Er lachte. Er fing einfach an zu lachen. Wie ein Wahnsinniger, was William erneut verstört gucken ließ.
„Der Herr der Welt? Das gefällt mir, William. Das ist gut!“, sagte er, „und der Herr der Welt muss jetzt für Recht und Ordnung sorgen.“
Und damit sprang er auf seinen überraschten Bruder zu und stieß ihm das Messer in die Brust. Es ging ganz leicht. Das Messer war gut geschärft worden. Es war wie ein Rausch, der ihn überfiel, der ihn die Welt um sich herum vergessen ließ. Es gab nur ihn, seinen Bruder und dieses Messer.
William taumelte gegen den Kaminsims und Marion fing an zu schreien. Sie schrie sich die Seele aus dem Leib, bis sie plötzlich auf ihn zustürmte und schluchzend versuchte ihn von ihrem Liebsten wegzuzerren.
„Lass los du dummes Mädchen. Er hat es nicht anders verdient!“, fauchte John und schleuderte sie von sich weg.
„Du bist wahnsinnig, du bist wahnsinnig! Wahnsinnig, wahnsinnig, wahnsinnig“, stammelte sie vor sich hin. William schwankte, presste sich die Hand auf die Brust, doch er konnte nicht verhindern, dass sich sein Hemd bereits begann rot zu färben. Das Blut quoll ihm unter der Hand hervor. Langsam sackte er in sich zusammen, stöhnte, versuchte nach dem Messer zu greifen, von dessen Klinge sein Blut tropfte.
„Das musste sein Bruderherz. Du wolltest ja nicht auf mich hören. Ich sah mir keinen anderen Ausweg!“ Und mit diesen Worten stieß er ein zweites Mal zu. Marion kreischte erneut und warf sich auf ihn, versuchte ihm das Messer aus der Hand zu reißen. Dabei fasste sie genau in die Klinge. Er zerrte wütend an ihrem Handgelenk, um sie abzuschütteln. Auf einmal ließ sie los, seine Hand mit dem Messer fuhr ruckartig aus und die Klinge schlug direkt in ihren schlanken weißen Hals. Für ein paar Sekunden wirkte sie überrascht, dann wurden ihre Augen glasig und sie fiel rückwärts auf das Bett.
Sein Atem ging schwer. Er starrte auf die beiden Menschen zu seinen Füßen hinab. Dies war sein Werk. Es war vollendet. Er hatte seine Pflicht erfüllt. Er wischte das Messer an der Bettdecke ab, wo nun ein roter Streifen zurückblieb. Dann legte er es vorsichtig in Williams leblose Hand zusammen mit einem Zettel, auf dem eine einzelne schwarze Rose abgebildet war.
„Tut mir leid Bruderherz“, murmelte er.
Zwei tote Augenpaare blickten ihm nach, als er das Haus am See verließ.
Kurz nach Sonnenaufgang entdeckte einer der Gärtner die zwei Liebenden und verständigte sofort die Polizei, woraufhin noch am selben Tag ein Beamter vor dem Black Rose auftauchte und den Mörder verhaftete.
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