Lothar Beutin - Muttis Erben

Здесь есть возможность читать онлайн «Lothar Beutin - Muttis Erben» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Muttis Erben: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Muttis Erben»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Berlin im November 2015. Als der angepasste Pharmamanager Herbert Hintersinn auf dem Weg in seine Firma einen Zwergpudel überfährt, ahnt er nicht, dass sein Leben damit eine entscheidende Wendung nimmt. Ausgerechnet er wird dazu bestimmt, Geschäftsbeziehungen mit der syrischen Pharmaunternehmen Erkalaat anzuknüpfen. Herbert merkt schnell, wer hinter diesem Betrieb steckt. Ein Fabrikant von Chemiewaffen, der an Substanzen zur Herstellung des Nervengifts Tabun interessiert ist. Im Spagat zwischen seinem Gewissen und der Loyalität zu seiner Firma versucht Herbert, dieses Waffengeschäft zu verhindern. Seine Freunde Frank und Harry, die gegensätzlichen politischen Lagern angehören, drängen ihn dabei zu sehr unterschiedlichen Maßnahmen. Die Liebe zu seiner Kollegin Elsa gibt Herbert die Kraft, auf sich selbst zu vertrauen und sich aus gesellschaftlichen Zwängen zu lösen. Bei der entscheidenden Begegnung mit einem skrupellosen Terroristen beweist Herbert seine wahre Größe.

Muttis Erben — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Muttis Erben», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Ich wäre mit allem einverstanden gewesen, so überrascht war ich über den herzlichen Empfang. Wir stießen auf unser Wiedersehen an.

„Laura!“, rief Giovanna. Ein junges Mädchen mit dunklen Haaren und ebenso dunklen, großen Augen kam an den Tisch. Sie nahm die Bestellung auf, die ihr Giovanna in Windeseile diktierte.

„Laura ist die Tochter eines Freundes aus Olbia. Seit Anfang Oktober ist sie für drei Monate bei uns. Sie will in dieser Zeit ihre Deutschkenntnisse verbessern.“

„Sie wohnt bei uns, sonst hätten ihre Eltern sie nie alleine nach Berlin gelassen“, flüsterte mir Giovanna zu, als Laura mit der Bestellung in die Küche gegangen war.

„Sag mal Herbert, wie geht es Erika?“ Rico hatte inzwischen eine Flasche Wein geholt und sah mich erwartungsvoll an.

„Tja, das wollte ich eigentlich euch fragen.“ Ich bekam einen Kloß im Hals. „Seit der Scheidung habe ich nichts mehr von Erika gehört!“

Giovanna zuckte mit den Achseln. „Das letzte Mal, wo ich sie gesehen habe, ist bestimmt über ein Jahr her.“ Die Enttäuschung darüber klang immer noch aus ihren Worten heraus. „Vorher haben wir uns etwa alle drei Wochen gesehen. Erikas Facebook Konto existiert nicht mehr, und unter ihrer Handynummer ist sie schon lange nicht mehr zu erreichen. Ich hoffe, ihr ist nichts passiert. Ich hatte gehofft, du wüsstest vielleicht etwas Neues von ihr.“

„Na ja, wie man‘s nimmt!“ Ich trank meinen Aperitif und erzählte von meiner heutigen Begegnung mit Erika und von ihrer Wandlung.

Jemand rief laut etwas auf Italienisch. Rico erhob sich seufzend.

„In der Küche haben wir einen Engpass, einer unserer Köche ist seit gestern krank“, sagte Giovanna bekümmert. Sie warf einen Blick über die besetzten Tische. „Aber heute ist dafür auch nicht so viel los.“

Laura stand abwartend am Tresen. Giovanna gab ihr ein Zeichen, an einen der Tische zu gehen. Dann richteten sich ihre Augen wieder auf mich. „Nun erzähl mal weiter! Was ist mit dir und Erika?“

„Erika hat mir die ganze Zeit etwas vorgemacht. Die ganzen dreizehn Jahre unserer Ehe hat sie so getan, als wäre sie sonst wie emanzipiert und progressiv. Kinder wollte sie nicht, schon wegen ihrer Figur und überhaupt. Sie trank Alkohol, machte Bauchtanz, war eigentlich mehr so ein Partytyp und dann …“

„Und dann?“, fragte Giovanna gespannt.

Rico kam an den Tisch mit einem Teller voller dampfender Fettuccine .

Buon appetito !“

Er wandte sich mit betrübter Miene wieder zum Gehen. „ Allora , ich werde noch in der Küche gebraucht. Bis später.“

Ich schaute auf meinen Teller und sah Giovanna fragend an.

„Kein Problem. Lass es dir schmecken. Rico und ich essen sowieso erst später, wenn weniger zu tun ist.“

Ich spürte, wie hungrig ich war, und wandte mich mit Vergnügen den Fettuccine zu. Giovanna beobachtete mich mit Wohlgefallen und schenkte mir etwas von dem Rotwein ein. „Ein Cannonau di Sardegna , der passt gut zu den Ossibucchi .“ Sie schob mir das Glas hin. „ Salute ! Aber entschuldige, Herbert. Du hattest gerade begonnen, zu erzählen!“

Ich kaute noch an meinem letzten Bissen und ließ meine Hände mit dem Besteck sinken. „Dann kommt da so einer und schwupp, ist sie völlig umgedreht, voll auf dem Islamtrip, vollverschleiert und lebt plötzlich wie im Mittelalter.“

Giovannas Miene wurde ernst. Sie sah mich mit einem fast mütterlichen Ausdruck an. „Ach so ist das!“

Sie überlegte einen Moment, bevor sie weitersprach. „Trotzdem glaube ich nicht, dass Erika dir etwas vorgemacht hat, Herbert. Erika hat nach eurer Scheidung vielleicht nur nach Halt gesucht, und ihn schließlich in einer traditionellen islamischen Ehe gefunden.“

Ich war empört. „Nach Halt gesucht? Dass ich nicht lache! Sie war doch immer diejenige gewesen, die alles so genau wusste. Diejenige, die so bestimmend war, und mir immer etwas vorschreiben wollte!“

„Sie wollte klare Regeln, willst du damit sagen?“

„Ja genau! Sie hatte immer sehr eigene Vorstellungen, wie alles sein müsste. Ich war mehr der Unschlüssige, der Kompromissbereite gewesen.“

„Dann ist sie sich doch auf ihre Art treu geblieben. Einerseits hat sie das Exotische angezogen, sie hatte ja Berührung mit der arabischen Kultur durch den Bauchtanz ...“

„Ja, aber ich dachte, das war nur Folklore, Sport oder Zerstreuung. Sie hat sich zu Hause immer gelangweilt.“

„Warte! Jetzt hat sie sich vollständig für diese Kultur und ihre Religion entschieden. Sie macht damit der Gesellschaft hier deutlich, wie anders sie ist. Es ist die gleiche Rebellion, die sie schon vorher antrieb. Die Sehnsucht nach klaren Regeln, die sie verspürt, wird durch den Islam und die traditionelle Ehe voll erfüllt. Sie ist viel anlehnungsbedürftiger, als du dachtest. In eurer Ehe hatte sie dieses Gefühl als Schwäche empfunden und sich hinter der Fassade einer modernen, aufgeklärten Frau versteckt.“

„Woher willst du denn das alles so genau wissen, Giovanna? Hat Erika dir denn so etwas erzählt?“ Ich trank etwas Rotwein, um das Gefühl zu bekämpfen, das sich in meiner Kehle zusammenzog.

„Nein! Aber du darfst nicht vergessen, ich komme aus Sardinien. Bei uns ist die Gesellschaft immer noch sehr den Traditionen verbunden. Die Frauen dort sind auch sehr stolz, aber sie wollen trotzdem einen Mann, …“

Sie suchte nach den richtigen Worten, wohl um mich nicht in meiner Ehre zu verletzen, aber ihr fiel nichts Besseres ein: „Einen Mann, an den sie sich anlehnen können, der ihnen ein Gefühl der Stärke vermittelt, verstehst du?“

„Du meinst, ich war einfach zu weich, ein Softie? Sie hat nie auf mich gehört, wenn ich etwas vorgeschlagen habe.“

Giovanna legte ihre Hand auf meinen Arm und sah mir ernst in die Augen. „Hast du ihr jemals gesagt, du hättest gerne Kinder mit ihr?“

Ich wand mich unter ihrem intensiven Blick. „Nein! Also nicht so bestimmt. Also das war immer so eine Sache. Ich habe mich da auch nach ihr gerichtet, und sie wollte doch nicht.“

„Vielleicht, weil sie nicht sicher war, was du wirklich wolltest? Vielleicht, weil du dich nie getraut hast, ihr zu sagen, dass du es wolltest?“

Hätte ich Kinder haben wollen, wenn sie es gewollt hätte? Ich war mir in diesem Moment nicht sicher. „Du stellst sie so schwach dar, so war Erika gar nicht.“

„Da hast du dich vielleicht in ihr getäuscht. Du siehst es jetzt. Nachdem, was du erzählt hast, ist sie jetzt mit einem traditionellen orientalischen Mann verheiratet, der ihr sagt, wo es langgeht. Und solange sie glaubt, dass es der richtige Weg für sie ist, folgt sie ihm.“

Laura kam an den Tisch und flüsterte Giovanna etwas ins Ohr.

Giovanna nickte, seufzte und erhob sich. „Die Arbeit! Ich bin gleich wieder bei dir, lass es dir schmecken.“

Ich dachte über ihre Worte nach, während ich den Teller mit den Fettuccine leerte. In einem hatte Giovanna recht, unsere Gesellschaft war beliebig, was die Orientierung des einzelnen Menschen betraf. Was bot sie denn für Werte, ausgenommen die möglichst schnelle Befriedigung von Konsumbedürfnissen? Gesellschaftliche Strömungen, welche die Menschen früher zusammenbrachten, hatten kaum noch Anziehungskraft. Die großen Organisationen, die Kirchen, die Gewerkschaften, die politischen Parteien, alle klagten doch über Mitgliederschwund.

Giovanna kam nach ein paar Minuten wieder und brachte das Hauptgericht mit. „ Ossibucchi a la Sarda . Ich hoffe, unsere Küche gefällt dir immer noch.“ Der Duft des Fleischgerichtes mit Zwiebeln und Sellerie stieg mir verführerisch in die Nase. Giovanna setzte sich wieder zu mir.

„Ich habe darüber nachgedacht, was du gesagt hast, Giovanna. Du hast sicherlich mit vielem recht. Aber Erikas Neigung zum Islam bleibt mir trotzdem unverständlich. Erika war überhaupt nicht religiös. Solange ich sie kannte, hatte sie mit der Kirche nichts am Hut gehabt.“

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Muttis Erben»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Muttis Erben» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Jochen Werner - Muttis Bester
Jochen Werner
Lothar Beutin - EHEC-Alarm
Lothar Beutin
Lothar Beutin - Fallobst
Lothar Beutin
Sascha Arntsen - Midgards Erben
Sascha Arntsen
Lothar Seifert - Die beiden Alten
Lothar Seifert
Lothar Beutin - Rizin
Lothar Beutin
Charlotte Ueckert - Die Erben der Etrusker
Charlotte Ueckert
Отзывы о книге «Muttis Erben»

Обсуждение, отзывы о книге «Muttis Erben» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.