Lothar Beutin - Muttis Erben

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Berlin im November 2015. Als der angepasste Pharmamanager Herbert Hintersinn auf dem Weg in seine Firma einen Zwergpudel überfährt, ahnt er nicht, dass sein Leben damit eine entscheidende Wendung nimmt. Ausgerechnet er wird dazu bestimmt, Geschäftsbeziehungen mit der syrischen Pharmaunternehmen Erkalaat anzuknüpfen. Herbert merkt schnell, wer hinter diesem Betrieb steckt. Ein Fabrikant von Chemiewaffen, der an Substanzen zur Herstellung des Nervengifts Tabun interessiert ist. Im Spagat zwischen seinem Gewissen und der Loyalität zu seiner Firma versucht Herbert, dieses Waffengeschäft zu verhindern. Seine Freunde Frank und Harry, die gegensätzlichen politischen Lagern angehören, drängen ihn dabei zu sehr unterschiedlichen Maßnahmen. Die Liebe zu seiner Kollegin Elsa gibt Herbert die Kraft, auf sich selbst zu vertrauen und sich aus gesellschaftlichen Zwängen zu lösen. Bei der entscheidenden Begegnung mit einem skrupellosen Terroristen beweist Herbert seine wahre Größe.

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Giovanna zog ihre Augenbrauen hoch und runzelte die Stirn. „Ich glaube, gerade Menschen, die feste moralische Regeln für ihr Leben wollen, kommen mit unserer Gesellschaft, wo die meisten sich nur noch pro forma zum Christentum bekennen, nicht zurecht. Für Muslime ist es eine klare Sache: Allah, ein Gott. Für Christen gibt es Vater, Sohn und Heiliger Geist. Wer ist da was? Wer macht da was? Das ist schon zu unbestimmt für jemanden, der ganz klare Regeln möchte. Und dann trifft sie auf Menschen, wie ihren neuen Mann. Der nimmt, im Gegensatz zu all den Scheinchristen, seinen Glauben allen Widerständen und Anfeindungen zum Trotz sehr ernst. Das imponiert ihr gewaltig. Auch dass man im Islam so viel für den Glauben tun muss, also fünf Mal am Tag Gebete, dann das Fasten, all diese Regeln ...“

In Giovanna Blick lag eine Mischung aus Mitgefühl und leichtem Spott. Sie trank den Rest von ihrem Aperitif und sagte belustigt, als sie das leere Glas auf den Tisch stellte. „Und erst die vielen Verbote im Islam. Die hatte ich ganz vergessen!“ Für einen Moment hing sie ihren Gedanken nach, ihr Blick schien durch die Wände des Sardegna hindurch in die Ferne zu schweifen.

„Weißt du, was alle diese Menschen in ihrem rigiden Gebots- und Verbotskorsett vollkommen ausblenden, ist doch Folgendes. Wir haben heute in unserer Gesellschaft sehr viele Möglichkeiten uns selbst zu verwirklichen, um unsere Bestimmung zu finden. Das ist eine große Chance. Dazu muss man aber reif genug sein, um Verantwortung für sich übernehmen zu wollen.

Ich wusste nicht, was ich zu alldem sagen sollte. Giovanna hatte Erika auf der Gefühlsebene viel besser verstanden, als ich mit meinem Verstand. Die Welt ließ sich eben nicht nur durch Logik und Wahrscheinlichkeiten erklären. Das hatte mir damals auch der Paartherapeut gesagt, und ich hatte ihn nicht ernst genommen. Doch jetzt fühlte ich mich in einer Sackgasse. Was bestimmte eigentlich mein Leben? Ich erschrak, weil mir nichts Richtiges einfiel.

„Eigentlich, Giovanna …“, ich stockte, suchte nach einer Erklärung.

„Ich merke gerade, eigentlich habe auch ich keine festen Wertvorstellungen. Gut, ich will nichts Unrechtes tun und versuche niemanden bewusst Schaden zuzufügen!“ Dabei fiel mir ein, dass ich heute schon reichlich Rachegefühle einer Reihe von Menschen gegenüber gehegt hatte. „Vorausgesetzt, dass man mich nicht ärgert!“, fügte ich daher hinzu.

Giovanna musste lachen. „Immer ein Hintertürchen offen lassen, Eriberto . Vielleicht bist du gerade deswegen stärker als Erika. Menschen mit einem schwachen Ich suchen nach Führung. Sie geraten leicht in die Hände von anderen, die ihnen sagen, wo es lang geht. Oder von Organisationen, die streng hierarchisch sind, wo es kein Wenn und Aber gibt. Wie in vielen Sekten und auch in einem radikalen Islam. Das geht dann bis zur Bereitschaft für den Glauben auch zu sterben, wenn man erst einmal genug dafür bearbeitet worden ist. Und was viele bei uns nicht wahrhaben wollen, die solche rückwärtsgewandten Strukturen für eine Kulturbereicherung halten: D ie Stellung der Frauen und das Frauenbild in einer solchen Gesellschaft sagt doch viel mehr über diese Gesellschaft aus, als alles andere.“

Sie hatte sich inzwischen auch ein Glas Rotwein eingegossen.

„Aber ich hoffe nicht, dass Erika sich dermaßen verleugnet. Wenn es dich tröstet, das alles hat viel weniger mit dir zu tun, als du denkst. Sie hat die Unfreiheit gewählt, weil sie nicht reif genug für die persönliche Freiheit ist, die du dir mit all deinen Zweifeln immer noch zugestehst.“

„Das ist nicht mehr die Erika, so wie ich sie kannte!“, platzte es aus mir heraus. Ich sah sie vor mir in ihrer tristen Aufmachung als äußeres Kennzeichen der Unterwerfung.

„Hast du denn jemanden Neues kennengelernt, eine Freundin?“, fragte Giovanna unvermittelt.

Ich schüttelte den Kopf. Giovannas Frage machte mir meine Einsamkeit wieder bewusst. Ich war froh, in diesem Moment in ihrer Gesellschaft zu sein. Im Gespräch mit ihr hatte ich mehr über mich erfahren, als über Erika, die mir jetzt noch fremder erschien, als bei unserem heutigen Zusammentreffen im Supermarkt. Der raffinierte Geschmack der Ossibucchi holte mich aus meinen Grübeleien in die Gegenwart zurück.

Rico erschien wieder an unserem Tisch. Er sah müde aus und trank den Rest von seinem Aperitif. Seine Augen glitten über mich und über Giovanna: „ Va bene ?“

Nachdem er sich zu uns gesetzt hatte, wollte ich nicht weiter über meine Gefühle reden. Ich nickte und deutete auf meinen leer gegessenen Teller. „Lecker! Ich hatte ganz vergessen, wie gut es bei euch schmeckt!“

„Komm bald wieder zu uns und bring doch jemanden mit, wenn du möchtest.“

Giovanna antwortete ihm etwas auf Italienisch. Obwohl ich nichts davon verstand, konnte ich mir denken, was sie sagte.

Als ich aus der Tür des Sardegna in die Nacht trat, wehte mir der Wind ein paar Regentropfen ins Gesicht. Über die Straße, die im Licht des blassen Novembermondes glitzerte, tanzten ein paar welke Blätter. Ich schaute zum Himmel und sah zwischen den vorbeiziehenden Wolken ein paar Sterne funkeln. Ich meinte, Andromeda zu erkennen, die hellste Galaxie am nördlichen Firmament. In meiner Schulzeit war es mein Hobby gewesen, den Himmel zu beobachten. Vielleicht wäre die Astronomie meine wahre Bestimmung gewesen?

Es war spät geworden. Ausgerechnet heute hatte ich vorgehabt, früher zu Bett zu gehen. Trotzdem fühlte ich mich ausgeruhter als gewöhnlich. Es musste die Herzlichkeit gewesen sein, mit der Rico und Giovanna mich in ihre Arme geschlossen hatten. Mit ungewohnter Leichtigkeit stieg ich die Stufen zu meiner Wohnung empor. Meine Rachegefühle gegen Frau Steckenborn waren verflogen. Als ich an ihrer Tür vorbeiging, musste ich darüber schmunzeln, welche Pläne ich heute Nachmittag noch gegen sie geschmiedet hatte.

Bevor ich einschlief, sah ich in Gedanken Erika in ihrem dunklen Umhang vor mir stehen. So ähnlich sahen die Frauen in den syrischen Dörfern aus, die jammernd vor ihren zerstörten Häusern saßen. Ich dachte an die blaue Mappe, an die Firma Erkalaat und hoffte, Frank würde sich möglichst bald bei mir melden.

Donnerstag, 12. November 2015

Ich schlief tief und fest, bis mich die Stimme aus dem Radio weckte. Schon seit langem hatte ich mich nicht mehr so ausgeruht gefühlt. Traumfetzen von der Nacht geisterten mir noch durch den Kopf. Da war Erika, schwarz gekleidet wie eine Ninja-Kämpferin. Sie sagte, sie würde an meiner Stelle mit Axel Lange nach Aleppo fliegen, da ich dort sowieso nicht zurechtkommen würde.

Ich rieb mir den Schlaf aus den Augen. Aleppo war kein Traum. Nachdem ich aufgestanden war, schaltete ich mein Handy ein. Unter den Mails, die langsam eintrudelten, gab es auch eine Nachricht von Frank. „Ruf mich heute um 11:00 Uhr unter 030 952 ... an.“

Mehr schrieb er nicht. Aber das war typisch für seine Geheimnistuerei. Er war der Meinung, man müsse sich bei E-Mails sehr bedeckt halten. Spätestens seit dem NSA-Skandal wusste man ja, die Nachrichtendienste lasen alles mit. Mich selbst kümmerte das nicht so sehr. Was sollte man bei mir schon Besonderes finden? Aber Frank musste in der Zwischenzeit etwas für mich erreicht haben, sonst hätte er sich nicht gemeldet.

Im Radio liefen gerade die Sieben-Uhr-Nachrichten. Die E-Mail von Frank hatte mich in Aufregung versetzt und ich hörte nur noch mit halbem Ohr zu. Es ging um den Konflikt in der Ukraine und um Spannungen zwischen Russland und der Türkei. Der Strom der Flüchtlinge, die über die Balkanroute nach Norden strömten, schien nicht abzureißen. Der Finanzminister kündigte neue Vorschläge zur Bewältigung der Schuldenkrise an …

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