Florian Lettre - Das rote Nachthemd
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Mädchen waren für Florian fremde Wesen. Seine Schwester war früh gestorben. Er konnte sich kaum an sie erinnern. Florian kannte nur wenige Mädchen. Die meisten Mädchen hatte er in Büchern kennen gelernt. Manchmal hatte er mit Mädchen gespielt und das hatte ihm gefallen. In der Schule war er verliebt in ein Mädchen aus einer anderen Klasse. Er ging damals in die fünfte Klasse und war schon ein guter Schüler. Das Mädchen hieß Jutta und war auch eine gute Schülerin. Es war kleiner als Florian und ihm gefiel ihr Gesicht. Er konnte nicht sagen, was das Besondere an diesem Gesicht war. Wenn er das Mädchen sah, musste er immer wieder hinsehen. Aber nicht zu oft, damit niemand Verdacht schöpfte. Es sollte niemand wissen, was das Mädchen ihm bedeutete. Er sprach nie ein Wort mit ihm. Als er die Grundschule beendet hatte und bei der Abschlussfeier ausgezeichnet wurde, sah er das Mädchen das letzte Mal. Es erhielt auch eine Auszeichnung. Nur dieses Mädchen kam für ihn in Frage. Aber es war unerreichbar. Es war sehr sportlich und er war nicht sportlich. Der Turnunterricht in der Schule war für ihn eine Qual. Er war am glücklichsten, wenn der Turnunterricht vorüber war. Er glaubte, dass die Seele eines Mädchens sich in ihrem Gesicht spiegelt. Bei Jungen glaubte er das nicht. Er hatte zu viele Bücher gelesen.
Florian war wieder in ein Mädchen aus einer anderen Klasse verliebt. Es hatte ein Gesicht mit ganz regelmäßigen Gesichtszügen. Ein Puppengesicht. Es gefiel Florian. Sie fuhren nach der Schule mit dem gleichen Zug nach Hause. Er getraute sich nicht, das Mädchen anzusprechen. Er war glücklich, wenn er sie aus der Ferne sah.
Es war vor der Reifeprüfung. Im Westen nennt man das Abitur. Da geschah etwas Unerwartetes. Florian war wie jeden Tag mit dem Zug von der Schule nach Hause gefahren und kam vom Bahnsteig. An der Sperre stand das Mädchen. Er wollte vorübergehen.
Da sprach sie ihn an: „Hallo! Wie wäre es mit uns beiden?“
Florian stutzte einen Moment und wusste nicht, was er sagen sollte.
Dann sagte er: „Ich habe zu viel zu tun. Die Prüfungen fangen bald an.“
Das Mädchen lachte schrill und ging zurück in den Bahnhof. Florian rannte nach Hause. Er war verstört. Vor einem Jahr wäre das das größte Glück für ihn gewesen. Aber er hatte das Mädchen aus den Augen verloren und sich inzwischen in ein anderes Mädchen verliebt, das er auch nie ansprach. Er bewunderte das Mädchen für seinen Mut. Es hatte das getan, was er nicht schaffte. Er dachte darüber nach, was in ihm vorgegangen war, bevor es ihn ansprach. Später dachte er immer wieder an diese Szene. Wie wäre sein Leben verlaufen, wenn er anders reagiert hätte? Wenn er mitgegangen wäre, hätten sie sich vielleicht geküsst. Sie hätten eine wunderbare Zeit haben können. So musste er noch viele Jahre warten bis er eine Frau kennen lernte. Später dachte er manchmal an das Mädchen. Hatte es nur mit ihm Schularbeiten machen wollen, weil er ein guter Schüler war?
Florian fuhr in der Frühe mit dem Fahrrad los. Er fuhr an mehreren Fabriken vorbei. Schließlich erreichte er die Fabrik, in der er einen Monat arbeiten würde. Er wollte sich in den Schulferien etwas verdienen und ein Fahrrad kaufen. Beim Pförtner musste er sich anmelden. Dann sollte er zum Meister gehen. Nach längerem Suchen fand er den Meister. Ein freundlicher älterer Herr. Er ging mit ihm zu den Garderobeschränken und suchte einen für Florian aus. Er bekam einen grauen Kittel. Der Meister ging mit ihm zu einer Maschine und stellte ihn dem Arbeiter vor. Die Maschine war eine Drehbank. Sie stand in einem großen Saal neben anderen Maschinen. Alle machten Krach. Überall waren die Arbeiter an ihren Maschinen zu sehen. Der Arbeiter an der Drehbank war jung, aber natürlich viel älter als Florian.
„Sie gehen noch zur Schule?“
„Ja, ich habe Ferien.“
„Wie lange müssen sie noch zur Schule gehen?“
„Zwei Jahre.“
„Und dann?“
„Das weiß ich noch nicht.“
Florian stand neben dem Arbeiter vor der Maschine. Er wusste nicht, was da passierte. Er getraute sich nicht, den Arbeiter zu fragen. Er kam sich überflüssig vor. Er war überflüssig. Er wusste nicht, was der Arbeiter von ihm dachte. War er eine Abwechslung oder eine Belastung. Wie sollte er die Zeit bis zur Mittagspause überstehen. Und dann noch der Nachmittag. Und dann noch die vielen Tage. Zu Hause war es kühl und ruhig und Bücher zum Lesen waren da. Hier fühlte er sich unwohl. Man musste kein Fahrrad haben. Aber es wäre schön.
„Sehen sie die Späne?“
„Ja.“
„Man muss aufpassen, dass es nicht zu viele werden.“ Der Arbeiter zeigte Florian, wie die Späne entfernt wurden. Florian versuchte ihm zu helfen. Danach hatte er verölte Hände. Unangenehm. Er hatte Angst, seinen Kittel dreckig zu machen. Der Kittel des Arbeiters hatte große Ölflecken. Der Zeiger auf der großen Uhr rückte nur langsam voran. Sehr langsam. Wie sollte er das aushalten. Florian wollte an etwas anderes denken. Es fiel ihm nichts ein. Plötzlich ertönte ein lauter Ton. Was hatte das zu bedeuten. Der Arbeiter stellte die Maschine ab. Auch die anderen Maschinen wurden abgestellt.
„Frühstück“, sagte der Arbeiter. Er ging weg und Florian folgte ihm unentschlossen.
„Haben sie etwas zu essen mitgebracht?“
„Ja. Ich gehe zu meinem Schrank.“ Die Mutter hatte ein Butterbrot eingepackt. Florian ging zu seinem Schrank und holte sein Butterbrot. Dann folgte er den Männern zum Frühstücksraum. Sie saßen an langen Bänken. Florian wusste nicht, wo er sich hinsetzen sollte. Er setzte sich an einen freien Platz an Ende einer Bank. Die Männer hatten alle ihr Frühstück ausgepackt. Florian schmeckte sein Butterbrot. So gut hatte es ihm lange nicht geschmeckt.
Die Männer sprachen über das vergangene Wochenende. Sie hatten kurze Reisen unternommen oder einen Geburtstag gefeiert oder waren beim Fußball gewesen oder hatten sich einfach zu Hause erholt. Über Frauen sprachen sie nicht.
„Die jungen Leute sprechen nicht mit jedem“, sagte der Mann neben Florian. Er war erschrocken. Er wusste nicht, ob er gemeint war. Er hätte sich nicht getraut, einen Arbeiter anzusprechen. Er lächelte verlegen.
Dann ging es wieder zur Maschine. Die Zeit bis zum Mittagessen und am Nachmittag zog sich endlos hin. Am nächsten Tag bekam Florian kleine Arbeiten. Nach einigen Tagen setzte man ihn vor eine Maschine. Es war eine Schleifmaschine. Ein Arbeiter erklärte ihm die Arbeit. Die Maschine sollte Rohre auf einen bestimmten Durchmesser abschleifen. Florian hatte nicht verstanden, wie man sich an das richtige Maß herantasten musste. Immer wieder kontrollierte er mit der Schublehre den Durchmesser. Der Arbeiter sah sich seine Arbeit an. Er schüttelte den Kopf. Er hatte wohl gedacht, dass Florian das machen könnte. Er konnte es nicht. Er hatte das nicht gelernt. In den nächsten Tagen bekam er einfachere Arbeiten. Allmählich vergingen die Tage etwas schneller. Es war schön, wenn Florian wusste, was er am nächsten Tag zu arbeiten hatte. Die Arbeiter waren freundlich, aber es war etwas zwischen ihnen und Florian. Er wusste nicht, was es war und das machte ihn traurig. Er hätte gern zu ihnen gehört.
Eines Tages kam ein Mann zu Florian. Er trug einen weißen Kittel. Die Arbeiter trugen blaue Jacken und Hosen.
„Wir haben einen Engpass. Könnten sie die Bohrmaschine übernehmen. Der Kollege N. wird ihnen alles zeigen.“
„Ich will es gern versuchen“, sagte Florian. „Aber ich weiß nicht, ob ich es schaffe.“
„Sie schaffen das schon.“
Sie gingen zusammen zu der Bohrmaschine. Ein Arbeiter war dabei, die Maschine einzurichten. Florian passte genau auf, was er ihm erklärte. Er wollte sich dieses Mal besser anstellen. Es ging ganz gut. Schließlich standen beide nebeneinander. Der Mann sagte leise:
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