Peter Schmidt - Trojanische Pferde

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"Sie erklärten mir, ich solle einen Laden ausheben, der mit Thai-Mädchen handele, irgendein finsteres Etablissement am Rande der Stadt, wo die Fassaden immer grauer werden, die Toreinfahrten dunkler und die Straßenlaternen so aussehen, als seien sie auf halbe Kraft geschaltet. Sie sagten: 'Ihre schmierige kleine Detektei wirft doch kaum genug ab, um sich über Wasser zu halten, Winger. Also setzen Sie mal Ihre Fäuste für uns ein. Ihr Verstand ist dabei nicht gefragt, wir brauchen jemanden, der kräftig zupacken kann und keine Angst vor blauen Flecken hat.'" – Schnelles Geld für Privatdetektiv Winger? Doch dann kommt ein rätselhafter Mord ins Spiel. Der erste Verdächtige, Keißen junior, stand schon immer unter der Fuchtel seines strengen Vaters, eines zurückgezogen lebenden, etwas verschrobenen Häusermaklers. Vor seinem frühen Tode war sein Sohn Schwimmchampion und pflegte ein merkwürdiges Hobby: Er zog Hunde, die er in sein Übungsbecken lockte, an den Hinterpfoten unter Wasser, bis sie ertrunken waren … «Keißen juniors Verhältnis zu Frauen war genauso zwiespältig wie zum Wasser», so sein enger Freund Marten. «Er hatte Angst vor ihnen, trotzdem zogen sie ihn magisch an.» – Könnte sein nächstes Opfer ein Frau gewesen sein? Privatdetektiv Winger ahnt nicht, dass er einem Komplott auf der Spur ist, das die Republik in ihren Grundfesten erschüttert …

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Der Boden war eine einzige große Lache, die sich aus dem Waschraum bis zum Eingang ergossen hatte.

“Kein Problem, werd' einfach ein wenig meine Hosenumschläge liften”, sagte ich und setzte mich auf einen Barhocker an der Theke, die Schuhe auf der Trittstange. “Wer von den Mädchen ist denn die Unglückliche?”

“Die Kleine mit der netten Stupsnase.” Sie zeigte auf ein Mädchen, dass apathisch an der gegenüberliegenden Wand saß und durch mich hindurchblickte. Ihre Kolleginnen waren damit beschäftigt, feuchte Aufnehmer auszuwringen und volle Wassereimer zur Toilette zu tragen. “Sum Nong, bitte komm zu uns herüber und leiste dem Herrn Gesellschaft.”

Sum beachtete uns nicht.

“Ich bin Helga”, sagte die Rothaarige, als seien Probleme beim Dressurakt nichts, was eine erfahrene Dompteuse wie sie aus der Ruhe bringen könnte. “Die Gründerin des Vereins. Sum ist etwas unpässlich, weil ihr das Klima nicht bekommt. Sie spricht kein Wort Deutsch, aber auf englisch kann sie sich ganz gut verständigen.”

Helga zischte ihr ein paar Worte in einer Sprache zu, von der ich annahm, es sei Thai . An ihrem Tonfall hätte man leicht mein Rasiermesser abziehen können.

Das Mädchen wurde so lebendig, als habe ihm jemand ein Lebenselixier eingeflößt, und zwar über den Gehörgang direkt ins Gehirn. Sie patschte durch die Wasserpfützen zu uns herüber, berührte mit der flachen Hand ungeschickt mein Knie und sah mich schicksalsergebener an als eine Kuh, die beim landwirtschaftlichen Leistungswettbewerb den ersten Preis machen sollte und das auf irgendeine sprachlose Weise auch verstanden hatte, in ihrer dumpfen Art …

Sum war etwa zwanzig Jahre alt, zierlich gebaut und unterschied sich wenig von den Mädchen, die man in ihrem Land an jeder Straßenecke antreffen konnte. Abgesehen vielleicht von ihren Augen, die plötzlich, wenn sie glaubte, niemand bemerke es, überraschend lebendig werden konnten.

Ihre Haut war so glatt und makellos, dass es einem den Atem verschlug, und manchmal lag in ihren Bewegungen genau jene Art von Geschmeidigkeit und Unterwürfigkeit, die vielleicht der eigentliche Grund dafür ist, dass so viele Männer glauben, thailändische Frauen seien von der Vermännlichung des weiblichen Geschlechts verschont geblieben.

Helga beobachtete das alles mit Wohlgefallen. Wenn jemand in einer völlig fremden Sprache, deren Betonung einem Europäer fast unüberwindliche Schwierigkeiten bereitet, so beachtliche Ergebnisse erzielt, dann ist das auch ein berechtigter Grund für Zufriedenheit.

Da Sum keine Anstalten machte, ihren Arm um meinen Hals zu legen, nahm ich ihre Hand von meinem Knie und küsste sie sanft auf die Wange.

“Ich lasse euch beiden Turteltäubchen jetzt allein”, sagte Helga liebenswürdiger als der Papst bei seinen Privataudienzen. “Und denkt immer an den Wahlspruch unseres Klubs: Völkerverständigung darf kein hohles Lippenbekenntnis bleiben .” Sie deutete auf ein Plakat neben meinem Kopf, das eine Gruppe Negerkinder mit weißen und asiatischen Altersgenossen zeigte, die unter einem Affenbrotbaum picknickten.

Weiß Gott, ja. So ganz unrecht hatte sie damit nicht. Aber wie säh's denn auf der Welt wohl aus, wenn alles, was gut und richtig ist, in die Tat umgesetzt würde? Wir wären nicht mehr wiederzuerkennen. Es würde uns in die größte Identitätskrise unseres kurzen Lebens stürzen.

“Lady, you're a real pain”, sagte ich, während ich Helga hinterher blickte. Doch damit konnte ich bei Sum Nong keinen Blumentopf gewinnen. “Gibt's irgend etwas, was dich aufheitern könnte?”, erkundigte ich mich auf englisch.

“Bitte bringen Sie mich hier raus …”, sagte sie in einwandfreiem Deutsch.

“Nanu, wenn ich Helga richtig verstanden habe, sprichst du doch gar kein …?”

“Ich möchte nicht, dass jemand im Klub davon erfährt”, sagte sie leise.

“Und womit habe ich soviel Vertrauen verdient?”

“Sie sind Winger. Ihr Bild war mal in der Zeitung – als Sie dem stellvertretenden Bürgermeister bei der Einweihung der neuen Rennbahntribüne eine runtergehauen haben.”

“Dazu habe ich mich nur verleiten lassen, weil mir ein paar seiner Handlanger in den Ämtern aus purem Übermut das Leben schwer machen wollten. Aber einverstanden – du bleibst hier und wartest auf mich. Ich muss nur mal kurz vor die Tür, um ein paar Dinge zu regeln.” Die Sache bahnte sich schneller an, als ich erwartet hatte, und das konnte mir nur recht sein. Everdings Umschlag hatte nicht so ausgesehen, als wenn sein Inhalt für mehr als drei Besuche gutgewesen wäre.

3

Als ich wieder neben den beiden im Wagen saß, versuchte ich mir erst mal mit ungelenken Fingern eine Javaanse Jongens zu drehen. Ich war nie sehr begabt im Drehen gewesen, aber diesmal stellte ich mich noch ein wenig ungeschickter an, als ich war.

Ich ließ die halbfertige Zigarette auf den Wagenboden fallen und begann von vorn. Dann wischte ich die gelbbraunen Tabakkrümel von meinen Hosenbeinen zusammen und ließ sie, sparsam, wie ich war, aus der hohlen Hand in die Frischhaltepackung zurückgleiten.

“Herrgott noch mal, was ist passiert, Winger?”, erkundigte sich Everding. “Was haben Sie herausgefunden?”

“Ich bin bereit, auf Ihren Vorschlag einzugehen. Trotz der Schwierigkeiten. Fürs doppelte Honorar. Die Sache ist nicht so einfach, wie Sie vorgeben.”

“Also gut, einverstanden”, seufzte er und zog den Briefumschlag und einen größeren braunen Versandumschlag, der etwa die dreifache Summe des Betrags enthielt, aus der Innentasche seines Jacketts, als wenn er schon mit weiteren Forderungen gerechnet hätte. Er zählte das Geld ab und reichte mir den Umschlag.

“Sorgen Sie jetzt für unser Hotelzimmer.”

“Was denn, sofort?” Everding warf mir einen ungläubigen Blick zu, kramte aber folgsam die Visitenkarte des Hotels aus der Tasche. Er reichte sie mir, und ich steckte sie ein.

“Ich werde gleich rübergehen und mit einem der Mädchen wiederkommen. Das wird nicht länger als höchstens eine halbe Stunde dauern. Dann sollte hier ein Taxi auf uns warten. Und von Ihnen beiden dürfen nicht mal mehr die Rücklichter zu sehen sein … haben sie mich verstanden ?”

“Welches von den Mädchen denn?”

“Spielt das irgendeine Rolle?”

“Kommt ganz darauf an. Mein Kollege Kranz hat Ihnen ja schon gesagt, dass in dem Laden zwischen ‘Klubmädchen’ und ‘Ware’ unterschieden wird. Klubmädchen sind gewöhnliche Bardamen aus Thailand, Ware jene Mädchen, die unter der Hand zum Kauf angeboten werden. Wir brauchen eine aus der Rubrik ‘Ware’.”

“Bekommen Sie. Ich glaube, ich habe genau die Richtige für sie aufgegabelt.”

“Wie heißt das Mädchen?”

“Sum Nong.”

“Hm …” Everding warf Kranz einen überraschten Blick zu. “Hört sich ganz so an, als wenn es keines der Mädchen vom Personal wäre, oder?”

“Falls es wirklich echte Ware ist, liegen wir genau richtig”, bestätigte Kranz.

“Ich bin gespannt, wie Sie das bewerkstelligen wollen, Winger”, sagte Everding. “Sie müssen das Mädchen mit seinem vollen Einverständnis herausbringen, aber gegen den Willen der Geschäftsleitung. Alles andere hätte keinen Sinn, wenn wir den Laden dichtmachen wollen.”

Ich nickte, ließ wortlos die Wagentür hinter mir zufallen und kehrte in den Klub zurück.

Sum Nong saß noch immer auf ihrem Barhocker, ihre für europäische Augen etwas dünnen Beinchen übereinandergeschlagen und einen Pfirsichsaft aus dem Pappkarton vor sich. Sie lächelte sichtlich erfreut darüber, dass meine Worte keine hohle Versprechung gewesen waren.

Das übriggebliebene Wasser auf dem Fußboden hatte angefangen zu verdunsten und erzeugte in dem überheizten Laden eine Treibhausatmosphäre, als würden dort tropische Pflanzen gezüchtet. Ich legte meinen Zeigefinger vor die Lippen; dann ging ich nach hinten, wo Helgas Büro lag, und schob die angelehnte Tür auf.

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