Til Erwig - EIN HIMMLISCHER JOB
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An der Gleichberechtigung, der Emanzipation der weiblichen Engel! Die Menschen auf dem blauen Planeten könnten hier Vorbild sein. Ein Irrtum, denn Fidelitas, ein Second Hand Engel, macht im Auftrag des Herrn aller Dinge ganz andere Erfahrungen.
Schauspieler, Drehbuchautor und Fernsehproduzent Til Erwig liefert mit seinem 4. Buch eine Satire mit Realitätsanspruch: Am deutschen Wesen, ist zu lesen, braucht es Humor um zu genesen.
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„Was soll das, Sie können sich gerne bedienen, Herrschaften, aber bitte nicht wieder zurücklegen!“
Wortlos nimmt Kozak Yüksel am Arm und zieht den widerstrebenden Mann in den Laden hinein. Fehrmann und Blumenauer bleiben vor der Tür stehen und sehen sich aufmerksam um. In der Sprache von gestern nennt man das schlicht und einfach ´Schmiere stehen`.
Im Laden wartet bereits ein Älterer Herr. Ihm geht es wie der Frau Schlatholt, auch er empfindet die Situation eher als ungewöhnlich, versteckt sich vorsichtshalber hinter einem Regal mit feinen, orientalisch fantasievollen Gewürzen. Von dort lauscht er dem in hohen bayerischen Tönen vor sich hin jammernden Yüksel.
„Sie san vui z´früh, Herr Kozak. Mehmet noch bei Bank Euro holen...“
Der Mann mit den Tattoos antwortet nicht. Lässig, so wie Clint Eastwood im Film ´Für eine Handvoll Dollar`, geht er um die Ladentheke herum und öffnet die Kasse. Der Ältere Herr sieht aus seinem Versteck ängstlich und zugleich neugierig zu.
„Nichts drin“, jammert Yüksel, „gar nixn, keine Wechselgeld...“
Clint Eastwood alias Kozak bückt sich, holt unter dem Ladentisch eine alte Plastiktüte hervor. Inhalt: eine Menge kleinerer Geldscheine, die er trotz des Gejammers von Yüksel ungerührt an sich nimmt. Clint Kozak spricht leise, überaus freundlich und zündet sich dabei einen Zigarillo an. Obwohl das Rauchen in Deutschland so ziemlich überall verboten ist, besonders und ohne Ausnahmeregelung in einem Lebensmittelladen wie dem von Yüksel.
„Morgen, spätestens morgen zahlst du!“, quetscht Clint zwischen Zähnen und Zigarillo heraus. „Alles klar? Sonst muss ich deinem Sohn eine kleine Story, eine nette Geschichte von seiner lieben Mutter erzählen“.
Und ohne sich noch einmal umzudrehen, aber mit ansprechendem Hüftknick, verlässt er den Laden. Yüksel schaut ihm nach, innerlich zitternd vor Wut. Durch die Schaufensterscheibe muss er zusehen, wie Fehrmann und Blumenauer sich dem Hüfte schwingenden Kozak anschließen um kurz darauf mit ihren schweren Motorrädern weg zu ´reiten`, wie Motorrad fahren in der Harley-Davidson Fachsprache heißt.
Der Ältere Herr im Lebensmittelgeschäft dreht sich erschrocken um. Denn jetzt wird ein den Laden von der dahinter liegenden Wohnung trennender Vorhang zur Seite geschoben. Mehmet betritt den Raum. Yüksels Sohn ist ein junger sympathischer Mann, für jeden Spaß zu haben, manchmal geradezu leichtsinnig in seinem jugendlichen Übermut und deshalb eher das Sorgenkind seines seriösen, stets auf äußerste Korrektheit bedachten Vaters. Irgendwas von dem unerwünschten Besuch hat Memet mitbekommen und wie es seine Art ist, kommt er umgehend zur Sache.
„Was ist mit Mama?“
„Nix, gar nichts! Imma wuin die a Spende für ihren Club. Geld, regiert die Welt!“ Und dann schimpft er in türkischer Sprache (was hier der Einfachheit halber gleich übersetzt ist) „Allah möge ihn strafen, den ungläubigen Hund!“
Müde schlurft er hinaus um die Auslagen neu zu ordnen. Der Ältere Herr folgt ihm, offenbar unschlüssig was er hier eigentlich will. Yüksel ignoriert ihn, lässt Ärger und Frust an seinem Sohn aus.
„An die Arbeit, Mehmet. Hat die Sparkasse net scho wieder an bösen Brief geschriebn...?“
Wie viele junge Menschen mit ausländischen Wurzeln die im schönen Bayernland und anderswo geboren werden und aufwachsen, hat auch Mehmet ein ganz persönliches Problem: er findet keine zu ihm passende Frau.
Oder wenigstens eine nette Freundin. In der türkischen Community geht es selbst nach jahrzehntelangen Integrationsversuchen immer noch streng konservativ zu.
Man heiratet traditionell untereinander, die Cousine, die Nichte, manchmal auch, wenn die Not groß ist und der innere Druck steigt, die eigene Tante.
Mehmet leidet unter dieser konservativen Einstellung seiner Landsleute.
Er würde gerne einiges verändern, wenn er nur wüsste wie es anfangen.
Selbst bei der Auslieferung der türkischen Spezialitäten, die sein Vater in aller Herrgottsfrühe mit Allahs Hilfe herrichtet und verkaufsfertig zusammenstellt, denkt er immer wieder darüber nach. Er gibt sich Mühe, will tolerant sein nach allen Seiten, ist dem entsprechend überall beliebt, redet ohne Ende, flirtet ohne Ende, lässig, cool, oberflächlich, manchmal auch etwas großspurig, ein klassischer deutscher Halbstarker – wenn auch mit den sprichwörtlich türkischen Wurzeln.
„Achtung, der Loser kommt!“ schreit er zum offenen Fenster seines Lieferwagens hinaus, um es gleich wieder hochzukurbeln, denn sonst zieht der Fahrtwind herein und das könnte der Ware, den auszuliefernden türkisch / arabischen Spezialitäten und Leckereien, am Ende schaden.
Heute gilt es einen neu eröffneten Supermarkt zu beliefern. Der Laden gehört zu keiner der großen Lebensmittelketten, will trotzdem im stark umkämpften Markt bestehen und bietet deshalb spezielle Ware an: Homemade, wie das in gängigem neudeutsch genannt wird. Altdeutsch und wortreich diskutiert Mehmet mit dem Geschäftsführer, einem Landsmann und Erdogan Verehrer aus dem fernen Anatolien. Wer das Geld für die Neueröffnung gegeben hat, kann er nicht sagen, Betriebsgeheimnis. Mehmet will sich die Ausreden und Sprüche des Kollegen nicht länger anhören. Eine neue Geldwaschanlage, denkt er, wie in den EU Ländern immer häufiger zu finden, zumeist allerdings in Großstadtlagen und dort bevorzugt in Friseur Geschäften oder Spielhallen etabliert. Er muss weiter, sein Business, ruft Mehmet und tauscht geballte ´Five` mit dem Geschäftsführer. Gleich hat er einen treuen Privatkundenhaushalt zu versorgen. Die ´Grüne Witwe` aus Tölz, ein politisch seltenes Exemplar im katholischen Bayern, bestellt immer wieder neu, und viel, aber ansonsten läuft gar nichts. Dabei hat er die Frau immer wieder getröstet, wenn die in Bayern dominierende CSU bei Kommunalwahlen wieder die absolute Mehrheit geschafft hat, ohne Hintergedanken natürlich, unpolitisch, rein platonisch, einfach nur väterlich, sozusagen. An der Tankstelle, der nächsten Lieferstation, gibt es Ärger. Mehmet nennt es ´gamen`, er kennt das, seit er den Außendienst in Yüksels Firma übernommen hat spielt er das Spiel gerne mit.
„Pack das Zeug wieder ein, Mehmet!“ sagt der Tankwart. „ Ist doch alles schon an gegammelt. Dass ihr Türken immer bescheißen müsst …!“
Mehmet gibt sich cool, das gehört zum Spiel, gähnt ostentativ.
„Ey, da ist gar nix vergammelt. Hat mein Vater heute früh erst zubereitet. Super
frische Ware, ehrlich…“
Der Tankwart schnüffelt an den Häppchen und belegten Brötchen – das gehört zum Spiel - und verzieht angewidert sein Gesicht. „Mann, du hast’ auch schon mal besser gelogen. Das riecht doch’ n Blinder mit Krückstock, dass die Ware stinkt! Wer soll’ n das fressen, hä …?“ Mehmet weiß, dass es wie immer nur um den Preis geht, aber er will den Kunden nicht verlieren und was er jetzt an Rabatt geben wird, hat er vorher schon draufgeschlagen. „Okay, zwanzig Prozent Abschlag, okay?!“ Der Tankwart schlägt grinsend ein, im Gegensatz zu dem Ziegenficker bin i c h jedenfalls kein Loser, denkt er, und legt das gut gefüllte Tablett in die gekühlte Truhe. Mehmet zählt mit tieftrauriger Miene das Geld nach, verlässt enttäuscht tuend die Tankstelle um sich grinsend in seinen Lieferwagen zu setzen. Ein ärmlicher arabischer Haushalt ist als nächstes auf der Liste. Seit Jahr und Tag Auflage und eine Art Spende vom Vater, das Essen ist zwar von gestern, aber unverdorben, immer noch gut genießbar. Mehmet juxt mit den zahlreichen Kindern der Familie herum und verspricht das Blaue vom Himmel, nämlich dass er bald wieder kommt und dann vielmehr Zeit mitbringt um mit den Kleinen zu spielen. Ruck zuck ist abgeladen bei einem etwas abseits gelegenen Kiosk, trotz gestenreicher Debatte mit dem türkischen Inhaber Mümin, alles ohne Problem. Im Altenheim dauert es etwas länger. Mehmet macht die Pflegerinnen an, flirtet, scherzt mit mürrischen, weil unterbezahlten Pflegern. Sie mögen ihn. Und man kann ja nie wissen. Draußen hat die Bewölkung stark zugenommen. Sieht fast nach Regen aus. Schnell vergangen, der langweilige Arbeitstag. ´Feierabend` ist ein Wort, das Mehmet beherrscht wie kein anderes. Der kleine Lieferwagen mit deutsch/türkischer Aufschrift „ Feinkost Yüksel“ rast über die Landstraße. Aus dem Himmel über den Wolken löst sich eine Sternschnuppe und schlägt mit extrem lautem Knall in einer Baumgruppe ein. Die Wirkung der Explosion ist gewaltig. In der Stadt, in Bad Tölz etwa, wäre jetzt Panik ausgebrochen. Kein Wunder, die Menschen sind verängstigt, genervt, jede Detonation in dieser Größenordnung kann von einem Attentat kommen. London, Berlin, Brüssel, Paris - der ganze Orient, Nordafrika, alles gefährdet, trotz intensivster Bemühungen der internationalen Politik, der freiwilligen Helfer, der vielen Sicherheitskräfte vor Ort. Die Druckwelle lässt den Transporter schwanken, er gerät ins Schleudern, fängt sich. Mehmet hält auf dem Seitenstreifen, springt heraus, öffnet die Seitentür des Wagens und sieht nach der Ladung. Die Fress-Platten für die noch anstehende letzte Lieferung sind zu seinem Ärger durcheinander geraten.
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