zwischen zwei Lagen der erwähnten Bettwäsche. In der Küchenschublade fanden die beiden Frauen zudem einen Brief nebst Umschlag, der die Adresse des Gesuchten, ebenfalls eines Herrn Lippl, als Absender trug. Es ging die Beiden zwar nichts an, doch vor der Untugend der Neugierde sind auch Amtspersonen und aufopferungsvolle Engel im Dienste der Allgemeinheit und insbesondere der Kranken nicht gefeit. So erfuhren sie, dass der betreffende Mann vor einem Vierteljahr erst die liebe Großmutter um eine Finanzspritze in nicht erwähnter Höhe gebeten hatte, mit der Begründung, dass sie auf Grund ihres hohen Alters mit weltlichen Reichtümern nicht viel anfangen könne, er aber damit einem nicht näher bezeichneten, äußerst lukratives Vorhaben den entscheidenden Anschub geben könnte.

Ob sie dem Ansinnen nachgegeben hatte, wusste man nicht und man konnte es auch nicht erfahren, ohne den gesamten Haushalt auf den Kopf zu stellen, wovon man aus Gründen des angeborenen Anstands und der gebotenen Pietät schließlich doch absah.

„Scho ungewöhnlich, dass heidzudaach nu jemand Briefe schreibd. Abber wahrscheinli iss nedd anders ganger, wall sich die Frau Libbl, obwohl ich ihr dess ja immer widder angeradn hobb, einfach ka Dellefon zulegn hodd wolln“, meinte die Gemeindeschwester.

„Wohrscheinli wars rer zu deier“, steuerte Frau Siebenkäs, die Teilzeitgemeindesekretärin, eine naheliegende Vermutung bei.

„Möglich“, meinte ihre Mitstreiterin, „aber sie hodd aa zu mir immer gsachd: Woss solli denn mid an Dellefon? Mich rufd doch ka Mensch nedd an und ich kenn aa kann, mit dem ich dauernd über so einen Abbarad blaudern müsserd.“

Was auch immer der Grund für ihre Abneigung gegen das Telefonieren war, spielte nun, nach ihrem Tod ohnehin keine Rolle mehr. Und die Adresse des gesuchten Verwandten stand ja nun ebenfalls zur Verfügung.

„Schreiben brauchi dem abber nedd, dess dauerd ja vill zu lang. Bis dou hie muss die arme Frau doch scho längsd beerdichd werdn. Ich schau amal, ob ich zu derer Adress a Rufnummer ausfindich machen konn. Dann dellefonier in glei an, dasser so schnell wie möglich kummd.“

So wurde es dann auch gemacht und daher war es kein Wunder, dass bereits tags darauf im Laufe des Vormittags der vermeintliche Erbe auf dem Gemeindeamt vorstellig wurde. Er hatte Glück Frau Siebenkäs persönlich anzutreffen, denn die Größe der Gemeinde, beziehungsweise der Mangel an derselben, brachte es mit sich, dass das Büro nur stundenweise besetzt war. Ob es nun an seinem Pflichtbewusstsein lag oder eher andere Gründe vorlagen, jedenfalls hatte der trauernde Enkel keine unnötige Zeit verstreichen lassen.

Obwohl das Testament erst vom zuständigen Amtsgericht geprüft und anerkannt werden musste, damit in Folge dessen ein entsprechender Erbschein ausgestellt werden konnte, hatte Frau Siebenkäs keine Bedenken, dem Herrn Lippl, als der er sich zweifelsfrei ausweisen konnte, den Schlüssel zum Trauerhaus auszuhändigen, damit er sich wenigstens die Übernachtungskosten im Goldenen Adler ersparen konnte, welche seine aktuellen finanziellen Möglichkeiten über Gebühr auf die Probe stellen würden, wie er beschämt zugeben musste. Würde die Großmutter noch leben, so hätte er schließlich auch dort Quartier genommen. Bezüglich etwaiger, auf ihrem Weg ins himmlische Jenseits herumirrender Seelen oder anderer Beklemmung verursachender Umstände hatte der Mann keine Bedenken. Er schien eher der praktische Typ zu sein. Frau Siebnkäs‘ ebenso praktische Veranlagung machte es ihr leicht dieser überzeugenden Argumentation zu folgen.

Feuerabend

Es ist wieder einmal Freitagabend. Eine gut gelaunte Schafkopfrunde blättert einen Trumpf nach dem anderen auf den massiven Stammtisch des Goldenen Adlers. Münzen werden hin- und hergeschoben, allerdings in überschaubarer Zahl. Um ein Vermögen geht es hier nicht, sondern ausschließlich ums Vergnügen. Peter Kleinlein und seine Freunde genießen ihren Feierabend. Die Freunde, das sind Simon Bräunlein, der Dorfmetzger, Lothar Schwarm, Inhaber des gleichnamigen Friseursalons sowie dessen Lebensgefährtin Maria Cäcilia Leimer, die Betreiberin des angeschlossen Schönheitsstudios. Der zweite Vorname Cäcilia kommt allerdings nur bei besonders offiziellen Anlässen in Gebrauch, wenn zum Beispiel eine Amtshandlung ansteht oder die Maria von einer solchen träumt, einer Hochzeit etwa, was aber momentan im wirklichen Leben kein Thema ist, jedenfalls nicht für den Lothar. Noch nicht. Oder er wird benutzt, wenn der Lothar ein ernstes Wörtchen mit ihr zu reden hat. So wie jetzt.

„Maria Cäcilia! Warum hosd nern nedd die Schellnsau gschmierd, wäi ich dem Beder sei Blaue gschdochn hobb? Nou hädd mer logger gwunner!“

„Riad doch koin solchn Schmarrn, Lothar. Zu den Zaidbunkt hobb i doch no goar niad wissen könna, dass mir zwoi zsammerspöhln.“

Das Ö in dem Wort zsammerspöhln, also zusammenspielen, das, so wie Maria selbst aus dem Oberpfälzischen stammt, muss auf eine ganz besondere Weise ausgesprochen werden. Richtig betont klingt es so, wie wenn der betreffende Laut ausschließlich dafür geschaffen wäre, um Ekel oder Abscheu zum Ausdruck zu bringen, etwa angesichts einer verdorbenen Speise, etwa einem Krug sauer gewordener Milch oder beim Einatmen des übelriechenden Inhalts einer seit mehreren Wochen nicht mehr ausgeleerten Biomülltonne bei 35 Grad im Schatten. Mit stark gerümpfter Nase und angespannten Halsmuskeln eben und irgendwo zwischen 30 Prozent Ü und 70 Prozent Ö. Je nach Herkunft innerhalb der Oberpfalz verschieben sich die Prozentanteile beider Buchstaben zudem beliebig.

Die Maria ist keineswegs eine Anfängerin in der hohen Kunst des Kartenspielens und kennt sich mit den zahllosen offiziellen und eher noch zahlreicheren inoffiziellen Regeln des Schafkopfspiels perfekt aus. Sie ist vor einigen Jahren aus dem idyllischen Schönkirch in der hintersten Oberpfalz oder Schöikiach, wie sie den Ort selber auszusprechen pflegt, zu ihrem Lebensgefährten Lothar gezogen, nachdem sich die beiden auf einer abenteuerlichen Rundreise durch Ägypten kennen- und lieben gelernt hatten. Und Schafkopf beherrscht man dort, wo sie herkommt, schon von Kindesbeinen an. Es gehört dortzulande quasi zur Grundausbildung, es rangiert in der Reihenfolge der wichtigsten Vorschulfächer noch weit vor dem Hochdeutschen.

Die ebenfalls anwesenden Ehefrauen von Peter und Simon, Marga und Gisela saßen etwas abseits in ein Gespräch vertieft bei einem Glas Wein. Die Kartelrunde hatte nun schon über eine Stunde ihr Vergnügen gehabt und es wurde daher Zeit für die obligatorische Essenspause. Zudem hatte die Fülle der Gesprächsthemen ein wenig nachgelassen, der Redefluss war im Moment sogar ziemlich ins Stocken geraten, so dass sich Giselas Magen schon seit einiger Zeit in Form eines unüberhörbaren Knurrens bemerkbar machen konnte.

„Hobb etz, Herrschafdn. Letzde Runde, dann bschdell mer woss zum Essn. Mir grachd scho ganz der Moong. Ich hobb seid heid in der Fräih nix mehr zum Essn ghabd. Vor lauder Gschäfd binni heid nedd amal zum Middoochessn kummer. Dess mou mer si erschd amaal durchn Kobf gäih lassn. Normaal iss dess fei nedd. Im wahrsdn Sinn des Wordes wäri ball inmiddn von an goudn Zendner Worschd und ann ganzn Berch Fleisch bei lebendichn Leib verhungerd. Kännd er eich dess vuurschdelln?“

Das konnte und wollte niemand am Tisch, sie selbst eingeschlossen. Angesichts Giselas properer Figur konnte man gut und gerne davon ausgehen, dass ihren vollen Backen selbst eine mehrwöchige Nulldiät keinen wirklich bedrohlichen Schaden zufügen könnte, sondern eher eine förderliche Wirkung haben würde. Alle vier waren sie prall und rund. Aber egal. Hunger oder zumindest Appetit hatten auch die anderen.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Mords-Brand»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Mords-Brand» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Günther Dümler - Mords-Krach
Günther Dümler
Günther Dümler - Mords-Kerle
Günther Dümler
Günther Dümler - Mords-Urlaub
Günther Dümler
Günther Dümler - Mords-Zinken
Günther Dümler
Günther Dümler - Mords-Wut
Günther Dümler
Günther Dümler - Mords-Zirkus
Günther Dümler
Günther Dümler - Mords-Therapie
Günther Dümler
Günther Dümler - Mords-Fasching
Günther Dümler
Günther Dümler - Mords-Schuss
Günther Dümler
Günther Dümler - Mords-Brocken
Günther Dümler
Günther Dümler - Mords-Schuld
Günther Dümler
Отзывы о книге «Mords-Brand»

Обсуждение, отзывы о книге «Mords-Brand» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x