Jan Pelzer - Aus dem Leben eines Liebhabers
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Nachdem also die Gesellschaft sich in solch eine ansehnliche Versammlung verwandelt hatte, konnten nun die Limonade und die festliche Buttercremetorte, die die Freundin von Anne, deren Vater Bäcker war, gestiftet hatte, unbeschwert genossen werden. Infolge der vornehmen Umgebung und dank unserer festlichen Garderobe benahmen wir uns vorbildlich, kleckerten nicht und beschädigten auch die vornehmen Möbel nicht. Allerdings hatte Georg, der Freund von Annes Freundin, während unserer sehr amüsanten und kultivierten Unterhaltung die unfassbare Behauptung aufgestellt, dass man ein rohes Ei nicht in der geschlossenen Hand zerdrücken könne. Ich erbot mich sofort, den Gegenbeweis anzutreten. Und da Georg felsenfest bei seiner Meinung blieb und sogar meine Braut ihm mehr glaubte als mir, fand man es nicht nötig, zur Durchführung des unvermeidlich gewordenen Experiments nach draußen zu gehen, sondern wollte es an Ort und Stelle machen. Anne holte denn auch ein rohes Ei. Und ich machte mich zu dem Experiment bereit, indem ich Anzugjacke und Zylinder glücklicherweise auszog. Georg hatte mir aus Unwissenheit oder aus Boshaftigkeit verschwiegen, dass man bei diesem Experiment die Spitze des Eies gegen die untere Seite des Eies drücken müsse. So nahm ich das Ei in meine rechte Hand und drückte seitlich dagegen, was das sofortige explosionsartige Zerplatzen des Eies zur Folge hatte. Dotter und Eiweiß spritzten blitzartig wie eine Ladung Schrotkugeln durch den Raum und verschmutzten im Umkreis von vier bis fünf Metern Menschen, Möbel, Vorhänge, Teppiche, Wände und die Decke des Raumes. Die vornehme Gesellschaft kollerte vor Gelächter am Boden, aber der unglückliche Verlobte brach in Tränen aus.
Doch meine beherzte Verlobte wusste auch in dieser Situation Abhilfe. Sie tröstete mich in meiner Verzweiflung mit den Worten, der Schaden sei nicht schlimm und könne rasch wieder bereinigt werden. Dann holte sie Sprudelwasser, Messer, Kreide und Waschlappen und funktionierte die ganze elegante Gesellschaft in eine Reinigungskolonne um, die die Ei-Reste von den Wänden und der Decke schabte, die Möbel, Vorhänge und Teppiche sauber wischte und mit weißer Kreide die beharrlichen Flecken an den gekälkten Wänden und der Decke übermalte. So endete unsere Verlobungsfeier in einer kameradschaftlichen Zusammenarbeit. Und Georg, der doch wohl mehr aus Unwissenheit als aus Boshaftigkeit seine Behauptung aufgestellt hatte, konnte es nicht fassen, dass dieses „bombensichere“ Experiment schief gegangen war.
Durch alle diese Vorgänge war die Vertrautheit mit Anne sehr eng geworden und ich war zum ersten Mal in meinem Leben von Herzen glücklich und froh. Bei Anne war ich gut aufgehoben. Sie stand zu mir und hatte mich gern. Es begann tatsächlich so etwas wie ein ganz zartes Pflänzchen echter Liebe zwischen uns zu keimen. Wir hatten uns im Auge, fanden Gefallen aneinander, waren neugierig aufeinander, reagierten aufeinander, meinten es gut miteinander und machten gemeinsame Zukunftspläne. Natürlich spürte ich in meinem Innersten, dass ich meiner Rolle nicht gewachsen war und nur mit allerhand Schauspielerei und Großsprecherei die Qualitäten vorzeigen konnte, die die Welt von einem feurigen Liebhaber, starken Beschützer und verantwortungsvollen Bräutigam erwartet.
Meine Zuneigung zu Anne, mein Interesse an ihr waren echt, aber es fehlten alle Fertigkeiten der Alltagsbewältigung und der Einsicht in die krude Beschaffenheit der sozialen und wirtschaftlichen Wirklichkeit, die uns umgab – und der ich daher in keiner Weise gewachsen war. Für eine gutmütige und wohlwollende Umgebung wie Anne, unsere Freunde und auch einige verständnisvolle Erwachsene und auch schließlich für mich reichte mein nicht unerhebliches Schauspielertalent, um meine Rolle gut zu spielen. Aber für die lebenstüchtigen und desillusionierten Realisten, mit denen wir es in der Hauptsache zu tun hatten, musste das groteske Missverhältnis zwischen unserem Alter und unserer „Liebesbeziehung“ schließlich zu einem Ärgernis werden, das sie nicht länger dulden konnten und dessen Scheinhaftigkeit sie entlarven mussten. Ich spürte die Gefährdung unseres „Glücks“ und hatte Angst vor dem Verlust.
Aber wir hatten noch eine Frist. Meine Großeltern hatten Anne und mich in den Herbstferien eingeladen. Und auf diese gemeinsame Ferienzeit freuten wir uns beide riesig und machten allerlei Pläne, diese Zeit mit Radtouren und Geländespielen auszufüllen. Anne versprach sich auch eine Erleichterung ihres Daseins davon, dass sie auf dem Lande auf Frisur und Garderobe nicht mehr so achten müsse und sich mit einfachen Klamotten und festgesteckten Haaren einfach einmal gehen lassen könne. Ich pflichtete ihr volltönend bei und nahm mir im Stillen vor, in dieser Zeit auf Zähneputzen und Waschen vollständig zu verzichten.
Die Aussicht auf die gemeinsame Reise brachte uns noch mehr zusammen und selbst unsere Mütter wurden dadurch unbewusst beeinflusst, sich öfter zu treffen. So übernachteten wir in dieser Zeit öfter in der Wohnung von Annes Mutter, und es wurde auch nichts dabei gefunden, Anne und mich in demselben Bett schlafen zu lassen. Die ersten Male passierte auch nichts, aber junge Liebesleute haben schließlich doch das Bedürfnis, sich miteinander zu beschäftigen, selbst im Dunkeln und in der Nacht. Wir machten davon auch keine Ausnahme. Und wenn zunächst auch nicht mehr als liebevolle Neckereien und herzhafte Knüffe sich dabei ereigneten, so probierten wir doch beim zehnten oder elften Mal, ob auch wir das konnten, was die brünstigen Tiere machten. Es gelang natürlich nicht, weil mein Glied plötzlich schrecklich krank und steif und lang wurde und nicht in die von mir irrtümlich gewählte hintere Öffnung von Anne passte und dann auch nicht in die von ihr als zutreffend ausgewiesene vordere Öffnung.
Mir war die Sache mit meinem Glied schrecklich peinlich und ich fürchtete mich davor, auch in Zukunft durch dieses eigenartige Verhalten meines Körperteils daran gehindert zu werden, in die – wie ich jetzt wenigstens wusste – zutreffende vordere Körperöffnung der Anne einzudringen. Ich war wirklich so geschockt, dass ich es in der uns noch verbleibenden Zeit bei Anne nicht mehr versuchte und lange Zeit auch ihre Nachfolgerinnen damit verschonte. Ich schämte mich auch so, dass ich nicht mit Anne darüber sprechen konnte, sonst hätte sie mir wahrscheinlich sofort die Auskunft gegeben, dass das völlig normal sei, und mir die jahrelange Angst vor der Erektion meines Gliedes bei zärtlichen Berührungen mit meinen Freundinnen erspart und das unangenehme Gefühl, diese Versteifung als überaus peinlich und unpassend zu empfinden.
Für Kinder in unserem damaligen Alter sind die Erlebnisse, die sie haben, alle gleich wichtig und gleich unwichtig. Die sexuelle Erlebnisweise hat noch nicht die Dominanz, die sie in späteren Jahren bekommt. Und so war für uns am nächsten Morgen das nächtliche Erlebnis weitgehend vergessen und wir interessierten uns wieder mehr für die Größe der Löcher im Käse und in den Brötchen, die wir zum Frühstück aßen, als für unser nächtliches Abenteuer. Im Hinterkopf behielten wir die Geschichte aber doch und wir planten eine Wiederholung des Experiments in den Herbstferien bei meinen Großeltern.
Hier aber beherrschte – womit wir nicht gerechnet hatten – mein Opa die Szene und hielt sein Haus und dessen Bewohner in Ordnung. Er teilte uns zwar ein gemeinsames Schlafzimmer zu, stellte aber unsere Betten weit auseinander an die gegenüberliegenden Wände. Er verbot uns, das Zimmer abzuschließen und nachts unsere Betten zu verlassen, und drohte auch damit, unsere Folgsamkeit zu kontrollieren, was er dann allerdings nicht tat.
Es war auch nicht nötig. Denn seine mit großer Autorität ausgesprochenen Anweisungen wurden von uns brav befolgt, so dass über den vielen anderen Ferienaktivitäten, die Opa und Oma für uns organisierten, für die Entwicklung der vorehelichen Beziehungen keine Zeit mehr blieb. Trotzdem waren diese Ferien für uns ein paradiesisches Erlebnis und der Glückshöhepunkt unserer kurz befristeten Freundschaft.
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