C.D. Gerion - Die Freisprechung

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Unfreiwilliger Held dieses literarischen Abenteuerromans ist ein welterfahrener, wenn auch zuweilen etwas argloser Diplomat im Ruhestand. Beim zunächst harmlosen Versuch, für sich persönlich zu klären, was letztlich dran ist an den Lehren der großen Weltreligionen, gelangt er zu alarmierenden Erkenntnissen. Als er diese in Buchform zu verbreiten versucht, stößt er auf heftigen Widerstand und gerät in einen Strudel immer gewagterer Abenteuer hinein.
Dabei stehen ihm bis zum überraschenden Höhepunkt seine mitten im Leben stehende Ehefrau und ein mit allen Wassern gewaschener Investigativjournalist bei.
Der Roman entführt den Leser an eine Vielzahl exotischer Schauplätze, von einer entlegenen Atlantikinsel bis zu Chinas heiligen Bergen, aus den Tiefen der Katakomben von Rom bis in die Höhen der peruanischen Anden, und
bietet dabei auch noch spannende Einblicke in die diskrete Welt internationaler Politik und Diplomatie.
Ein in jeder Hinsicht fesselndes Leseerlebnis, das dazu noch völlig neue Perspektiven eröffnet – bis hin zu der im furiosen Finale aufscheinenden Utopie einer Welt, die ihr Heil jenseits überkommener Glaubensvorstellungen findet.

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„Leider ist das Gebiet seit einiger Zeit für Ausländer völlig gesperrt.“ Sophie grinste. „Wir haben es einfach auf gut Glück versucht. Und natürlich mit einem Auto ohne konsularisches Kennzeichen.“

Sobald sie sich draußen bewegt hätten, hätten sie sich dick angezogen, mit Steppjacken, Wollmützen und Schals, so dass man sie nicht gleich als Ausländer erkennen konnte. Die Anlage selbst läge über 4000 Meter hoch, so dass so eine Verkleidung nicht weiter auffalle. Natürlich hätten sie etwas Schiss gehabt, aber mit der diplomatic card könne einem ja eigentlich nicht viel passieren. Außer, dass die einen stoppten und wieder zurückschickten.

„Wir hatten echt Glück. Die haben uns an den Straßensperren meist schon von weitem einfach durchgewunken.“

Sophie war sichtlich stolz auf ihr Abenteuer. Konnte ich gut verstehen, und war sogar ein wenig neidisch. In diese wilde Gegend waren wir zu unserer Zeit nie vorgedrungen.

„Warum lässt die Regierung ein so großes religiöses Zentrum der Tibeter überhaupt zu?“, habe ich nochmal nachgefragt, „Ich dachte, die Politik gegenüber der tibetischen Minderheit wäre in letzter Zeit sogar noch verschärft worden.“

„Die wissen, wenn sie da durchgreifen würden, gäbe es einen Aufstand.“

Vor einiger Zeit hätten sich in mehreren Fällen tibetische Mönche in der Gegend aus Protest selbst verbrannt, erklärte Sophie weiter. Das habe die Regierung extrem nervös gemacht. Die versuche jetzt mit allen Mitteln, die moderateren Kräfte unter den Tibetern zumindest soweit für sich zu gewinnen, dass die für Ruhe unter ihren Leuten sorgten. So beschränke man sich offenbar auf den Versuch, wenigstens die Zahl der ständigen Bewohner dieses Klosterstädtchens zu begrenzen – auf nicht mehr als fünftausend. Interessant auch: Eine Mehrheit der Studenten oder Schüler seien gar keine Tibeter, sondern Han-Chinesen. Jedenfalls im Sommer. Ab Spätherbst seien die wieder weg. Da würde die Bedingung da oben einfach zu hart. Nur so hätten sie überhaupt etwas mehr Informationen bekommen, weil die Tibeter verständlicherweise den Kontakt zu Ausländern scheuten. Übernachtet hätten sie bei zwei chinesischen Bekannten des Kollegen aus Chengdu. Die wären öfter dort oben, um ein paar Wochen bei ihrem Guru zu meditieren.

„Irre“, fand ich.

„Echt spannend“, meinte Martina.

Als wir uns – da war es schon ein Uhr morgens – verabschieden wollten, fiel Sophie plötzlich noch etwas ein.

„Ach übrigens, fast hätte ich es vergessen, ich soll dir Grüße bestellen! Von Professor Wang. Wang Baojiang.“

Ich wusste erst gar nicht, wen sie meinte.

„Ich habe ihn bei einer Seminarveranstaltung der Hanns-Seidel-Stiftung in der Zentralen Parteihochschule getroffen“, erklärte sie. „Als er erwähnt hat, dass er vorher Direktor der Abteilung für internationale Angelegenheiten der Stadtregierung von Shanghai gewesen ist, habe ich ihm erzählt, dass du in Kürze nach Peking kommen würdest.“

Da fiel der Groschen bei mir. Ja, mit Abteilungsleiter Wang hatte ich in Shanghai regelmäßig zu tun gehabt. Und dass der an die Parteihochschule nach Peking gehen sollte, hatte er mir beim Abschied sogar noch gesagt. Mit dem Mann konnte man reden. Sogar ein wenig Schwäbisch. Hatte Philosophie in Heidelberg studiert.

„Unser alter Nietzsche-Verehrer! Was macht er denn da jetzt genau?“, fragte ich.

„Wenn ihr hier noch länger verhandelt, gehe ich nochmal schnell auf die Toilette“, meinte Martina.

„Der ist Direktor des Instituts für Sozialforschung dort“, klärte Sophie mich auf.

Das war eine Chance, die ich einfach nicht verpassen durfte.

„Du, den würde ich echt gern noch treffen, solange wir hier sind. Meinst du, du könntest das so schnell noch arrangieren?“

„Das wird schwierig“, Sophie überlegte. „Normalerweise kommt man da gar nicht rein. Aber ich kann mal unseren Hanns-Seidel-Mann fragen. Der sitzt übrigens gleich hier im Hause. Soweit ich weiß, trifft er den Professor regelmäßig. Das ist einer seiner wichtigsten Partner.“

„Du, da wäre ich dir echt dankbar!“ Martina war noch nicht wieder zurück. So ergänzte ich noch schnell, „Vielleicht könntest du ihm ausrichten lassen, ich hätte sowieso schon an ihn gedacht. Ich habe ein Manuskript dabei, das möglicherweise von Interesse für ihn ist.“

„Echt jetzt?“, fragte Sophie. „OK. Ich gebe das dem Alexander einfach mal so weiter. Vielleicht schafft der das ja. Aber versprechen kann ich nichts.“

„Was habt ihr denn da schon wieder ausgeheckt?“

Plötzlich stand Martina doch schon wieder bei uns.

„Ach, es ging nur um unser Programm für die nächsten Tage. So, jetzt aber los. Unsere Sophie muss morgen wieder früh raus. Ach nein, das ist ja schon heute!“

Die nächsten vier Tage waren Martina und ich von morgens bis abends unterwegs. An zwei Tagen sogar mit einer im Hotel gebuchten Bustour, um schnell und bequem einige unserer alten Lieblingsplätze abklappern zu können. Die Ming-Gräber waren eine kleine Enttäuschung. Damals waren wir oft an den Wochenenden dort rausgefahren. Hatten in der verwilderten Parkanlage mit den Kindern Drachen steigen lassen und im hohen, trockenen Gras unser Picknick ausgebreitet, am Fuß der teilweise ziemlich verwitterten Umfassungsmauer unseres Lieblingsgrabes nach schön erhaltenen Scherben der in kaiserlichem Gelb glasierten Deckziegel gesucht und waren sogar auf den Grabhügel selber geklettert. Außer uns oft keine Menschseele weit und breit. Jetzt war alles perfekt restauriert, die grünen Rasenflächen kurzgeschoren, die zahllosen Touristen schoben sich den gekennzeichneten Rundwegen folgend über das Gelände, und auf einen der abgesperrten Grabhügel zu klettern war natürlich völlig undenkbar. Auf der Großen Mauer war es noch schlimmer. Nachdem wir dort oben fast eine Viertelstunde im Stau gestanden hatten, vergeblich Ausschau haltend nach der Stelle, wo unsere Tochter damals ihre ersten Schritte getan hatte, schoben wir uns gegen den Strom der Besuchermassen zurück zum großen Parkplatz und warteten dort am Bus auf den Rest der Gruppe. War ja auch naiv gewesen von uns, zu erwarten, dass hier in den letzten dreißig Jahren alles unverändert geblieben sein könnte. Nach Jianguomenwai fuhren wir dann mit der U-Bahn. Der Diplomaten-Compound, wo wir damals gewohnt hatten, hatte sich in der Tat kaum verändert. Ebenso der Weg zum Ritan-Park, an den alten Botschaftsgebäuden vorbei. Vor den Einfahrten standen immer noch die Wächter in ihren stumpfgrünen Uniformen, die damals unserem Sohn im Sommer immer so kleine Bambuskäfige mit Grillen zugesteckt hatten, deren Zirpen dann nachts aus dem Schlafzimmer der Kinder zu hören gewesen war.

Am fünften Tag saßen wir schon frühmorgens im Schnellzug nach Taiyuan. Den Besuch des Wutaishan, eines der vier heiligen buddhistischen Berge Chinas, hatten wir als Höhepunkt unserer Reise eingeplant. Auch das ein Ort, mit dem ich besondere Erinnerungen verband. Dorthin hatte ich wenige Wochen nach meinem Dienstantritt in Peking den Botschafter begleitet. Wir waren mit der Bahn gefahren, über Nacht. Ich hatte oben gelegen in der doppelstöckigen Koje des Schlafwagenabteils, mit dem Kopf zum Fenster hin. Wir waren gerade erst aufgewacht, als wir schon in den Bahnhof von Taiyuan einfuhren und mussten uns mit dem Aussteigen beeilen. Draußen wartete schon das Empfangskomitee mit dem Provinzgouverneur an der Spitze. Gerade noch genug Zeit für unsere Botschaftsdolmetscherin, mir den kleinen Spiegel vorzuhalten, den sie hastig aus ihrer Handtasche hervorgekramt hatte: Alles war schwarz! Vor allem die beginnende Glatze, aber voll auch Stirn und Nase. Ruß von der alten Dampflok, der durchs halboffene Zugfenster hereingeweht war. Großes Gelächter auf allen Seiten, als ich vor das Empfangskomitee trat. Auch der Gouverneur amüsierte sich köstlich.

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