Im Laufe der Zeit, gab es für diese beiden nur die Frage Krieg, mit tausenden Toten auf beiden Seiten oder Heirat und das Land würde sich auf friedlicher Ebene vereinen. << erzählt er und meine Gedanken überschlagen sich gerade zu.
Bei Gott, haben mir meine Träume nicht genau das gezeigt? Habe ich nicht den Moment erlebt, indem sie das Bündnis geschmiedet haben?
Mir wird speiübel und um mich vor dem zu schützen, was noch kommt, ziehe ich die Beine an, um sie mit meinen Armen zu umschlingen.
>> Diese besagten Clans, schmiedeten ein Bündnis zwischen Leonore, der Tochter der Sinclair’s, und dem Sohn der Campbell’s, der Akira genannt wurde. Der Clan der Sinclair, würde somit in den der Campbell übergehen und das Fortbestehen der Familie wäre gesichert. Keiner von ihnen brauchte noch Angriffe anderer zu fürchten, denn die Größe des Clans, ließ die übrigen vorsichtig werden.
Leonore und Akira wurden Attribute wie Stolz, Klugheit, Bescheidenheit, Sanftmut, aber auch eine harte Hand nachgesagt. Es hieß lange Zeit, dass die beiden nach einigen Startschwierigkeiten glücklich waren und sie haben mit ihrem Bündnis viele Ländereien durch gute Bewirtschaftung erblühen lassen.
In meiner Familie, die sich schon seit Generationen mit den Ahnen beschäftigt, wurde herausgefunden, dass nicht alles so rosig war wie es schien.
Die Hindernisse, die sie zu umschiffen hatten, haben viele Opfer gefordert und am Letzten, scheinen sie gescheitert zu sein, sodass sich die Geschichte wiederholen wird, bis auch die letzten Aufgaben erfüllt wurden. << endet er vorerst und sieht mich aufmerksam an.
>> Super Geschichte, ehrlich, aber was willst du mir damit sagen? <<
Auf meinem ganzen Körper haben sich die Haare aufgestellt und eine innere Kälte scheint von ihm Besitz ergriffen zu haben. Mir schwant, worauf er hinauswill, doch das hört sich so surreal an, dass das was er andeutet, einfach nicht wahr sein kann.
>> Du hast seit kurzer Zeit merkwürdige Träume, richtig? Sie zeigen dir eine andere Zeit und fühlen sich anders an. Realer als üblich, richtig? <<
Ich bin nicht in der Lage ihm seine Vermutungen zu bestätigen, mir ist das alles zu viel. So etwas ist einfach nicht möglich.
>> Mir ist klar, dass das ziemlich viel auf einmal ist und du musst mir auch nicht sofort antworten. Wenn ich dir ins Gesicht sehe, brauche ich keine weiteren Beweise. Ich weiß, dass diese Geschichte der Wahrheit entspricht. Ebenso, wie die Aufgaben, die erfüllt werden müssen. Wenn du möchtest und mir weiter zuhörst, kann ich dir alles beweisen. Ich kann dir beweisen das ich Recht habe.<<
Vielleicht bin ich ja noch immer in einem Traum gefangen und wenn ich jetzt die Augen schließe, wache ich auf.
>> Du bist Leonore wie aus dem Gesicht geschnitten, ebenso wie ich es bei meinem Ahnen bin. Dein zweiter Name geht sogar auf sie zurück. Es gibt eine Prophezeiung über uns beide, die besagt, dass die Nachfahren beider Geschlechter ihr Land beschützen können, indem sie die Prüfungen bestehen.
Es heißt du seist stark, furchtlos und klug, genauso wie ich. Um unsere Vergangenheit zu einen, ziehen wir uns magisch an, denn nur gemeinsam sei es uns möglich, unsere Aufgabe zu erfüllen. Sophie, sobald ich dich ansehe, habe ich das Gefühl ich würde aufhören zu existieren. Es gibt nur noch dich, sonst verblasst alles um mich herum. Wenn ich dich ansehe, kann ich einfach nicht mehr klar denken.
Bitte sei ehrlich zu mir und erzähle mir welche Träume du hast. Stehe zu deiner Vergangenheit und sage mir, dass du dich genauso fühlst, wenn du mich ansiehst. <<
Zwischen meinem Kopf und meinem Herzen findet ein rebellischer Kampf statt. Mein Kopf kann seinen Worten einfach nicht glauben. Mein Herz hingegen fühlt, dass er die Wahrheit ausgesprochen hat, so unglaubwürdig es sich auch anhören mag. Akira will mir anscheinend einen Moment Ruhe geben, um meine Gedanken zu sortieren. Er verlässt das Zimmer, ohne mich weiter zu bedrängen. Vielleicht ist ihm aber auch klar geworden, dass ich ihm nicht einfach bedingungslos vertraue, nur weil er mir eine solche Story aufgetischt hat.
Die Zeit, in der ich mit mir hadere, ob ich mit der Wahrheit herausrücken sollte oder nicht, scheint sich wie Kaugummi in die Länge zu ziehen und ich halte es auf meinem Platz nicht mehr aus. Nervös beginne ich Kreise zu drehen und versuche, das Für und Wider abzuwägen, als Akira den Raum wieder betritt. Er beobachtet mit erhobenen Brauen, wie ich im Zimmer umherwandere.
>> Vielleicht sollte ich dir von der Prophezeiung berichten, um dir deine Entscheidung zu erleichtern. Wie ich schon sagte, will ich das du mir vertraust. Dafür werde ich dir alles erzählen, was du wissen musst. <<
Er will mir alles erzählen, was ich wissen muss?
Was ist denn mit dem, was ich wissen will? Oder sind das ein und dieselben Dinge?
>> Bevor du weiterredest, muss ich erst mit Tamara sprechen. Dieses ähm, dieses Missverständnis spukt mir im Kopf herum und das kann ich gerade nicht gebrauchen. << halte ich ihn schnell auf, bevor er mit der nächsten Geschichte beginnen kann. Es ist zwar nur die halbe Wahrheit, doch so kann ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Ich entschuldige mich bei ihr und erkaufe mir etwas Zeit, um meine wirren Gedanken zu sortieren.
Widerwillig nickt er, doch ich kann es geradezu in seinem Gesicht ablesen, dass er alles andere als erfreut darüber ist. Von seiner Miene lasse ich mich nicht abschrecken und schiebe mich in einem weiten Bogen, um ihn herum. Mit großen Schritten nehme ich immer zwei Stufen auf einmal, bis ich vor Tami’s Zimmertür stehe und zaghaft klopfe. Unerwartet schnell öffnet sich diese, doch statt in ihres, blicke ich in Maxwell’s missmutiges Gesicht.
>> Ähm ich, ich wollte mich bei Tamara entschuldigen. Kann ich mit ihr sprechen? << frage ich unsicher und komme mir dabei selten dämlich vor.
>> Wenn sie es will. << kommt prompt seine Antwort, doch schon schiebt sich das Mädchen ins Sichtfeld, zudem ich wollte. Sie öffnet die Tür ein wenig weiter und gibt mir so zu verstehen, dass ich eintreten kann.
Es braucht einige Zeit, um ihr zu erklären, wie dieses Missverständnis ausgelöst wurde, doch nach einigen Sekunden Bedenkzeit nickt sie und drückt mich an sich.
Vor lauter Freude darüber, dass sie nicht mehr allzu böse auf mich ist, kommen mir die Tränen, die ich tapfer wieder nach unten kämpfe.
>> Es tut mir wirklich leid. << sage ich mit kratziger Stimme, doch sie winkt ab und erklärt mir, dass sie unter diesen Umständen wahrscheinlich genauso reagiert hätte. Maxwell hat während unserer Aussprache das Zimmer verlassen und so nutze ich die Gelegenheit, in der wir ungestört sind und frage sie nach ihrer Meinung zu dieser Geschichte.
>> Ich kann dir wirklich nicht sagen, ob die alle nur einen Knall haben, oder ob an der Sache tatsächlich was dran ist. Für mich hört sich das schon ganz schön abgedreht an, aber eine gewisse Anziehung zu dem Jungen da unten, kannst du nicht leugnen.
Ja, du bestreitest, dass du ihn interessant findest, aber vergiss nicht, dass ich dich schon ewig kenne und ich weiß, wann du einen Typen abcheckst. <<
>> Was? Ich habe ihn nicht abgecheckt. Wie kommst du darauf? <<
>> Von mir aus, aber diese Anziehung, von der er gesprochen hat, kannst du nicht leugnen. Im Garten warst du wie ein hypnotisiertes Schaf. Wahrscheinlich hättest du den ganzen Tag dagestanden und ihn angeglotzt.<< wendet sie ein und ich muss zugeben, dass dieser Moment schon ziemlich intensiv war.
>> Also denkst du, wenn das Stimmt, dann vielleicht auch alles andere? <<
>> Ich denke, du solltest dir den Rest auch noch anhören und dann in Ruhe eine Entscheidung fällen. Du warst schon immer ein Impulsiver Mensch, doch bei wichtigen Dingen hast du immer erst eine Zeit nachdenken müssen. Das solltest du auch jetzt tun. <<
Читать дальше