Natascha Skierka - Verwobene Ornamente
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„Ich liebe dich, Maurice“, flüsterte sie und seine Lippen verzogen sich zu einem freudigen Lächeln.
„Ich liebe dich mehr“, erwiderte er und sie runzelte, wie immer mit der Stirn, bevor sie seufzend mit dem Kopf schüttelte und diesen an seine Schulter legte.
„Ich liebe dich“, wisperte sie kaum hörbar und holte tief Luft, während sie froh darüber war, das ihr ganzes Leben noch vor ihnen lag, darauf wartend von ihnen beiden gestaltet zu werden. Die Nacht gewann endgültig über den Tag und die Sterne wachten funkelnd und zwinkernd über sie beide und ihre unendlich große und unendlich tiefe Liebe.
Gesponnene Leben
Gesponnen die Fäden so fein
In Farben so schillernd und rein,
Verweben sie sich in der Zeit
Die Dein Leben zu geben bereit.
Sehe dort hinten aufbewahrt
Das Wissen das wird offenbart,
Wenn Vergangenes den Weg weist
Und in Deine Gegenwart reist.
Hier stehst Du nun, um zu sehen
Wie Du wirst nach vorne gehen,
Um die Zukunft zu gestalten
Und Dein Leben zu verwalten.
Das was kommt, ist nicht ungewiss
Beachte den Weg und sei gewiss,
Das Dein Fluss Dich durchs Leben führt
Wenn ihre Magie Dich berührt.
Gesponnen die Fäden so fein
Sie werden einmal zu Ende sein,
Und von einem Schnitt wird getrennt
Was die Seele als Leben kennt.
Schicksalsfäden
Umher wandernd hielt sie inne. Diese Straßen kamen ihr bekannt vor und die Häuser schienen mit ihr zu sprechen. Emma konnte nicht sagen was hier passierte, aber sie spürte das etwas sie, wie Motten das Licht, anzog. Vor allen Dingen dieses Haus ihr schräg gegenüber. Ein Fachwerkhaus von 1711, ziemlich klein und bei dem ihr der Begriff „Hexenhäuschen“ in den Sinn kam, obwohl sie zu denjenigen gehörte, die das Wort Hexe nicht unbedingt als Beleidigung auffasste, wusste sie doch das es sich bei ihnen um weise Frauen handelte, die ihr Wissen mehr und mehr vertieften, um im Einklang mit Mutter Erde und sich selbst zu sein. Seufzend senkte sie den Blick und versuchte den Ruf des Hauses zu ignorieren.
Aber es war nicht leicht, die wellenartigen Bewegungen, die durch die unsichtbare Luft zu ihr herüber schwangen, zu ignorieren. Es war beinahe unmöglich, und noch ehe sie sich versah, stand sie vor der Türe und befand sich gerade dabei den Knopf der Klingel zu betätigen. Ein kalter Schauer lief ihr über den Rücken, während sie die Treppe hinunter blickte und sich fragte, wie in aller Welt sie diese überwunden hatte. Überwunden, dachte sie und schüttelte den Kopf, wieso kam ihr ausgerechnet dieses Wort in den Sinn? Aber noch, bevor sie sich weiter in diesen Gedanken vertiefen konnte, der sie wahrscheinlich nur davon hatte abhalten sollen wieder zu flüchten, wurde die Türe geöffnet. Eine blonde Frau, mit strahlenden blauen Augen, blickte in die ihren und Emma fragte sich, ob sie einander wohl aus einem ihrer früheren Leben kannten.
„Komm rein“, sagte sie ohne Umschweife und ging voran. Emma folgte ihr in das wirklich kleine Häuschen mit seinen winzigen Zimmern, die wohl eher für größere Puppen gemacht waren, denn für wirkliche Menschen. „Setz' dich“, sagte die Frau und deutete auf die Eckbank in der langen Küche, dem größten Raum des Hauses. Langsam setzte sie sich und beobachte, die noch Namenlose Frau wie sie Kaffee aufsetzte und eine Schale mit Keksen und anderen Süßkram, zusammen mit drei Tassen aus dem Schrank holte und auf dem Tisch verteilte. Emma sah sie an und die Frau lächelte, während es erneut an der Türe klingelte. Das Geräusch durchdrang sie und brachte für einen Moment ihr Herz zum stehen, bevor es im gewohnten Rhythmus weiterschlug, als wäre nichts geschehen.
Ihr Blick schweifte durch die Küche, während erneute Kälte ihren Körper durchdrang, und blieb an den gehäkelten Topflappen hängen, die direkt neben dem Eingang hingen, durch den sie vor wenigen Augenblicken selbst erst gekommen war. Sie waren in der Form eines Puppenkleides, in den weiß-blauen Farben der nordischen Göttin Frigga gehalten und die Stimme ihres Blutes, erkannte den Faden, der sie scheinbar untrennbar mit ihren Vormüttern verband. Lachen drang aus dem kleinen Flur und die immer noch Namenlose Frau kam mit einer Älteren zurück. Ihre Blicke kreuzten sich und Emma hielt inne, während ihr Körper darauf begehrte aufzustehen und von hier zu fliehen. Sie aber blieb sitzen und ließ den Blick nicht von der Älteren, während diese auf sie zu kam und sich ihr gegenüber setzte.
„Ich bin Ansu,“ lächelnd berührte sie ihre Hand und Wärme durchströmte sie in kleinen Wellen. „Es freut mich dich endlich kennenzulernen, Emma.“ Emma stockte der Atem und sie blinzelte ein wenig perplex. Woher kannte diese Frau ihren Namen und wer war sie wirklich. Hatte sie vielleicht jemand verfolgt oder gar ausspioniert? Was passierte hier wirklich? Ansu lachte, während die Jüngere ihnen Kaffee einschenkte und sich zu ihnen gesellte, einen Keks aus der Schale nehmend.
„Wir sind wie du,“ erklärte sie und Emma runzelte mit der Stirn. „Aber die Welt dort draußen ist bei Weitem noch nicht wirklich bereit dafür uns wieder völlig zu integrieren.“ Emma blickte sie verwundert an und ihre Augen wanderten zwischen den beiden Frauen hin und her.
„In Ordnung“, flüsterte sie und ließ ihre Atemluft langsam wieder aus ihrem Körper entweichen, als wollte sie sich für etwas oder gegen jemanden wappnen. „Ich möchte, nein, ich will wissen, was hier gespielt wird und weswegen ich hier bin.“ Sie fixierte die beiden und die beiden blickten einander verschwörerisch an, während Ansu lachte.
„Wir wissen alle nicht, weswegen wir hier sind“, meinte sie und Emma rollte unwillkürlich mit den Augen. „Aber du bist jetzt hier um uns zuzuhören und um danach zu entscheiden, welchen Weg du gehen wirst.“ Noch bevor Emma etwas sagen konnte, ließ Ansu ein weißes Blatt Papier auf dem Tisch erscheinen und einen Stift in ihrer Hand. Spitzbübisch lächelte die Frau sie an und begann das Blatt in drei gleiche Teile aufzuteilen, um in jedem das Portrait einer Frau hinein zu zeichnen. Als sie dies vollbracht hatte, drehte sie ihr Kunstwerk zu Emma herum und sie zuckte zusammen. Da war sie zu sehen, als junges Mädchen, als Frau und als Alte.
„Warum zeichnest du mich so?“, verlangte sie zu wissen und Ansu seufzte.
„Weil du ebenso wie jede Frau die Aspekte dieser Form der Weiblichkeit in dir trägst", erwiderte sie und blickte sie leicht tadelnd an, als hätte sie das wissen müssen.
Natürlich wusste sie das, aber dennoch wollte sie wissen, warum.
„Blicke auf dass Papier“, wies Ansu sie an und ihr Blick schweifte zu der Namenlosen Blonden hinüber, die ihr aufmunternd zunickte. Emma folgte Ansus Bitte und eine Art Minitornado fegte plötzlich über dass Blatt hinweg und ließ die Bilder lebendig werden. Sie fragte sich nicht länger, was hier vor sich ging und erfolglos wehrte sie sich dagegen, dass ihre Seele, in dass Blatt hineingesogen wurde.
„Hallo“, begrüßte das Mädchen sie und drehte sich lachend und singend im Kreis, während es mit einem langen, schillernd bunten Regenbogenband tanzte. „Ich halte den Faden der Zukunft in meinen Händen.“
„Willkommen“, schloss die Frau sich an und berührte den breiten Gürtel, der um ihre Taille geschlungen war und ebenfalls bunt schillerte. „Ich stehe zwischen dem, was war und was sein wird.“
„Sei gegrüßt“, gackerte die Alte, während ihr Kleid wie eine knallbunte Leuchtreklame im Wind wehte und gänzlich aus Fäden bestand. „Ich sehe das, was war, und halte den Faden des Schicksals in meinen Händen.“
„Was wollt ihr von mir?“ Emma betrachtete die drei und fand es immer noch unheimlich das sie ihr so glichen, obwohl sie wusste, das es nur Äußerlichkeiten waren, die sie im Augenblick mit den Weberinnen der Zeit verband. Die Nornen betrachteten sie mit „ihren“ Augen und durchbohrten sie beinahe.
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