Natascha Skierka - Verwobene Ornamente

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Eine Türe, die plötzlich aus dem Nichts erscheint oder eine Reise ins Unterbewusstsein, sind nur zwei der Geschichten, die im Wechselspiel mit der reimenden Kunst, in eine magisch, alternative Welt, der Kurzgeschichtensammlung Verwobene Ornamente entführen wollen.

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Gleißendes Licht stahl sich durch die Öffnung, bevor eine große, in einen dunklen Umhang gehüllte, Gestalt erschien. Unwillkürlich hörte ihr Herz, für den Bruchteil einer langen Sekunde auf zu schlagen und sie spürte, eine mächtige Energiewelle auf sich zu rasen. Sie berührte ihre Seele, verankerte sich in ihr, kehrte zu ihrem Besitzer zurück und ihr Herz schlug weiter. Perplex starrte sie die Gestalt an, deren Gesicht von einer Kapuze verborgen wurde. Ranva kniff die Augen zusammen, in der Hoffnung, etwas darunter zu erkennen. Aber außer den Andeutungen eines Gesichts, das im Schatten verborgen war, konnte sie nichts erkennen. Die Person stellte sich vor eine Art Thron, den sie zuvor nicht bemerkt hatte und dessen Sitzplatz in einer perfekten Symbiose aus Silber, Gold und Kupfer schimmerte. Über und über war er mit den verschiedensten Edelsteinen besetzt. Zudem befanden sich an seinen Seiten Einlegearbeiten, die verschiedene Runen, keltische Knoten und Schriftzeichen, aber vor allen Dingen eine Vielzahl an Fischen, zeigten. Diese leuchteten so pulsierend, das man beinahe schon annehmen konnte, sie wären tatsächlich lebendig.

Ranva spürte seine, es oder auch ihre Augen auf sich ruhen. Ein erneuter Schauer lief ihr über den Rücken und sie schüttelte sich. Was wollte man hier von ihr? Weswegen war sie ausgerechnet hier, auf ihrer Flucht vor ihrem Verfolger gelandet? Sie blickte die verhüllte Gestalt an, holte tief Luft und ließ sie langsam, wieder aus ihren Lungen entweichen. Wieso in aller Welt, sagte niemand auch nur ein Wort? War überhaupt noch jemand anwesend, außer ihr und diesem unbekannten Etwas? Sie drehte sich halb um. Die Augen der anderen musterten sie aufmerksam und eine Frau, deren Kleidung mit keltischen Symbolen verziert war, hielt eine Art Lampe in die Höhe. In ihrem Innern tanzte eine flackernde Flamme, so hell und gebieterisch, wie nur das Feuer es konnte. Sie wusste, dass sie die Hüterin dieser heiligen Flamme war und das ihr Name Brighid war. Warum sonst hätte sie sie mit sich herumgetragen? Ranva blickte ihr in die Augen, und als Brighid ihr die Lampe hinhielt, schüttelte sie den Kopf. Brighid zuckte mit den Schultern und setzte sich wieder. Langsam drehte sie sich wieder um, und fragte sich warum ausgerechnet sie, die Verantwortung für diese heilige Flamme übernehmen sollte.

Sie blickte auf. Die Gestalt hatte sich mittlerweile auf den Thron gesetzt und beobachtete sie noch immer.

„Wer bist du?“, platzte es endlich aus ihr heraus. Amüsiertes Gelächter drang unter der Kapuze hervor.

„Du wirst wissen, wer ich bin“, erwiderte eine unverkennbar männliche Stimme. Sie hörte sich an wie purer heller Samt, während sie, ebenso ungehindert wie zuvor die Energiewelle, ihren Weg in ihre Seele fand und sie ins Schwanken brachte. Ranva runzelte mit der Stirn, während sie sichtlich Mühe hatte sich wieder zu fangen.

„Was soll das heißen?“, verlangte sie zu wissen und versuchte erneut unter die Kapuze zu lugen.

„Du wirst es wissen,“ wiederholte er, hob die Hände und schlug die Kapuze, in einer eleganten Bewegung zurück. Ein Laut der Überraschung entschlüpfte ihren Lippen. Anstatt eines kompletten Gesichts blickten sie nur zwei himmelblaue leicht silbern schimmernde Augen an, die so unergründlich wie das Meer waren.

„Wer bist du?“, fragte sie erneut und fühlte sich wie paralysiert. Er stand wieder auf und kam auf sie zu. Sie zuckte zurück, blieb aber dennoch stehen, während er ihr seine Hände hinhielt. Ohne zu zögern, hob sie die ihren und ließ zu das er sie umschloss. Sie waren warm und die Energie ihrer beiden Seelen, schwappte mit einer Macht zwischen ihnen hin und her, die Ebbe und Flut nicht im geringsten nachstand. Tränen traten ihr in die Augen und eine Erinnerung rollte über sie hinweg, die nicht aus diesen Leben stammte.

Sie sah eine sechsköpfige Familie, Mitte des 16. Jahrhunderts, durch die klirrende Kälte des Winters stapfen, angetan mit wärmender Kleidung, die ihre Leiber vor dieser schützen sollte. Aber nichts konnte sie wärmen und das ungeborene Leben, das unter der Kleidung der Frau verborgen war, würde in einer kalten Welt, bestehend aus Schnee und Eis das Licht der Welt erblicken. Die Eltern wandten sich einander zu und Ranva war nicht wirklich überrascht als sie bemerkte das die Augen der Frau Ranvas eigene grün-blaue Farbe und der Mann die Augenfarbe des Unbekannten hatte. Ein heftiger Schneesturm zwang die Familie Unterschlupf in einer Höhle zu finden, die sie am nächsten Morgen wieder verließen, nur um wenige hundert Meter in eine Spalte einzubrechen, aus der sie nicht mehr herauskamen.

Die Verzweiflung war groß und hilflos mussten die Eltern mit ansehen, wie ein Kind nach dem anderen erfror. Und inmitten dieses Chaos wurde ihre Tochter geboren, die mit ihrem kräftigen Geschrei, dem unentrinnbaren trotzen wollte. Die beiden wechselten einen Blick, der Ranva das Blut in den Adern gefrieren ließ, aber als sie nicht taten, was sie befürchtete, spürte sie keinerlei Erleichterung in sich. Noch in der Nacht starb der Mann und ließ Mutter und Kind alleine zurück. Diese stimmte einen Totengesang an, während sie versuchte ihre Kinder und ihren Mann, in eine Position zu bringen, das sie alle nebeneinanderliegen konnten, sofern sie nicht bereits festgefroren waren. Als sie ihre Aufgabe einigermaßen bewerkstelligt hatte, legte sie sich neben ihren Mann, ihre namenlose Tochter zwischen ihnen.

Sie blickte ihren Mann an, hob eine Hand an seine Wange und sah in seine noch immer geöffneten blauen Augen. „Ich binde meine Seele an deine, mein Geliebter“, wisperte sie. „Leben für Leben für Leben, bis ans Ende aller Tage.“ Ein letztes Mal hauchte sie einen Kuss auf seine Lippen, während Tränen auf ihren Wangen gefroren und sie ihren Kopf auf seine Schulter bettete, während sie darauf wartete, das die eisige Kälte ihr Werk vollendete.

Seine Stimme riss sie wieder zurück an die Oberfläche ihres Seins und sie blickte ihn mit anderen Augen an.

„Wer bist du?“, fragte sie erneut, obwohl die Antwort bereits in ihr schlummerte.

„Du wirst wissen, wer ich bin“, erwiderte er mit seiner sanften warmen Stimme und fügte hinzu: „Wenn wir uns wieder begegnen.“ Sein Gesicht näherte sich ihr und eine Strähne, seines von der Sonne geküssten, hellen Honighaars streifte ihre Stirn, bevor er sie sanft mit seinen nicht sichtbaren Lippen, auf die Stirn küsste. Zeitgleich bebte die Erde unter ihr, und noch während Ranva versuchte, sich an seinen Umhang festzuhalten, fiel sie nach hinten, während ihr Körper versuchte sich ruckartig aufzubäumen...krallten sich ihre Hände, im Stoff ihrer Bettdecke fest.

Verwirrt blickte sie sich um, eine Hand auf ihr heftig pochendes Herz, die andere auf ihre Stirn legend. Sie prickelte immer noch von der Berührung seiner Lippen, auch wenn das eigentlich unmöglich war, da es doch offensichtlich ein Traum gewesen war. Schemenhaft blickten ihr die Umrisse der Möbel in der Dunkelheit entgegen, während ihr Verstand ihr sagte, dass das alles nur ein Traum war und nicht wahrhaben wollte, das es vielleicht Realität werden konnte. Ihre Seele hingegen, hatte nicht den geringsten Zweifel daran, das es kein Traum war und das sie sich eines Tages wieder begegnen würden. Sie wusste es, ebenso wie sie wusste, dass die Erde sich um die Sonne drehte, in einem Universum, das ständig sang. Sie blickte zum Fenster hinaus, wo die Sterne in funkelnden Tanz, die Nacht erhellten.

„Wann“, flüsterte sie zu ihnen, als würden sie die Antwort kennen, während sie ihren Kopf auf das Kissen bettete. „Wann“, wiederholte sie wispernd und Tränen sickerten ins Kissen, „wann werden wir uns wieder begegnen?“ Ranva glaubte sein volles warmes Lachen zu hören, weil sie so ungeduldig war, aber es verstummte in einem Echo und allmählich driftete sie einen diesmal traumlosen Schlaf entgegen.

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