Peter Schmidt - Trojanische Pferde

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"Sie erklärten mir, ich solle einen Laden ausheben, der mit Thai-Mädchen handele, irgendein finsteres Etablissement am Rande der Stadt, wo die Fassaden immer grauer werden, die Toreinfahrten dunkler und die Straßenlaternen so aussehen, als seien sie auf halbe Kraft geschaltet. Sie sagten: 'Ihre schmierige kleine Detektei wirft doch kaum genug ab, um sich über Wasser zu halten, Winger. Also setzen Sie mal Ihre Fäuste für uns ein. Ihr Verstand ist dabei nicht gefragt, wir brauchen jemanden, der kräftig zupacken kann und keine Angst vor blauen Flecken hat.'" – Schnelles Geld für Privatdetektiv Winger? Doch dann kommt ein rätselhafter Mord ins Spiel. Der erste Verdächtige, Keißen junior, stand schon immer unter der Fuchtel seines strengen Vaters, eines zurückgezogen lebenden, etwas verschrobenen Häusermaklers. Vor seinem frühen Tode war sein Sohn Schwimmchampion und pflegte ein merkwürdiges Hobby: Er zog Hunde, die er in sein Übungsbecken lockte, an den Hinterpfoten unter Wasser, bis sie ertrunken waren … «Keißen juniors Verhältnis zu Frauen war genauso zwiespältig wie zum Wasser», so sein enger Freund Marten. «Er hatte Angst vor ihnen, trotzdem zogen sie ihn magisch an.» – Könnte sein nächstes Opfer ein Frau gewesen sein? Privatdetektiv Winger ahnt nicht, dass er einem Komplott auf der Spur ist, das die Republik in ihren Grundfesten erschüttert …

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“Weil er eine etwas zu lockere Hand bei den Nullen auf meiner Rechnung hatte. So was fällt bei den Seelenklempnern nun mal unter die Rubrik ‘krankhafte Phantasie’. Das sind keine Kassierer, sondern Burschen, die von den Restaurantbesitzern Schutzgelder erpressen. Diesmal hatte unser lieber Amaxos vom Athene endlich mal ‘nen Grund, sich tatsächlich von ihnen beschützen zu lassen.”

“Was ist mit dem Blutgerinnsel an seinem Hinterkopf?”

“Nur der Türrahmen meines Wagens.”

“Und vor den ist er genauso zufällig geknallt wie der andere mit dem Nasenbein gegen Ihre Wagentür?”

“Ich mag früher mal ein Draufgänger gewesen sein, aber im Alter stellt man sich schnell die Frage, ob das Faustrecht zur Regelung unserer Angelegenheiten wirklich die angemessenste Methode ist. Wenn Sie einen Auftrag für mich haben, der etwas mehr Kopf als Muskeln verlangt, werden wir uns vielleicht handelseinig. Alles andere würde mir unweigerlich das Gefühl verschaffen, ich hätt's lieber mit einem Job als Sparringspartner versuchen sollen.”

2

Während der Fahrt zum Klub fragte ich Everding, für wen sie arbeiteten. Er sah mich so überrascht an, als sei der Gedanke, er könne außer für sich selbst noch für jemand anders arbeiten, völlig neu für ihn.

Das Haus war ein alleinstehender, windschiefer Kasten aus dunklem Backstein, an dessen Holzläden sich ein Liebhaber süddeutscher Bauernmalerei mit etwas zu grobem Pinsel und zuviel roter Lackfarbe versucht hatte.

An der einen Seite hing eine rostige Feuerleiter, deren zernagte Bolzen aussahen, als würden sie beim Husten des nächsten Passanten herausfallen.

Vier der Eisenstufen fehlten, aber dafür gab es am Ende der Leiter eine solide, neu eingesetzte Tür aus ungestrichenem Eisenblech.

Das Etablissement nannte sich Thailändischer Freundschaftsverein – GÄSTE HERZLICH WILLKOMMEN! – und war so was wie ein Zwitter aus Nachtbar und buddhistischer Begegnungsstätte, in dem thailändische Mädchen einzelnen unerträglich einsamen Herren Gesellschaft leisteten.

Wir hielten auf dem Parkplatz in der Deckung einer freistehenden Plakatwand.

Über uns jagte eine Herde Marlborogäule durch den Nebel. Sie kamen niemals an. Aber vielleicht fand ich das ja nur deswegen so bemerkenswert, weil Unzufriedenheit inzwischen zu unserem zweiten Naturell geworden ist.

“Also gut”, sagte Kranz. “Sie haben schließlich ein Recht darauf, zu erfahren, für wen wir arbeiten, Winger. Hat er doch, oder?”, erkundigte er sich an Everding gewandt.

Everding nickte und betastete nachdenklich die Schwären in seinem Nacken.

“Wir arbeiten im Auftrage einer Vereinigung gegen den fortschreitenden Verfall der Sitten in der Stadt”, sagte er, immer noch nicht viel lauter. “Leider gibt es keine rechtliche Handhabe, die Arbeit des Klubs zu unterbinden.”

“So was existiert hier? Ich meine, seit wann machen Vereine denn in Moral?”

“Was glauben Sie, was es hier in der Region alles gibt. Dieser Moloch von Städten, die an allen Ecken zusammenwachsen, ist mittlerweile genauso in der Hand der Ost-Mafia wie unsere ehrenwerte Hauptstadt. Da bleibt nur noch die Selbsthilfe des mündigen Bürgers.”

“Selbstjustiz, wollen Sie sagen?”

“Gewalt ist nicht unsere Sache, Winger. Wir wollen keine Prügel und teilen selber keine aus.”

“Aber Sie haben doch irgendein faules Ding ausgebrütet, um den Burschen das Handwerk zu legen?”

“Na, sagen wir mal, wir haben einen Weg gefunden, der zwar nicht illegal ist, aber auch nicht ganz koscher.”

“Sie müssen wissen, dass in dem Laden zwischen ‘Klubmädchen’ und ‘Ware’ unterschieden wird. Klubmädchen sind gewöhnliche Bardamen aus Thailand, Ware jene Mädchen, die unter der Hand zum Kauf angeboten werden”, erklärte Kranz.

“Und was ist meine Aufgabe dabei? Wofür brauchen Sie meine Hilfe?”

“Wir sind zu bekannt in dieser Stadt, wir sind Anwälte , Winger. Man würde sofort Verdacht schöpfen.”

“Wir schlagen Ihnen vor, regelmäßiger Besucher des Klubs zu werden”, sagte Everding. “Auf unsere Kosten. Das ist doch auch schon was, oder? Neben Ihren Spesen, meine ich? Der Laden ist recht gut bestückt, was den Spirituosenschrank anbelangt. Und mit Ihren Spesengeldern können Sie dann der Brünetten im Souffleurkasten ein paar schöne Stunden machen.”

“Sie kennen Silvia?”

“Silvia ist ein nettes Mädchen, aber den Leuten vom Theater brennen zu leicht die Sicherungen durch. Die sind nichts für Leute von Ihrem Kaliber, Ralf. Das wäre, als würde man Feuer ins Öl schütten.”

“Na, herzlichen Dank für die Charakteranalyse.”

Everding machte eine ungeduldige Handbewegung. “Ihre Privatangelegenheiten interessieren uns nicht. Versuchen Sie das Vertrauen der Geschäftsleitung zu gewinnen. Und nach einiger Zeit fangen Sie an, sich für eine der Damen zu interessieren.

Wählen Sie ein Mädchen, das Ihnen vom Typ her liegt. Sie sollen ja nicht über Ihren eigenen Schatten springen …

Sobald Ihnen ein Angebot wegen des Kaufpreises gemacht wird, lehnen Sie ab! Sie hätten sich in das Mädchen verliebt. Geld käme nicht in Frage. Also versuchen Sie beide den Klub zu verlassen, notfalls mit Gewalt. Für diesen Zeitpunkt haben wir Ihnen am anderen Ende der Stadt ein Hotelzimmer reservieren lassen, wo Sie erst mal mit der Kleinen untertauchen können.”

“Auf wessen Kosten?”

“Auf unsere, versteht sich.”

“Hm, hört sich ganz plausibel an. Aber damit sind Sie und Ihre hochmoralischen Auftraggeber doch noch längst nicht am Ziel angelangt?”

“Aber wir liegen schon ganz gut im Rennen. Später werden Sie dann noch mal allein den Klub aufsuchen und der Inhaberin und ihren Hintermännern klarmachen, das Mädchen sei jetzt bereit, vor der Polizei auszusagen. Sie selbst würden ihre Aussage bestätigen können.”

“Damit wäre zum ersten Mal eine gesetzliche Handhabe zur Schließung des Klubs gegeben”, meinte Kranz. In seine müden Schultern war etwas Haltung gekommen, als richte der Gedanke ihn innerlich auf.

“Hübscher Plan”, bestätigte ich, “ außer, wenn man mir dabei den Schädel einschlägt, nicht wahr?”

“Sie sind doch auf solche Geschäfte spezialisiert”, sagte Everding. Wenn er jemals versucht hatte, verbindlich zu lächeln, dann musste ihm das gründlich misslungen sein. Jedenfalls seiner gegenwärtigen Grimasse nach zu urteilen. Er hatte keine Übung darin.

Ich zuckte die Achseln und stieg aus. Ich war auf die restlichen Scheine in Everdings Umschlag scharf, notgedrungen . So ist das nun mal im Leben, die Zeiten, in denen man auf die Jagd ging, um der Familie eine Gazelle fürs Abendessen zu schießen, sind leider schon seit ein paar Dekaden vorüber.

All die Ideale in meinem Gewerbe – von wegen heroischer Ritter der Großstadt und sprächen nicht meine Natur und meine Vorsätze dagegen, dann würde ich Ihnen jetzt eine runterhauen –, falls man sich dabei nicht ohnehin selbst was in die Tasche gelogen hatte, verflüchtigten sich auf der Stelle, wenn einem im Büro Heizung und Licht abgedreht worden waren.

Ich bedauerte die armen Dinger da drin, so wie ich alle auf der Welt bedauerte, denen es schlechter ging als mir, aber ich wäre kaum freiwillig für sie aus dem Wagen gestiegen.

Die Tür des Vereins war mit einer brandfleckigen Bügeldecke verhängt. Hinter dem provisorischen Vorhang – an der Stelle der Milchglasscheibe, wo er knapp über der Klinke ein kleines Dreieck freiließ – schimmerte rötliches Licht.

“Tut mir schrecklich leid ”, sagte eine rothaarige Alte in schwarzem Drachenkimono, die man wegen ihres verhärmten Gesichts leicht für die Reinemachefrau hätte halten können, wäre das goldene Gebammel an ihren Ohrläppchen nicht ein paar Pfund zu schwer dafür gewesen, “aber wir hatten eine Überschwemmung. Eines der Mädchen spielt verrückt – das Heimweh ”, fügte sie mit mitleiderweckendem Augenaufschlag hinzu, als sei “Heimweh” eine Art Zauberformel für mein abgestumpftes Herz.

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