C.D. Gerion - Die Freisprechung

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Unfreiwilliger Held dieses literarischen Abenteuerromans ist ein welterfahrener, wenn auch zuweilen etwas argloser Diplomat im Ruhestand. Beim zunächst harmlosen Versuch, für sich persönlich zu klären, was letztlich dran ist an den Lehren der großen Weltreligionen, gelangt er zu alarmierenden Erkenntnissen. Als er diese in Buchform zu verbreiten versucht, stößt er auf heftigen Widerstand und gerät in einen Strudel immer gewagterer Abenteuer hinein.
Dabei stehen ihm bis zum überraschenden Höhepunkt seine mitten im Leben stehende Ehefrau und ein mit allen Wassern gewaschener Investigativjournalist bei.
Der Roman entführt den Leser an eine Vielzahl exotischer Schauplätze, von einer entlegenen Atlantikinsel bis zu Chinas heiligen Bergen, aus den Tiefen der Katakomben von Rom bis in die Höhen der peruanischen Anden, und
bietet dabei auch noch spannende Einblicke in die diskrete Welt internationaler Politik und Diplomatie.
Ein in jeder Hinsicht fesselndes Leseerlebnis, das dazu noch völlig neue Perspektiven eröffnet – bis hin zu der im furiosen Finale aufscheinenden Utopie einer Welt, die ihr Heil jenseits überkommener Glaubensvorstellungen findet.

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„Der kannte leider Nietzsche noch nicht“, scherzte ich unter Anspielung auf Prof. Wangs besonderes Interesse für diesen deutschen Philosophen. „Wie hätte er da wissen sollen, dass Gott tot ist.“ Angie lachte laut auf und Wang fiel ein.

„Aber im Ernst: Wir haben in diesen Tagen einen kleinen Ausflug zum Wutaishan gemacht“, fuhr ich gleich fort, um das Gespräch beim Thema zu halten. „Ich habe kaum glauben können, mit welcher Macht das religiöse Leben inzwischen dorthin zurückgekehrt ist.“

„Ja, die Macht des wahren Glaubens“, sagte Wang halb spöttisch, halb im Ernst. „Solange das die gesellschaftliche Stabilität nicht gefährdet und der weiteren Entwicklung unserer geistigen Zivilisation nicht im Wege steht...“

„Ich habe mich in letzter Zeit auch persönlich mal etwas kritischer mit diesem Thema befasst“, stieß ich schnell nach. „Habe als Pensionär ja inzwischen ein wenig Zeit auch für solche akademischen Hobbys. Das Ergebnis ist ein kleines Buch, das möglicherweise auch für Sie von Interesse sein könnte. Wenn Sie erlauben, würde ich Ihnen das gern hierlassen – als kleine Erinnerung an unsere heutige Begegnung.“

Bei diesen Worten zog ich das Manuskript aus meiner Mappe und erhob mich, um ihm das Buch förmlich zu überreichen.

„Vielleicht können Sie – oder Ihre Kollegen, die sich näher mit diesem Thema befassen – das gelegentlich auch für ihre Arbeit nutzen. Wie ich feststellen konnte, gibt es unter den Mitarbeitern dieser Hochschule ja erstaunlich viele, die hervorragend Deutsch können.“

Bei diesen Worten nickte ich zu Angie hinüber. Auch Wang hatte sich erhoben.

„Ich fühle mich sehr geehrt. Wie Sie wissen, bin ich ein großer Bewunderer der deutschen Philosophie und vor allem – wie Sie ja eben schon selbst angedeutet haben – der Werke Friedrich Nietzsches. Sie knüpfen mit ihrem Buch an eine große Tradition an.“

„Das ist jetzt bei weitem zu viel der Ehre für meine bescheidenen Bemühungen“, wehrte ich ab. „Es geht mir hier mehr um eine ganz praktische Argumentationshilfe im Sinne der Aufklärung. Und vor allem sollte das Buch auch eine vergnügliche Lektüre sein.“

„Jedenfalls danke ich Ihnen ganz herzlich. Es war mir wirklich eine große Freude, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, mich aufzusuchen, obwohl ich nur so wenig Zeit für Sie habe! Auch wir haben eine kleine Erinnerung vorbereitet an unser ebenso überraschendes wie erfreuliches Wiedersehen.“ Bei diesen Worten überreichte er mir eine längliche Box, die Angie ihm unauffällig zugereicht hatte.

„Bitte öffnen Sie“, forderte er mich auf. Als ich die Schleife nicht gleich aufbekam, sprang Angie mir bei und holte die Bildrolle für mich heraus. Es war eine Kalligraphie. Vier Schriftzeichen untereinander, so schwungvoll hingetuscht, dass ich nur eines der Zeichen sofort identifizieren konnte.

„Im Geist der Gelassenheit erreicht man Fernes“, half mir Professor Wang.

„Ach so, also so viel wie: ‚Mit Geduld kommt man am weitesten‘“, versuchte ich mich an einer glatteren Übersetzung.

„Ganz genau. Ein berühmter Ausspruch unseres Helden Cao Cao aus dem Epos von den Drei Reichen.“

„Das wird einen Ehrenplatz über meinem Schreibtisch erhalten“, bedankte ich mich.

„Leider muss ich mich jetzt auch schon verabschieden“, entschuldigte sich Professor Wang erneut. „Ein Meeting – ganz ohne Bürokratie geht es auch hier leider doch nicht.“

Er war schon halb zur Tür raus, als er – zu Angie gewandt – noch ergänzte: „Frau Wu, begleiten Sie unseren Gast bitte nach draußen.“

„Sie sind also Frau Wu“, sagte ich zu Angie.

„Ach so, ja“, lachte sie.

Auf dem Weg zum Fahrstuhl musste ich noch schnell eine Frage loswerden, die mir im Kopf herumspukte, seit Wang so überraschend von sich aus das Thema Religion ins Spiel gebracht hatte. „Das ist leicht zu erklären“, meinte Angie. Professor Wang sei in seinem Institut auch ein ‚Department for Ethnic Religious Studies‘ unterstellt. Sie selbst arbeite da, als Assistentin der Direktorin. Erst kürzlich hätten sie eine Diskussionsrunde zum Thema religiöse Toleranz organisiert. Da waren wir am Fahrstuhl angelangt und im gleichen Moment glitt dessen Tür zur Seite. Eine massige Gestalt trat heraus, polierte Glatze, grauer Haarkranz drumrum, Pausbacken, auf denen kleine Schweißperlen glänzten. Erschrocken trat ich einen Schritt zurück und dann hinter Angie. Aber die Hoffnung, Altzinger könnte mich hinter der zierlichen Frau Wu vielleicht einfach übersehen, war natürlich illusorisch. Kurzes Aufblitzen eines Ausdrucks von Überraschung in dem feisten Gesicht, der sich sofort im Anflug eines undefinierbaren Lächelns auflöste. Natürlich hatte er mich sofort registriert und zweifellos auch gleich wiedererkannt. Selbst das Kästchen mit der Kalligrafie in meiner Linken war seinem abtastenden Blick offenbar nicht entgangen. Der junge Chinese, der hinter ihm aus dem Fahrstuhl gekommen war, dirigierte ihn eilig an uns vorbei in den Gang, aus dem wir gekommen waren. Altzinger schob sich so dicht an mir vorbei, dass er mich fast berührt hätte. Ich sprang Angie hinterher in den Fahrstuhl, gerade noch rechtzeitig, bevor die Tür zuglitt. „Wer war das denn!“ rief ich – mehr ein Ausruf als eine Frage an meine Begleiterin. Angie schien kurz etwas irritiert über meine heftige Reaktion, erklärte dann aber, das müsse der Besucher sein, den Professor Wang heute Nachmittag noch erwartet habe. Mitglied irgendeiner Delegation aus Rom, soweit sie wisse. „Sie kennen den doch nicht zufällig?“ Ich tat so, als hätte ich die Frage gar nicht gehört.

Als wir vor dem pavillonartigen Wächterhäuschen am Haupttor angelangt waren, hatte sie noch einen Tipp für mich. Wir sollten doch unbedingt noch das Künstlerviertel 798 besuchen. Wär‘ ja inzwischen reichlich kommerziell geworden. Zurzeit gebe es da aber eine interessante Ausstellung mit Video-Installationen. Ein paar der Filme seien in China sogar verboten. Irgendwie hatte ich das Gefühl, in den falschen Film geraten zu sein.

„Ich glaube, Prof. Wang hat recht“, sagte ich zum Abschied. „Die Chinesen sind wohl tatsächlich oft mutiger als die Deutschen.“

„Das müssen wir auch sein!“ Wieder ihr fröhliches Lachen. „Schließlich wollen wir dieses Land zu seiner alten Größe zurückführen.“

Eilig verließ ich das Gelände der Parteihochschule. Den Schock, dass mir ausgerechnet hier Altzinger über den Weg gelaufen war, musste ich erst mal verdauen. Ich konnte ja nicht ahnen, dass mir der eigentliche Schock noch bevorstand.

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