Lothar Beutin - Muttis Erben

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Berlin im November 2015. Als der angepasste Pharmamanager Herbert Hintersinn auf dem Weg in seine Firma einen Zwergpudel überfährt, ahnt er nicht, dass sein Leben damit eine entscheidende Wendung nimmt. Ausgerechnet er wird dazu bestimmt, Geschäftsbeziehungen mit der syrischen Pharmaunternehmen Erkalaat anzuknüpfen. Herbert merkt schnell, wer hinter diesem Betrieb steckt. Ein Fabrikant von Chemiewaffen, der an Substanzen zur Herstellung des Nervengifts Tabun interessiert ist. Im Spagat zwischen seinem Gewissen und der Loyalität zu seiner Firma versucht Herbert, dieses Waffengeschäft zu verhindern. Seine Freunde Frank und Harry, die gegensätzlichen politischen Lagern angehören, drängen ihn dabei zu sehr unterschiedlichen Maßnahmen. Die Liebe zu seiner Kollegin Elsa gibt Herbert die Kraft, auf sich selbst zu vertrauen und sich aus gesellschaftlichen Zwängen zu lösen. Bei der entscheidenden Begegnung mit einem skrupellosen Terroristen beweist Herbert seine wahre Größe.

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Unsere Begegnung hatte vielleicht drei Minuten gedauert, doch mir war, als wäre eine Welt in mir zerbrochen. Eine Welt, die nur in meiner Vorstellung existiert hatte. Erika, die sich immer so progressiv gegeben hatte, war in die Rolle eines untertänigen Weibchens geschlüpft, das seinem Mann Kinder gebar.

„Sie hat mich die ganze Zeit über zum Narren gehalten!“ So betrogen wie jetzt hatte ich mich schon lange nicht mehr gefühlt. Das letzte Mal war es gewesen, als sie mir von der Affäre mit ihrem Arbeitskollegen erzählt hatte.

Ein Dachdecker, der gerade an mir vorbeiging, hatte meine Worte gehört. Er blieb stehen und betrachtete mich mit einem mitleidigen Blick: „ Woruff du dich bei die Weiba verlassen kannst!

Ich starrte ihm mit offenem Mund nach, wie er im Wiegeschritt weiterging, die Hände in die Taschen seiner schwarzen Zimmermannsweste gestützt. An seinem Gürtel baumelte ein schwerer Hammer wie ein Revolver bei einem Westernheld. Ich beneidete ihn um die Gelassenheit, mit der er die Dinge des Lebens sah.

Wahrscheinlich heißt sie auch nicht mehr Erika, sondern Fatma oder wie sonst auch immer, grübelte ich. Vielleicht hatte sie ihren Mann - sein Name war mir bereits wieder entfallen - bei einer ihrer Bauchtanzvorführungen kennengelernt. Der hatte sie dann ruckzuck, zu dem Heimchen umgekrempelt, das sie nun war. Zumindest wusste ich nun, dass Erika nicht mehr im BIFI arbeitete. Meine Sorge, jemand aus der Firma könnte sie dort treffen und von ihr erfahren, dass wir seit zwei Jahren geschieden waren, hatte sich damit erübrigt.

Der Zeitungsverkäufer stand immer noch am gleichen Platz. Er telefonierte und blieb dennoch im ständigen Blickkontakt mit den Kunden, die sich an den Einkaufswagen zu schaffen machten. Sein Lächeln, das so echt war, wie der Pelzmantel der Frau, die gerade eines dieser sperrigen Gefährte losmachte, setzte er auch bei mir wieder neu auf. Wenn er mich anspricht, bekomme ich einen Schreikrampf, dachte ich. So aufgewühlt war ich noch von der Begegnung mit Erika. Ich zerrte das Pfandgeld aus dem Schlitz und lief dann rasch zurück zu meinem Auto.

Auf dem Heimweg schwankte meine Stimmung zwischen Enttäuschung und Zorn. Schon unten an der Haustür hörte ich die Hunde von Gerlinde Steckenborn. Sie stand dafür, dass mein heutiger Tag sich zu einer Katastrophe entwickelt hatte. Auch sie sollte einmal erleben, wenn man es vor Gestank in der eigenen Wohnung nicht mehr aushielt. Butanthiol, das Sekret aus der Analdrüse des Stinktieres, würde selbst diese Person verzweifelt auf die Straße treiben. Mir entfuhr ein grimmiges Lachen, während ich zwei Stufen auf einmal nahm, um schnell in meine Wohnung zu gelangen.

Beim Verstauen meiner Einkäufe dachte ich immer noch an die Zufallsbegegnung mit Erika. Ich verstand immer noch nicht, wie sie sich so verändert haben konnte und suchte bei Facebook nach ihrem Namen. Doch es gab niemanden, der dazu passte. Wie hatte ich mich in ihr über so viele Jahre täuschen können? Warum hatte sie ihre politischen Ansprüche für ein Frauenbild getauscht, für das sie früher nur Verachtung oder höchstens Mitleid empfunden hätte?

Am meisten hatte mich ihr Vorwurf getroffen, ich hätte ihr nie gezeigt, was die wahre Bestimmung einer Frau sei. Was sollte das!? Sie hatte sich immer dagegen gewehrt, wenn ich ihr meine Ratschläge geben wollte. Ihr Bild, mit dem eng geschlossenen Kopftuch und der offen gezeigten Schwangerschaft, ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Wer von unseren früheren Bekannten konnte am ehesten wissen, was in Erika seit unserer Scheidung vorgegangen war? Ich holte mein altes Adressbuch aus dem Schreibtisch und ging die Namen von früheren Freunden durch. Menschen, die längst aus meinem Leben entschwunden waren. Dabei stieß ich auf Giovanna. Sie war damals eine von Erikas engsten Freundinnen gewesen.

Giovanna und ihr Mann Rico führten das Sardegna , ein italienisches Restaurant in der Nähe des Botanischen Gartens. Die beiden mussten jetzt so um die fünfzig sein. Sie hatten drei Kinder, von denen damals noch zwei zur Schule gingen. Ihr ältester Sohn Ernesto wollte gerade mit dem Studium beginnen. Früher hatten wir uns einmal im Monat mit Giovanna und Rico im Sardegna getroffen. Ich erinnerte mich noch gut an diese Abende, an denen wir über alles Mögliche sprachen und die beiden uns von der Schönheit Sardiniens vorgeschwärmt hatten. In den großen Ferien schlossen sie das Restaurant und verbrachten sechs Wochen in ihrer Heimat. Erika und ich hatten vorgehabt, die beiden dort einmal zu besuchen. Doch unsere Scheidung hatte diesem, wie auch unseren anderen Plänen, einen endgültigen Riegel vorgeschoben.

Nach der Trennung von Erika war ich nicht mehr im Sardegna gewesen. Wie vieles gehörten auch die Abende mit Giovanna und Rico zu meinem früheren Leben. Giovanna war eine von Erikas besten Freundinnen und ich glaubte, nach der Scheidung wäre ich dort weniger willkommen. Nach einigem Suchen fand ich die Visitenkarte des Restaurants in meiner Schreibtischschublade.

Ristorante Sardegna “, Giovannas melodische Stimme war immer noch gleich schön. Für einen Moment wusste ich nicht, was ich sagen sollte. „Giovanna? Hier ist Herbert. Der Herbert von Erika! Ist schon eine Weile her, erinnerst du dich?“

Auch ihr hatte es zuerst die Sprache verschlagen, doch dann sprudelte es aus ihr heraus. „Ja! Natürlich! Eriberto ! Natürlich erinnere ich mich. Was für eine Überraschung! Wieso hast du dich so lange nicht mehr bei uns sehen lassen? Bist du aus Berlin weggezogen? Erzähl doch mal, wie geht es dir?“

Giovanna war genauso unbefangen und neugierig, wie sie es schon früher gewesen war. Auf mein Gestammel, ich wolle sie nicht von der Arbeit abhalten, fragte sie nur: „Sag mal, hast du schon zu Abend gegessen? Ich hoffe noch nicht! Hör mal, komm einfach vorbei. Unter der Woche ist nicht so viel los. Wir können ein bisschen über alte Zeiten plaudern, d’accordo ?“

*

Seit über zwei Jahren betrat ich wieder das Sardegna . Giovanna hatte mich schon durch die Tür erspäht, bevor ich sie öffnen konnte. Sie umarmte mich wie einen alten Freund. „Herbert! So schön, dass du gekommen bist!“

Rico vieni! “, rief sie nach hinten in die Küche. Ihr Mann Rico erschien, mit seiner Kochmütze und der umgebundenen Schürze lachte er über das ganze Gesicht und breitete seine Arme aus: „ Ciao Herbert! Alter Freund. Was für eine Überraschung!“

Er zeigte auf einen runden Tisch in der Nähe. „Nimm doch dort Platz! Ich bringe dir erst einmal einen Aperitif.“

Giovanna holte die Speisekarte und ich sah mich derweil im Sardegna um. Vier Tische waren besetzt. In der Nische, wo wir Ehepaare immer zusammengesessen hatten, saßen gerade vier Frauen. Sie machten den Eindruck, als wären sie geschäftlich verabredet. Das Sardegna hatte sich in den zwei Jahren kaum verändert. Hier und dort war wohl etwas renoviert worden, aber die große Längswand schmückte immer noch das mit A. Lorenzo signierte Gemälde einer Meeresbucht mit weißen Häusern und Segelbooten. Ich hatte den Namen des Ortes auf Sardinien, aus dem Giovanna und Rico stammten, vergessen.

Zu meiner Freude hatten sie neue Stühle angeschafft. Sie waren bequemer, als die alten, mit der für meinen Geschmack viel zu steilen Rückenlehne. „Sehr gemütlich bei euch!“ Ich räkelte mich behaglich auf dem Stuhl, als Rico mit drei gefüllten Gläsern zurückkam.

Er zuckte nur mit den Schultern. „ Va bene ! Wir werden älter und unsere Stammkunden auch.“ Er zwinkerte mir zu und hob sein Glas: „ Salute.

Giovanna kam mit der Speisekarte zurück, gab sie mir jedoch nicht, sondern machte gleich einen Vorschlag. „Als Vorspeise empfehle ich die Fettuccine mit Auberginen und Tomaten und als Hauptgericht vielleicht Ossibucchi di Sardegna ?“

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