C.D. Gerion - Die Freisprechung

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Unfreiwilliger Held dieses literarischen Abenteuerromans ist ein welterfahrener, wenn auch zuweilen etwas argloser Diplomat im Ruhestand. Beim zunächst harmlosen Versuch, für sich persönlich zu klären, was letztlich dran ist an den Lehren der großen Weltreligionen, gelangt er zu alarmierenden Erkenntnissen. Als er diese in Buchform zu verbreiten versucht, stößt er auf heftigen Widerstand und gerät in einen Strudel immer gewagterer Abenteuer hinein.
Dabei stehen ihm bis zum überraschenden Höhepunkt seine mitten im Leben stehende Ehefrau und ein mit allen Wassern gewaschener Investigativjournalist bei.
Der Roman entführt den Leser an eine Vielzahl exotischer Schauplätze, von einer entlegenen Atlantikinsel bis zu Chinas heiligen Bergen, aus den Tiefen der Katakomben von Rom bis in die Höhen der peruanischen Anden, und
bietet dabei auch noch spannende Einblicke in die diskrete Welt internationaler Politik und Diplomatie.
Ein in jeder Hinsicht fesselndes Leseerlebnis, das dazu noch völlig neue Perspektiven eröffnet – bis hin zu der im furiosen Finale aufscheinenden Utopie einer Welt, die ihr Heil jenseits überkommener Glaubensvorstellungen findet.

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Es dauerte noch eine ganze Weile, bis sich endlich die bronzebeschlagenen Türflügel öffneten. Als erstes erschien der Pfarrer. Michael war offenbar evangelisch gewesen. Es folgten die sechs Träger mit dem schlichten Sarg und dahinter die Trauergäste. Erstaunlich viele. Der alte Herr an der Spitze des Trauerzuges musste Michaels Vater sein. Eine gewisse Ähnlichkeit war unverkennbar. Er machte einen vollkommen abwesenden Eindruck. Wie ich wusste, hatte er ja erst vor kurzem auch schon seine Frau verloren. Die Frau, die ihn stützte, war wohl eine Tante von Michael. Dann kamen weitere Tanten und Onkel, nähere Verwandtschaft jedenfalls. Dann eine ganze Reihe jüngerer Leute. Hauptsächlich wohl ehemalige Schulkameraden, Studienfreunde oder sonstige Bekannte Michaels. Darunter sicher auch der ein oder andere aus seinem beruflichen Netzwerk: Autoren oder Mitarbeiter einschlägiger Verlage. Nein, so günstig die Gelegenheit auch war, für mich war dies weder der richtige Zeitpunkt noch der rechte Ort, um entsprechende Kontakte zu knüpfen. Ich wollte mich schon abwenden, weil ich den Trauerzug auf einem parallel verlaufenden Weg begleiten wollte, statt mich ihm unmittelbar anzuschließen, da trat noch jemand aus dem Dunkel der Kapelle: Ein älterer korpulenter Herr mit polierter Glatze und feistem Pausbackengesicht. Der Mann, der mir in Frankfurt auf dem Messeempfang aufgefallen war und den ich für den Verleger Josef Altzinger gehalten hatte! Damit hatte ich offenbar richtig gelegen. Aber dass der Chef des Wagenburg Verlags extra zu dieser Trauerfeier angereist war, kam mir nun doch etwas merkwürdig vor. Michael konnte für ihn als Autor oder kleiner Literaturagent kaum sonderlich wichtig gewesen sein. Die beiden waren ja auch nur ein einziges Mal persönlich zusammengetroffen, wie ich von Michael wusste.

Altzinger musste meinen Blick bemerkt haben. Jedenfalls schaute er auffällig lange in meine Richtung. Aber das hatte sicher nichts zu bedeuten. Er konnte ja gar nicht wissen, wie ich aussah. Wahrscheinlich hatte er nicht mal mein Manuskript zu sehen bekommen, weil Neumann es allem Anschein nach abgefangen hatte. Trotzdem kroch mir ein unangenehmes Kribbeln den Rücken hoch bis ins Genick, als er mich so ansah. Ich musste an Martinas Warnung denken. Inzwischen hatte sich der Trauerzug schon ein ganzes Stück weit entfernt. Altzinger beeilte sich aufzuschließen, nachdem er sich nochmal kurz zu mir umgedreht hatte. Ich nahm den Parallelweg, wie geplant, aber in noch größerem Abstand als ursprünglich beabsichtigt. Ich trat erst von der Seite an die vorbereitete Grabstätte heran, als alle anderen bereits am Fuß der Grube Aufstellung genommen hatten, neben der inzwischen auch der Sarg schon abgestellt war. Auch Altzinger stand etwas abseits, aber auf der anderen Seite des Grabes. Immerhin nahe genug, dass ich seine schnaufenden Atemzüge hören konnte. Der Fußweg von der Kapelle hierher hatte ihn wohl etwas angestrengt. Ich sah, wie einer der jüngeren Leute aus dem Trauerzug zu ihm hinübergrüßte – offenbar auch jemand aus der Buchbranche. Altzinger nickte nur kurz zurück. Von sich aus machte er keinerlei Anstalten, mit irgendjemandem aus der Trauergemeinde Kontakt aufzunehmen.

Während der Pfarrer seine Gebete sprach, stellte ich mir vor, was von Michael noch übrig sein mochte in diesem Sarg vor mir. Wie man mir im Krankenhaus gesagt hatte, war der Unfallwagen vollkommen ausgebrannt. Ich hatte eigentlich mit einem Urnenbegräbnis gerechnet. Vielleicht aber hatte sein Vater mit dieser Form des Begräbnisses den Gedanken an dieses Ende seines Sohnes einfach nur von sich schieben wollen. Völlig ohne Regung stand er vor der Grube, sein Gesicht grau und eingefallen. Ich hatte seinen Sohn ja kaum gekannt, aber seinem in Trauer versunkenen Vater fühlte ich mich auf einmal sehr nahe.

Ich bemerkte, dass plötzlich noch jemand neben mir stand. Mit einem kurzen Seitenblick stellte ich fest, dass es der Mann mit dem Trenchcoat und der Sonnenbrille war. Inzwischen ließen die Träger den Sarg auch schon in die Grube hinab. Anschließend nahm Michaels Vater, von einer Verwandten gestützt, mit einer kleinen Schaufel, die man ihm zugereicht hatte, etwas von dem vorbereiteten Erdhaufen auf. Mechanisch trat er zwei Schritte vor und ließ den Erdbrocken auf den Sarg fallen. Es gab ein polterndes Geräusch. Diesen Ritus hatte ich schon immer barbarisch gefunden. Aber unerbittlich griff jetzt ein Trauergast nach dem anderen zu der Schaufel. Der Herr im Trenchcoat beugte sich zu mir herüber und fragte leise, ob ich den Verstorbenen näher gekannt hätte. Ich fand das etwas aufdringlich und schüttelte nur wortlos den Kopf. Das schien ihn aber nicht zu stören.

„Wissen Sie, wie er ums Leben gekommen ist? Er war ja noch ziemlich jung.“

Bei diesem Wort wies er verstohlen auf das Datum auf dem Holzkreuz am Kopfende des Grabes. Mir fiel zum ersten Mal seine bayerisch gefärbte Aussprache auf. Ich sah mir den Mann jetzt etwas näher an. Er mochte so um die Fünfzig sein. Seine kurzen lockigen Haare waren noch tiefschwarz, aber vielleicht färbte er sie auch schon. Was suchte dieser Typ hier überhaupt, wenn er nicht mal wusste, um wen hier getrauert wurde? Gab es etwas sowas wie Trauer-Voyeure?

„Autounfall“, sagte ich nur.

„Waren Sie etwa dabei?“ Dabei warf er einen Seitenblick auf meinen Gipsarm.

Ich nickte kurz und warf ihm dabei einen Blick zu, der ihm zeigen sollte, dass ich seine Fragerei ziemlich ungehörig fand. Tatsächlich gab er sich nun erst mal zufrieden. Etwas auf der anderen Seite des Grabes schien dann aber seine Aufmerksamkeit zu erregen. Ich folgte seinem Blick. Altzinger war verschwunden! Kurz vorher war mir noch aufgefallen, dass der erneut interessiert beobachtet hatte, wie ich mich mit meinem Nebenmann unterhielt. Seltsam, wo er sich doch sonst für niemanden hier zu interessieren schien. Jedenfalls hatte sich nun auch die Idee erledigt, die mir auf dem Weg von der Friedhofskapelle hierher zum Grab kurz durch den Kopf gegangen war: Altzinger vielleicht nach Ende der Trauerfeier abzupassen und doch noch auf mein Manuskript anzusprechen. Hätte ich doch auf diese Weise und gerade an diesem Ort doch noch vollenden können, wofür Michael und ich überhaupt nach Frankfurt gefahren waren. Mein Ärger über den Typ neben wir wurde bei diesem Gedanken nur noch größer.

„Dürfte ich sie nochmal kurz unter vier Augen sprechen“, hörte ich den jetzt sagen, ausgesprochen höflich diesmal, aber mit einem sehr bestimmten Ton in der Stimme. Er wandte sich zum Gehen, offensichtlich in der Erwartung, dass ich ihm folgen würde. Tat ich dann auch. Ich hatte meinem Bedürfnis Genüge getan, Michael meinen letzten Respekt zu erweisen, und mehr hielt mich hier nicht. Die Sonnenbrille wartete ein paar Schritte weiter unter einem Baum. Als ich den mysteriösen Herrn erreichte, blickte er sich um, ob auch niemand in der Nähe war und stellte sich dann vor:

„Leuthäuser, Bundeskriminalamt. Verzeihen Sie, dass ich mich so an Sie herangemacht habe. Aber ich bin dienstlich hier und würde Ihnen gern noch ein paar Fragen stellen.“

„BKA, verstehe“, sagte ich. „Gerion, vormals AA – also gewissermaßen Kollege.“

Dabei fingerte ich eine der Visitenkarten heraus, die ich schon für unsere China-Reise hatte drucken lassen und von denen ich aus alter Gewohnheit schon einige in meiner Jackentasche verstaut hatte. Der BKA-Mann sah sie sich näher an und schien sichtlich beeindruckt zu sein, als er die chinesische Fassung auf der Rückseite entdeckte.

„Ich stehe Ihnen natürlich zur Verfügung“, sagte ich. „Fürchte allerdings, dass ich Ihnen kaum werde weiterhelfen können. Der Einzige, den ich auf dieser Trauerfeier näher kannte, ist der Verstorbene. Und auch den habe ich erst vor wenigen Wochen kennengelernt. Hat Ihre Anwesenheit hier etwas mit dem Unfall zu tun?“

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