Günther Dümler - Mords-Brand

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Im Nachlass einer alten Dame finden Müllmänner unter allerlei Gerümpel eine brisante Urkunde. Wenn sie echt ist, muss die Geschichte des kleinen fränkischen Dorfes Röthenbach neu geschrieben werden. Der Bürgermeister hegt keinerlei Zweifel, denn das Dokument datiert die erste geschichtliche Erwähnung um weitere 95 Jahre zurück und beschert seiner Gemeinde und vor allem ihm nur 5 Jahre nach der umjubelten 800-Jahrfeier ein weiteres Großereignis: das 900-jährige Jubiläum des Ortes.
Dem Anlass angemessen soll ein Gemeindefest von noch nie dagewesener Großartigkeit stattfinden. Ein Theaterstück wird in Auftrag gegeben, das dem staunenden Publikum den in besagter Urkunde erwähnten Totschlag an dem Röthenbacher Bauern Hinz Laumer durch den Schankwirt Eberhard Beringer aus Heinerslohe anschaulich vor Augen führen soll. Ein Mittelaltermarkt, Gaukler, Minnesänger und Barden sollen das Publikum und mit ihm deren wohlgefüllte Geldbeutel anlocken.
Aber die Vorfreude wird durch mehrere tödliche Unfälle getrübt. Ein Feuerwehrmann kommt infolge seines Wagemuts im Verlauf eines Brandeinsatzes ums Leben, ein weiterer Helfer der freiwilligen Feuerwehr erleidet beim Königsschießen im Festzelt eine tödliche Verletzung. Zufall? Ein Fluch? Ein Racheakt?
Peter Kleinlein steckt seine Nase in das brisante Gemisch aus Rauch, Pulverdampf und Intrigen und bringt nicht nur seine Ehefrau Marga, sondern auch die Polizei gegen sich auf.

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„Verfluchter Köter! Verschwinde!“

Zeitgleich versetzte er Margarethe Becks Liebling einen heftigen Fußtritt, der den tapferen Verteidiger der Schutz- und Wehrlosen augenblicklich aus der Kampflinie entfernte. Danach wankte er, so schnell es sein erhöhter Alkoholspiegel zuließ, an den im ersten Moment völlig verdutzten Frauen vorbei und verschwand bald danach im Dunklen. Die vier Damen konnten nur noch konsterniert hinter ihm her blicken.

„Woss war ner dess für anner?“, erkundigte sich eine davon. „Den hobbi bei uns dou noch nie gseeng.“

„Dess iss mir worschd! Der hodd mein Schatzi dreedn. Abber ich hobb mer sei Gsichd genau gmergd. Den werri helfn!“, schimpfte die Gredl.

Das mit dem Helfen darf man nicht gar zu wörtlich nehmen. Im Gegenteil. Wenn der Franke sagt, dem werd ich helfn oder gar dem werd ich in die Schlabbn nei helfn, dann meint er damit, dass er dem so bedachten zur Not mit einer Mordsdrumm Schelln, einer Ohrfeige also, nachhelfen werde, sein Unrecht einzusehen.

„Der brauchd si bei mir nimmer bliggn lassn, sonst gibds woss! Abber wahrscheinli iss dess sowieso a Fremder, der im Adler über Nachd abgschdiegn iss, irchnd a Verdreeder odder a Monteur hald“ vermutete die Gredl, befürchtend, dass sie auf ihre Rache verzichten musste.

„Abber dou gäihds doch gar nedd zum Adler, eher wech dervo“, hakte die erste Sprecherin nach.

„Woss wass ich, vielleichd maand er, er mou sein vullgsuffner Kobf nu aweng in die frische Lufd haldn, bevor dass er ins Bedd gäihd. Herrschafd, dass dee Mannsbilder aa immer su saufn mäin! Woss ner dou gar su schäi droo iss?“

Margarethe Beck sprach aus langjähriger Erfahrung.

„Kumm Schatzi“, sagte sie kurz darauf an ihren leise winselnden Mischling gewandt, „gänger mer hamm, etz hosd ja scho brav dei Wisserla gmachd und dann bfleechd di die Mamma widder gsund!“

Ein Krankenbesuch

Die Gemeindeschwester ist rechtschaffen müde von einer schier endlos langen, nahezu völlig durchwachten Nacht, die sie mit einer Engelsgeduld am Krankenbett eines ihrer Patienten verbracht hat. Von einigen wenigen kurzen Phasen erschöpften Wegduselns abgesehen hatte sie kein Auge zugemacht. Ungeachtet der widrigen Umstände macht sie sich aber trotzdem pflichtbewusst auf ihre allmorgendliche Tour. Es hilft sowieso nichts, die Alten und Kranken warten bereits sehnsüchtig auf sie, auf die tägliche Tablettenration, die Insulinspritze, ein aufmunterndes Wort. Das alles hat Adele Heller im Gepäck. Auf sie ist Verlass. Immerhin kann sie seit ungefähr einem Monat ein nagelneues E-Bike ihr eigen nennen, was die Anstrengungen ein bisschen erträglicher macht.

Eben biegt sie in den schmalen, von üppig blühenden Hecken gesäumten Dahlienweg ein, wo ihre letzte Patientin für heute früh wohnt und wahrscheinlich schon ungeduldig auf sie wartet. Eleonore Lippl ist eigentlich eine ganz Liebe, sie kann aber nicht mehr gut laufen und ist deshalb auch ab und zu etwas unleidlich. Geduld erwächst den Menschen nicht automatisch mit zunehmendem Alter, auch nicht als wohlverdiente Kompensation für die sich unaufhaltsam ausbreitenden Gebrechen, die damit einhergehen. Das Treppensteigen ist seit einem häuslichen Unfall vor zirka vier Monaten kaum mehr möglich, weshalb sie seither auch die Nächte im Wohnzimmer ihres kleinen Einfamilienhauses zubringt, wie mit unsichtbaren Ketten an eines dieser zwar unheimlich praktischen, vielfach verstellbaren, letztendlich aber deprimierenden Krankhausbetten gefesselt. Auch bezüglich ihres Allgemeinzustands steht es nicht gerade zum Besten. Der Arzt hat ihre Verfassung wohl als relativ stabil eingestuft, konnte sich aber die Bemerkung nicht verbeißen, dass dies im gesegneten Alter von 89 Jahren keine Garantie für ein ewiges Leben bedeutet.

„Gell, Frau Lippl, sie verstehn mich scho richdich. Uns gehds für unser Alder schon noch ganz guud, abber überdreim derf mers nadürlich nimmer. Abber dess wissns ja selber. Schön vorsichdich, brav unsre Dableddn nehmer und wenn alles guud gehd, dann wermer vielleichd sogar noch Hundert. Alles iss möglich. Besser wärs nadürlich, sie häddn eine dauerhafde Pflege. Dess wär dess allerbesde.“

Warum Ärzte so gerne in der Wir-Form reden, auch wenn sie ausschließlich ihren Patienten meinen, das konnte bislang noch niemand ergründen und es wird wohl auf ewig ein Geheimnis bleiben. Ob man ihnen dieses Verhaltensmuster schon während des Studiums beibringt? Als vertrauensbildende Maßnahme sozusagen? Die Aussage des Arztes „Alles ist möglich“ hingegen darf man getrost wortwörtlich nehmen, im positiven wie im negativen Sinn. Es ist eine altbekannte Tatsache, dass jede noch so kleine Erkältung, die ein Junger nahezu unbemerkt wegstecken würde, bei bettlägerigen Menschen schnell in eine lebensbedrohlichen Krise münden kann. In ein Pflegeheim würde er sie gerne einweisen, meinte der Hausarzt, wo ihr aufgrund ständiger Kontrollen rund um die Uhr die beste Betreuung und höchstmögliche Sicherheit garantiert sein würde.

Ob die alte Frau Lippl das alles richtig verstanden hatte, kann niemand mit Sicherheit sagen. Es gibt bei ihr hoffnungsvolle Tage, an denen sie glockenhell im Kopf ist, aber auch andere an denen man alles mindestens dreimal sagen muss bis die verständige Miene der guten Eleonore wenigstens einigermaßen den Eindruck vermittelt, die Botschaft sei zumindest rudimentär angekommen. Ob sich nun ihre Aufnahmefähigkeit zum Zeitpunkt dieses ärztlichen Ratschlags gerade im oberen oder unteren Bereich auf der ausgedehnten Skala ihrer möglichen geistigen Zustände befand, das konnte niemand zuverlässig sagen. Auf jeden Fall kam die durchaus gut gemeinte Empfehlung nicht sehr gut an. Ganz gewiss nicht. Im Gegenteil, sie wurde sogar als ernste Bedrohung empfunden. Die Seniorin reagierte richtiggehend zornig und schlug mit beiden Fäusten heftig auf die Bettdecke. Wäre ihr das Aufstehen noch leichter gefallen, dann hätte sie zweifellos zornig mit dem Fuß aufgestampft wie ein unartiges Kind. Kontrolle rund um die Uhr! Das war genau das, was sie auf keinen Fall wollte. Den freien Willen abgeben, auf die Stufe eines unmündigen Kleinkinds reduziert werden. Niemals! Und sie wollte schon gar nicht ins Heim, nicht weg von ihrem Zuhause, nicht weg von ihrer gewohnten Umgebung und dem aufgrund der Umstände mittlerweile etwas ungepflegten, aber innig geliebten Garten. Und schon gar nicht fort von ihrem treuen Freund, dem munter vor sich hin zwitschernden türkisfarbenen Wellensittich Hansi, der während langer einsamer Tage ihr einziger Ansprechpartner ist.

Eine richtige kleine Quasselstrippe ist der quicklebendige Bursche. Seinen Namen und sogar die Adresse bringt er mehrmals am Tag zu Gehör, gerade so, als wollte er sich seinem futterverschmierten Ebenbild, das ihm aus einem von der Käfigdecke herabhängenden runden Spiegel entgegenblickt, immer wieder aufs Neue formvollendet vorstellen. Ein Eindruck, der durch sein eifriges Nicken in Richtung des vermeintlichen Spielkameraden sogar noch bekräftigt wird. Hansi Lippiiih, Da-i-enweg dreizeeehhn! Mit dem L hat er so seine Probleme. Das darf er auch, schließlich ist er kein vollwertiger Papagei, sondern lediglich ein viel kleiner unbedeutender Verwandter.

Adele Heller stellt das Fahrrad am Zaun ab und holt mit geübten Griffen ihre Utensilien aus der rechten Packtasche. Das Blutdruckmessgerät bringt sie immer mit, die Tabletten und die Spritzen lagern griffbereit im abschließbaren Fach des Badezimmerschranks der alten Dame. Seit die Patientin nicht mehr richtig Treppen steigen kann hat die Schwester einen eigenen Hausschlüssel. Das ist praktisch und erspart der Frau Lippl unnötige Schmerzen, die ihr jeder vermeidbare Schritt bereiten würde.

„Guten Morgen! Guten Morgen meine Liebe! Die Schwester Adele ist da!“, trällerte sie mit freundlicher Stimme und dem professionellem Singsang der typischen Krankenschwester in den altmodischen Hausflur hinein.

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