Til Erwig - EIN HIMMLISCHER JOB

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Woran mangelt es seit Jahrtausenden in den Himmlischen Heerscharen?
An der Gleichberechtigung, der Emanzipation der weiblichen Engel! Die Menschen auf dem blauen Planeten könnten hier Vorbild sein. Ein Irrtum, denn Fidelitas, ein Second Hand Engel, macht im Auftrag des Herrn aller Dinge ganz andere Erfahrungen.
Schauspieler, Drehbuchautor und Fernsehproduzent Til Erwig liefert mit seinem 4. Buch eine Satire mit Realitätsanspruch: Am deutschen Wesen, ist zu lesen, braucht es Humor um zu genesen.

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„Jetzt mal unter uns, Herr. Ich, Fidelitas, bin ein Engel o h n e Flügel, und noch dazu...“

„Ein weiblicher Engel, ein E.m.b.A“, wird Fidelitas erneut von ihrem Chef unterbrochen. „Das klingt doch sehr bedeutend.“

„Bedeutend? Was bedeutet ´bedeutend`?“

„Es sagt etwas aus über deinen künftigen Status in meinen Heerscharen.“

Niemand hätte sich jemals vorstellen können, dass der Allmächtige im Grunde auch nur so eine Art Mensch ist, bei näherer Betrachtung allerdings doch wiederum verständlich, denn er hat ja die menschlichen Eigenschaften selbst geschaffen, offensichtlich nach eigenem Vorbild. Mit anderen Worten, die menschliche Eigenschaft e i t e l zu sein ist auch dem Herrn aller Dinge nicht fremd, was genau hier und jetzt zum Ausdruck kommt, denn seiner ausbleibenden Erklärung, was so ein E.m.b.A. genau bedeutet, folgt stattdessen ein gewaltiges, um nicht zu sagen verlegen s t o l z e s Durchatmen, das in etwa einem sich an die Brust schlagen gleichkommt, ein Gefühlsausdruck, der sowohl bei den Menschen als auch im Tierreich häufig zum Tragen kommt. So schlagen sich beispielsweise Gorillas und Orang-Utans häufig stolz an die Brust. Aber auch einfacheres Getier wie etwa der Hahn, auch Gockel genannt, plustert sich auf mit geschwollenem Kamm, was gleichzusetzen ist mit einem stolz in die Brust werfen. Diese und unzählige andere Persönlichkeiten im Universum sind letztendlich vom Allmächtigen konzipiert und erschaffen worden, von stolzen Mikroorganismen mal abgesehen, es gibt Milliarden davon, das würde echt zu weit führen die alle detailliert aufzuführen und zudem davon ablenken, was der Allmächtige seinem E.m.b.A. mitzuteilen hat.

„WIR sind allwissend, Fidelitas, schon vergessen? Und w e i l WIR es sind, haben WIR immer wieder Entscheidungen zu treffen, die weit über den Horizont der von UNS geschaffenen Galaxien hinausgehen!“

„Über meinen auch!“, lässt sich Fidelitas hinreißen und denkt zugleich: Uiiih, das könnte einigen Sonnensystemen und allem was dort kreucht und fleucht zum Verhängnis werden. Wenn nämlich der Herr aller Dinge, der Allmächtige, sich über irgendwas richtig ärgert, dann scheppert‘ s meist im Karton. Aber alles bleibt still. Nur die Erdnahe Sonne in der Milchstraße eruptiert vor sich hin. Eine längere Trockenperiode in Malawi ist die unangenehme Folge.

„Mag sein“, sagt der Allmächtige, und das Rauschen im All fühlt sich an, als würde er seinem weiblichen Engel, seiner Engelin, väterlich über die Wange streichen.

„Aber damit sich das ändert, werden WIR etwas für eure Gleichberechtigung in den Himmlischen Heerscharen tun. Das Patriarchat der Erzengel muss beendet werden. Mehr Liberalismus...“

„Liberalismus?“

„Ein von mir erdachtes großartiges Programm zur Emanzipation des Einzelnen und zur Bekämpfung von geballter Macht. Mit anderen Worten, niemand hier oben darf zu mächtig werden.“

„Das ist...das ist...Donnerwetter“, stottert Fidelitas, „das ist eine riesige Ordnungsaufgabe!“

„Du hast es erfasst! Wir im Himmel dürfen der Entwicklung auf Erden nicht hinterher hinken.“

Warum gerade auf Erden, denkt Fidelitas, ohne natürlich den Gedanken laut auszusprechen, es gibt doch so viele Welten. Genau, dennoch ist es unpässlich Überlegungen des Allmächtigen zu hinterfragen, das weiß jeder im Himmel. Irgendwie nur hat sie das Gefühl, seine offensichtlich bereits vor längerer Zeit getroffene Entscheidung noch beeinflussen zu können. Ganz sicher ist sie sich allerdings nicht. Aber weil der Herr aller Dinge sich hin und wieder auch gütig zeigt und zudem Gedanken lesen kann, beantwortet er umgehend die nicht laut gestellte Frage.

„Weil die Menschheit auf planeta terra mir in all ihrer Vielfalt am besten gelungen ist, Fidelitas. Das hat vor mir schon ein großer Künstler erkannt, der mich vorzüglich porträtiert hat...“

„Leonardo da Vinci!“ wirft die Engelin vorlaut dazwischen.

„Du sagst es. Er hat mich geradezu überirdisch interessant dargestellt in seiner Deckenmalerei in der Sixtinischen Kapelle anno ...“

„So möchtet IHR aussehen?“

„So s e h e ich aus.“ Es klingt fast ein wenig empört vom Allmächtigen.

„Ein weißer Mann mit einem Bart und langen grauen Haaren!“

„Ein w e i s e r Mann“, korrigiert Fidelitas, „der kraftvoll anmutig seinen rechten Zeigefinger ausstreckt um auf Adam den Lebensfunken überspringen

zu lassen. So und nicht anders steht es bei Wikipedia“.

„So steht es w o?“, fragt Gottvater und wirkt auf einmal gar nicht allwissend.

„Wikipedia – eine Erfindung des Computerzeitalters auf Erden. Eine tolle Enzyklopädie, ein modernes Nachschlagewerk, da steht es geschrieben, dort weiß man alles.“

„Die wissen mehr als i c h, der Allwissende?“ Der alte Mann scheint irritiert, zweifelt er gar an sich selbst?

„Nicht unbedingt m e h r , Chef, aber doch vieles. Möglicherweise auch, ob es überhaupt Sinn macht in den Himmlischen Heerscharen eine fette Debatte zum Thema ´Emanzipation weiblicher Engel` loszutreten.“

Einen kurzen Augenblick scheint die Zeit still zu stehen. Das ist immer der Fall, wenn der Allmächtige ein Problem erkennt, über das erstmal gründlich nachgedacht werden muss, was unter Umständen schon mal hunderttausend Jahre dauern kann.

Die Wissenschaft kennt diesen Vorgang, weiß allerdings nicht den Auslöser der Denkpause zu erklären, weshalb die sich daraus zwingend ergebende Korrektur der Weltzeit bisher nur mit Hilfe sogenannter Schaltsekunden erreicht wird.

„Ein Kelch, der nicht an mir vorübergeht?“, stört Fidelitas die Überlegungen des Herrn und gerät nur deshalb nicht ins Schwitzen, weil sie als Engel diese manchmal störende menschliche Eigenschaft nicht kennt. Der alte Herr hat inzwischen seine Entscheidung überdacht, hält aber in einer Art von sturem menschlichen Eigensinn daran fest.

„Wie ich es auch dreh und wende, Fidelitas, du bist nun mal auserwählt, denn

du bist unschuldig und hast den Glauben eines Kindes...“

„Ich bin fast zweihundert, Chef“, traut sich Fidelitas zu widersprechen und erfährt erneut eine göttliche Streicheleinheit, die sie in dieser erfreulichen Form nicht erwartet hätte.

„Du siehst wesentlich jünger aus.“

Durchaus charmant. Der alte Herr scheint hinter seinem weißen Vollbart zu lächeln; er amüsiert sich ganz offensichtlich über die junge Engelin um nicht zu sagen: er findet Gefallen an der kleinen Fidelitas. Wobei ein Amüsement im Himmel eigentlich erst erlaubt ist, seit der Münchner Dienstmann Alois Hingerl, gezeugt vom bayerischen Dichter Ludwig Thoma, hoch über den Wolken das ´Frohlocken` und ´Halleluja singen` begonnen hat, um dadurch irgendwann einmal an ´himmlisches Manna` zu kommen.

„Vorsicht - 8. Psalm, Chef!“ Fidelitas scheint sich auszukennen in den Gesetzen des Himmels: „Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten!“ belehrt sie respektlos den Allmächtigen, um sich gleich danach wieder zu disziplinieren.

„Aber dein Wille geschehe. Und gesegnet mit all meinen bisher erworbenen Gaben, wird mir der Job vielleicht nicht ganz so schwer fallen.“

„Nur – hüte dich vor Missbrauch!“ Der Rat des alten Herrn ist gut gemeint, aber so schwammig formuliert, wie der eines deutschen Politikers angesichts bevorstehender Wahlen.

„Missbrauch?!“ fragt Fidelitas deshalb und tut unschuldig.

„Missbrauch deiner Privilegien!“ antwortet der Chef streng. Er hat natürlich die Gedanken seines Engels durchschaut, schließlich ist er der Allmächtige.

„Deine Privilegien könnten reduziert werden im Laufe deiner Mission an der ich in meiner Weisheit festhalte und die da lautet: Erfahrungen sammeln über die Emanzipation der Frauen und Mädchen auf Erden aus deiner, aus weiblicher Perspektive. Privilegien auf lange Sicht könnten dir eben diese verstellen. Also sei auf der Hut, und setze deine himmlischen Gaben sinnvoll und mäßig ein, sonst...“

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