Jan Pelzer - Aus dem Leben eines Liebhabers

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Nach dem Tod seiner Frau zieht sich der 78jährige Jan Sprenger in ein Hospitz zurück und spricht mit keinem Menschen mehr. Er schreibt aber Briefe an eine weltberühmte Tennisspielerin, deren Fan er ist; schickt seine Briefe aber nicht ab.Er erfindet auch die Antworten der verehrten Frau auf seine Briefe selber. Seine Tochter findet die Briefe und schickt sie der realen Frau. Hierdurch wandelt sich die virtuelle Beziehung der Hauptperson zu seiner «Flamme» in eine reale.

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Dieses Verhalten war für mich schon etwas deprimierend, aber ich fasste mich und spielte einige Schlagermelodien, die damals gerne gehört wurden: „Kann denn Liebe Sünde sein“ oder „Der Wind hat mir ein Lied erzählt“ oder „Gnädige Frau, wo warn Sie gestern?“ oder „Ausgerechnet Bananen“ oder „Unter einem Regenschirm am Abend“ usw., Schlager, die zum größten Teil von Zarah Leander vorgetragen wurden und deren frivol-laszive Erotik in heftigem Gegensatz zu der Erscheinung des kindlichen, knabenhaften Spargel-Tarzans standen, der so hingebungsvoll die Violine strich.

Beim Vortrag dieser Melodien störte es mich nicht, wenn der Lärm der Besucher weiter um mich herumbrandete, weil ich mich sehr darauf konzentrieren musste, die richtigen Töne zu greifen und die Melodien gefällig zu variieren und mit virtuosen Läufen und Doppelgriffpassagen effektvoll auszugestalten. Zudem klatschten die Leute nach jedem Musikstück bereitwillig Beifall.

Allerdings merkte ich genau, dass dieser Beifall einen sehr konventionellen Charakter hatte, eine Angelegenheit des höflichen Benehmens war und zu der Qualität oder dem Murks meiner Darbietung in keinem Verhältnis stand. Ich provozierte denn auch bald das Publikum, indem ich mit Absicht Dissonanzen in meine Schlagerparaphrasen einbaute oder das Publikum durch die Wiedergabe der Melodie von „Du bist verrückt, mein Kind, du kommst aus Berlin, wo die Verrückten sind, da gehörst du hin“ zu attackieren versuchte oder auch die Melodie des frech-anarchischen „Bolle-Liedes“ bis zum Exzess strapazierte. Aber die Zuschauer klatschten genauso unbeteiligt und mechanisch wie vorher Beifall und sie hätten, glaube ich, auch zu ihrem musikalisch verpackten Todesurteil geklatscht, weil sie überhaupt nicht hinhörten, sondern auf ihre Unterhaltungen und ihren Kuchen fixiert waren.

Ein etwas reiferer Mensch, als ich es damals war, hätte dieses Verhalten als normal begriffen und die Leute noch eine Zeit lang mit belangloser Musik berieselt, ohne sich für die technische Perfektion oder den emotionalen Ausdruck der gespielten Stücke zu engagieren; aber ich war zu solch einer zynischen – wenn auch der Situation angemessenen – Haltung nicht in der Lage und litt unter der Nichtbeachtung und offensichtlichen Geringschätzung meiner Bemühungen.

Schließlich wollte ich mit Gewalt diese Mauer von Ignoranz und Gleichgültigkeit sprengen und ich dachte, ich könnte das mit dem Vortrag eines Stückes erreichen, das ich am meisten liebte und das ich für diese Veranstaltung besonders intensiv geübt hatte, der G-Dur Romanze für Violine von Beethoven, deren auswendig gespielter Vortrag für einen musisch nur normal begabten Jugendlichen schon eine bemerkenswerte Leistung ist.

Ich legte nun alle Kraft und meine ganze Seele in den Vortrag des Stückes – in der Erwartung, dass mir die Cafégäste wenigstens dieses eine Mal zuhörten oder doch zumindest die Musik zum Ertönen kommen ließen. Aber nichts änderte sich. Diese von mir innerlich so empfundenen „Dickhäuter“ fraßen weiter ihren Kuchen in sich hinein, schlürften schmatzend ihren Kaffee, qualmten genüsslich ihre Lord Astor und palaverten weiter über die Pflege von Gesichtswarzen und Hühneraugen, ohne von dem besonderen Ereignis, das sich für meine Begriffe soeben in ihrer Nähe abspielte, auch nur das Geringste wahrzunehmen.

Erst als ich kurz vor dem Ende der Romanze mein Spiel abbrach und die verdatterten Spießbürger anschrie: „Für solche Säue spiele ich nicht!“, entstand ein ärgerlicher Tumult und eine aggressive Empörung. Einige der aufgebrachten Väter wollten mich sogar schlagen, und nur dem entschlossenen Eingreifen meines Musiklehrers, der – wohl angelockt durch meine Töne – einige Minuten vorher den Raum betreten hatte und mir jetzt demonstrativ Beifall zollte, habe ich es zu verdanken, dass ich nicht mit blauem Auge und aufgeplatzter Lippe den Schauplatz verlassen musste.

Er stellte sich zornig vor mich und rief die Versammlung zur Ordnung und erklärte dann noch, dass die Lautstärke, mit der sie meine beseelte Interpretation der Beethoven-Romanze gestört hätten, ein Zeichen von fehlender Kultur und Herzensbildung sei und dass sie die Leistung, die ich ihnen geboten hätte, überhaupt nicht zu schätzen gewusst hätten. Er könne meinen Unmut deswegen völlig verstehen und er selber, wenn er an meiner Stelle gewesen wäre, hätte sich genauso verhalten.

Ich hatte inzwischen weinend meine Geige eingepackt und verließ darauf an der Hand meines Musiklehrers den Raum. Die Caféhausbesucher aber, so erzählten es mir meine Klassenkameraden am nächsten Tag, hätten nach einer kurzen Pause der Betroffenheit weiter palavert, als sei nichts passiert.

Erotische Abenteuer eines Kindes

Warum erzähle ich dir das, liebe Mary, dir, der weltbekannten schönen und großartigen Tennisspielerin? Denn ich schreibe diese Geschichten für dich. Ich habe keinen Gesprächspartner mehr, seitdem ich mich nach dem Tod meiner Frau, Amadea, mit achtundsiebzig Jahren in ein Hospiz zurückgezogen habe und aus besonderen Gründen mit keinem Menschen mehr spreche.

Ich bin schon seit etlichen Jahren dein Fan. Und es wäre eigentlich für jeden verständlich, wenn ich als Fan einer weltbekannten Tennisspielerin dieser verehrungsvolle Schreiben schickte. Bis vor einem Jahr, als meine Frau noch lebte, wäre das auch von mir zu erwarten gewesen, aber jetzt hat sich mein ganzes Leben geändert und zumindest in meinen Gedanken bist Du so etwas wie ein virtueller Ersatz für meine Frau geworden. Vielleicht werde ich, wenn ich alle Geschichten, die mich bewegen, aufgeschrieben habe, dir, der realen Person der Mary diese Geschichten schicken, um mir die Chance zu geben eine reale Beziehung zu dir aufzubauen.

Ich beginne mit der Darstellung meiner erotischen Biographie mit dem Jahr 1932. Damals war ich fünf Jahre alt. In dieser Zeit war mein Vater als Lehrer arbeitslos. Er hatte allerdings einen Nebenerwerb als Vertreter für Bücher gefunden. Er reiste viel, um bei Buchhändlern und Privatpersonen Abnehmer für seine Ware zu finden. Manchmal kam er wochenlang nicht nach Hause, weil er in irgendwelchen entlegenen Dörfern die Bauern für deutsche Literatur begeistern wollte. In diesen Zeiten reiste meine Mutter mit mir zu meinen Großeltern auf’s Land, um die Ausgaben für den eigenen Haushalt zu sparen; denn mein Vater konnte mit seiner Tätigkeit nur das zum Überleben Nötigste verdienen.

Dort – bei den Großeltern – hatte ich schnell Anschluss an die Kinder des Dorfes gefunden, weil ich zum Entsetzen meiner Mutter mit der großzügigen Verteilung meiner Spielsachen an die neuen Freunde nicht lange gefackelt hatte. Ich war denn auch bald wie sie in den Werkstätten und Bauernhöfen ihrer Eltern zu Hause und durchschwärmte mit ihnen die umliegenden Felder und Wälder. Meine Realitätserfahrungen wurden durch diese Aktionen und die damit verbundene selbständige Nahrungsmittelversorgung mit Kirschen, Erdbeeren und Pilzen, Krebsen und Forellen sprunghaft erweitert. Ich gewann sogar die Bewunderung meiner neuen Freunde, weil es mir bei einer Mutprobe gelang, die Rivalität zwischen ihnen und einer anderen Kinderbande zu ihren Gunsten zu entscheiden, weil ich ein Brennnesselblatt in den Mund nahm und es – wenn auch unter heftigsten Schmerzen – tapfer zerkaute.

Dort erlebte ich mein erstes Liebesabenteuer. In dieses sexuelle Abenteuer bin ich als Mitglied unserer dörflichen „Kinderbande“ hineingerutscht. Da ich eines der jüngsten „Bandenmitglieder“ war, wusste ich im Grunde nicht, was „gespielt“ wurde.

Die sexuelle Aufklärung war in unserer Bande ein wichtiges Thema. Und einige Bauernjungen, die Ziegen oder Kühe zum „Decken“ begleiten durften, waren auf diesem Gebiet die anerkannten Autoritäten. Sie berichteten uns, wie es zwischen Bock und Hippe oder zwischen Bulle und Kuh zuging, und da Kinder gerne nachspielen, was sie in der Welt um sich beobachten, beschlossen wir, auch das „Decken“ nachzuspielen. Die Gelegenheit dazu sollte sich bald ergeben. In dem Dorf wohnte eine kinderreiche evangelische Pastorenfamilie, deren Haus den Dorfkindern zum Spielen offen stand. Eines Tages, als wir Jungen mit dem jüngsten Sohn des Pfarrers im Pfarrhaus spielten, wurde uns plötzlich bewusst, dass wir Jungen mit dem jüngsten Kind des Pfarrers, einem Mädchen von 3 bis 4 Jahren, allein in dem Haus und im Zimmer waren. Im Nu war der Kleinen die Hose ausgezogen, war sie mit dem Gesicht nach unten über einen Stuhl gelegt worden und hatten die Jungen eine Schlange gebildet, an deren Ende ich stand. Die Jungen holten darauf streng der Reihe nach ihr Glied, bei dem sich allerdings nichts regte, aus der Hose und versuchten damit mit dem Po der Kleinen in Berührung zu kommen, weil sie es so bei den Tieren gesehen hatten. Die Kleine, deren Bruder ja anwesend war, begriff das Geschehen zunächst als Spiel, begann dann aber leise zu weinen, wobei ich nun die größte Sorge hatte, bei dem Spiel nicht mehr an die Reihe zu kommen. Ich kam noch kurz an die Reihe, spürte überhaupt nichts bis auf die Angst vor dem Erscheinen eines Erwachsenen und verließ mit den anderen fluchtartig das Haus.

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